Trump macht einen Witz – selten so gelacht!

Es gibt mittlerweile mehrere Fernsehserien über das Weiße Haus, über den West Wing und die Intrigen seiner Bewohner. Wenn man freilich die triste Wirklichkeit von heute dagegenhält, erscheinen die fiktiven Geschichten, als kämen sie aus einer anderen Welt.

Was für ein Erzschurke ist der von Kevin Spacey brilliant gespielte Francis Underwood in House of Cards! Und der echte Präsident?

Zu ihm fällt mit nichts mehr ein.

Außer dieser kleinen Episode vielleicht. Auf einer Polizeiveranstaltung in New York meinte er (hier nachzulesen):

ein härterer Umgang mit Festgenommenen sei für ihn völlig in Ordnung, etwa indem man ihren Kopf gegen den Polizeiwagen schlagen lasse.

Nach der entsetzten Reaktion in seinem Land ließ er dann seine Specherin Sarah Sanders mitteilen, er habe nur einen Witz gemacht.

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Die Evolutionstheorie ist zu schwer für türkische Schüler!

Mit dem Putsch hat das alles, was sich in der Türkei gerade ereignet, wirklich gar nichts zu tun. Dieses Märchen möchte uns der Sultan auftischen, obwohl angesichts der schnellen Reaktion seiner Geheimdienste klar ist, daß die Verhaftungslisten schon fix und fertig in der Schublade gelegen haben.

Daß Erdogan seit langem ein strategisches Ziel verfolgt, kann niemand leugnen. Dabei ist er mit der gewohnten Bauernschläue vorgegangen, die man von ihm kennt: das in der kemalistischen Türkei verpönte Kopftuch wurde nach und nach wieder eingeführt, der Alkohol zurückgedrängt und inzwischen sogar aus der Ausbildung von Touristik- und Hotelfachleuten ganz gestrichen, die Evolutionstheorie aus den Lehrplänen entfernt – sie sei zu schwierig für türkische Schüler. Dafür wird nun für Kinder vom 11. Lebensjahr an der Dschihad als Schulfach eingeführt. Auch die Mathematik ist nicht mehr wichtig, denn (so ein führendes AKP-Mitglied) es mache „keinen Sinn, einem Kind, das den Dschihad nicht kennt, Mathematik beizubringen“.

Und so ein Land ist immer noch NATO-Mitglied.

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„Portugal ist in Europa“ – Die leichte Sprache der Augsburger Allgemeinen

Zu Martin Luther hieß es neulich in der Augsburger Allgemeinen:

Er hat vor vielen 100 Jahren gelebt. Er war ein sehr mutiger Mann. Wegen ihm hat sich vieles verändert. Zum Beispiel die Kirche.

Ja, spinnen die? – werden Sie vielleicht denken. Schreiben die jetzt für Kleinkinder? Keineswegs! Aber erst wollen wir noch ein anderes schönes Beispiel aus der gleichen Zeitung anführen, das man vor ein paar Tagen im Feuilleton der F.A.Z. lesen konnte. Es geht um die Waldbrände in Portugal:

Portugal ist in Europa. In Portugal ist gerade Sommer. In den Wäldern von Portugal ist alles sehr trocken. Zum Beispiel die Bäume und Wiesen. Es gab ein Gewitter ohne Regen. Der Blitz hat eingeschlagen. So fing es in den Wäldern an zu brennen.

Wer schreibt so – und für wen? Es sind Beispiele der sog. „Leichten Sprache“, die keinesfalls an Vorschulkinder, sondern an Erwachsene gerichtet sind. Sie soll (laut Wikipedia)

Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen über eine geringe Kompetenz in der deutschen Sprache verfügen, das Verstehen von Texten erleichtern.

Und sie soll für „Barrierefreiheit“ sorgen. Ich erinnere mich noch gut an die linken Sprüche von den „Sprachbarrieren“ in den 60er Jahren, die sogar in germanistischen Seminaren diskutiert wurden. Da war eine facettenreiche, komplexe Sprache schon ein Beispiel für das verachtete Bürgertum, und die fortschrittliche Pädagogik wollte, damit auch die „Arbeiterkinder“ ihre Chance auf Bildung bekamen, schon damals das Niveau absenken. Wenn auch die Zeit der „68er“ schnell vorbei war – auf einem Gebiet verbreiten sie mit ihren Dummheiten auch heute noch Schrecken: in der Pädagogik. Es sind die Kinder und Enkel der Linken von damals (und natürlich erst recht die Linken innerhalb der Grünen!), die für die schlimmsten Entwicklungen der Gegenwart verantwortlich sind. Das reicht vom „Schreiben nach Hören“ über die Abschaffung der Schreibschrift und die fürchterliche „Rechtschreibreform“ bis zu den immer geringeren Anforderungen an Schulen und Universitäten und die Überflutung mit guten Noten. Auch die Zerstörung unseres Förderschulsystems und die nur ideologisch zu rechtfertigende „Inklusion“ gehört in diese Reihe.

Wenn es so weit gekommen ist, daß Schüler heute nur noch Kurzsätze verstehen und längeren Texten nicht mehr folgen können, dann ist seit vielen, vielen Jahren in unserer Schulbildung etwas schiefgelaufen. Da hat man ganzen Generationen von Schülern die Chance genommen, anspruchsvollere Texte zu verstehen. Sie werden darunter ihr Leben lang leiden. Man sollte dafür einen Straftatbestand einführen.

Wer über längere Zeit die Kommentare der „User“ im Internet liest, der wird lange suchen müssen, bis er einen einzigen, orthographisch und syntaktisch korrekten Satz findet. Wie dieses sprachliche Unvermögen, die Unfähigkeit, komplizierte Sachverhalte zu verstehen und zu beschreiben, auf das gesamte Denken zurückwirkt, wie jede Äußerung plumper und primitiver wird, wie nur noch der Holzhammer eingesetzt wird und kaum noch das Florett – das alles läßt sich seit Jahren im Internet beobachten.

Es ist zum Fürchten.

Ja, Luther war „ein sehr mutiger Mann“. Und Portugal „ist in Europa“. Aber warum steht das in der Augsburger Allgemeinen (und so ähnlich auch in anderen Zeitungen)? Glaubt denn jemand im Ernst, daß geistig Behinderte die Zeitung abonnieren, um ein paar Sätze in Leichter Sprache zu lesen?

Es könnte freilich sein, daß bald ganze Zeitungen in Leichter Sprache erscheinen müssen. Dann nämlich, wenn es – vor allem in rot- und grünregierten Ländern – mit der Absenkung der Anforderungen und mit immer neuen (und immer dümmeren) Schulexperimenten weitergeht.

Wie gesagt: ich plädiere in solchen Fällen für die Einführung eines Straftatbestandes, denn wer auf diese Weise aus ideologischen Gründen den Kindern für ihr ganzes restliches Leben den Zugang zur Kultur versagt (und eine Kultur ist ohne komplexe Sprache nicht möglich!), der sollte dafür seine gerechte Sprache bekommen.

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Bist du noch ganz gescheit, Erdogan?

Wie kommst du dazu, unsere Kanzlerin und unsere Regierung ständig zu duzen? Hast du keine Kinderstube? Hat dir deine Mutter nicht die einfachsten Benimmregeln beigebracht?

Das hast du vor deiner Fraktion gesagt, offenbar an die deutsche Kanzlerin gerichtet:

Du erlaubst dem Präsidenten und den Ministern der Türkei nicht, in deinem Land zu sprechen. Aber deine Agenten kommen und tummeln sich hier in Hotels und zerteilen mein Land.

Und was ist mit dir, Erdogan? Merkst du nicht, daß ganz Europa über deine absurden Vorwürfe lacht? Du willst ein Staatsmann sein? Du bist ein kleiner Provinzpolitiker, und das wirst du bleiben.

Ein Staatsmann versöhnt sein Land, du spaltest es, nur um deine Macht zu behalten. Deine Spione tummeln sich in Deutschland, aber freu dich nicht zu früh: man wird sie vor Gericht stellen. Und jeder demokratische Türke, der vor deiner Tyrannei flüchtet, ist hier in Deutschland herzlich willkommen.

Merke dir also, Erdogan: die halbe Türkei ist gegen dich, und sie will nichts mit Qatar oder Saudi-Arabien zu tun haben. Sie will, anders als du, zum freien, demokratischen Europa gehören.

Und diese halbe Türkei wird siegen. Mit Gottes Hilfe.

PS:  Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin schrieb soeben in der Zeitung Daily Sabah überdie Besessenheit der deutschen Medien mit Erdogan“. Die deutschen Kommentare läsen sich „wie die abschweifenden Gedanken von Geistesgestörten“. Ich empfehle unbedingt, die Worte des Sultans der letzten zwölf Monate einmal in einem kleinen Büchlein, ähnlich den „Worten des Vorsitzenden Mao“ zusammenzustellen. Dann könnte jedermann, ob Hans oder Mehmet, schnell feststellen, wessen Geist hier gestört ist.

Im übrigen sind die Menschenrechte nicht verhandelbar. Niemals.

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Die türkische Zeitschrift Türkiye macht ein Späßchen

Und das lautet so (und ist offenbar an die bösen Deutschen gerichtet):

Bei uns ist die Justiz unabhängig, Hans!

Auf den ersten Blick denkt man: dieser Satz muß aus einem anderen Universum kommen. Wer um Himmels willen ist Hans?

Dann erinnert man sich, daß der Sultan den „Hans“ schon früher einmal im Munde geführt hat. In seiner berühmten Ansprache vor dem Parlament, bei der er so nebenbei angekündigt hat, daß er seinen Gegnern „den Kopf abreißen“ wird, sagte er auch:

Ich persönlich achte nicht darauf, was Hans und George dazu sagen. Ich achte darauf, was Ahmet, Mehmet, Hasan, Hüseyin, Ayse, Fatma und Hatice sagen.

Eine kleine Handreichung für den türkischen Geheimdienst:

Lieber türkischer Geheimdienst! Vielleicht ist es dir entgangen, aber bei uns heißt fast niemand mehr Hans. Du mußt einfach besser recherchieren! Oder bessere Spitzel anwerben. Sonst verstehen wir hier nämlich gar nicht, was dein oberster Dienstherr eigentlich meint – und die Pointe ist futsch.
Dein Hans Lupulus vom deutschen Christenklub.

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Sultans Liste

Vor drei Tagen ging diese Meldung durch die Presse (hier nachzulesen):

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Berichte dementiert, dass es Ermittlungen gegen deutsche Unternehmen in der Türkei wegen Terrorunterstützung gebe. Solche „böse Propaganda“ solle nur dazu dienen, Druck auf deutsche Firmen auszuüben und international für Verunsicherung zu sorgen, sagte Erdogan am Freitag bei einer Ansprache in Istanbul … In Berliner Regierungskreisen wird die Liste laut „Zeit“ als „absurd“ und „lächerlich“ bezeichnet.

Heute liest man folgendes (z.B. hier):

Die türkische Regierung hat eine Liste mit deutschen Unternehmen zurückgezogen, die angeblich terroristische Organisationen unterstützt haben sollen.

Hier hat man freilich ein großes semantisches Problem: wie kann mn eine Liste „zurückziehen“, die es nie gegeben hat, die nur von der „bösen Propaganda“ erfunden worden ist?

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Der Sultan und die „inneren Angelegenheiten der Türkei“

Also spricht der Sultan im Jahr 2017:

Niemand hat das Recht, sich in die inneren Angelegenheiten der Türkei einzumischen.

Das, lieber Sultan, ist blanker Unfug. Die Menschenrechte sind unveräußerlich, und nicht einmal ein sich aufblähender Sultan darf sie ungestraft verletzen.

Ganz abgesehen davon, daß sie in internationalen Konventionen niedergelegt sind, die auch die Türkei unterschrieben hat.

Und dann schau dir einmal an, was die Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika in ihre Unabhängigkeitserklärung geschrieben haben:

We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.

So einen Satz, lieber Sultan, wirst du auch in hundert Jahren nicht in der Verfassungsurkunde eines muslimischen Staates finden!

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Kannst du auch mal einfach den Mund halten, Erdogan?!

Du siehst, Erdogan, ich duze dich schon wieder, denn du hast unsere Kanzlerin auch fortwährend geduzt.

Jetzt sag mal, Erdogan: hast du gar keine Manieren? Hat dir deine Mutter nicht beigebracht, daß man sich zu anderen Menschen höflich benimmt? Bist du ein bäurischer Grobian – oder ein Präsident?

Da hat unserer Außenminister angekündigt, daß Deutschland seine Türkeipolitik überdenken wird. Das ist lange überfällig, denn die Frechheiten, die du dir uns gegenüber leistest, kann man einem Schafhirten oder einem Türsteher vor der Disco noch durchgehen lassen, aber nicht einem NATO-Partner, der unser Geld frech in die Tasche steckt – und uns dann als Nazis bezeichnet.

Jetzt reißt du schon wieder deinen Mund auf, so weit es nur geht, und meinst, wir könnten dir „niemals Angst machen“. Angst, lieber Erdogan, mußt du vor uns nicht haben. Angst hat die halbe Türkei – aber nicht vor Deutschland, sondern vor dir. In deinem Größenwahn hast du eines der schönsten, reichsten Länder zerstört und eine Hälfte deines Volkes gegen die andere aufgehetzt.

Die Geschichte, lieber Sultan, wird über dich ein vernichtendes Urteil sprechen, da helfen nämlich keine großmäuligen Sprüche. Nicht ein Staatsmann wirst du vor dem Urteil der Geschichte sein, und schon gar kein Versöhner. Du wirst der sein, der die Demokratie in der Türkei zu Grabe getragen hat.

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700 deutsche Unternehmen unterstützen den Terrorismus – sagt der Sultan

Das „Handelsblatt“ ist keine Provinzzeitung, und Fake News verbreitet es auch nicht. Es ist eine der großen, seriösen deutschen Tageszeitungen. Wenn das Blatt jetzt berichtet, daß der Sultan in Ankara nicht etwa nur 68 deutsche Unternehmen (darunter Daimler) des Terrorismus bezichtigt, sondern fast 700 (!), dann fordere ich hiermit ganz offiziell und ausdrücklich die Untersuchung des türkischen Präsidenten auf seine geistige Gesundheit.

Wer ein so verzerrtes Bild von der Wirklichkeit hat, darf nicht länger über ein so großes, schönes Land herrschen.

Er ist eine Gefahr für den Frieden in der Welt.

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Erdogan: der Rüpel aus Ankara

Daß Gabriels Abrechnung mit der antidemokratischen Islamisierung Erdogans Monate, wenn nicht Jahre zu spät kommt, stimmt. Daß sie immer noch viel zu milde ausgefallen ist, stimmt auch.

Und trotzdem ist Gabriels Rede ein großer Schritt nach vorn.

Der Rüpel aus Ankara, der – wie fast alle muslimischen Herrscher – offenbar nicht einmal im Ansatz weiß, was Demokratie ist, beleidigt den demokratischen Westen nun schon seit vielen Monaten, ohne daß er auch nur ein einziges Mal gefühlt hat, daß auf einen groben Klotz ein grober Keil gehört. Wenn die Türken in ihrer Mehrheit einen so primitiven Mann zum Präsidenten machen, dann ist das ihre Sache. Sie sind dann aber auch für alle Folgen ihrer Wahl verantwortlich. Und wenn sie seit Jahren oder gar Jahrzehnten hier unter uns leben und einen Mann wie einen Abgott verehren, der die Demokratie mit Füßen tritt, dann sollten sie sich schon fragen, ob sie im richtigen Land leben.

Warum leben sie denn nicht im Land ihrer Vorfahren, im Land ihres geliebten Erdogan? Warum leben sie immer noch in (wie ihr Held es ausdrückt) „Nazi-Deutschland“?

Wer aber hier bleibt, der hat sich gefälligst an demokratische Mindeststandards zu halten.

Den Rüpel aus Ankara, der offenbar keine besonders gute gute Erziehung genossen hat, braucht hier niemand. Er sollte erst einmal lernen, wie man höflich mit seinen Partnern und Mitmenschen umgeht. Und eines sollte er auch wissen: die Hälfte der Türken hat er gegen sich – und das ist die gebildete Hälfte. Es sind genau die Menschen, auf denen die Zukunft der Türkei beruht.

Erdogan und seine AKP – das ist die Vergangenheit. Sie leben von der absurden Illusion, daß man das (zurecht!) untergegangene osmanische Reich im 21. Jahrhundert wieder zum Leben erwecken könnte. Wer sich daran heute – im Jahr 2017 – berauscht, wird irgendwann wie aus einem bösen Traum erwachen.

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