Tiefbraun – die AfD, wie sie wirklich ist

Das schreibt der AfD-Kreisverband Salzgitter auf Facebook:

Die in ihrer Niedertracht und Abartigkeit alles in der Menschheitsgeschichte bisher je Dagewesene übertreffenden Gestalten aus dem bundesrepublikanischen Establishment werden in einer vereinigten Front aus Blockparteien, Journaille und Staatsapparatschiks alles in ihrer Macht stehende tun, die AfD an ihrer wichtigen Arbeit zu hindern und die Partei aufzureiben.

Das Ende der Linken und dieses antideutschen Systems ist gekommen.

Die nächste Phase im Krieg gegen dieses widerwärtigste System das je auf deutschem Boden existierte nimmt nun ihren Anfang.

Höchste Zeit, daß der Verfassungsschutz dieses braune Pack beobachtet.

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Über die AfD im Bundestag

Zum Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag fällt mir das Zitat eines Unbekannten ein, das fälschlicherweise immer wieder Albert Einstein zugeschrieben wird:

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

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Zu Salzsäure erstarrt

Ja, so steht es in einer Art Autobiographie, die nicht etwa im Selbstverlag, sondern in einem ordentlichen norddeutschen Verlag erschienen ist:

Ich erstarrte zu Salzsäure.

Ich erstarre übrigens auch – wenn ich solche Sätze lesen muß, die offenbar nie das Auge eines Lektors gesehen haben.

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Im Dezember 2017 winkt er wieder – der Winkemann von Berwang!

Am 16. Dezember 2017 ist es endlich wieder soweit: dann kann man morgens gegen 8.33 Uhr im alpenpanorama von 3sat den Winkemann bei der Arbeit sehen – und das bis zum 8. April 2018.

Die Kühe sind inzwischen wieder im Tal, und vor einer Woche hatten wir in den Alpen sogar schon einen ordentlichen Wintereinbruch mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Inzwischen ist es wieder etwas milder geworden.

Jetzt heißt es also: durchhalten bis zum 16. Dezember. Es sind noch genau 84 Tage.

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Der „geisteskranke, senile Amerikaner“ vor der UNO

Ich hätte mir nicht träumen lassen, daß mir einmal, wenn es um die Berichterstattung aus den Vereinten Nationen geht, die Reden von Vertretern Nordkoreas, Chinas, Rußlands und des Iran mehr (Schaden-) Freude bereiten würden als die des Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Aber so ist es.

Der eitle, bramarbasierende US-Präsident, der vor den Staats- und Regierungschefs aus aller Welt wie ein trotziges Kleinkind mit dem Fuß aufstampft, macht ja nicht nur sich selbst zum Gespött, sondern auch seine Wähler – und sein ganzes Land. Nicht great again macht er Amerika durch seine lächerlichen Auftritte, sondern klein, kleiner als je zuvor.

Wann hat es das schon einmal gegeben, daß ein US-Präsident als „geisteskranker, seniler Amerikaner“ (Kim Jong-un) bezeichnet wird, ohne auf Empörung zu stoßen, daß man seine Rede als „schamlose und ignorante Haßrede“ bezeichnet, die „ins Mittelalter und nicht ins 21. Jahrhundert“ gehöre (Iran)? Daß selbst die Vertreter von Rußland und China, verglichen mit diesem diplomatischen Trampeltier, als politisch klug, ja weise erscheinen?

Europa kann sich freilich über die Schwäche des mächtigsten Landes der Welt nicht freuen. Dazu sind die USA viel zu wichtig zur Verteidigung unserer gemeinsamen freiheitlichen Werte, die heute gefährdet sind wie lange nicht mehr. Und es kann sich selbstverständlich auch nicht in die inneren Angelegenheiten der USA einmischen. Aber es kann diesen Werten, die ein großer Teil der amerikanischen Volkes durch die Wahl Trumps zum Präsidenten mit Füßen getreten hat, eine Zuflucht geben, bis auch in anderen Teilen der Welt wieder Vernunft eingekehrt ist.

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„Ganze 17 Mal“ einbestellt – schlechtes Deutsch im SPIEGEL

Matthias Gebauer, „Chefreporter von SPIEGEL ONLINE“, hat sein Abitur 1994 gemacht und erst einmal als Polizeireporter bei „Bild“ in Berlin gearbeitet.

Das merkt man.

Beides.

Der deutsche Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann, so formuliert es Gebauer heute, sei „ganze 17 Mal“ ins türkische Außenministerium einbestellt worden. Er will damit ausdrücken, daß Erdmann sehr oft oder ungewöhnlich oft einbestellt wurde, jedenfalls viel öfter als üblich.

Aber er schreibt das Gegenteil. Offenbar hat ihm da auch der Lehrgang der Henri-Nannen-Journalistenschule nicht geholfen. Dabei hätte schon ein schneller Blick in den DUDEN genügt.

Das umgangssprachliche „ganze“ bedeutet, wenn ihm eine Zahl folgt, soviel wie nur oder nicht mehr als. Es drückt also, wenn man so will, ein Erstaunen aus, wie klein die Zahl ist, die auf das Wörtchen „ganze“ folgt.

So, und jetzt noch einmal ganz konkret, damit es auch ein Chefreporter versteht: wenn Herr Erdmann im vergangenen Jahr 394 Einladungen zum Tee im türkischen Außenministerium erhalten hätte, dann dürfte er, Matthias Gebauer, sich völlig zurecht darüber wundern, daß es dieses Jahr erst 17 Einbestellungen waren. Es ist aber gerade umgekehrt: er will uns damit ja sagen, daß Erdmann ungewöhnlich oft einbestellt wurde!

Der falsche Gebrauch des Wortes „ganze“ ist einer der häufigsten Sprachfehler – und leider fast unausrottbar.

PS:  Haben Sie auch schon beobachtet, daß in den Online-Ausgaben sprachlich viel mehr geschludert wird als in den gedruckten Ausgaben der Zeitungen? Ein weiteres und starkes Argument gegen den Digitalisierungswahn.

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Bemerkungen über den Atheismus

Nehmen wir einmal an, alle Religionen würden mit einem Schlag verschwinden. Kein Islam mehr, kein Christentum, kein Hinduismus – nichts. Was würde dann aus dem Atheismus werden?

Er wäre nur noch ein Bild des Jammers. Ruhelos würden die Atheisten die Welt durchstreifen, immer auf der Suche nach einem frommen Menschen. Sie brauchen die Religionen nämlich wie die Luft zum Atmen.

Und warum? Weil sie nur in der Negierung überhaupt existieren können. Ohne den großen und mächtigen Gegner, an dem sie sich so gern reiben (und das leider auf einem erbärmlich niedrigen Niveau!), wären sie – nichts.

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Unsere Kinder sind gefährdet – sagen die Violetten

Und zwar:

durch Zucker- und Medienkonsum.

So steht es in einem Faltblatt, das mir der hiesige Kandidat der „Violetten“ in den Briefkasten gelegt hat.

Zwei so verschiedene Gefährdungen in einem einzigen Satzteil unterzubringen: das ist ein Kunststück, das fast eine Wählerstimme wert wäre.

Aber nur fast.

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Der kulturelle Niedergang der Türkei

Eine aufgeweckte, neugierige und vorurteilsfreie Jugend: die braucht jedes Land, das eine Zukunft haben will.

Erdogan tut alles, um der Türkei diese Zukunft zu nehmen.

Wir wollen heute einmal nicht über das Abgleiten der Türkei in einen Polizeistaat, in eine Diktatur ohne freie Presse und ohne unabhängige Justiz sprechen; auch nicht über den furchtbaren (auch geistigen!) Aderlaß, der in dem Land durch Massenentlassungen und kafkaeske Verhaftungen entstanden ist – Verhaftungen, bei denen man immer an den ersten Satz von Kafkas Roman Prozeß denken muß:

Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.

Und Erdogans Spitzel sind überall – auch mitten unter uns. Aber, wie gesagt, darum soll es jetzt nicht gehen. Erdogan plant seit vielen Jahren etwas viel Schlimmeres. Gefangene kann man freilassen, Unrecht ahnden, die Schuldigen vor Gericht stellen. Was jetzt an den türkischen Schulen passiert, ist nichts anderes als der planmäßig herbeigeführte geistige Niedergang der Türkei. Er wird das Land von der intellektuellen und kulturellen Entwicklung der Menschheit abkoppeln und auf ein Niveau herabdrücken, wie es heute die meisten islamischen Staaten aufweisen.

Es geht um die Lehrpläne der Schulen.

Ich hatte schon berichtet, daß Darwin mit seiner Evolutionstheorie an den türkischen Schulen nicht mehr gelehrt wird. Dafür werden jetzt 12jährige Kinder im Dschihad unterrichtet. Und ein neues Lehrbuch wird eingesetzt: „Das Leben des Propheten Mohammed“. Bülent Mumay, der in der F.A.Z. regelmäßig über sein Land schreibt, berichtet über den Inhalt dieses „Lehrbuchs“:

Dem Lehrbuch zufolge sind Ehen mit Angehörigen anderer Religionen oder Atheisten inakzeptabel. Und bei einer Ehe unter Muslimen habe die Frau ihrem Mann zu gehorchen. Unser Staat ist der Meinung, der Gehorsam der Frau dem Mann gegenüber sei ein Gottesdienst. Selbstverständlich gebe es noch wichtigere Dienste für den Glauben: „Der größte Gottesdienst ist der Dschihad“, bescheidet das Schulbuch. Auch dürften Frauen sich nicht scheiden lassen, denn „das Recht auf Scheidung hat nicht die Frau, sondern der Mann“. Und falls wir uns versündigen, kann Allah uns mit einem Erdbeben bestrafen.

Und ein gewisser Tolgay Demir, der eine Jugendorganisation von Erdogans Partei AKP leitet, hat gar herausgefunden, daß die Erde gar keine Kugel ist – das sei „eine Erfindung der Freimaurer“. Demir kennt auch die Details, wie man hier nachlesen kann:

Laut Tolgay gäbe es … hinter dem Süd- und Nordpol noch reichlich Land. Und zwar sehr reich an Mineralien und vor allem Dingen sehr fruchtbar. Aber dahin dürfe niemand, denn es sei alles im Besitz der Freimaurer.

Man könnte über so etwas natürlich lachen, aber das Lachen bleibt einem im Hals stecken, wenn man daran denkt, daß jetzt Generationen von Schülern auf diese Art indoktriniert werden.

Arme Türkei!

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Kommissarin Lucas gestern abend – ein einziger Schmarrn

Selten einen so schwachen Krimi gesehen: ein schlechtes Drehbuch, platte, fast schon peinliche Dialoge, plumpe Psychologie, unglaubwürdige Interaktion der Personen. Wie kann ein guter Schauspieler wie Tilo Prückner (etwa in den komisch gemeinten Marderszenen) da mitmachen?

Schade um die vergeudeten 90 Minuten Lebenszeit.

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