Schwarzwald ade!

Den schönen Schwarzwald, die Schwäbische Alb – wir werden sie nicht mehr wiedererkennen. Sie werden schon bald verschandelt sein von Hunderten und Aberhunderten von Windrädern. Eine Entschuldigung gibt es dafür nicht – jeder, der in Baden-Württemberg Grün-Rot gewählt hat, hat schließlich gewußt, was jetzt auf die Natur des Landes, besonders auf ihre „Wälder und Höhen“, zukommt.

Die Regierung Kretschmann verwirklicht zügig, was von Anfang an ihr erklärtes Ziel war: die Umstellung des ganzen Landes auf die windigste und unzuverlässigste Energie überhaupt – die Windenergie. Über hundert neue Windräder (!) sollen im Jahr aufgestellt werden! Und weil es vielleicht doch noch ein paar altmodische Zeitgenossen gibt, denen der freie Blick auf Wälder und Berge etwas bedeutet, werden jetzt auch rechtlich Nägel mit Köpfen gemacht.

Die Landesregierung verläßt sich nämlich nicht, wie man denken könnte, auf die Überzeugungskraft ihrer Argumente – nein: es wird tief in das Planungsrecht eingegriffen, damit Bürger und Gemeinden kaum mehr eine Möglichkeit haben, den Bau von Windkraftanlagen in ihrer Nähe zu verhindern. Man will so schnell wie möglich vollendete Tatsachen schaffen.

Bisher durften auf sog. „Ausschlußflächen“ keine Windräder errichtet werden. Diese Bestimmung wird ersatzlos gestrichen. Im Gegenteil, alle Gemeinden werden nun genötigt, mehr oder weniger freiwillig Flächen für Windkraftanlagen auszuweisen. Auf diese Weise sollen in Baden-Württemberg, unter dem sanften Druck der grünen Obrigkeit, bis zum Jahr 2020 über 1.000 neue Windrädern entstehen – also alle drei, vier Tage eines!

Lassen wir Ministerpräsident Kretschmann zu Wort kommen:

Der Ausbau der Windkraft wird natur- und landschaftsverträglich sein und mit Bürgerbeteiligung erfolgen.

Etwas Dümmeres hat man von einem Politiker lange nicht mehr gehört. Natur- und landschaftsverträgliche Windkraftanlagen gibt es nicht – diese Dinger sind immer und überall eine Kampfansage an die Schönheit und Unberührtheit unserer Natur und eine tödliche Gefahr für viele Tierarten. Und die Bürgerbeteiligung? Auch das ist eine dreiste Mogelpackung, denn die Bürger dürfen allenfalls über den Ort für die Windräder a bisserl mitbestimmen, alles andere wird ihnen vorgegeben.

In Wahrheit wird die Bürgerbeteiligung vor Ort ausgehebelt. Winfried Hermann, der Infrastrukturminister, spricht es offen aus: „Es geht uns um einen schnellen und flexiblen Ausbau von Windkraftwerken“ – da will man alle denkbaren Einsprüche von Bürgern von vornherein mit rechtlichen Mitteln verhindern. Schnell muß es gehen, das ist die Hauptsache. Den Regionalverbänden und Kommunen wird vorgegeben, ihre geänderten Flächennutzungspläne schon im August 2012 fix und fertig zu haben – eine fast unmögliche Aufgabe.

Die Kommunen, so der geschäftsführende Vorstand des baden-württembergischen Städtetages, Stefan Gläser, „haben künftig nur geringe Möglichkeiten, den Bau von Windrädern zu verhindern.“ Aber genau das ist doch der Sinn der Sache!

Da herrscht ein sehr schlichtes Weltbild (man könnte, wenn es nicht zuviel der Ehre für Ströbele wäre, von einem Ströbelianismus sprechen): der Widerstand gegen Stuttgart 21 war gut, der Widerstand gegen Windräder ist böse. Deshalb soll er mit allen administrativen Mitteln verhindert werden.

Ich habe schon in mehreren Beiträgen darauf hingewiesen, daß die Grünen sich weit, sehr weit von dem Naturverständnis ihrer Anfangszeit entfernt haben. Sie sind zu Ingenieuren, zu Technokraten geworden. Energie bedeutet ihnen alles, die Natur fast nichts. Auch Kretschmann, der gern als Eigenbrötler, als selbständiger Kopf und weiser alter Mann der Partei stilisiert wird, unterscheidet sich in Wahrheit um kein Jota von Trittin, Künast und den anderen. Man muß ihn nur selbst sprechen lassen:

Ich halte diese Windkraftanlagen für schöne Maschinen. Mir gefallen sie.

„Schöne Maschinen“! Da lobe ich mir, was Benedikt XVI. in seiner Rede vor dem Bundestag gesagt hat:

Wir müssen auf die Sprache der Natur hören und entsprechend antworten.

Kretschmann und die Grünen hören nicht mehr auf die Sprache der Natur. Sie haben kein „hörendes Herz“. Wozu auch?

Sie haben ja ihre – schönen Maschinen.

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Teenies wollen unters Messer

Nein, diese Überschrift stammt nicht aus meiner Feder, sie ist das Ergebnis einer Patientenbefragung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie.

Danach wünscht sich jedes fünfte Mädchen zwischen neun und vierzehn Jahren (!) eine operative Verschönerung ihres Körpers. Das sind Kinder, die noch nicht einmal in der Pubertät sind, und sie sparen schon für eine Brustvergrößerung oder künstlich aufgespritzte Lippen. Kann man sich etwas Perverseres vorstellen?

Wohlgemerkt: nicht diese Kinder sind pervers, sondern die schmutzigen Medien, die solche Wünsche erzeugen. Es ist die Werbung, und es sind die kommerziellen Sender, die für diesen Kult der Äußerlichkeit verantwortlich sind.

Ich war schon in den 80er Jahren gegen die von der Regierung Kohl durchgesetzte Einführung privater Fernsehsender, und ich halte ihre Einführung – gerade nach den langjährigen Erfahrungen mit ihren in jeder Hinsicht billigen Programmen – noch immer für eine der schlimmsten Fehlentscheidungen der deutschen Politik. Sie sind schlechter Geschmack par excellence, und sie verbreiten diesen schlechten Geschmack gerade unter Kindern und Jugendlichen, die sich gegen diese Flut von „Schmutz und Schund“ (hier treffen diese Wörter ausnahmsweise einmal zu!) meist nicht wehren können.

Das Privatfernsehen hat wahrhaftig keine Bereicherung der Fernsehlandschaft gebracht. Wir alle könnten gut und gerne darauf verzichten.

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England im Jahr 2011 nach Christi Geburt

Man kann fast dabei zusehen, wie ein Land nach dem anderen seine Kultur, seine Traditionen, seine Geschichte aus Angst vor dem Islam zugunsten einer gesichtslosen, seichten, kaum mehr greifbaren „Allgemeinkultur“ aufgibt. Das Vereinigte Königreich ist da ein besonders trauriges Beispiel. Christliche Bezüge werden aus den offiziellen Dokumenten getilgt, es gibt keine Weihnachtsgrüße mehr, nur noch „Season’s Greetings“, und die Kindergärten verzichten in vorauseilendem Gehorsam darauf, mit den Kleinen Weihnachtslieder zu singen – man könnte ja die muslimischen Mitbürger erzürnen. Der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, hat 2008 sogar öffentlich erklärt, daß er nicht gegen die Einführung der Scharia in Vierteln mit muslimischer Mehrheit sei – das sei „unvermeidbar“.

Jetzt ist die BBC noch einen Schritt weitergegangen (nachzulesen im Feuilleton der heutigen F.A.Z.). Sie will die christliche Zeitrechnung „gemäß der modernen Praxis“ durch eine „religiös neutrale Alternative“ ersetzen. Es soll also nicht mehr BC (Before Christ) oder AD (Anno Domini) heißen, sondern BCE (Before Common Era) und CE (Common Era).

Und warum? Man wolle die Nichtchristen weder „beleidigen noch vor den Kopf stoßen“. Die einzelnen Redaktionen dürfen zwar selbst entscheiden, wie sie die Jahre zählen, aber wenn man die britische Korrektheit kennt, kann man sich vorstellen, wie die Sache ausgeht.

Mich erinnert das an die alte DDR, die auch jeden christlichen Bezug getilgt und die Begriffe v.u.Z. (vor unserer Zeitrechnung) und u.Z. (unserer Zeitrechnung) verwendet hat.

Freilich ist es im Grunde bloß  Kosmetik, wenn man nur den Namen ändert, denn die Zeitrechnung selbst beginnt ja trotzdem immer noch mit dem (vermuteten) Jahr von Christi Geburt. Es wäre also viel konsequenter, gleich die ganze Zeitrechnung über den Haufen zu werfen und einen neuen Kalender zu erschaffen – am besten einen ganz und gar säkularen, aseptischen, völlig religionsfreien Kalender, damit endlich alles, aber auch wirklich alles getilgt ist, was die europäische Kultur der letzten 2000 Jahre ausmacht.

Natürlich gibt es auch schon eine entsprechende Europäische Norm: sie heißt EN 28601 und kennt keinen christlichen Bezug mehr.

Ein bißchen, das muß ich gestehen, schäme ich mich für dieses Europa.

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Die Ehe ist (un)auflöslich

Die katholische Kirche ist oft von einer geradezu quälenden Beharrlichkeit. Das ist nicht immer schlecht, aber bisweilen ist es wirklich ärgerlich. Die katholische Haltung zu ihren geschiedenen und wiederverheirateten Schäfchen können selbst brave Katholiken nicht mehr nachvollziehen.

Ich auch nicht.

Nach katholischem Recht endet die Ehe erst mit dem Tod eines der beiden Ehepartner. Sie ist, das betonen auch die deutschen Bischöfe immer wieder, unauflöslich. Nur in ganz, ganz seltenen Fällen darf ein Katholik ein zweites Mal mit kirchlichem Segen heiraten.

Die Begründung hört sich auf den Internetseiten des Bistums Trier so an:

Durch Christus erhält die Verbindung zwischen Mann und Frau eine neue ‚Qualität‘, wird zum Sakrament erhoben. Jede Ehe, die zwischen Christen geschlossen wird, ist demnach Zeichen für Gottes Neuen Bund mit den Menschen. Aus der Sakramentalität der Ehe folgt ihre Unauflöslichkeit: weil Gottes Zusage an die Menschen in Christus einen unwiderruflichen Bund begründet, kann das ‚Ja‘ der Brautleute am Altar als Abbild dieses Bundes nicht widerrufen werden. Durch ihr Jawort entsteht ein Band, das nicht gelöst werden kann.

Weil die Ehe also ein Zeichen, ein Symbol für etwas ganz anderes ist, muß sie bis zum bitteren Ende bestehen bleiben? Das ist nicht nur weltfremd, es ist böse und zynisch. Es will mir nicht einleuchten, daß ausgerechnet die katholische Kirche, die sonst ein so realistisches Menschenbild hat, hier (und nur hier!) vom Menschen geradezu Übermenschliches verlangt und ihn hart bestraft, wenn er diesem Anspruch nicht standhält. Fast jedem Sünder wird vergeben – nur nicht dem armen Menschen, dessen Ehe gescheitert ist. Das ist – in einem ganz wichtigen Bereich des menschlichen Lebens – ein Widerruf der christlichen Barmherzigkeit. Deus caritas est – Gott ist die Liebe, so heißt eine Enzyklika Benedikts XVI. Diese Aussage wird praktisch zunichte gemacht, wenn man mit Geschiedenen und Wiederverheirateten so umgeht, wie es die katholische Kirche tut. An die Stelle der Barmherzigkeit, einer der schönsten und wichtigsten christlichen Tugenden (keine andere Religion hat etwas Vergleichbares!), tritt hier eine bloß auf Buchstabendeutung, auf zweifelhafte Schriftinterpretation begründete Mitleidlosigkeit. Das ist umso ärgerlicher, weil es völlig unnötig ist. Über den Zölibat kann man streiten, über die Zulassung von Frauen zum Priesteramt auch. Aber die Bestrafung von Menschen, deren Ehe gescheitert ist, noch dazu mit einer so abstrakten, bloß philologischen Interpretation , ist schlicht und einfach verwerflich.

Als Begründung wird fast immer das Jesuswort „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Matth. 19,6) angeführt. Dieses Wort richtet sich freilich gegen die damals gebräuchliche Sitte, daß Männer ihre Ehefrauen, wenn sie ihrer überdrüssig waren, einfach verstoßen konnten. Manche Schriftgelehrten erlaubten die Verstoßung der Frau schon, wenn sie nur ein Essen hatte anbrennen lassen. Es ist eine Frage dieser Pharisäer, auf die Jesus mit seinem sprichwörtlich gewordenen Satz antwortet.

Eine Rechtfertigung für die Aufrechterhaltung gescheiterter Ehen um buchstäblich jeden Preis liefert dieses Wort sicher nicht.

Ehen werden eben nicht im Himmel geschlossen, sie sind eine sehr irdische Angelegenheit. Und es gibt fast so viele Gründe für ein Scheitern, wie es Ehen gibt.  Das alles ist menschlich, die Liebe geht eben manchmal im Lauf der Jahre verloren, man lebt sich auseinander, manchmal hat man einander nicht einmal richtig gekannt, als man geheiratet hat.

Das Fleisch ist eben schwach, das weiß die Kirche doch.

Dann darf man von einem Menschen auch nichts Übermenschliches verlangen. Daß er sich Mühe gibt, eine Ehe, die zu scheitern droht, doch noch zu retten, das darf man von ihm verlangen, und es ist auch gut, wenn man es ihm dabei nicht zu leicht macht.

Aber weiter darf man nicht gehen. Wenn die Sakramentalität der Ehe die Menschen ins Unglück stürzt, wenn sie der Grund ist, dem Menschen etwas abzuverlangen, was er nicht leisten kann, dann muß man sie neu interpretieren oder ganz abschaffen.

Jesus hat sich mit Gescheiterten und Unvollkommenen umgeben. Er hat sie so geliebt wie alle anderen Menschen. Deshalb ist die Haltung der katholischen Kirche in dieser Frage nicht nur weltfremd, sie ist zutiefst unchristlich. Sie verstößt gegen ihre größte und schönste Tugend – die Barmherzigkeit.

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Psychopathen an der Börse

Nach einer Studie der Universität St. Gallen verhielten sich Börsenmakler „noch egoistischer und risikobereiter als eine Gruppe von Psychopathen, die den gleichen Test absolvierte“.

Schön, daß das jetzt auch wissenschaftlich belegt ist – aber gewußt, seien wir einmal ehrlich, haben wir das doch alle schon lange. Was fehlt, ist eine kräftige Reaktion der Politik auf diese Erkenntnis. Aber an die Finanzwelt traut sich auch Mutti nicht ran – lieber prügelt sie auf die Griechen ein.

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Ein merkwürdiger Papst-Artikel in der „Zeit“

Evelyn Finger, die in der Zeit das Ressort „Glauben und Zweifeln“ leitet, hat in ihrem Blatt einen merkwürdigen Artikel geschrieben (hier nachzulesen). Daß hier mehr gezweifelt als geglaubt wird, ist nicht das Problem, jeder kann bei uns gottlob glauben und zweifeln, wie er will. Das Merkwürdige liegt eher darin, daß sie offenbar nicht zweifelt, jedenfalls nicht an ihrer geradezu böswilligen Deutung dieses Papstes und seines Pontifikats.

Was ist eigentlich so unerträglich an diesem deutschen Papst?

So fragt Frau Finger, und damit gibt sie natürlich schon die Antwort. Ich habe schon viele kritische Stimmen (auch manche zutreffende) zu Benedikt XVI. gelesen (sie kommen übrigens fast ausschließlich aus seiner deutschen Heimat!), aber daß er „unerträglich“ sei, hat vor ihr noch niemand gesagt. Er ist ein kluger, belesener Theologe, und ein eher sanftmütiger Papst. Mag sein, daß er – wie bei seinem Treffen mit den Protestanten in Erfurt – nicht immer die richtigen Worte findet und auch ein bißchen bayerische Sturheit hat, mag auch sein, daß er nicht den Mut hat, das in Deutschland drängende Problem der gemischten Ehen und der Wiederverheiratung von Geschiedenen endlich anzugehen.

Aber – unerträglich?

Evelyn Finger begründet ihr Verdikt mit einer kaum nachvollziehbaren Interpretation von Benedikts Kampf gegen die moderne Beliebigkeit. Er ist so unerträglich, sagt sie, „weil er selber die Welt nicht erträgt“. Und warum erträgt er die Welt nicht? Weil sie demokratisch ist. Der Papst vertrete eine „despotische Theologie“. Und weiter geht es, Schlag auf Schlag:

Benedikt nennt die freie Gesellschaft eine »Diktatur des Relativismus« und eine »Kultur des Todes«. Er stilisiert die Religion zur Gralshüterin der Moral und verprellt damit nicht nur Atheisten, sondern alle, die unsere aufgeklärte Ethik, unsere von Göttern unabhängigen Gesetze für einen Fortschritt halten.

Hier schlägt die gewagte Interpretation in tatsächliche Verfälschung, in ein böswilliges Mißverstehen um. Es ist keineswegs die „freie Gesellschaft“ selbst, die Benedikt in Frage stellt, es ist sozusagen ihre dunkle Kehrseite, die alles, aber auch wirklich alles dem Individuum überläßt (man könnte auch sagen: aufbürdet). „Benedikt fürchtet die Demokratie“, sagt Frau Finger, aber sie liefert dafür nicht den kleinsten Beweis, denn das Ratzinger-Zitat, das sie anführt, stützt ihre Thesen ganz und gar nicht. Sehen wir uns das Zitat einmal näher an:

Wir wissen ja, dass die Demokratie selbst ein gewagter Versuch ist, dass das Entscheiden nach dem Mehrheitsprinzip nur einen bestimmten Rahmen menschlicher Dinge regulieren kann. Es wird zum Unding, wenn es auf Fragen der Wahrheit, des Guten selbst ausgedehnt würde.

Darauf also gründet die „despotische Theologie“? Das ist fast schon abenteuerlich. Daß die Demokratie ein „gewagter Versuch“ ist, der immer auch scheitern und schmerzhaft in die Irre führen kann, weiß jeder. Daß sie nur auf einen Teil der menschlichen Dinge anwendbar ist, nämlich auf die politische Gestaltung im Staat, kann doch niemand ernsthaft bezweifeln. Oder sollen wir jetzt über die Relativitätstheorie abstimmen? Sollen wir bei Wahlen darüber entscheiden, ob eine Aussage wahr oder falsch ist? Auch über Gut und Böse, da hat Ratzinger völlig recht, kann man keine demokratische Entscheidung herbeiführen.  Was Ratzinger hier bemerkt, sind philosophische Binsenweisheiten. Zu den Grenzen der Demokratie möchte ich übrigens darauf hinweisen, daß sogar unsere Verfassungsväter – in weiser Voraussicht und wohlbegründet! – fast alle Grundrechte ausdrücklich der Entscheidungsbefugnis des Wahlvolks entzogen haben. Sie gelten also unabänderlich – und das ist gut so.

Weil Benedikt despotisch und ein „Hirte alter Schule“ sei, so Evelyn Finger, könne er „die Vertuschung des Kindesmissbrauchs nicht aufklären, weil er sich sonst über die eigene Macht aufklären müsste“. Wieder so eine kleine infame Spitze, die vielleicht auf Teile der Kirche (und der Kurie) zutreffen mag, aber bestimmt nicht auf Benedikt, der energisch wie keiner vor ihm auf die Mißbrauchsfälle reagiert hat.

Auch die Gewährsleute, die Evelyn Finger für ihre Angriffe heranzieht, sind wenig überzeugend. Wieder ist es der „Shooting-Star“ David Berger, der schon den Stern-Redakteuren assistiert hat, dann der Jesuitenpater Klaus Mertes, schließlich die Theologin Johanna Rahner. Das meiste, was zumindest die beiden letzten sagen, würde auch Benedikt ohne zu zögern unterschreiben.

Hier soll ganz offensichtlich der Popanz eines angeblich autoritären, despotischen Papstes aufgebaut werden, damit man umso einfacher auf ihn einschlagen kann. Wer Benedikt aber aufmerksam und ohne bösen Willen zuhört, wird entdecken, daß er viel skrupulöser, nachdenklicher und auch gelehrter ist als die meisten seiner Kritiker. Aber allen kann man es nie recht machen.

Das Bild von Benedikt jedenfalls, das Evelyn Finger in ihrem Artikel malt, hält der Wirklichkeit nicht stand.

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Die lateinische Sprache und die Generation Garrulitas

His temporibus garrulitas viget, in Germania quidem – aber wir wollen erst einmal deutsch beginnen.

Wir leben in einer Zeit der Geschwätzigkeit – das beginnt an den Schulen, wo schon seit Jahrzehnten die mündliche Beteiligung alles, die wirkliche gedankliche Durchdringung aber, die schriftliche Ausdrucksfähigkeit viel weniger bedeutet. Sich melden, einfach drauflosreden – das wird in einer Art schulischer Zuchtwahl belohnt. Natürlich gibt es Fächer, Lehrer, Schulen, sogar ganze Bundesländer, bei denen es anders ist, aber der Trend hat sich fast überall durchgesetzt. Wie unüblich es geworden ist, vor dem Reden und Schreiben erst einmal nachzudenken, kann man in jedem beliebigen Internetforum beobachten.

Es gibt freilich eine Sprache, in der man unmöglich auf diese Weise „drauflosschwätzen“ und blenden kann: das Lateinische. Wir haben es hier mit dem seltenen Fall zu tun, daß sich eine Sprache nicht nur von ihrer geistigen, sondern auch von ihrer formalen, syntaktischen Struktur her dagegen sperrt, als Medium dummer Geschwätzigkeit mißbraucht zu werden. Deshalb wird dieses Schulfach auch von Schülern, die zur garrulitas neigen, gern gemieden.

Das Lateinische zwingt zur geistigen Konzentration, zum knappen, konzisen Ausdruck (brevitas heißt das in der Sprache selbst). Das habe ich schon in der Schule als Wohltat empfunden, und heute geht es mir noch immer so.

Seit mehr als einem Jahrzehnt erlebt das Lateinische nun auch an den Schulen eine kleine, bescheidene Renaissance, weil nicht wenige Eltern der Arroganz der Naturwissenschaften etwas entgegensetzen möchten. Das ist mehr als erfreulich. Mittlerweile findet man auch im Internet immer mehr Foren, in denen lateinisch geschrieben wird. Stellvertretend für alle anderen möchte ich auf die Grex Latine Loquentium verweisen, ein buntes Forum, in dem es nur ein einziges Gesetz gibt: es darf nur lateinisch gesprochen werden. Die Themen sind völlig freigestellt, man kann also über alle Gegenstände von Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft diskutieren, über Selbstmordattentäter ebenso wie über Kochrezepte, ferne Länder oder lateinische Versmaße – oder Ihren letzten Urlaub. Nur lateinisch muß es halt sein. Wenn Sie sich erst einmal informieren wollen, finden Sie auf dieser Seite nähere Informationen.

Und keine Angst – Sie müssen nicht gleich etwas schreiben! Lesen Sie ruhig erst einmal, was die anderen so sagen. Es sind hier, wie überall im Leben, alle denkbaren Charaktere vertreten, stille und besonnene – aber auch hitzköpfige. Manchmal plätschert die Diskussion ruhig dahin, dann wieder gibt es (wie in allen anderen Foren auch) die flame wars, die hier freilich, gut lateinisch, rixae heißen.

Und vor allem: jeder freut sich über neue Besucher, egal wie gut sie lateinisch schreiben. Frischen Sie einfach Ihr altes Schullatein ein bißchen auf, und Sie werden sehen, wieviel Spaß das macht!

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Ströbele oder: Ein Mann geht seinen Weg

Sein Weg führte ihn gestern zu den Türen des Plenarsaals des Deutschen Bundestags – als einiziger Abgeordneter verließ er in Anwesenheit des Papstes den Saal. Das wird allmählich ein bißchen langweilig, denn auch bei Bush und Putin soll er, wie man liest, demonstrativ den Saal verlassen haben. Bizarr ist freilich seine Begründung: der Applaus für den Papst sei zu heftig gewesen.

Wer die politische Lebensgeschichte von Ströbele kennt, weiß es besser. Er vertritt die trotzige linke Betonfraktion innerhalb der Grünen. Von der Natur und ihrer Bewahrung habe ich von diesem „Grünen“ noch wenig gehört (da hätte er, wäre er sitzengeblieben, viel vom Papst lernen können).

Ich habe ihn hin und wieder in Fernsehdiskussionen erlebt, und immer hat er sich der Realität konsequent verweigert. Wenn andere Gesprächsteilnehmer aus dem wirklichen Leben (z.B. an den Berliner Schulen) berichtet haben, hat er immer nur starr seine ideologischen Standpunkte bekräftigt, die wie einzementiert wirken. Er ist – wenn auch auf ganz andere Weise – genauso unbelehrbar wie die RAF-Terroristen, die er früher als Mitglied des Sozialistischen Anwaltskollektivs verteidigt hat.

Ströbele hat die klugen Worte des Papstes über Natur und Schöpfung nicht mehr gehört (da war er schon draußen bei den Schwulen und Lesben, unter denen er sich wohler fühlt.) Deshalb will ich die wichtigsten Sätze Benedikts hier einmal im Wortlaut zitieren:

Jungen Menschen war bewußt geworden, daß irgend etwas in unserem Umgang mit der Natur nicht stimmt. Daß Materie nicht nur Material für unser Machen ist, sondern daß die Erde selbst ihre Würde in sich trägt und wir ihrer Weisung folgen müssen.

Die Bedeutung der Ökologie ist inzwischen unbestritten. Wir müssen auf die Sprache der Natur hören und entsprechend antworten.

Ich möchte aber nachdrücklich einen Punkt ansprechen, der nach wie vor – wie mir scheint –ausgeklammert wird: Es gibt auch eine Ökologie des Menschen. Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muß und die er nicht beliebig manipulieren kann. Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst. Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur achtet, sie hört und sich annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat. Gerade so und nur so vollzieht sich wahre menschliche Freiheit.

Das ist ein Naturbegriff, der in der heutigen nur noch technisch-ingenieurhaft ausgerichteten Führungsschicht der Grünen praktisch nicht mehr vorhanden ist. Die Grünen sind bloße Macher geworden, ohne Tiefe, ohne geistige Gründlichkeit. Daß ausgerechnet der Papst ihnen einen Spiegel vorhält und sie an den philosophischen Reichtum ihrer Anfangszeit erinnert, ist nicht ohne Pikanterie. Es zeigt auf jeden Fall den geistigen Niedergang der Grünen, der sich schleichend über die Jahrzehnte hin vollzogen hat. Es ist ein schmerzlicher Verlust, und die Hoffnung, daß sich von der Basis her, wo vieles noch da ist, was die Führung lange ad acta gelegt hat, daß sich also von unten doch noch etwas ändern wird, ist nicht sehr groß.

Bei Ströbele und seinen Genossen, für die die Grünen damals nun wirklich keine Herzensangelegenheit waren, eher eine Art Auffangbecken, ein Vehikel, um politischen Einfluß zu bekommen, hat die Bewahrung der Natur wohl nie eine sonderliche Rolle gespielt.

Aber es ist nicht weiter schlimm, daß Ströbele (zusammen mit vielen Linken) vor den Worten des Papstes geflüchtet ist. So verstockt, wie er ist, wären die Samenkörner des Papstes sicher nicht auf fruchtbaren Boden gefallen.

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Let’s talk about sex!

Stern Online hat extra einen Live-Ticker zum Papstbesuch eingerichtet. Weiß der Himmel, warum – denn eigentlich, so hat man doch gestern auf derselben Seite lesen können, nimmt den Papst niemand mehr ernst.

Heute erfahren wir auf stern.de zunächst Vertrautes: „Schwule machen mobil gegen Benedikt XVI.“ Und Hans Peter Schütz, der sonst über den „Tratsch hinter den Kulissen des politischen Berlins“ berichtet, ist empört, „wie sich deutsche Parteien von der katholischen Kirche maßregeln lassen“ – obwohl: ein neutraler Beobachter könnte viel eher den Eindruck haben, daß umgekehrt die katholische Kirche von den deutschen Parteien und Medien gemaßregelt wird.

Schütz jedenfalls nennt Benedikts Rede vor dem Bundestag, noch ehe sie gehalten wurde, eine „PR-Aktion für die katholische Kirche“, und er hat großes Verständnis und einen „hohen Respekt“ für die Abgeordneten, die den Papstrede fernbleiben wollen.

Der Staat darf mich zu keinerlei religiösen Handlung verpflichten. Etwa zur Papst-Verehrung im Bundestag.

Das mußte wirklich einmal gesagt werden, denn jeder, der Benedikt kennt, weiß ja, daß ihm nichts mehr am Herzen liegt, als von den deutschen Bundestagsabgeordneten angebetet zu werden! Dann gibt’s Schütz der Kirche aber richtig: Kreuze in den Klassenzimmern, das „sonntägliche Glockenläuten“, Steuergelder für die Kirche usw. usf. Das alles gipfelt dann unter dem Zwischentitel „Zwangsjacke Religion“ in folgenden Sätzen:

Unsere Gesellschaft hat sich mühsam von der Religion als gesellschaftlicher Verpflichtung befreit. Wer will freiwillig in diese Zwangsjacke zurück?

Aber schauen wir einfach mal, was die Stern-Journalisten in ihrem Live-Ticker so alles erzählen.

Es fängt schon damit an, daß der Papst aus dem Flugzeug steigt.

Der Sprecher im Fernsehen behauptet, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche lächelt, mit Sicherheit lässt sich das aber nicht sagen.

Daraus macht der Stern die Überschrift: „Der Papst ringt um ein Lächeln.“

Bei der Begrüßung durch die deutschen Gastgeber wird der Papst dann „beide Augen fest zudrücken müssen“, denn unser Bundespräsident ist katholisch, aber wiederverheiratet, die Kanzlerin ist gar eine Protestantin! Der Papst könnte sogar, meint der Stern (ach, was sind wir lustig!)

den bekennenden Homosexuellen Westerwelle sowie Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit direkt zur Enthaltsamkeit auffordern.

Um 11.15 trifft Benedikt auf Schloß Bellevue ein, und der Stern beobachtet die Szene genau: „Die Soutane fliegt.“

In seiner ersten Rede sagt der Papst, er sei gekommen, um „mit den Menschen über Gott zu reden“. Auch da sieht man wieder, wie starrsinnig der alte Mann ist, will er doch partout nicht über das reden, was Deutschland wirklich bewegt: Schwule, Lesben und Kondome.

Um 12.50 ein weiterer Höhepunkt im Live-Ticker von Stern Online: der Linken-Abgeordnete Jan Korte lehnt die Papstrede ab. Warum tut er das? Natürlich: der Abgeordnete „spricht sich gegen die Haltung der Kirche zu Kondomen aus“. Das Kondom scheint inzwischen der geistige Dreh- und Angelpunkt des fortschrittlichen Berliners zu sein. Ohne Kondom läuft bei politischen Stellungnahmen gar nix mehr.

Um 13.20 berichtet unsere Kanzlerin über ihr Gespräch mit dem Papst. Sie habe deutlich gemacht, sagt sie über sich selbst, daß die europäische Einigung „Wohlstand, Demokratie und Freiheit“ bedeute. Sogar über die „Finanzmärkte“ habe sie mit Benedikt gesprochen.

Dann – unter der Überschrift „Mahlzeit, Heiliger Vater!“ – die wichtigste Info des Tages: der Papst speist zu Mittag.

Zu essen gibt es Saibling und Amalfizitrone mit Mandelstaub sowie Rinderbrust mit Rosmarin und Gartenbohnen. Als Dessert: Halbflüssiger Frankfurter Pudding mit Haselnuss und Sauerampfereis.

Dann kommt Benedikts Rede im Bundestag. Sie scheint nicht wenige Abgeordnete an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit gebracht zu haben. Der Stern zitiert einen „ratlosen Fernsehkommentator“:

Das war schwere Kost.

Was der Stern selbst an der Rede vermißt hat, liegt auf der Hand:

Viele Themen, die insbesondere den Laien in der Kirche auf den Nägeln brennen, hat Benedikt XVI. nicht angesprochen. Kein Wort zur Ökumene, nichts zum Zölibat, kein Wort zur Diskussion um weibliche Priester oder die Haltung der Kirche zu sexuellen Themen.

Let’s talk about sex – das scheint die ganze Welt dem armen Papst zuzurufen. Aber, starrsinnig wie er nun einmal ist, entgegnet er freundlich: Let’s talk about God.

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Dieser Papst ist einfach zu katholisch!

Wenn man die schweren Vorwürfe einmal zusammenfaßt, die dem deutschen Papst von allen Seiten – vermutlich als kleiner Willkommensgruß zu seinem Besuch in der Heimat – entgegengeschleudert werden, so könnte man sagen: dieser Mann ist einfach viel zu katholisch! Darf der das denn überhaupt sein? Ich meine, als Papst? Jedenfalls sollte er sich dann nicht wundern, daß unsere liberale Presse seine Fehler schonungslos aufdeckt.

Neben den üblichen Verdächtigen, als da sind: Schwule und Lesben, Freidenker, Humanisten, Atheisten, Sexualwissenschaftler, Feministinnen und Feministen, Liberale, Marxisten-Leninisten usw. – also neben ihnen allen tun sich, wie zu erwarten, Stern und Spiegel als boshafte Gastgeber ganz besonders hervor.

Über den Stern, der jedes Gebrechen des betagten Papstes genüßlich ausbreitet, habe ich ja schon berichtet. Aber das hat wohl nicht gereicht: denn heute liest man auf stern.de ein Interview mit David Berger, einem angeblichen „Shooting-Star des Vatikans“, der sich als homosexuell geoutet und danach alle seine Funktionen verloren hat. Die Überschrift:

„Niemand nimmt den Papst ernst“.

Das geht ja, wie schon einmal gesagt, völlig in Ordnung, niemand muß den Papst ernst nehmen – aber warum geifert man dann so gegen ihn, wenn ihn eh keiner ernst nimmt? Das ganze Interview mit Berger (hier nachzulesen) ist denn auch ein kleiner, feiner Katechismus aller nur denkbaren Klischees über den Papst und den Vatikan, wobei die Fragen, die Lutz Kinkel vom Stern Berger stellt, völlig unkritisch sind und nur dazu dienen, daß Berger das sagen kann, was der Stern hören will.

Aber es gibt ja auch noch den Spiegel.

Der stellt erst einmal fest, daß Benedikt gottlob keine gespaltene Persönlichkeit ist:

Wo Benedikt draufsteht, ist Ratzinger drin!

Dann jagt freilich ein Klischee das andere – nichts ist dem Spiegel zu schlicht, denn man will ja den Stern im Wettstreit ums Benedikt-Bashing unbedingt toppen!

Also: Benedikt hat zwar manchen überrascht – „aber selten zum Vorteil seiner Kirche“. Er folgt den Zeremonien „mal überraschend munter, mal versunken, mal halb weggetreten“. Aber er bleibt immer der „Panzerkardinal Ratzinger“, der „sittenstrenge Glaubenswächter“. Natürlich gibt es im Vatikan auch kein kritisches Korrektiv: „Kritiker gelten schnell als Kirchenfeinde.“ Und die Treffen des Papstes mit Mißbrauchsopfern? Nur eine „unverbindliche Geste“!

Wie teuflisch Benedikt ist, sieht man sehr schön an einer anderen Überschrift von Spiegel Online:

Benedikt spaltet den Bundestag.

Also wirklich, so etwas macht man einfach nicht – als Papst. Da hört der Spaß auf.

Einfach so unseren schönen Bundestag spalten …

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