Wenn ich mal groß bin, möchte ich unbedingt Pegida-Gegner werden!

Dann gehöre ich nämlich zu den Guten. Ich halte ein Pappschild mit der Aufschrift „Deutschland ist bunt!“ in die vielen, vielen Kameras, und alle jubeln mir zu. Die Bösen, die mit dem merkwürdigen Namen Pegida, das sind nämlich die anderen, die Aussätzigen, die Schmuddelkinder, aber ich – ich bin dann auf der richtigen Seite. Die Grünen und die Linken und die Bundeskanzlerin, der Herr Gauck und sogar Yasmin Fahimi, die sonst so griesgrämige Generalsekretärin der SPD, sie alle blicken zu mir auf und loben mich.

Weil ich ein Pegida-Gegner bin.

Und auch fast alle Zeitungen sind dann voll des Lobes über mich. Sie zählen nämlich immer ganz genau die Demonstranten und sind soooooo glücklich, wenn es mehr Pegida-Gegner als Pegida-Anhänger gibt! Wer mehr Demonstranten auf die Straße bringt, der hat gewonnen, das sagt auch meine Kindergarten-Tante. Und die Pegida-Gegner gewinnen fast immer. Außer in Dresden.

So, jetzt muß ich noch ein paar Plakate malen. Auf einem steht „Nazis raus!“, auf dem anderen „Nie wieder Krieg!“

Das muß ich machen. Weil ich später einmal, wenn ich groß bin, auf jeden Fall ein richtiger Pegida-Gegner werden möchte.

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Das Zitat des Tages – heute von Pep Guardiola

Bayern München hat, wie man weiß, eine fast erotische Beziehung zum Geld. Am Gelde hängt, zum Gelde drängt in diesem Verein alles. Auch weil fast alle Spieler der Welt käuflich sind.

Jetzt hat Bayern München, während der Blogger Badawi wegen seiner liberalen Haltung praktisch nebenan jede Woche ausgepeitscht wird, in Saudi-Arabien Fußball gespielt.

Natürlich gegen eine Millionensumme – für ein einziges Spiel.

Und selbstverständlich durften sich die Teammanagerin und die Ernährungsberaterin von Bayern München – Frauen! – nicht im Innenraum des Stadions aufhalten. Macht nix, denn in Saudi-Arabien gibt es, wie Karl-Heinz Rumenigge begeistert anmerkt, „fantastische Trainingsbedingungen“, „hilfsbereite Gastgeber“ und „großartiges Wetter“.

Und was sagt Pep Guardiola dazu, der Trainer?

Es ist ein kulturell komplett anderes Land, wir müssen uns anpassen.

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Der Kampf der Muslime gegen die „Moschee-Seife“ von ALDI

Wir leben in einem Narrenhaus – und unsere muslimischen Mitbürger tragen nicht wenig dazu bei.

Da hat Aldi eine Flüssigseife ins Programm genommen, die „1001 Nacht“ heißt und einen orientalischen Duft verströmen soll. Auf der Plastikflasche ist im Hintergrund auch eine Moschee zu sehen – und schon kommen die Muslime und organisieren auf Facebook einen Shitstorm gegen den Discounter. Eine Moschee verlange „Würde und Hochachtung“ und habe in einem Bad (gar in der Nähe der Toilette!) nichts zu suchen. Wenn Aldi die Seife nicht aus dem Programm nehme, werde man eben bei Aldi nicht mehr einkaufen.

Dazu ist zweierlei zu sagen:

1)  Die Arroganz, mit der hier eine kleine Minderheit der Mehrheit ihren Willen aufzwingen will, ist eine der wichtigsten Ursachen für die Abneigung vieler Deutscher gegen den Islam. Diese immer aufbrausenden, immer zur Empörung bereiten Gruppen von Muslimen haben offenbar nicht das geringste Gespür dafür, was sich gehört. Bescheidenheit, Sensibilität, Freundlichkeit, Zurücknahme der eigenen Interessen, das alles sind Zeichen von Kultur, von gelebter Zivilisation. Sie aber kommen nach Europa, sie bleiben in einem Land wohnen, das sie oft hassen, und sie bleiben trotzig unter Menschen, deren Lebensart sie verachten. Warum um Himmels willen? Niemand zwingt sie doch, ausgerechnet in Deutschland (oder in Belgien oder Frankreich) zu leben, wo es so viele islamische Länder gibt, die ihren Erwartungen viel besser entsprechen. Damit tun sie sich selbst und ihrem Gastland keinen Gefallen.

2)  Daß diese rabiaten muslimischen Grüppchen immer wieder durchkommen, liegt auch an der willfährigen Einstellung der Gastländer. Kann mir zum Beispielung irgendjemand erklären, warum Aldi vor solchen Grüppchen, die von bigotter religiöser Überheblichkeit getrieben sind, auf die Knie geht?

Das ist die (peinliche!) Stellungnahme von Aldi:

Es tut uns leid, dass es bei Ihnen aufgrund der Gestaltung unserer Seife zu Irritationen gekommen ist. Bitte seien Sie versichert, dass dies keinesfalls unsere Absicht gewesen ist. Das Produkt wird in Kürze nicht mehr in unseren Filialen erhältlich sein.

Ein einfaches „Die spinnen, die Muslime!“ wäre da wohl eher angebracht gewesen.

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Papst Franziskus will mit allen Mitteln ins Guinness-Buch der Rekorde!

Er träumt nämlich davon, daß zum Abschlußgottesdienst in Manila noch mehr Menschen kommen als im Jahr 1995 zu Johannes Paul II. – damals waren es 5 Millionen.

Das glauben Sie alles nicht? Dann lesen Sie mal, was die Qualitätsjournalisten von N24  schreiben, einem Sender, der sonst eher der Verherrlichung von Kriegstechnik frönt (hier nachzulesen):

Franziskus will Weltrekord von Johannes Paul II. brechen.

Erwartet wurden sechs Millionen Gläubige. Sollte diese Zahl tatsächlich erreicht werden, würde sie den bisherigen Weltrekord übertreffen, den Papst Johannes Paul II. 1995 am selben Ort erzielt hatte.

Soviel journalistische Kenntnis, soviel Einblick in die päpstliche Seele, die offenbar getrieben ist von der Sehnsucht nach Rekorden, kann man nur bewundern.

PS:  Ich sehe gerade, daß sich viele andere Medien N24 angeschlossen haben: zum Beispiel die Deutsche Welle („Papst erzielt Weltrekord“), die Tagesschau („Weltrekord mit Papst Franziskus“) und der Tagesspiegel („Weltrekord bei Papstbesuch“). Selbst der Bayerische Rundfunk spricht heute vom „bisherigen“ und vom neuen Weltrekord.

Offenbar haben einige besonders guinnessfreudige Mitarbeiter von Nachrichtenagenturen für diese Meldungen gesorgt.

Über die Guinnessbuchisierung unseres Zeitalters habe ich übrigens schon vor gut zwei Jahren einen Artikel geschrieben (hier nachzulesen).

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Deutschland verblödet – dank Unitymedia!

Ich habe schon ein paarmal (zuletzt hier vor einem guten Jahr) über die schändliche Firmenpolitik des Kabelnetzbetreibers Unitymedia berichtet. Dieses Unternehmen hat hier in Hessen wie auch in anderen Bundesländern ein Monopol, das es nach Herzenslust mißbraucht. Von einem Tag auf den anderen streicht es öffentlich-rechtliche oder andere eher niveauvolle Sender aus dem analogen Netz und ersetzt sie durch ganz und gar peinliche Schrottprogramme, die auf das Prekariat zugeschnitten sind.

So war es letztes Jahr, als plötzlich N3 und MDR ohne jede Ankündigung durch RTL Nitro und Pro Sieben Maxx ersetzt wurden. Jetzt, im Januar 2015, geht das üble Spiel weiter.

CNN International und BBC World News, beide oft der letzte Rettungsanker, wenn man sich live über aktuelle Ereignisse (wie kürzlich in Paris) informieren wollte, sind gestern (wie immer aus heiterem Himmel) zusammen mit Euronews durch RTL Gold bzw. Juwelo TV und Astro TV ersetzt worden.

Schauen Sie doch einfach mal in Ihre Fernsehzeitschrift, dann werden Sie mit Schaudern sehen, welche Schrottsender uns Unitymedia jetzt zumutet.

Hier ist die Adresse, an die Sie sich wenden sollten, um sich bei den Herren Investoren von Unitymedia zu beschweren:

Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG
Kunden Service Center
Postfach 102549
44725 Bochum

Die E-Mail-Adresse:

kundenservice@unitymedia.de.

Bewirken wird die Kontaktaufnahme nichts, das kann ich Ihnen versprechen. Hier haben wir es mit Investoren zu tun, die nicht das geringste Interesse an ihren Kunden (oder gar an der Qualität des Fernsehprogramms) haben.

Ihr einziges Interesse gilt unserem Geld.

Aber immerhin kann man ihnen so einmal zeigen, daß ihre deutschen Kunden nicht ganz so blöd sind, wie sie glauben.

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Das Zitat des Tages

Das schreibt Christian Spolders in der Rheinischen Post allen Ernstes über das Dschungelcamp (hier nachzulesen):

Es ist eine der unterhaltsamsten Shows im deutschen Fernsehen – auch wenn das nicht jeder akzeptieren mag.

Spolders ist übrigens nicht mehr im Kindergartenalter. Es soll sich bei ihm tatsächlich um einen Redakteur im Mannesalter handeln.

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Peitsche und Schwert – Neues vom friedlichen und toleranten Islam

Da wird der Blogger Raif Badawi in Saudi-Arabien wegen „Beleidigung des Islams“ zu 1000 (!) Peitschenhieben und zehn Jahren Gefängnis verurteilt, aber die Hiebe werden ihm humanerweise in Raten verabreicht: nur 50 Stück pro Freitag, damit die Haut wieder heilen kann, bevor man sie erneut in Fetzen haut.

In der Hauptstadt Mekka macht man sich soviel Mühe nicht (hier nachzulesen):

Am Montag wurde eine Burmesin, die wegen sexuellen Missbrauchs und Mordes an ihrer siebenjährigen Stieftochter verurteilt worden war, durch die Straßen von Mekka gezerrt und geköpft. Bevor sie der dritte Schwerthieb endlich tötete, schrie Laila Bint Abdul Muttalib Bassim verzweifelt: „Ich habe nicht gemordet, ich habe nicht gemordet.“

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Neues von Günter Grass?

So geht es einem, wenn man die Nachrichten am Computer nur hastig überfliegt.

Gespannt darauf, was es wohl Neues über Günter Grass gibt (der übrigens schon lange kein peinliches Gedicht mehr geschrieben hat!), sieht man sich bitter enttäuscht: es ging in der Nachricht nicht um Günter Grass, sondern um – Google Glass.

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Das Zischen der Busen-Schlangen

Der deutsche Qualitätsjournalismus kommt immer erst so richtig in Fahrt, wenn es um die wirklich wichtigen Dinge im Leben geht. Und da steht – mit großem Abstand! – an erster Stelle: das Dschungelcamp.

Noch vor dem Beginn dieser hochwertigen Sendung für bildungsaffine Schichten zeigen Stern, Focus & Co. schon einmal in ihren Überschriften, was uns auch dieses Jahr wieder als Ergebnis harter journalistischer Recherchearbeit ins Haus steht:

Die Nackt-Masche der Dschungelfrauen
(Stern)

Die Busen-Schlangen zischen weiter
(Bild)

Angelinas Mutter packt aus: Der Busen-Streit der Dschungelzicken geht weiter
(Abendzeitung)

Ich werde bei Gelegenheit auf die journalistische Aufarbeitung des Dschungelcamps durch unsere Journalisten zurückkommen. Warum? Weil man es erlebt haben muß, wie sich erwachsene Journalisten um der Quote willen zum Affen machen.

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Digitale Demenz statt der guten alten Schreibschrift

Ich muß immer einmal wieder an das Motto dieses elektronischen Tagebuchs erinnern. Es steht klein und unscheinbar rechts oben auf jeder meiner Seiten:

Gegen die Barbarei!

Auch die elektronische Adresse – www.antibarbarus.de – soll daran erinnern, daß mein eigentliches Thema der Kampf gegen die Barbarei ist: gegen alles, was unsere Kultur in Gefahr bringt, schreibe ich an. Manches Gefährliche kommt aus anderen Kulturen und Religionen, aber vieles ist auch – leider! – hausgemacht.

Zum Beispiel: die Tendenz, alte Kulturtechniken aufzugeben und durch allerlei digitalen Schnickschnack zu ersetzen. Wohlgemerkt: dies ist kein Aufruf gegen die „Moderne“, gegen Computer oder gegen die Bequemlichkeit einer Tastatur. Ich arbeite ja selbst viele Stunden am Tag an meinem Computer, und auch dieses Tagebuch entsteht nicht in Schreibschrift auf weißem Papier.

Aber: man sollte einem Kind den Umgang damit erst erlauben, wenn es die traditionellen Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen schon beherrscht. Dann (und nur dann!) werden die digitalen Techniken zu einer schönen und wertvollen Ergänzung. Wer aber die tradierten zugunsten der digitalen Kulturtechniken abschaffen möchte, ist – sagen wir es geradeheraus: ein Barbar.

Der Psychiater Manfred Spitzer hat in seinem Buch Digitale Demenz – Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen skrupulös beschrieben, wie verheerend sich die Digitalisierung der Kindheit auf unsere jungen Menschen auswirkt, und er hat dabei auch Studien zitiert, die von den Befürwortern des Digitalen fast immer unterschlagen werden. Die Vorschläge etwa, Computer so früh wie möglich in den Unterricht einzuführen (am besten schon im Kindergarten!), kommen oft von Politikern und Wissenschaftlern, die (sagen wir es vorsichtig!) über gute Beziehungen zur IT-Branche und ihrer Lobby verfügen. In Wirklichkeit, das zeigt Spitzer anhand einer Fülle von Beispielen, bringt die totale Computerisierung der Schulen für die geistige Reifung unserer Kinder viel mehr Nachteile als Vorteile.

Das aber nur am Rande, denn ein Aspekt, den man immer öfter mit blanken Entsetzen wahrnimmt, ist der Generalangriff auf das Erlernen der Schreibschrift in der Schule. Ich habe schon 2011 an dieser Stelle berichtet, wie der Hamburger Bildungssenator Ties Rabe (SPD) mit großer Energie dafür gesorgt hat, daß jede Hamburger Schule entscheiden kann, ob sie den Kindern überhaupt noch die Schreibschrift beibringt. Seine Begründung: damit werde den Kindern das Schreiben „erleichtert“ (für ihn ist das Aneinanderfügen von Druckbuchstaben tatsächlich Schreiben). Mit einer so strunzdummen Begründung kann man freilich auch das Rechnen abschaffen und nur noch mit Taschenrechnern arbeiten – auch das „erleichtert“ den Schülern das Leben.

Wer eine so armselige Argumentation für spezifisch deutsch hält, täuscht sich sehr. Ausgerechnet Finnland, das wegen Pisa seit vielen Jahren in den Himmel gehoben wird, streicht die Schreibschrift, wie man hier nachlesen kann, 2016 aus seinen Lehrplänen.

Minna Hartmann, die im finnischen Bildungsministerium für das absurde Vorhaben verantwortlich ist, begründet es so:

Einzelne Buchstaben auf Papier mit der Hand zu verbinden, sagte Minna Harmann, sei für viele Kinder derart mühsam, dass es zu Schreibblockaden führe. Der Computer löse das Problem und erlaube es den Schülern, sich stärker auf den Inhalt des Geschriebenen zu konzentrieren.

Ich muß gestehen, daß mir beim Lesen von Minnas Worten fast übel geworden ist. Kann eine Frau, die so einen Unfug verzapft, in einem Bildungsministerium arbeiten? Und fällt ihr niemand in den Arm?

Unser Ties Rabe übrigens, der es wie die finnische Dame den Schülern gar nicht leicht genug machen kann, ist – man lesen und staune – nicht nur Bildungssenator, sondern seit 2012 auch Präsident der Kultusministerkonferenz.

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