Miserables Deutsch von der dpa

In Manhattan hat eine Putzfrau drei Tage in einem defekten Aufzug verbringen müssen, weil der Milliardär, bei dem sie beschäftigt ist, ein verlängertes Wochenende außer Haus verbrachte.

„Ganze drei Tage“, so heißt es in der dpa-Meldung, habe sie im Aufzug festgesteckt.

Ganze drei Tage?

Muß man eigentlich den Redakteuren der größten deutschen Nachrichtenagentur wirklich korrektes Deutsch beibringen? Gibt es in deren Haus niemanden mehr, der die Meldungen gegenliest und notfalls korrigiert?

Also, zum hundersten Mal (da lasse ich nicht locker!): das Wort „ganze“ bedeutet im Deutschen soviel wie „nur“. Der folgende Beispielsatz wäre also korrekt:

Die AfD hatte zu einer Großdemonstration aufgerufen, aber es kamen ganze 80 Demonstranten.

Das heißt: man hat viel mehr Demonstranten erwartet, aber es sind „nur“ 80 gekommen. Wenn dpa also schreibt, die Putzfrau habe „ganze drei Tage“ im Aufzug ausharren müssen, dann bedeutet das: eigentlich hätte man davon ausgehen müssen, daß sie mehrere Wochen feststeckt, aber am Ende waren es „ganze drei Tage“. Durch diesen Fehler wird der Sinn des Satzes ins Gegenteil verkehrt. „Volle drei Tage“ wäre richtiges und gutes Deutsch gewesen.

Übrigens hat auch die sonst sprachlich gediegene F.A.Z. die dpa-Meldung unkorrigiert übernommen (hier nachzulesen). Schade!

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„Vom Jobcenter zu Tode gequält“

Es ist unglaublich, was für „Leserbriefe“ (offenbar ohne jede journalistische Kontrolle!) von den Online-Redaktionen unserer Tageszeitungen veröffentlicht werden. Auf der Seite der WAZ, die zur Funke-Mediengruppe gehört, war heute der folgende Brief zu finden (hier nachzulesen):

Die übelsten Hartz 4 Schergen sitzen in […] Übelste Typen. Ich habe einen Fall mitbekommen, der mich erschrocken hat. Es war das blanke zu Tode Quälen. Wenn es den Gaunern passt, wird psychisch gefoltert, gelogen und betrogen, gefälscht bis die Hilfeempfänger vor Problemen zusammenbrechen. Das ist Volkssport für die Jobcenter. Das sadistische Sanktionieren oder das Erfinden von irgendwelchen Einkünften, bei einer Frau, dass sie der Prostitution nachgeht, ist völlig klar. Sonst werden die Spitzel losgesandt und machen den Fall passend. Selbst, wenn Zeugen zu Aussagen erpresst oder gekauft werden müssen. Menschen, die nicht ins Konzept passen werden regelrecht gequält. Wer Eigeninitiative zeigt wird mit solchen Tests mürbe gemacht, bis er oder sie aufgibt. Manchmal wird auch der Strick gleich empfohlen. Wer sich in […] angesprochen fühlt, sollte mal scharf nachdenken.

Ich habe den Namen der Stadt weggelassen, um die maßlosen Vorwürfe dieses feinen Herrn nicht noch weiter zu verbreiten. Offenbar macht es sich die WAZ-Redaktion einfach und verläßt sich darauf, daß ihr solche Beiträge irgendwann gemeldet werden.

Ich kann den seriösen Redaktionen nur empfehlen (manche handeln schon heute so), die Kommentarfunktion komplett abzuschalten. Von einem Diskurs und dem gesitteten Austausch von Meinungen kann fast nirgends die Rede sein. Man findet fast nur noch Haß und geistige Schlichtheit.

PS: Auch heute, einen Tag, nachdem ich diese Haßtirade gemeldet habe, ist sie immer noch online. Da muß man wirklich nicht über Google, Facebook und andere schimpfen.

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Die Diesel-Lüge – oder: Das Schweigen der Grünen

Es sind keineswegs nur ein paar verschrobene Ärzte, die den Sinn der Brüsseler Grenzwerte für Stickoxide in Frage stellen. Nein, es sind über 100 Lungenfachärzte, die den Vorgaben der EU und der Vereinten Nationen ein vernichtendes Urteil ausstellen.

Auch der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP), Prof. Dieter Köhler, bezeichnete entsprechende Studien zur Gefährlichkeit der Dieselabgase als „methodisch fragwürdig“:

Man macht aus einer zufälligen Korrelation eine Kausalität, für die es keine Begründung gibt. Im Gegenteil: Man kann das sogar sehr gut widerlegen.

Der Chefarzt der Lungenklinik in Stuttgart, Martin Hetzel, pflichtet ihm bei:

Es gibt keine Feinstaub- oder NO2-Erkrankung der Lunge oder des Herzens, die man im Krankenhaus antrifft. Es gibt auch keinen einzigen Toten, der kausal auf Feinstaub oder NO2 zurückzuführen wäre. Das ist unseriöser, ideologiegeleiteter Populismus.

Aber dieser grüne Populismus, der sich nicht mehr vor der Wirklichkeit verantworten muß, bezieht seine Stärke in unserem Land eben nicht aus der Realität, sondern aus einem Wolkenkuckucksheim von lauter frommen Wünschen und guten Absichten. Es ist deshalb mehr als verdienstvoll, daß die Wissenschaft wenigstens in diesem Fall die Dinge zurechtgerückt hat.

Aber man muß sich schon fragen: wie kann es sein, daß in unserem Land Grenzwerte der WHO und der EU ungeprüft übernommen werden? Wie kann es sein, daß ein kleiner Verein, der teilweise von einem Konkurrenten der deutschen Autohersteller finanziert worden ist, mit wissenschaftlich ungesicherten Werten tief in die Wirtschaft und den Alltag der Bürger eingreifen kann, ohne daß irgendjemand diesem Treiben ein Ende setzt?

Besonders verwerflich ist das Schweigen der Grünen. Sie waren schon durch ihre energische Befürwortung des Anbaus von „Energiepflanzen“ mitverantwortlich für die Zerstörung der Landschaft durch Mais- und Rapsmonokulturen und den damit einhergehenden dramatischen Artenrückgang in der Tier- und Pflanzenwelt. Gibt man aber auf der Internetseite der Grünen den Suchbegriff „Biodiesel“ ein, kommen gerade einmal fünf Ergebnisse: das jüngste aus dem Jahr 2012. Das Niveau der Diskussion zeigt die Antwort von Renate Künast auf die Anfrage eines Parteimitglieds, warum der Naturschutz bei den Grünen kaum mehr eine Rolle spiele:

Wir haben den Anbau von Energiepflanzen befürwortet, weil sie Potential haben, die Erdölabhängigkeit zu reduzieren und – wenn nachhaltig angebaut – zum Klimaschutz beizutragen. Wir wollen aber im Gegensatz zu Union, SPD und FDP regionale Kreisläufe in Gang setzen und kein neues Geschäftsfeld für die internationale Mineralölindustrie schaffen. Anders als die Bundesregierung halten wir nichts von immer mehr Beimischung bei Kraftstoffen, weil das zur Abholzung von Urwäldern führt. Stattdessen wollen wir ambitionierte Verbrauchsgrenzwerte und effizientere Fahrzeuge.

Was für eine dreiste und zugleich dumme (Nicht-) Antwort! Wie können Mais- und Rapsmonokulturen jemals „nachhaltig“ sein? Weiß Künast nicht, daß diese Monokulturen, die überall in der EU auf den politischen Druck der grünen Parteien zurückgehen, das Artensterben dramatisch verstärkt haben? Muß man das einer Frau in der Chefetage der Grünen erst erklären? Muß man diese Partei erst darauf stoßen, daß sie sich endlich wieder um die Natur, also um die Tiere und Pflanzen in unserem Land kümmert, für die sie vor langer Zeit angetreten ist? Statt dessen schwadroniert Künast in linker Manier über die „internationale Mineralölindustrie“ und (schön weit weg!) die „Abholzung von Urwäldern“. Nein: es geht um unsere Natur hier in Deutschland, die unter aktiver Mithilfe der Grünen immer artenärmer wird.

Aber da kommt nicht einmal ein mea culpa – nur dröhnendes Schweigen.

Und mit dem Grenzwertbetrug ist es genauso. Obwohl das ganze Land darüber diskutiert, daß mehr als 100 Ärzte und Professoren die Brüsseler Grenzwerte für „unseriös“ und „ideologiegeleitet“ halten, wird man auf der Internetseite der Grünen vergeblich nach einer Stellungnahme suchen.

Man kann nur hoffen, daß der Höhenflug dieser Partei, die auch ich früher immer wieder einmal gewählt habe, bald zuendegeht.

Auf Einsicht und Besserung hoffe ich nicht mehr.

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„Man muß sich auffüllen!“

Franz Biberkopf, der Held von Alfred Döblins Roman Berlin Alexanderplatz, sitzt mt zwei Freunden in einer Eckkneipe und gibt sich zum Erstaunen seiner Freunde der Völlerei hin. „Mit Wonne“ aß und trank er, heißt es da:

Zwei Eisbeine, dann Bohnen mit Einlage und eine Molle Engelhardt nach der anderen.

Eine Molle, das nur zur Erläuterung, ist im Berliner Dialekt ein Glas Bier, und Engelhardt war damals eine der großen Brauereien der Stadt.

Der Franz gibt den Kumpanen eine schöne Erklärung für seine „vollen Backen“:

Man muß sich auffüllen. Ein Mensch, der Kraft hat, muß essen. Wenn du die Plautze nicht voll hast, kannste nischt machen.

Das Zitat habe ich übrigens Bernhard Wördehoffs überaus vergnüglichem Buch Die Dichter bitten zu Tisch – Vom Essen und Trinken in der Weltliteratur entnommen (Lambert Schneider, Darmstadt 2011).

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Die AfD wird vom Verfassungsschutz geprüft – endlich!

Was man als Bürger dieser Republik schon en passant an Aussprüchen von führenden AfD-Funktionären gehört hat, geht – salopp gesprochen – auf keine Kuhhaut. Die Nachsicht der Staatsschutzbehörden war groß, und die immer brauneren Volksgenossen in dieser Partei, die sich von der (damals noch konservativen und seriösen) Lucke-AfD in ein Sammelbecken von Rechtsextremisten verwandelt hat, haben die rechtlich gebotene Gutmütigkeit des Staates weidlich mißbraucht.

Damit ist hoffentlich bald Schluß.

Es ist bezeichnend, daß sich die AfD jetzt lieber von den peinlichsten ihrer Teile trennen möchte, um der Beobachtung zu entgehen. Natürlich kommt zugleich die übliche Demagogik: man werfe auf die Partei mit Dreck, heißt es aus ihren Reihen. Sie hat sich viel zu lange auf die wohlwollende Duldung durch Hans-Georg Maaßen, den inzwischen entlassenen Chef des Verfassungsschutzes, verlassen können.

Wenn man die Causa AfD nicht verfassungsrechtlich, sondern politisch und moralisch betrachtet, ist sie spätestens seit der „Vogelschiß“-Rede ihres Vorsitzenden Gauland ein für allemal desavouiert. Wer auch nur einen Funken Anstand besitzt, kann diese Partei nicht wählen.

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Die AfD und die „braunen Flecken“

Ich kann es nur immer wieder sagen: jeder, der die AfD wählt, muß das vor seinem Gewissen verantworten. Keiner soll einmal sagen, er habe nicht gewußt, wem er da seine Stimme gegeben hat.

Die AfD ist längst zu einem Sammelbecken des gesamten braunen Milieus geworden. Die vielfältigen persönlichen Beziehungen etwa zwischen ihren Mitgliedern und Funktionären auf der einen und der Identitären Bewegung auf der anderen Seite sind vielfach belegt (man lese nur den Artikel „Kein Problem mit braunen Flecken“ auf S. 4 der heutigen F.A.Z.). Seit man Lucke und mit ihm alle seriösen, konservativen Politiker aus der Partei gedrängt hat, sind immer mehr „völkisch“ eingestellte Menschen in die AfD eingesickert. Man erkennt das an den Parteiversammlungen fast aller Ebenen: wenn da einer der wenigen gemäßigten Funktionäre spricht, bekommt er allenfalls höflichen Applaus; wenn Höcke & Co. reden, ist im Saal der Bär los. Daß solche Volksgenossen genau richtig in dieser Partei sind, wird ihnen auch von Gauland, der gern den Grandseigneur gibt, wohldosiert bestätigt: in der unsäglichen „Vogelschiß“-Rede zum Beispiel, die eine in unserem Land bis dahin nie dagewesene Verharmlosung und Relativierung der Nazizeit enthält. Sie ist praktische eine Einladung an alle Ewiggestrigen, sich in der AfD zu versammeln.

Wie gesagt: das alles ist täglich schwarz auf weiß nachzulesen. Darf ich am Ende noch ein kleines Beispiel geben? Der AfD-Politiker Liebenow aus Mannheim sagte der F.A.Z. in einem Gespräch:

Wir haben kein Problem mit braunen Flecken bei uns in der Mannheimer AfD.

Da klingt fast ein bißchen Stolz mit – und viel Unverfrorenheit. So etwas „darf man jetzt endlich wieder sagen“, das ist einer der Standardsätze der Funktionäre. Wir sollten in den Wahlkabinen dafür sorgen, daß diesen Dummenfängern der Triumphalismus vergeht.

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Über das Essen in feiner Gesellschaft – oder: Sancho Pansa spricht mir aus dem Herzen!


Zumindest mit diesen Worten aus dem Don Quichote:

Ich muß Euch sagen, gnädiger Herr, daß, wenn ich etwas Gutes zu essen habe, es mir im Stehen und so für mich weit besser schmeckt, als wenn ich einem Kaiser zur Seite gesetzt würde. Und soll ich vollends die Wahrheit bekennen, so schmecken mir Brot und Zwiebeln in meinem Winkel besser, wo ich ohne Umstände und Komplimente essen darf, als Puterbraten, wenn ich nur langsam kauen soll, wenig trinken, mir alle Augenblicke den Mund wischen muß, weder niesen noch husten darf, wenn mir die Lust ankömmt, oder andere Dinge tun, die sich mit der Einsamkeit und Freiheit vertragen.

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Die Wahrheit über den Klimawandel

Einer der renommiertesten deutschen Klimaforscher, Prof. Dr. Alexander Gauland vom Klima-Institut der AfD in Berlin, hat endlich für Klarheit gesorgt: den Klimawandel gibt es gar nicht! Und falls doch, dann hat der Mensch rein gar nichts damit zu tun.

Das Interview liegt zwar schon ein paar Monate zurück, aber man kann es immer wieder mit Gewinn lesen. Die folgenden Sätze zum Beispiel:

Wir glauben nicht, dass das sehr viel mit dem CO2-Ausstoß durch die Industrieproduktion und durch menschliches Tun zu tun hat. Wir hatten früher Heißzeiten, wir hatten früher kalte Zeiten, längst vor der Industrialisierung.

Mit diesen wuchtigen Sätzen hat Gauland die Klimadiskussion beendet. Das war sicher ein Schock für die ca. 99 % der Klimaforscher, die genau entgegengesetzter Meinung sind.

Es sind eben doch einfach nur „Heiße Zeiten, kalte Zeiten“, und das bißchen Erwärmung ist am Ende nur ein Vogelschiß in der langen, erfolgreichen Erdgeschichte.

PS: Auch hier gilt, wie immer bei Gauland: wer ihm glaubt, zahlt einen Taler.

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Ein Paket fähiger Versand von Spedition gut

Über den Wolken, so sang einst Reinhard Mey, müsse die Freiheit wohl grenzenlos sein. Natürlich ist die Freiheit nirgendwo grenzenlos – mit einer Ausnahme freilich: in der deutschen Rechtschreibung des Jahres 2019. Als Beispiel möge eine Mail genügen, die mir vor kurzem ein Unternehmen als Bestellbestätigung zugesandt hat. Hinzuzufügen ist nur noch, daß die (deutsche!) Firma für Sanitärprodukte nach eigenen Angaben über ein „Expertenteam mit Langjähriger Erfahrung“ verfügt.

Hiermit möchten wir Sie über den Fortgang ihrer Bestellung Informieren. Soweit es sich bei ihrer Ware um einen Paket fähigen Versand handelt wird diese wie im Angebot ausgelobt innerhalb von 2-3 Werktagen per Paketdienst Versendet.

Sie erhalten hier eine Versandnachricht mit der entsprechenden Paketnummer. Bitte Beachten Sie daß der Versand bei Sperrgut XXL einige Tage länger dauern kann da diese Pakete nicht Automatisch Befördert werden können.

Sollte es sich bei ihrer Ware um Spedition gut handeln wird diese in der Regel innerhalb von 14 Werktagen Angeliefert.

Das ist doch wirklich kreatives (Recht-) Schreiben! Und reduktionistisch ist es obendrein, denn es gibt nur noch ein einziges Satzzeichen: den Punkt. Dafür schenkt uns der Autor ein nostalgisches Schmankerl: das gute, alte „daß“.

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Ein paar Fundstücke von Alexander Pope

Alexander Pope (1688-1744) war ein glänzender Vertreter der frühen englischen Aufklärung. Ich habe ihn vor kurzem nach langer Zeit wiedergelesen und möchte meinen Lesern ein paar Auszüge nicht vorenthalten. Sie sind alle dem Essay on Man aus dem Jahr 1734 entnommen. Ich lasse sie unübersetzt, weil durch das Prosaische viel von der Kraft und der Schönheit der Verse verlorengehen würde.

Über das Leben:

Life can little more supply
Than just to look about us and to die.

Über die Welt:

A mighty maze! but not without a plan.

Der Mensch – so weak, so little, and so blind – sieht immer nur einen kleinen Teil der Welt:

Tis but a part we see, and not a whole.

Und dann kommen diese wunderbaren Verse über die Hoffnung – und die Mahnung, demütig zu hoffen:

Hope humbly then; with trembling pinions soar;
Wait the great teacher Death, and God adore!
What future bliss, he gives not thee to know,
But gives that Hope to be thy blessing now.
Hope springs eternal in the human breast:
Man never Is, but always To be blest:
The soul, uneasy and confin’d from home,
Rests and expatiates in a life to come.

Das erinnert an das schöne Wort des Augustinus:

Fecisti nos ad te, et inquietum est cor nostrum, donec requisescat in te.

Zu dir hin hast du uns erschaffen, und ruhelos ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.

Wie seicht, wie platt, wie billig wirkt da alles, was der heutige Atheismus zu bieten hat!

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