Bleibt mir vom Leib, ihr Schwangeren mit euren dicken Bäuchen!

Der muslimische „Intellektuelle“ und „Denker“ Ömer Tugrul Inancer (so nennt ihn rp-online wahrhaftig) ekelt sich intellektuell und moralisch vor dem Anblick einer schwangeren Frau.

Der Anblick einer Schwangeren sei, so der 1946 in Bursa geborene Denker,

nicht nur unmoralisch, sondern auch hässlich.

Deshalb sollte sie, sobald das Bäuchlein sich sichtbar rundet, nur abends, also im Schutze der Dunkelheit, das Haus verlassen, und auch da nur im Auto und (man höre und staune!): nur in Begleitung ihres Mannes! Jetzt mag man sich fragen: wenn ihr Bauch so häßlich ist, ändert sich dann etwas an ihrer Häßlichkeit, nur weil sie von ihrem Mann begleitet wird? Ich habe lange über dieses Problem nachgedacht (ein Denker wie  Ömer Tugrul Inancer werde ich freilich nie sein!), und ich stelle mir das so vor: der Bauch beweist coram publico, daß sich ein paar Monate vorher ekelhafte körperliche Dinge zugetragen haben, die nicht für das Auge des Menschen bestimmt sind. Aber: durch den Bauch werden sie auf einmal sichtbar! Der fromme Muslim ist entsetzt.

Wenn die Frau mit dem dicken häßlichen Bauch aber von ihrem Mann begleitet wird, dann fällt ein wenig vom edlen Glanz des Mannes auch auf die Frau und mildert so deren Häßlichkeit.

So stelle ich mir die Gedankengänge des frommen Ömer vor.

Veröffentlicht unter Islam | Schreib einen Kommentar

Obama – der Lack ist ab

Die Überhöhung des ersten farbigen Präsidenten ins fast schon Heiligmäßige war in Deutschland besonders ausgeprägt. Wenn einer wie er Präsident der Vereinigten Staaten werden kann, so dachte man, dann wird alles, alles gut – in Amerika und auf der ganzen Welt.

Es ist aber nicht alles gut geworden. Einiges ist sogar viel, viel schlechter geworden.

GALA – wie man ihn nennen könnte, also der Größte Anzunehmende Lausch-Angriff, geht sicher nicht auf Obama zurück, aber Obama hat ihn von Anfang an unterstützt, und er hat seinen Geheimdiensten einen verhängnisvollen Freibrief ausgestellt. Der von demokratischen und republikanischen Abgeordneten des Repräsentantenhauses eingebrachte Gesetzentwurf gegen die Bespitzelung durch die NSA ist gestern nur deshalb knapp gescheitert, weil das Weiße Haus durch persönliche „Gespräche“ und Geheimtreffen massiven Druck auf die Abgeordneten ausgeübt hat.

Dabei war dieses Gesetz ausschließlich gegen die Bespitzelung von US-Bürgern gedacht. Daß die Weltmacht USA jeden Menschen in jedem Land auf der Welt ohne dessen Wissen, ohne richterliche Anordnung und ohne jeden Verdacht 24 Stunden am Tag elektronisch beobachten und die widerrechtlich erschlichenen Daten auch noch auf den gigantischen Servern der NSA speichern darf, das erscheint den meisten Amerikanern und auch ihrem Präsidenten völlig legitim. Hier handelt es sich um ein Zeichen jener arrogance of power, die Senator Fulbright 1966 in seinem gleichnamigen Buch so anschaulich beschrieben hat.

Was sieht man daraus? Es ist nicht so wichtig, welche Hautfarbe ein Präsident hat. Es ist auch nicht wichtig, wie gut seine Reden sind. Viel wichtiger ist, ob er verstanden hat, was die Wörter liberal und demokratisch in ihrem Kern bedeuten. Ein Präsident, der die ganze Welt, ob sie will oder nicht, zum Objekt seiner Geheimdienste macht, hat weder das eine noch das andere verstanden.

Ein Charisma, das nur auf Rhetorik basiert, das muß man einmal deutlich sagen, trägt nicht weit. Wahlen mag man damit vielleicht gewinnen, aber ein Präsident, der die Werte der freien, demokratischen Welt verkörpert, ist man damit noch lange nicht.

Veröffentlicht unter Politik | Schreib einen Kommentar

Die im Dunkeln sieht man nicht

Von einem seltsamen Phänomen gilt es zu berichten, das sich immer öfter in Mietshäusern zuträgt. Es ist eine Art freiwilliger Umnachtung, selbst bei hellstem Sonnenschein.

Wenn in unserem Viertel neue Mieter einziehen, bemerkt man immer öfter, daß sie selbst am hellichten Tag die Rolläden geschlossen halten. Eine junge Frau etwa sitzt auf ihrem Balkon, um sich zu sonnen, aber die Rolläden hinter ihr sind geschlossen. Die Sonne darf auf sie fallen, aber nicht in ihre Wohnung. Wäre das ein Schutz gegen die störende Sonneneinstrahlung, könnte man es ja verstehen, aber auch bei einer geschlossenen Wolkendecke bleiben die Rolläden unten. Warum? Hat sie etwas zu verbergen? Hat sich hier etwa (so hätte man in den 70er Jahren gefragt) eine Terroristin einquartiert?

Aber nein, es sind ganz normale Familien, begütert oder weniger begütert, mit und ohne Migrationshintergrund, jung und alt. Gemeinsam haben sie nur, daß sie uns nicht einmal einen Blick auf ihre Gardinen gestatten wollen.

Warum? Das weiß der Himmel. Sind sie vielleicht paranoid? Fühlen sie sich von den Augen ihrer Nachbarn verfolgt? Niemand weiß es.

Es ist jedenfalls ein neues Phänomen, das dringend auf seine soziopsychologische Erforschung wartet.

Veröffentlicht unter Sonstiges | Schreib einen Kommentar

Die Hisbollah wird von der EU als terroristische Vereinigung eingestuft – das war höchste Zeit

Die Hisbollah hat den Libanon fest im Griff – sie kann es sich sogar leisten, dem syrischen Diktator Assad militärisch zur Seite zu stehen. Endlich hat jetzt die EU darauf reagiert und sie auf die Terrorliste gesetzt. Moralisch mag das für die Hisbollah keine große Bedeutung haben, aber wenn ihr Geldquellen genommen werden, ist das schon ein bißchen ärgerlich für sie.

Deshalb auch ihre wütende Reaktion: der Beschluß sei ungerecht und „mit zionistischer Tinte geschrieben“.

Da ist wieder dieser primitive Reflex, als komme alles Übel der Welt aus Israel – so wie die Antisemiten aller Länder seit jeher die Juden für alles Böse verantwortlich machen, um sich selbst zu entlasten. Je dümmer ein Mensch ist, umso mehr bedarf er eines Sündenbocks. Ein dummer Mensch sucht die Gründe für das Böse immer im anderen. Ein kluger, ein gebildeter Mensch aber schaut in sich selbst und seine eigenen Abgründe hinein.

Muslime, das kann man wohl in dieser Allgemeinheit sagen, schauen nicht gern in sich hinein. Sie schieben die Schuld fast immer anderen zu. Wenn sie sich in einem Land wie Deutschland diskriminiert fühlen, dann sind natürlich die Deutschen schuld. Wenn die islamischen Staaten rund um Israel wirtschaftlich auf keinen grünen Zweig kommen, dann sind natürlich die Israelis schuld. Statt in die Hände zu spucken und ihr Land aufzubauen, suchen sie nur immer und immer wieder nach Sündenböcken. Alle sind schuld an ihrer Misere, der Westen, die USA, Israel – nur sie selbst sind nie schuld daran.

Das Phlegma wird dann schnell zum blutigen Terrorismus. Deshalb war die Entscheidung der EU überfällig.

Das wäre ja noch schöner, wenn wir dem islamischen Terrorismus auch noch die Finanzierung durch unsere Banken gestatten würden.

Veröffentlicht unter Islam, Politik | Schreib einen Kommentar

Die Gnade der Muslime – oder: Warum einer Vergewaltigten die Vergewaltigung nicht gefallen hat

Sie finden diese Überschrift merkwürdig? Ich nicht. Es wäre an der Zeit, meine ich, einmal eine Bestandsaufnahme heutiger muslimischer Barbarei zu machen. Diese vormittelalterliche Religion bringt überall dort, wo sie die unumschränkte Macht hat, wahre Sumpfblüten an barbarischem Verhalten hervor. Sie feiert sich überall als gütig und tolerant, aber tolerant ist sie nur dort, wo sie noch keine Macht hat.

In Dubai zum Beispiel, immerhin auch einem Urlaubsland für westliche Touristen, sieht es schon ganz anders aus.

Da feiert zum Beispiel die 24jährige Marte Deborah Dalelv aus Norwegen mit Kollegen einen Geschäftsabschluß. Danach wird sie im Hotel vergewaltigt. Sie geht zur Polizei, und was tun die muslimischen Wächter des Gesetzes? Sie verhöhnen sie noch und fragen sie, ob es ihr denn nicht gefallen habe. Und dann wird sie verhaftet und wegen „außerehelichen Geschlechtsverkehrs“ zu einer Gefängnisstrafe von 16 Monaten verurteilt.

Jetzt hat man sie, wohl weil die internationale Empörung über dieses muslimische Schandurteil groß war, „begnadigt“.

Begnadigt? Es ist also eine „Gnade“, wenn das Opfer eines Verbrechens erst verhöhnt, dann ins Gefängnis gesteckt und schließlich auf den Druck der zivilisierten Welt hin „begnadigt“ wird? Und wer gegen diese Barbarei protestiert, ist islamophob?

Nein, noch einmal gesagt: praktisch in allen Ländern, in denen der Islam an der Macht ist, zeigt er sein archaisches Gesicht, das aus dem 7. Jahrhundert stammt. „Tolerant“ tut er nur, wo er noch in der Minderheit ist.

Veröffentlicht unter Islam | Schreib einen Kommentar

CSD und CDU

Vor ein paar Jahren bin ich in Frankfurt zufällig in die „Feierlichkeiten“ zum Christopher Street Day (CSD) auf der Konstablerwache hineingeraten. Sie waren so schrill, wie man sie aus dem Fernsehen kennt – und genauso sind sie auch heute noch. Schwule Männer mit nackten Oberkörpern à la Putin (der freilich mit Schwulen wenig am Hut hat), schwule Männer in jeder Art von Frauenkleidern, schwule Männer in Uniformen – mein Gott, wie originell! So was hat man wirklich noch nie gesehen.

Aber diesmal mittendrin: Kristina Schröder (CDU), unsere Familienministerin. Ja, wirklich, unsere Familien-Ministerin! Und natürlich betont sie in den Interviews am Rande der Veranstaltung, daß auch die Menschen in schwulen und lesbischen Partnerschaften ebenso „Verantwortung füreinander übernehmen“ wie Mann und Frau in der Ehe.

Ja, ja, es ist alles gleich, und alles nennt man jetzt Familie, und jede Art von Beziehung ist eine Ehe. Und die Familienministerin schunkelt fröhlich mit Schwulen und Lesben, denn das ist fortschrittlich und neuerdings auch in der CDU politisch korrekt.

Außerdem ist ja bald Wahltag.

Veröffentlicht unter Politik, Sonstiges | Schreib einen Kommentar

Putins Rußland – eine lupenreine Diktatur mit demokratischer Fassade

Nach dem Schandurteil gegen Putins letzten großen Gegner, Aleksej Nawalnyj, findet die F.A.Z. über die russischen Angelegenheiten Worte, wie man sie in dieser Schärfe noch nicht gelesen hat. Das Urteil, schreibt Reinhard Veser in seinem Kommentar (hier nachzulesen), sei „ein weiterer Schritt des Putin-Regimes in Richtung Diktatur“. Und er fügt hinzu:

Russland ist kein Rechtsstaat, es ist ein Polizeistaat mit politischer Justiz.

Genau so ist es: die Demokratie nämlich braucht eine freie Presse und eine unabhängige Justiz wie die Luft zum Atmen. Das alles hat der „lupenreine Demokrat“ Putin, wie Schröder ihn genannt hat, entschlossen und konsequent ausgemerzt. Vom zarten Pflänzchen Demokratie, das unter Gorbatschow und Jelzin immerhin ein paar Knospen ansetzte, hat er nichts außer einer scheindemokratischen Fassade übriggelassen.

Wer in dem Schauprozeß Sergej Blinow, den Richter von Putins Gnaden, bei der „Urteilsverkündung“ erlebt hat, kann keine Illusionen mehr über die Verkommenheit der russischen Justiz haben. Diese Richter sind Befehlsempfänger, die bis in die Wortwahl hinein die Anträge der Staatsanwälte abschreiben. Wehe, sie würden einmal ein unabhängiges Urteil fällen! Deshalb nehmen Potentaten wie Putin oder Janukowitsch für ihre politischen Prozesse auch immer jüngere Richter, die in ihrer Karriere auf die Gunst des jeweiligen Großen Steuermanns angewiesen sind. Wer jung ist und seine Familie ernähren muß, wird sich hüten, einen Putin zu erzürnen.

Es ist ein elendes Spiel mit Menschenleben, das Putin da treibt, um an der Macht zu bleiben. Er zerstört ja nicht nur seine Gegner, er zerstört auch die Seelen seiner Handlanger, die irgendwann einmal erschrecken werden, wenn sie sich im Spiegel sehen.

Das wird auch Sergej Blinow so gehen, auch wenn er heute noch triumphiert und nach dem üblen Schauprozeß Nawalnyj Handschellen anlegen läßt. Später einmal, da bin ich sicher, wird auch er merken, daß er nur eine Kreatur von Putins Gnaden war und mit einem wirklichen Richter, der nach Recht und Gesetz urteilt, nichts, aber auch gar nichts gemein hat.

Vielleicht werden ihn seine Kinder einmal danach fragen, und dann wird er womöglich, falls er sich noch ein bißchen Moral bewahrt hat, schamrot werden.

Veröffentlicht unter Politik | Schreib einen Kommentar

Angela Merkel – eine Frau mit zwei Gesichtern

Das eine Gesicht: die iron lady. Gegenüber den ärmeren Ländern, etwa Griechenland, Italien oder Portugal, gibt sie – nach dem Motto „Alles hört auf mein Kommando!“ – die Thatcher.  Da ist sie mitsamt ihrem Schäuble von einer geradezu eisernen Erbarmungslosigkeit. Schaut nur! – ruft sie Europa zu – so geht eine reiche, satte, selbstzufriedene Nation mit ihren armen Verwandten um! Und die Deutschen danken es ihr offenbar, die Popularität der Kanzlerin ist wie eingefroren – auf höchstem Niveau.

Das andere Gesicht von Angela Merkel sehen wir jetzt im globalen Abhörskandal. Von der Härte, mit der sie gern auf die armen Griechen einprügelt, ist da gar nichts mehr zu spüren. Ihren vielzitierten Satz, den ihr Regierungssprecher verlesen mußte – „Abhören von Freunden, das geht gar nicht!“ – hat sie seither am laufenden Band relativiert. Es gebe noch „Erklärungsbedarf „, heißt es, und das ist schon die härteste Formulierung, die ihr über die Lippen kommt. Vom völlig inkompetenten, überforderten Innenminister, der mit seiner USA-Reise unser Land international dem Gespött preisgegeben hat, wollen wir erst gar nicht reden. Er ist von der „befreundeten“ Supermacht USA mit genau der Herablassung abgefertigt worden, die er verdient hat.

Die Regierungsmitglieder aber, das kann nicht laut genug gesagt werden, haben einen Eid geleistet. So lautet er:

Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.

Hat die Kanzlerin ihren Eid gebrochen? Ich meine, ja. Sie hat die Pflicht, die deutschen Bürger vor jedem Bruch unserer Gesetze (und erst recht unseres Grundgesetzes!) zu schützen. Aber sie tut es nicht. Immer wenn es um die USA geht, wird sie kleinlaut. Heute morgen hat sie auf der Bundespressekonferenz folgenden Satz gesagt:

Als deutsche Kanzlerin kann ich mich nicht in ausländische Rechtslagen einmischen. Das gilt auch für die USA.

Wieder so ein schwammiger Satz, mit dem sie sich über das Ausmaß des amerikanischen Rechtsbruchs hinwegschwindeln will. Es geht doch nicht um „ausländische Rechtslagen“, es geht um die Rechtslage in Deutschland! Und die ist eindeutig. Die Ausspionierung jedes einzelnen Deutschen, sieben Tage in der Woche, 24 Stunden am Tag, und das auch noch mit der Speicherung aller unserer Lebensäußerungen auf den Servern der NSA, ist ein Rechts- und Vertrauensbruch von einem geradezu unvorstellbaren Ausmaß.

Warum redet eigentlich niemand von einem Obamagate? Denn dieser gerade in Deutschland mit so viel Sympathie empfangene Präsident hat die paranoide Ausspähungspolitik von George W. Bush nicht nur fortgesetzt, er hat sie offenbar noch einmal gesteigert und seinen Geheimdiensten völlig freie Hand gelassen. Das freilich ist in erster Linie ein Problem der US-Bürger. Ich bin zuversichtlich, daß sich auch jenseits des Atlantik bald eine Bürgerbewegung gegen diese ungeheuerliche Totalausspähung bilden wird.

Aber uns geht es natürlich erst einmal um unser Land, und da muß die Regierung Merkel erst noch zeigen, daß sie sich an ihren geleisteten Amtseid hält.

Mit ihrem peinlichen Drumherumgerede darf sie angesichts einer so fundamentalen Bedrohung unserer Bürgerrechte nicht davonkommen.

Veröffentlicht unter Politik | Schreib einen Kommentar

Et ego in Novolandia – oder: Die abenteuerliche Reise unseres Innenministers ins Neuland

Ja, wahrhaftig – auch er hat sich, wie Angela Merkel, ins Neuland gewagt!

Unser Innenminister, der vor ein paar Tagen die USA mit seinen „offenen Worten“ über das Ausspionieren der Deutschen in Angst und Schrecken versetzt hat, weiß jetzt, wie man die Ausspähung durch unsere amerikanischen Freunde verhindern kann. Das Schöne dabei: die Politik muß gar nichts tun!

Aber fangen wir einmal bei der philosophischen Grundlage seiner Argumentation an:

Die technischen Möglichkeiten zur Ausspähung existieren nun einmal, deshalb werden sie auch genutzt.

Tja, da kann man nichts machen, nicht wahr? Auch die technischen Möglichkeiten, einen Menschen zu ermorden (Pistolen, Messer, Gift), existieren nun einmal – deshalb werden sie auch genutzt. Was also tun?

Da die Regierung Merkel nichts tun kann (oder will) und beim atlantischen Partner auf Granit beißt, bleibt nur eines: der Bürger schützt sich selbst! Aber wie? Das hat uns Friedrich noch nicht verraten – jedenfalls habe ich alle Zeitungen abgegrast, ohne irgendetwas Konkretes über diesen Selbstschutz zu erfahren. Überall lese ich nur immer wieder das neue Mantra des Innenministers: der Bürger muß sich selbst schützen!

Jetzt darf man freilich mit Friedrich nicht zu hart ins Gericht gehen – das Internet ist schließlich Neuland für ihn, und daß er da einiges durcheinanderbringt, sollte man ihm nicht verübeln. Er meint wahrscheinlich, daß man in sozialen Netzwerken usw. nicht zuviel von sich preisgeben sollte. Das ist ein frommer Wunsch, der nicht in Erfüllung gehen wird, denn wenn niemand mehr etwas von sich preisgibt, gibt es auch keine sozialen Netzwerke mehr.

Mit der Ausspähung der ganzen Welt durch Obamas Geheimdienste hat das freilich nur am Rande zu tun. Sie speichern ja die gesamte Kommunikation jedes einzelnen Bürgers: alles, was er schreibt, mailt, am Telefon sagt, jede Internetseite, die er besucht, jeden Dialog über Whatsapp oder Outlook – einfach alles.

Wenn sich der Bürger selbst dagegen schützen soll, müßte er vollständig aufhören, mit irgendjemandem auf der Welt noch zu kommunizieren. Also: keine Briefe mehr verschicken, Laptop und Smartphone in den Müll werfen, nicht mehr telefonieren, nur noch still und stumm im Kämmerlein sitzen.

Nein, lieber Onkel Friedrich, das geht gar nicht.

Es ist schließlich die vornehmste Aufgabe der staatlichen Organe, unsere Verfassung gegen jeden Angriff zu verteidigen. Diese Pflicht kann man nicht auf die Bürger abwälzen.

Das muß im übrigen auch für einen Minister gelten, der seine ersten Schritte im Neuland macht.

Veröffentlicht unter Internet, Politik | Schreib einen Kommentar

Ach, Bushido!

Er ist und bleibt doch  mein Lieblingsrapper. Zu seiner feinfühligen Autobiographie sowie zu seinen Liedtexten und Interviews habe ich vor einiger Zeit nicht weniger als zehn Beiträge geschrieben (hier die Übersicht) – man sieht: Bushido ist für jeden Blogger eine Goldgrube. Er ist geradezu unerschöpflich!

Jetzt hat er ein neues Lied veröffentlicht, in dem er (oder sein fiktives Ich, falls er überhaupt weiß, was das ist) phantasiert, wie er auf bekannte Persönlichkeiten schießt, zum Beispiel auf Claudia Roth:

Ich schieß auf Claudia Roth und sie kriegt Löcher wie ein Golfplatz.

Den FDP-Politiker Serkan Tören will er foltern und töten (weiß der Himmel warum):

Und ich will, dass Serkan Tören jetzt ins Gras beißt.
Yeah, Yeah, was für Vollmacht, du Schwuchtel wirst gefoltert.

Und ein gewisser Kay wird in den „A*** gef***t wie Wowereit“. Wer jetzt meint, daß aus diesen Zeilen ein geradezu unterirdisches Text- und Rhythmusgefühl spricht, der wird durch den unerwarteten Reim zu Beginn der zweiten Strophe überrascht:

Halt die Fresse,
F**k die Presse.

Insgesamt läßt sich sagen, daß Bushido mit diesem neuen Meisterwerk ein großer Wurf gelungen ist – ganz im Sinne des Burda-Verlags, der die Verleihung des Bambi an den Rapper so begründet hat:

Bushido leiht seine Stimme jungen Menschen, die im medialen Diskurs häufig überhört wurden.

Zu Forderungen, Bushido den Bambi wieder abzuerkennen, heißt es im Haus Burda nur: „Kein Kommentar“.

Aber so billig sollten sie nicht davonkommen.

Veröffentlicht unter Sonstiges, Sprache und Literatur | Schreib einen Kommentar