Säkulare Sozis – nur echt mit dem Genderstern!

Die SPD hat es einem Netzwerk von Atheisten und Agnostikern untersagt, als „Arbeitskreis“ der Partei aufzutreten.

Gerichtet war der Brief der SPD an den

Sprecher*innenkreis Säkulare Sozis.

Schon deshalb war die Absage mehr als berechtigt. Wenn man schon nicht an den lieben Gott glaubt, sollte man wenigstens die deutsche Sprache beherrschen.

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Gibt es auch männliche Blondinen?

Die Neue von Thomas Gottschalk soll, so heißt es heute auf tz.de,

eine 57-jährige Blondine

sein. Hat man so eine Beschreibung schon einmal von einem Mann gelesen? Und was sollen wir uns überhaupt vorstellen, wenn eine 57jährige Frau als „Blondine“ beschrieben wird?

Aber solche Fragen gehen wohl über den geistigen Horizont unserer Knallpresse weit hinaus.

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Männerdiskriminierung

Oder hat man schon einmal davon gehört, daß ein Mann eine Stelle bekommen hat, weil er jung und attraktiv ist?

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Soll man den US-Botschafter ausweisen?

Richard Grenell, Trumps Mann in Berlin, sollte – so Wolfgang Kubicki – aus Deutschland ausgewiesen werden. Verstehen kann man so eine Forderung, denn Grenell verhält sich nicht, wie man es von einem Botschafter erwarten sollte – eher benimmt er sich wie der Statthalter eines Imperiums im Feindesland. Aber warum sollte er mehr Kinderstube haben als sein Herr und Meister?

Auch wenn es mir ein bißchen wehtut: in diesem Fall muß ich eine Stellungnahme von Ralf Stegner nicht nur zitieren, ich will sie sogar (von den fehlenden Bindestrichen abgesehen) ausdrücklich billigen:

Mr. Grenell verhält sich als US Botschafter in Deutschland, wie man das bei der Trump Administration erwartet: Ungehobelt, flegelhaft, intellektuell untertourig, politisch der Rolle unangemessen. Halten wir das aus? Klar! Beziehungen zu den USA sind wichtiger als Trump oder Grenell.

Genauso ist es. Wenn sich einer wie ein Rüpel verhält, sollte man ihm zeigen, wie souverän sich das „alte Europa“ (erinnern Sie sich an dieses Zitat?) in einem solchen Fall verhält. Grenell einen Spiegel vorzuhalten, ist allemal besser, als sich auf das niedrige moralische Niveau von Trumps Administration herabziehen zu lassen.

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„Forschende“ – schon wieder Dummdeutsch auf heilpraxisnet.de

Das liest man heute auf dem Portal von heilpraxisnet.de, das immer für eine dummdeutsche Überschrift gut ist:

Gesund Alt werden: Forschende konnten endgültig das Geheimnis enthüllen.

Ein Adjektiv („alt“) mitten im Satz großgeschrieben – und dann noch gleich fünfmal im Artikel und feministisch korrekt das Wort „Forschende“, wohl in Anlehnung an Studierende, Radfahrende usw.

Aber heute kann ja jeder schreiben, wie er will. Hauptsache, man zeigt, daß man aus einem fortschrittlichen Milieu kommt (beim „Geflüchteten“ statt des vollkommen ausreichenden „Flüchtling“ ist es genauso).

Übrigens: wer etwas gegen die Ausbreitung des Dummdeutschen tun will, sollte unbedingt den Aufruf des Vereins Deutsche Sprache gegen den Gender-Unfug unterschreiben. Das haben inzwischen schon 52.105 Menschen getan. Zu den Erstunterzeichnern zählen u.a. Dieter Hallervorden, Monika Maron, Christean Wagner, Gerhard Stadelmaier, Rüdiger Safranski, Reiner Kunze und Prinz Asfa-Wossen Asserate.

Zum Unterschreiben besuchen Sie einfach diese Seite.

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Von harmonischen Arbeitern und schönen Chefköchen

Ein paar Fundstücke aus Restaurantkritiken auf Google Maps:

Meiner Meinung nach, dass das Essen sehr lecker ist. Dienstleistung ist sehr gut. Die Arbeiter sind harmonisch.

Ein Restaurant gab mir zurück. Ich habe darin meine Beute nicht Tage passiert aber muss bestellt werden um es zu essen.

Die Atmosphäre ist sehr süß.

Die wunderschöne Atmosphäre und die Essens-Pracht und der schönste Chefkoch.

Restaurant süß und eingebildet. Ich probierte die Hühnersuppe mit Sahne und war mehr als Rknawah. Das Gericht ist klein und teuer. Stimmt, mein Konto hat 120 Euro.

Rätselhaft ist auch folgende Bewertung eines libanesischen Restaurants in Frankfurt:

Guter Laden. Eine große Auswahl an Schuhen.

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Google News und „heilpraxisnet.de“ – ein Herz und eine Seele!

In der Rubrik „Gesundheit“ findet man heute auf Google News gleich vier Links zu interessanten Themen auf heilpraxisnet.de:

Altersforscher: Der Schlüssel zu einer gesunden Alterung ist geklärt
Alterungsforschung: Der Weg zur gesunden Alterung ist endlich enträtselt worden
Alterungsforschung: Das Rätsel gesunder Alterung wurde nun entschlüsselt
Alterungsforschung: Das Rätsel der gesunden Alterung wurde nun entschlüsselt.

Da ist ja ein Beitrag interessanter als der andere!

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Nancy Pelosi: „He’s just not worth it!“

Was soll man über Trump noch sagen? Daß er ein erschreckend dummer, böser Mensch ist? Daß er sprachlich, geistig und moralisch seinem Amt nicht gewachsen ist?

Nancy Pelosi, die Sprecherin des Repräsentantenhauses, verzichtete darauf, das alles zu wiederholen. Auf die Frage, ob man gegen Trump ein Amtsenthebungsverfahren einleiten sollte, sagte sie nur:

He’s just not worth it.

„Er ist es nicht wert“ – ein Satz wie in Erz gegossen. Mehr ist zu Trump nicht zu sagen.

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Gerhard Augst

Gerhard Augst, den ich in meinem Germanistikstudium noch als freundlichen Seminarleiter kennengelernt habe, hat gerade ein Buch über den deutschen „Bildungswortschatz“ veröffentlicht (Der Bildungswortschatz – Darstellung und Wörterverzeichnis, Hildesheim 2019).

Leider war Augst aber auch von Anfang an einer der Befürworter und am Ende auch einer der Organisatoren der sog. „Rechtschreibreform“, deren fürchterliche Folgen man in der heutigen Schüler- und Erwachsenengeneration überall beobachten kann.

Da hilft ein „Bildungswortschatz“ auch nicht weiter.

Und ich vermisse immer noch ein mea culpa, mea maxima culpa jener Professoren, die an dieser fatalen „Reform“ beteiligt waren.

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Verliebt in den Bart

Auf der Internetseite promiflash.de gibt es aufregende Neuigkeiten:

Sylvie Meis verliebte sich während Filmszene in ihren Bart!

Also, das ist ja eigentlich nicht sehr charmant, über einen Damenbart zu schreiben. Und warum sich diese Sylvie Meis auch noch in ihren Bart verliebt hat, bleibt wohl vollends ein Geheimnis.

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