Wenn Ernährung zur Religion wird – ein Zitat von Manfred Lütz

Manfred Lütz hat einen bunten beruflichen Hintergrund: er ist, wie es die Wikipedia formuliert,

ein deutscher Psychiater, Psychotherapeut, römisch-katholischer Theologe, Vatikanberater und Buchautor.

1979 erhielt er seine Approbation als Arzt, drei Jahre später das Diplom in katholischer Theologie. Das sagt viel über seinen geistigen Horizont.

Heute abend ist er zu Gast bei Maischberger („Ernährung als Religion“). Auf der Internetseite der Sendung wird er mit diesem Satz zitiert:

Viele leben nur noch vorbeugend und sterben dann gesund.

Pointierter kann man den hysterischen Umgang mit Ernährung und Gesundheit in Deutschland nicht ausdrücken.

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Muslime veranstalten am kommenden Wochenende einen „Marsch der Million“ gegen Gewalt in ihren Reihen

Damit hat niemand gerechnet: die Muslimverbände in Deutschland haben für den kommenden Samstag in Frankfurt zu einer so noch nie dagewesenen Großdemonstration gegen Gewalttäter in ihren eigenen Reihen aufgerufen. Es werden mehrere Hunderttausend Muslime in der hessischen Großstadt erwartet – eine radikale Abkehr von der bisherigen politischen Linie der Verbände.

Mit der Selbststilisierung als Opfer einer weltweiten „Islamophobie“ scheint es nun vorbei zu sein. „Es war der falsche Weg“, sagte Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. Und weiter:

Die deutschen Muslime werden am Samstag zeigen, daß sie Haß und Gewalt im Namen des Propheten geschlossen ablehnen. Männer und Frauen werden gemeinsam ein Zeichen setzen. Auch unsere kurdischen und christlichen Brüder und Schwestern sind am Samstag willkommen.

Die türkische Religionsbehörde Diyanet soll noch in letzter Minute versucht haben, die Demonstration zu verhindern – ohne Erfolg. „Wir leben hier in Deutschland“, sagte Mazyek, „und wir entscheiden selbst, was wir tun. Eine Belehrung aus Ankara brauchen wir nicht.“

Töne, wie man sie von den Islamverbänden noch nicht gehört hat!

Die Demonstration beginnt um 14 Uhr in mehreren sternförmig in die Innenstadt ziehenden Kolonnen, die sich auf dem Römerberg und den angrenzenden Straßen vereinigen. Die Namen der Redner werden noch bekanntgegeben.

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Endlich – ein Islam mit menschlichem Antlitz!

Der Sultan von Brunei, Hassanal Bolkiah, hat beschlossen, daß vom kommenden Mittwoch an in seinem Land Homosexuelle gesteinigt werden (hier nachzulesen):

Verschärft werden dem neuen Gesetz zufolge auch die Strafen für Diebstahl. Ein Ersttäter muss künftig damit rechnen, dass ihm die rechte Hand amputiert wird. Im Wiederholungsfall droht die Amputation des linken Beins.

Statt also dem Dieb nach alter muslimischer Sitte die Hand mit dem Schwert abzuhacken, greift der Sultan, im Alter milde geworden, zu der schonenden Methode der Amputation.

Wer kann da noch leugnen, daß es mit der Menschlichkeit im Islam aufwärts geht?

Falls Sie aber anderer Ansicht sind, können Sie das dem Botschafter des Sultanats Brunei auch persönlich mitteilen:

Bruneian Embassy in Berlin
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin

Tel. 030 – 2060760

E-Mail: berlin@brunei-embassy.de

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„Volksabstimmungen“ nutzen nur den Demagogen

Die Demokratie ist eine unvollkommene Staatsform. Sie ist so unvollkommen wie die Menschen, die in ihr leben. Wäre der Mensch immer edel, hilfreich und gut, bräuchte man sie nicht, ja, man bräuchte dann überhaupt keinen Staat.

Vollkommen wäre eine Demokratie nur, wenn alle Menschen klug und gebildet wären, wenn alle sich tatkräftig für das Gemeinwohl einsetzten und sine ira et studio ihre Zukunft planten.

Der gesunde Menschenverstand lehrt uns, daß davon keine Rede sein kann.

Aber die Demokratie ist eben keine utopische, sondern auch eine ganz praktische Staatsform. Deshalb kommt sie mit dem Menschen, wie er nun einmal ist, ganz gut zurecht. Menschen sind eben oft dumm, ungerecht und voller Haß. Das wird sich so schnell nicht ändern. Dummheit, böser Wille und Haß dürfen freilich ein bestimmtes Maß nicht überschreiten. Mit zehn oder zwanzig Prozent an Wirrköpfen kann eine Demokratie leben, solange die übrigen 80 Prozent maßvoll und vernünftig handeln (und entsprechend wählen). Wenn sich der Prozentsatz der 50-Prozent-Marke nähert, wird es schwierig.

Solche allgemeinen Überlegungen sind wichtig, weil wir gerade in einer Zeit der Wirrköpfe leben. Demagogen brechen weltweit alle Rekorde, selbst in den Niederlanden, einem Land, das immer friedlich und liberal war, haben sie heutzutage leichtes Spiel.

Immerhin: auch die Demagogen sind gewählt worden, und man kann (und wird!) sie wieder abwählen. Aber immer öfter kommt es zu einem Phänomen, das wirklich beunruhigen muß: Regierungen, die vom Volk gewählt wurden, um zu regieren, flüchten sich immer öfter in Urabstimmungen, Volksentscheide und Referenden, die zum Teil verheerende Folgen haben.

In einer repräsentativen Demokratie übt das Volk seine Souveränität in Wahlen aus. Alle vier (oder mehr) Jahre wählt man ein Parlament, das seinerseits die Regierung wählt. Dadurch ist bei der Verwirklichung des Volkswillens eine zeitliche Verzögerung eingebaut, eine (erwünschte!) Mittelbarkeit, die nicht etwa den Volkswillen behindert, sondern die großsprecherischen Demagogen.

Das ist in meinen Augen eine weise Einrichtung, aber sie wird durch Referenden jeder Art ständig unterlaufen. Was dabei herauskommt, kann jeder am Beispiel Großbritanniens beobachten. Die Demagogen, die Hitz- und Wirrköpfe vom Schlage eines Boris Johnson haben bei solchen Volksabstimmungen leichtes Spiel, weil sie als Clowns und Hofnarren – ohne Verantwortung und ohne moralische Skrupel – den Menschen das Blaue vom Himmel versprechen können. Wenn es ernst wird, wenn es ans Arbeiten, an die „Mühen der Ebene“ geht, empfehlen sie sich. Dann können andere die Suppe auslöffeln, die ihnen die Demagogen eingebrockt haben. Boris Johnson, ein Hauptschuldiger am britischen Chaos, ist geradezu ein Musterbeispiel dafür: nach einem kurzen Zwischenspiel als Außenminister, wo er in jedes denkbare Fettnäpfchen getreten ist, machte er sich davon. Auch der feine Herr Salvini, der sein Land gerade an die Chinesen verkauft, wird schon lange nicht mehr Minister sein, wenn Italien die harte Hand der chinesischen Parteidiktatur zu spüren bekommt.

Aber sie sind doch alle demokratisch gewählt worden! – wird man jetzt sagen.

Das stimmt. Aber auch Hitler ist auf demokratischem Wege Reichskanzler geworden. Die Bevölkerung auf den Philippinen hat einen bekennenden (und ganz und gar nicht reumütigen) Mörder zum Präsidenten gewählt. Brasilien wählt einen Bolsonaro, der den Agrarkonzernen den Regenwald zum Abholzen überlassen will und auch sonst Aussagen macht, bei denen man um das Wort „faschistisch“ wohl nicht herumkommt. Und Trump, Erdogan, Putin und so viele andere – sie alle sind in halbwegs freien Wahlen in ihr Amt gelangt. Da wünschte man sich manchmal, das Wahlrecht wenigstens an ein Minimum von Verstand und Moralität zu knüpfen.

Ansonsten müssen wir wohl auf bess’re Zeiten warten.

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Säkulare Sozis – nur echt mit dem Genderstern!

Die SPD hat es einem Netzwerk von Atheisten und Agnostikern untersagt, als „Arbeitskreis“ der Partei aufzutreten.

Gerichtet war der Brief der SPD an den

Sprecher*innenkreis Säkulare Sozis.

Schon deshalb war die Absage mehr als berechtigt. Wenn man schon nicht an den lieben Gott glaubt, sollte man wenigstens die deutsche Sprache beherrschen.

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Gibt es auch männliche Blondinen?

Die Neue von Thomas Gottschalk soll, so heißt es heute auf tz.de,

eine 57-jährige Blondine

sein. Hat man so eine Beschreibung schon einmal von einem Mann gelesen? Und was sollen wir uns überhaupt vorstellen, wenn eine 57jährige Frau als „Blondine“ beschrieben wird?

Aber solche Fragen gehen wohl über den geistigen Horizont unserer Knallpresse weit hinaus.

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Männerdiskriminierung

Oder hat man schon einmal davon gehört, daß ein Mann eine Stelle bekommen hat, weil er jung und attraktiv ist?

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Soll man den US-Botschafter ausweisen?

Richard Grenell, Trumps Mann in Berlin, sollte – so Wolfgang Kubicki – aus Deutschland ausgewiesen werden. Verstehen kann man so eine Forderung, denn Grenell verhält sich nicht, wie man es von einem Botschafter erwarten sollte – eher benimmt er sich wie der Statthalter eines Imperiums im Feindesland. Aber warum sollte er mehr Kinderstube haben als sein Herr und Meister?

Auch wenn es mir ein bißchen wehtut: in diesem Fall muß ich eine Stellungnahme von Ralf Stegner nicht nur zitieren, ich will sie sogar (von den fehlenden Bindestrichen abgesehen) ausdrücklich billigen:

Mr. Grenell verhält sich als US Botschafter in Deutschland, wie man das bei der Trump Administration erwartet: Ungehobelt, flegelhaft, intellektuell untertourig, politisch der Rolle unangemessen. Halten wir das aus? Klar! Beziehungen zu den USA sind wichtiger als Trump oder Grenell.

Genauso ist es. Wenn sich einer wie ein Rüpel verhält, sollte man ihm zeigen, wie souverän sich das „alte Europa“ (erinnern Sie sich an dieses Zitat?) in einem solchen Fall verhält. Grenell einen Spiegel vorzuhalten, ist allemal besser, als sich auf das niedrige moralische Niveau von Trumps Administration herabziehen zu lassen.

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„Forschende“ – schon wieder Dummdeutsch auf heilpraxisnet.de

Das liest man heute auf dem Portal von heilpraxisnet.de, das immer für eine dummdeutsche Überschrift gut ist:

Gesund Alt werden: Forschende konnten endgültig das Geheimnis enthüllen.

Ein Adjektiv („alt“) mitten im Satz großgeschrieben – und dann noch gleich fünfmal im Artikel und feministisch korrekt das Wort „Forschende“, wohl in Anlehnung an Studierende, Radfahrende usw.

Aber heute kann ja jeder schreiben, wie er will. Hauptsache, man zeigt, daß man aus einem fortschrittlichen Milieu kommt (beim „Geflüchteten“ statt des vollkommen ausreichenden „Flüchtling“ ist es genauso).

Übrigens: wer etwas gegen die Ausbreitung des Dummdeutschen tun will, sollte unbedingt den Aufruf des Vereins Deutsche Sprache gegen den Gender-Unfug unterschreiben. Das haben inzwischen schon 52.105 Menschen getan. Zu den Erstunterzeichnern zählen u.a. Dieter Hallervorden, Monika Maron, Christean Wagner, Gerhard Stadelmaier, Rüdiger Safranski, Reiner Kunze und Prinz Asfa-Wossen Asserate.

Zum Unterschreiben besuchen Sie einfach diese Seite.

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Von harmonischen Arbeitern und schönen Chefköchen

Ein paar Fundstücke aus Restaurantkritiken auf Google Maps:

Meiner Meinung nach, dass das Essen sehr lecker ist. Dienstleistung ist sehr gut. Die Arbeiter sind harmonisch.

Ein Restaurant gab mir zurück. Ich habe darin meine Beute nicht Tage passiert aber muss bestellt werden um es zu essen.

Die Atmosphäre ist sehr süß.

Die wunderschöne Atmosphäre und die Essens-Pracht und der schönste Chefkoch.

Restaurant süß und eingebildet. Ich probierte die Hühnersuppe mit Sahne und war mehr als Rknawah. Das Gericht ist klein und teuer. Stimmt, mein Konto hat 120 Euro.

Rätselhaft ist auch folgende Bewertung eines libanesischen Restaurants in Frankfurt:

Guter Laden. Eine große Auswahl an Schuhen.

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