E-Immobilität

Es gibt Wörter, denen man die Lüge schon auf den ersten Blick ansieht. So ein Wort ist „E-Mobilität“. Der ganze Hype um das E-Auto ist eine künstliche Blase, von allerlei Ideologen produziert, die schon lange grundsätzlich etwas gegen das Auto haben und ihm jetzt den Garaus machen wollen. Den Betrug erkennt man schon an dem Marketingbegriff, den sie sich dafür ausgedacht haben: „Mobilität“. Denn das E-Auto hebt in Wirklichkeit alles auf, was die Menschen einmal durch das Auto an Beweglichkeit gewonnen haben: die Möglichkeit, spontan irgendwohin zu fahren, ist ein für allemal dahin. Ich muß jede längere Fahrt planen. Wo gibt es eine Aufladestation? Was mache ich in der Zeit, in der mein Auto aufgeladen wird? Däumchen drehen? Ein gutes Buch (oder das Energieprogramm der Grünen) lesen? Denn das Aufladen dauert zwischen einer halben und fünf Stunden. Oder lädt man den Wagen immer abends nach der Arbeit auf? Da wird das Stromnetz zusammenbrechen. Und wie weit wird in größeren Städten jeden Abend, jeden Morgen der Fußmarsch von der Ladestation zu meiner Wohnung sein? Und schließlich: was ist mit der immer größeren Zahl von Alten und Gebrechlichen, die immer mehr werden? Sie können in der Regel nicht die wunderbaren neuen Fahrrad-Autobahnen benutzen, und wenn sie auf dem Land wohnen, wird jeder Arztbesuch in der Stadt mit dem öffentlichen Nahverkehr zu einer Tagesreise.

Die Entscheidung, das mit Benzin oder Diesel angetriebene Auto gegen den Willen der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung abzuschaffen, ist – nach der „Energiewende“ – die zweite katastrophale Fehlentscheidung der Regierung Merkel, die auch jetzt wieder, wie bei der Abschaltung der Atomkraftwerke, auf das wohlige Gefühl von Kindern, Moralisten und grünen Ideologen setzt statt auf Klugheit und Vernunft. Das Klima wird sich durch solche Willfährigkeit um keinen Deut verändern lassen.

Das (ökologisch sinnlose) E-Auto und dazu noch einmal zehntausend neue Windkraftanlagen: das alles kann man der Bevölkerung nur noch mit brachialer Gewalt, also durch administrativen Zwang und Aufweichung des Naturschutzes, aufoktroyieren. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange, und die Grünen, die vor langer Zeit einmal als Hüter der Natur ins Leben gerufen wurden, sind nur noch Lobbyisten der Windkraftindustrie.

Ein Jammer.

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Unsterblichkeitskraut

Ja, auch gegen das Sterben ist ein Kraut gewachsen. Unsterblich werden! Sie glauben, das geht nicht? Das geht wohl!

Sie können dieses Kraut sogar bei Amazon bestellen, es heißt botanisch Gynostemma pentaphyllum, und für 125 g getrocknetes Kraut

Frische Ernte – Top Qualität handgelesen – Abgefüllt und kontrolliert in Deutschland

bezahlen Sie gerade einmal 17,30 €. Das ist doch wirklich ein günstiger Preis für die Unsterblichkeit. Ein Schnäppchen!

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Maskendämmerung

So schnell vergeht der Ruhm der Welt – im Frühjahr hat man einen Mund-Nasen-Schutz fast mit Gold aufgewogen und Wucherpreise dafür bezahlt. Und heute?

Sie liegen überall herum, im Straßenstaub, an Wegen, und manche sogar säuberlich an Sträucher gebunden (Bild rechts).

Überhaupt wird heute viel mehr Müll einfach weggeworfen, statt die paar Schritte zur Mülltonne zu gehen. Welcher Generation diese Umweltferkel angehören, kann man an der Herkunft der weggeworfenen Verpackungen leicht erkennen. Als im Nachbarort seinerzeit ein neuer Macdonald’s eröffnet hatte, waren alle Straßenränder im Umkreis übersät mit den einschlägigen Fastfood-Verpackungen.

Da wünschte man sich hin und wieder doch Zustände wie in Singapur (hier nachzulesen):

Wer auf der asiatischen Tropeninsel erstmals beim Wegwerfen von Unrat ertappt wird, kommt für kleinere Abfälle noch mit einer Strafe von 150 Singapur-Dollar (94 Euro) davon. Getränkedosen oder Zeitungen schlagen gleich mit bis zu 1.000 Dollar zu Buche, und unverbesserlichen Schmutzfinken drohen bis zu 5.000 Singapur-Dollar Strafe. Wahlweise oder zugleich können die Behörden auch einen Arbeitseinsatz von bis zu zwölf Stunden verhängen. Dann müssen die Unbelehrbaren meistens Müll auf öffentlichen Straßen und Plätzen einsammeln.

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Über den Zugriff dritter Persohnen

Vor ein paar Tagen schrieb mir mein „Volksbanksupport“ folgendes:

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
wir mussten unser Schutzkonzept überarbeiten, da wir eine neue Anordnung vom Verbraucherschutz bekamen. Neue Bestimmungen schreiben uns vor zwei mal jährlich ihr Konto bestätigen zu lassen, dies dient als Schutz vor unerlaubtem Zugriff dritter Persohnen. Diese Verfahren trat am 22.Mai neu in Kraft und bitten Sie ihr Konto korrekt zu bestätigen.
Ihr Volksbanksupport.

Liebe Ganoven, darf ich euch mal einen guten Rat geben? Ein sauberes Deutsch und eine ordentliche Rechtschreibung würden eure Betrügereien viel effektiver machen! Mit so vielen Fehlern in ganzen drei Sätzen werdet ihr wahrscheinlich keine einzige Persohn hereinlegen können.

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Von Frauen verführt

Ach, ich sehe gerade, daß ich mich verlesen habe. „Von Frauen geführt“ heißt es.

Google Maps hat nämlich bei den Restaurants ein neues Kriterium eingeführt. Ich habe heute zur Planung eines Tagesausflugs ein bißchen nach Restaurants und Biergärten in den südlichsten Orten Hessens gesucht, in Neckarsteinach und Hirschhorn am Neckar, und bin dort auf die Ulfenbachstube am Campingplatz gestoßen. Ihr wurde zusammen mit Adresse, Öffnungszeiten und Fotos von Google Maps folgendes Prädikat zugeteilt:

Jetzt weiß ich ja nicht, ob ein Wiener Schnitzel besser schmeckt, wenn es von zarten Frauenhänden geklopft wurde und nicht von groben Männerfäusten. Oder zapfen Frauen auch das Bier womöglich mit mehr Gefühl als Männer?

Hier versucht Google genau das einzuführen, was unsere Verfassung aus gutem Grund verbietet: daß nämlich Geschlecht und Rasse wieder hervorgehoben werden, um geschäftliche Vorteile zu erreichen. In den USA werden übrigens nicht nur weibliche Besitzer ausdrücklich hervorgehoben („women-led“), sondern auch Geschäfte von Farbigen („black-owned“).

Daß diese amerikanische Apartheid jetzt nach Europa schwappt, sogar bis an den lieblichen Neckar, sollten wir mit allen Mitteln verhindern. Im guten alten Europa war es bisher nicht üblich, daß man Geschäfte und Restaurants danach beurteilt, ob ihr Besitzer schwarz oder weiß, weiblich oder männlich, schwul oder hetero ist.

Hier geht es wirklich und im Ernst darum, die europäische Aufklärung und ihre Grundierung in den Menschenrechten gegen die klammheimliche Wiedereinführung von Rasse und Geschlecht unter dem Deckmantel der „Gerechtigkeit“ zu verteidigen.

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Wörter können sein wie winzige Arsendosen

Die Schriftstellerin Ulla Hahn hat vor einiger Zeit in einem Gastbeitrag in der F.A.Z. (er kann leider nur noch kostenpflichtig abgerufen werden) Beherzigenswertes über unseren Umgang mit der Sprache niedregeschrieben. Sie zitiert unter anderem Victor Klemperer, der in seinem Buch „LTI – Notizbuch eines Philologen“ die Sprache des Dritten Reiches Wort für Wort untersucht hat. Klemperer schreibt über diese Propagandasprache:

Der Nazismus glitt in Fleisch und Blut in die Menge über durch Einzelworte, die Redewendungen, die Satzformen, die er ihr in millionenfachen Wiederholungen aufzwang und die mechanisch und unbewusst übernommen wurden. Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.

Und ein (angeblich) noch viel älteres Zitat führt Ulla Hahn in ihrem Beitrag an:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Diese Sätze sollen aus dem Talmud stammen, aber weder dort noch bei vielen anderen Quellen, die das Internet anbietet, sind sie je gefunden worden.

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Emmi hat einen Partner

In diesen warmen Spätsommertagen gibt es kaum etwas Erfrischenderes als gewürfelte Wassermelonen, natürlich vorher im Kühlschrank gekühlt. Ich erinnere mich noch an einen Griechenlandurlaub in den 90er Jahren, da waren wir auf der Halbinsel Mani und haben uns auf kleinen, schmalen Booten durch die Grotte von Pyrgos Dirou fahren lassen. Danach, ein opulentes Essen im nahen Restaurant hatten wir gerade beendet, brachte uns der Wirt auf Kosten des Hauses einen großen Teller mit kalten Melonenstücken. So wie man in der Vorzeit die Höhle von Pyrgos Dirou wohl für den Eingang in die grausige Unterwelt hielt, so war dieser Melonenteller fast ein Eingang ins Paradies.

Würde ich mich sonst heute noch daran erinnern?

Jetzt bin ich auf der Suche nach einem Rezept für einen Melonensalat auf die Seite „Emmi kocht einfach“ gestoßen. Emmi stellt auf ihrer Seite einfache, schnelle Gerichte zusammen, und die sind nicht einmal schlecht. Im Gegenteil.

Und Emmi hat einen Partner. Der heißt aber nicht Felix oder Jonas (hier nachzulesen):

Mein Partner ALDI SÜD und ich haben jüngst überlegt, was denn eigentlich die beliebtesten Grillbeilagen so sind. Für heiße Sommertage oder laue Sommernächte. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Wassermelonensalat ganz weit oben auf der Liste steht.

Also: Aldi heißt der Partner! Man kann sich richtig vorstellen, wie Emmi und Aldi die Köpfe zusammenstecken und überlegen, wie man diesen Salat am besten anrichtet. Außerdem steht da noch in Großbuchstaben, damit man es nicht übersieht:

ALLE ZUTATEN SIND AUCH BEI MEINEM PARTNER ALDI SÜD ERHÄLTLICH.

Der Salat ist übrigens eine „Wassermelonen Salat Kreation“, was beweist, daß Emmi nicht nur kulinarisch, sondern auch sprachlich, also bei der Getrenntschreibung ohne jeden Bindestrich, kreativ ist.

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Frau Oberstleutnantin

Jetzt wird endlich das größte Problem der Bundeswehr angepackt: Annegret Kramp-Karrenbauer plant die Einführung weiblicher Dienstränge (hier nachzulesen):

Feldwebelin, Bootsfrau, Oberstleutnantin: Bislang gibt es bei der Bundeswehr keine weiblichen Dienstränge. Im Ministerium wird eine Änderung diskutiert.

Sonst gibt’s ja nichts zu tun im Verteidigungsministerium, läuft ja alles wie geschmiert. Da hat man endlich Muße, auch mal etwas so richtig Beklopptes zu tun.

Die Soldatinnen selbst sind übrigens gegen die weiblichen Ränge:

In einer gut orchestrierten Twitterkampagne mit dem Titel „Wir sind gegen das Dienstgradgendering in der Bundeswehr“ veröffentlichten Dutzende Soldatinnen ihr Foto im Netz und protestierten so gegen eine Änderung der bisherigen Regeln.

Ob sie sich am Ende gegen die sprachfeministischen Ideologen behaupten können, wird man sehen.

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Nein, lieber Nabu – ich werde kein(e) Wald-Pat*in!

Und selbst wenn du dich auf den Kopf stellst und mich in Deiner Herbstausgabe mit diesem Satz bedrängst:

Werde Wald-Pat*in!

Ich könnte nämlich höchstens Wald-Pate werden. Wald-Pat*in kann nur werden, wer sich im feministisch verhunzten Dummdeutsch wohlfühlt und allen Ernstes glaubt, daß er so an der Spitze des Fortschritts daherläuft.

Ein Nabu-Mitglied, das sicher für die Mehrheit der Mitglieder spricht, schreibt in einem Leserbrief:

Muß man einen Naturschutzverband daran erinnern, daß auch Kulturgüter wie unsere Sprache schutzwürdig sind?

Er wird von seinem Verband sogleich zurechtgewiesen:

Wie die Natur ist Sprache lebendig und ständig im Wandel. Sonst redeten wir heute noch wie die alten Germanen. Das Sternchen steht natürlich nicht einfach für die Mehrzahl, es signalisiert: Achtung, hier ist Männlein wie Weiblein drin. Freund + Freundin = Freund*innen.

Ach, lieber Nabu! Wie die alten Germanen gesprochen haben, weiß niemand, denn die ältesten schriftlichen Zeugnisse stammen aus der Zeit des Althochdeutschen, also aus dem 8. Jahrhundert. Daß sich auch das Deutsche, wie alle Sprachen, im Lauf seiner Geschichte verändert hat, ist eine Binsenweisheit. Aber solche Veränderungen, etwa bei Vokalverschiebungen, brauchen Jahrzehnte oder Jahrhunderte, bis sie sich durchsetzen. Bei der Verhunzung der deutschen Sprache durch das politisch-feministische Milieu – mit ihren Doppelformen, Unterstrichen und Sternchen – handelt es sich eben nicht um einen Sprachwandel, sondern um den (leider nicht ganz erfolglosen) Versuch einer Minderheit, ihre Vorstellungen von „Geschlechtergerechtigkeit“ der Sprache – und damit der Mehrheit ihrer Sprecher – aufzuzwingen. Solche Versuche kannte man bisher nur von totalitären Regimen des 20. Jahrhunderts.

Sie sind übrigens allesamt gescheitert.

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Ganz schön dispensionalistisch, diese Evangelikalen

Ja, so liest man es heute in einem Artikel der F.A.Z.:

Gerade unter den Evangelikalen ist inzwischen der „dispensionalistische, prätribulationistische Prämillenarismus“ vorherrschend.

Da weiß man doch gleich, worum es geht.

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