Osamas Leibwächter ist jetzt da, wo er hingehört

Ein Tunesier gehört nach Tunesien. Da ist er jetzt endlich. Natürlich müssen sich Behörden und Regierungen an Recht und Gesetz halten – aber was die Behörden in Nordrhein-Westfalen zum Ablauf der Abschiebung berichtet haben, erscheint mir plausibel. Es rechtfertigt jedenfalls ganz und gar nicht die Schein-Aufgeregtheit und die empörten Zwischenrufe während der Sondersitzung im NRW-Landtag.

Fast hat es den Anschein, als läge der SPD und den Grünen das Bleiberecht eines Gefährders auf Kosten der deutschen Gesellschaft ganz besonders am Herzen.

Es ist höchste Zeit, den ganzen Komplex um das Asyl- und Flüchtlingsrecht so neu zu ordnen, daß nicht der ganze Justizapparat auf Jahre durch von vornherein sinn- und erfolglose Verfahren blockiert wird. Die Rolle der „Flüchtlingsverbände“, die offenbar die Asylbewerber ermuntern, bis zur letzten Instanz um ihr „Recht“ zu kämpfen, sollte in diesem Zusammenhang auch thematisiert werden.

Und überhaupt: wenn man Flüchtlinge nicht einmal mehr nach Tunesien, also in den trotz aller Unvollkommenheit liberalsten arabischen Staat zurückführen darf, sondern nur noch in lupenreine Demokratien (wie man sich das im linksgrünen Milieu vorstellt), dann können wir gleich auf das ganze Grenz- und Asylrecht verzichten und die ganze Welt zu uns einladen.

Dann hätte die Ideologie gegen alle praktische Vernunft gesiegt.

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Das Zitat des Tages – natürlich von Donald Trump

Dagegen war der Limburger Bischof Tebartz-van Elst ein Waisenknabe: der amerikanische Präsident hat Boeing den Auftrag für zwei neue Präsidentenmaschinen („Air Force One“) im Wert von 3,9 Milliarden Dollar erteilt.

Trump ist begeistert:

Air Force One wird unglaublich werden. Sie wird die beste ihrer Art, die beste weltweit sein.

Da erübrigt sich jeder Kommentar.

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Muß Trump wegen Landesverrats vor Gericht gestellt werden?

Die Hürden sind zurecht hoch bei einem in freien Wahlen gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Aber letztlich gilt: vor dem Gesetz sind alle gleich. Und wenn jemand etwa einen Eid bricht, den er öffentlich geschworen hat, dann muß er sich vor Gericht dafür verantworten. Zumindest sollte ein Gericht über seine Schuld oder Unschuld entscheiden.

Der Amtseid des Präsidenten lautet so:

I do solemnly swear that I will faithfully execute the Office of President of the United States, and will to the best of my Ability, preserve, protect and defend the Constitution of the United States.

Wohlgemerkt: er hat vor aller Welt geschworen, die eigene Verfassung zu schützen und zu verteidigen – nicht die russische.

Ich habe auf CNN noch in der Nacht die gemeinsame Pressekonferenz von Trump und Putin verfolgt, und ich muß sagen: einen unwürdigeren Auftritt eines US-Präsidenten habe ich noch nie gesehen. Ich will auch gar nicht näher darauf eingehen, sondern hier in meiner eigenen Übersetzung wiedergeben, was der schwerkranke Republikaner John McCain dazu gesagt hat:

Die heutige Pressekonferenz in Helsinki war eine der schändlichsten Aufführungen eines amerikanischen Präsidenten seit Menschengedenken. Der Schaden, den Präsident Trump angerichtet hat, sei es aus Naivität, Eigenliebe, falscher Gleichsetzung oder aus Sympathie für autokratische Herrscher, ist schwer einzuschätzen. Aber eines ist klar: daß der Gipfel in Helsinki ein tragischer Fehler war.

Präsident Trump war nicht nur unfähig, Putin die Stirn zu bieten – er wollte es gar nicht. Er und Putin schienen vom selben Blatt abzulesen, und der Präsident hat sich bewußt dafür entschieden, einen Tyrannen gegen die Fragen der freien Presse zu verteidigen und Putin eine Plattform zu liefern, auf der dieser seine Propaganda und seine Lügen verbreiten konnte.

Man könnte versucht sein, diese Pressekonferenz als eine erbärmliche Niederlage zu beschreiben, als Illustration der Gefahren von schlechter Vorbereitung und Unerfahrenheit. Aber das waren nicht die Tweets eines politischen Neulings. Es war die wohlüberlegte Absicht eines Präsidenten, der offenbar entschlossen ist, seine wahnhaften Vorstellungen von einer herzlichen Beziehung mit Putins Regime zu verwirklichen, ohne die geringste Rücksicht auf die wahre Natur dieser Herrschaft, auf dessen gewaltsame Mißachtung der Souveränität seiner Nachbarn, auf die Komplizenschaft bei der Abschlachtung des syrischen Volkes, auf den Bruch internationaler Verträge und auf den Angriff auf demokratische Institutionen überall auf der Welt.

Nur kurz nach den dröhnenden und launischen Ausfällen gegen unsere engsten Freunde und Verbündete in Brüssel und Großbritannien markiert die heutige Pressekonferenz einen neuen Tiefpunkt in der Geschichte der amerikanischen Präsidentschaft. Daß der Präsident in Helsinki ein Team von kompetenten und patriotischen Beratern um sich hatte, macht seine Fehlleistungen und seine Kapitulation noch schmerzlicher und noch unerklärlicher.

Kein früherer Präsident hat sich je vor einem Tyrannen so erbärmlich selbst erniedrigt. Präsident Trump hat nicht nur darauf verzichtet, die Wahrheit über seinen Gegner auszusprechen, er ist auch daran gescheitert, als Sprecher Amerikas all das zu verteidigen, was wir sind: ein Land freier Menschen, die sich der Sache der Freiheit im Innern und nach außen verschrieben haben. Amerikanische Präsidenten müssen die Vorkämpfer dieser Sache sein, wenn sie gelingen soll.

Die Amerikaner warten und hoffen darauf, daß Präsident Trump diese heilige Verantwortung annimmt. Man kann nur hoffen, daß ihre Erwartung nicht völlig vergebens ist.

PS: Die deutsche Regierung, so Alexander Gauland in seinem neuestem Beitrag auf der AfD-Seite, solle „die nationalen Interessen Deutschlands genauso entschlossen vertreten, wie es der amerikanische Präsident vormacht.“ So blöd, lieber Herr Gauland, sind die Deutschen nun wirklich nicht. Mehr als 80 % des deutschen Volkes lehnen die AfD ab, und das ist gut so. Da helfen euch die peinlichen Lobhudeleien auf Trump und Putin auch nicht.

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Ick gedenke dir!

So liest man es heute bei ntv:

„Mein Herz bricht immer wieder“ – Fiona Erdmann gedenkt verstorbenem Mann.

Auch das in einer dicken, fetten Überschrift – was sich im Text selbst so alles an Fehlern häuft, beachte ich in der Regel gar nicht.

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Dauernd dieses Trump, Putin u. Orban Bushing!

So spricht die neue Rechte – einer von tausend und mehr Kommentaren, die AfD-Anhänger in Online-Zeitungen und Foren hinterlassen (in diesem Fall aus dem Focus, der offenbar eine große Freude an solchen Kommentaren hat):

Ständig dieses Trump, Putin u. Orban Bushing. Berichten Sie doch endlich einmal über den bandscheibengeschädigten, hexenschusskranken aber vor allem besoffenen Juncker, der den Vorsitz von Europa inne hat. Gut das ein Rollstuhl für den Herrn.

So reden und schreiben Menschen, die zusammen mit Gauland, Weidel & Co. das christliche Abendland retten wollen.

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Schlechtes Deutsch auch in der Badischen Zeitung

Das konnte man gestern in der Online-Ausgabe der Badischen Zeitung fettgedruckt lesen:

Wissenschaftler sind alarmiert: Doppelt so viele Zecken als im vergangenen Jahr.

Vielleicht sollte Claudia Füßler, bevor sie eine solche Überschrift formuliert, einmal eine Grammatik oder eines der gängigen deutschen Wörterbücher konsultieren.

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Hilfe, ich bin ein Cisgender!

Man glaubt es kaum: da weile ich schon 68 Jahre auf Erden, aber erst jetzt erfahre ich, gerade noch rechtzeitig, daß ich ein Cisgender bin.

Ja, und ich oute mich jetzt in aller Öffentlichkeit und bitte meine Leser schon einmal vorbeugend um Verzeihung.

ES IST WAHR: ICH BIN EIN CISGENDER.

Viele werden schockiert sein, und mancher wird mein Tagebuch jetzt gar nicht mehr lesen wollen. Aber es hilft nichts: ich muß meinen Lesern erklären, was ich selbst erst heute über mich erfahren habe.

Die Wikipedia definiert es in Anlehnung an den Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch mustergültig:

Cisgender … bezeichnet Personen, deren Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt.

Mancher wird sich jetzt ratlos fragen: Das gibt es? Daß man als (kleiner) Mann geboren wird und tatsächlich sein ganzes Leben lang ein Mann bleibt? Wie langweilig ist das denn! Und dann womöglich sein Geschäft immer auf der Herren- statt auf der gendermäßig korrekten Unisextoilette verrichten!

Apropos Toilette: auch auf diesem Feld kämpft der Feminismus für mehr Gerechtigkeit bei der „Miktion“ (so nennt die Wikipedia das Wasserlassen – Miktion klingt natürlich viel gelehrter):

Frauen werden nicht nur dadurch benachteiligt, dass für sie keine Urinale vorgesehen und somit die Möglichkeiten zur Miktion eingeschränkt sind. Auch indirekt wird über die „Toiletten-Apartheid“ ein Zwei-Klassen System erzeugt, indem Frauen von wichtigen Networking-Prozessen auf Männertoiletten ausgeschlossen werden. So fand die Feministin und Professorin für Rechtswissenschaften and der University of Chicago, Mary Anne Case, heraus, dass wichtige Absprachen und Entscheidungen am Urinal getroffen werden, wo Frauen bisher ausgeschlossen sind. Entsprechend wird von ihr argumentiert, dass:

Equality will never be achieved while sex-segregated restrooms persist!
Die Gleichheit wird niemals erreicht werden, solange die geschlechtsseparierten Toiletten bestehen bleiben!

Bitte beachten, lieber Leser: dieser Absatz ist seitens der Wikipedia nicht etwa satirisch, sondern völlig ernst gemeint, bierernst.

Bierernst ist vielleicht in diesem Zusammenhang das richtige Wort, denn man fragt sich schon, wieviele Pils (oder andere berauschende Getränke) eine leibhaftige „Professorin der Rechtswissenschaft“ intus haben muß, um solche Erkenntnisse abzusondern.

Oder ist es doch Satire?

PS:  Der Wikipedia-Artikel „Unisex-Toilette“ verbreitet unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit (Zitate, Fußnoten usw.) eine bizarre spätfeministische Ideologie, die dann auch noch infamerweise durch die Denunzierung von Andersdenkenden (sie werden samt und sonders der „Alt-Right-Szene“, dem „Paläokonservatismus“, den „Christlich-Konservativen“ und der AfD zugeordnet) unangreifbar gemacht werden soll. Was eine kleine feministische Gruppe der großen Mehrheit an Ideologie aufzwingen möchte , erscheint hier als gesicherter Wissensstand. Wenn sich solche Artikel häufen, wird die Wikipedia ihre Seriosität vollends verlieren.

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Trump: „I’m a very stable genius“

Also sprach das „stabile Genie“ auf dem Präsidententhron („stable genius“ ist kaum übersetzbar) soeben in einer Pressekonferenz.

Was diesen aufgeblasenen (besser: sich selbst immerfort aufblähenden) Präsidenten angeht, da geht es mir wie Karl Kraus in der „Dritten Walpurgisnacht“ mit Hitler: zu ihm fällt mir nichts mehr ein.

Nur das vielleicht: daß er gar kein Präsident ist, sondern allenfalls die Karikatur eines Präsidenten. Anders gesagt: daß es eine solche Lebensform wie ihn unter der Sonne eigentlich gar nicht geben kann – es sei denn (und das ist noch nicht genügend bedacht worden), es sei denn, er wäre tatsächlich – ein Außerirdischer. Vielleicht ein früher, noch ganz unvollkommener menschenbildnerischer Versuch fremder Eindringlinge? Mit einem fehlerhaften Implantat?

Das würde freilich manches erklären, was durch schiere Menschenpsychologie an ihm nicht erklärt werden kann.

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Deutschland ist (fast) immun gegen die rechtspopulistischen Bauernfänger

Es gibt doch noch gute Nachrichten! Eine europaweite Studie des PEW-Forschungszentrums kam (hier nachzulesen) zu folgendem Ergebnis:

Die Studie belegt, dass die populistischen Parteien in Europa weit weniger beliebt sind, als es aktuelle Meinungsumfragen nahelegen würden. Die Wissenschaftler befragten dafür 16.114 Menschen aus acht EU-Staaten danach, wie sie die populistische Partei in ihrem Land einschätzen. Ergebnis: In fast allen Ländern erklärten mehr als 60 Prozent der Befragten, dass sie die rechts- beziehungsweise linkspopulistische Partei in ihrem Land negativ sehen.

Deutschland sticht dabei im Vergleich besonders heraus: 83 Prozent der insgesamt 1983 Befragten gaben an, der AfD gegenüber negativ eingestellt zu sein. Nur elf Prozent äußerten eine positive Sicht auf die AfD, der Rest enthielt sich bei dieser Frage. Damit hat Deutschland die niedrigsten Zustimmungswerte für eine populistische Partei unter den befragten EU-Ländern.

Wie schön, daß diese unsägliche Partei, die zu einem rechten Sammelbecken geworden ist, in dem sich inzwischen auch Extremisten wie zuhause fühlen, niemals die Macht im Land erobern wird. Die Menschen lassen sich eben nicht überall für dumm verkaufen.

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Hella: Ich gedenke dich mit einer emotionalern Geste!

So liest man es heute (hier nachzulesen) im Kölner Express:

Hella von Sinnen siegt bei „Promi Shopping Queen“ und gedenkt mit einer emotionalern Geste Dirk Bach.

Da kann man nur hoffen, daß wenigstens in der gedruckten Ausgabe des Express Journalisten sitzen, die keine Analphabeten sind.

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