Es war im Böhmer Wald, wo meine Wiege stand …

Fällt Ihnen an dieser Überschrift irgendetwas auf? Stören Sie sich an einem der Wörter? Nein?

Schade. Dann gehören Sie wahrscheinlich zu einer Generation, der man in der Schule und von Amts wegen das Sprachgefühl gründlich ausgetrieben hat. Wundern darf man sich darüber nicht, wenn etwa Kultusminister und sog. „Pädagogen“ die Grundschulkinder nach der Einschulung erst einmal schreiben lassen, wie sie sprechen. Da stehen dann Sätze wie diese an der Tafel: „Wia wahren hoite im Tsoo“ – und bleiben unkorrigiert.

Nur nicht verbessern! Nur keine Regeln beibringen! Nur nicht überfordern! Das würde den Kindern die spontane Freude am Schreiben verleiden, sagen die Didaktiker aus der linken Ecke.

Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis, daß inzwischen auch die beiden wichtigsten Kulturtechniken – Lesen und Schreiben – von „fortschrittlichen“, experimentierfreudigen Pädagogen in Frage gestellt werden.

Am Ende bleibt, zum Beispiel – der Böhmer Wald.

Natürlich heißt es: Böhmerwald. Und jetzt raten Sie mal, wer daraus den unsäglichen „Böhmer Wald“ gemacht hat! Es ist – die ARD.

Vielleicht haben Sie ja den schönen Film „Bärenkinder“ am vergangenen Montag gesehen. Zwei kleine verwaiste Bären werden von einem Mann adoptiert und behutsam aufgezogen. Und die Kamera, so beschreibt es die ARD auf ihrer Internetseite, begleitet die Bären

auf ihren abenteuerlichen Streifzügen durch den fast unberührten Böhmer Wald.

Ja, so steht es wirklich da, schwarz auf weiß, in einer offiziellen Programmbeschreibung der ARD: Böhmer Wald.

Was soll man dazu noch sagen? Es sieht fast so aus, als ob nur noch eine kleine (und weiter schrumpfende!) Minderheit der Deutschen überhaupt ein Interesse an der eigenen Sprache hat. Jeder schreibt, wie er will, jeder macht sich seine eigenen Regeln, und wenn man sieht, wie sich erwachsene Menschen im Internet ausdrücken, wird einem übel.

Wir sind auf dem besten Wege, ein Volk von Analphabeten zu werden.

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Kennen Sie den Genossen Sergej Naryschkin?

Nein? Dann müssen Sie ihn unbedingt kennenlernen!

Der Sergej Naryschkin ist Präsident der Duma, also (wenn man das Wort sehr großzügig faßt!) der russische Parlamentspräsident. Nun sind Parlamentspräsidenten in den großen und kleinen Diktaturen der Welt eine Sache für sich: es sind oft üble Gesellen, meist nur Handlanger des Herrschers. Naryschkin ist da ganz anders. Naryschkin ist ein lustiges Kerlchen – und Naryschkin dreht jetzt die Uhr der Geschichte zurück.

Mancher deutsche Witzbold wünscht sich ja die deutsche Teilung wieder zurück. Und da kommt der Genosse Naryschkin ihm weit entgegen: er will, daß die Duma, das russische „Parlament“, die deutsche Wiedervereinigung als unrechtmäßig, als „Annexion“ einstuft.

Ach, was haben wir gelacht! Ja, lustig ist das Genossenleben, faria, faria, fum.

Deshalb möchte ich, was meinen Vorschlag betrifft, den Genossen Putin wegen seiner Verdienste um das Märchen als literarisches Genre mit dem Nobelpreis für Literatur auszuzeichnen, Sergej Naryschkin als Erneuerer der Humoreske ausdrücklich in die Ehrung mit einschließen.

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Nobelpreis für Putin!

Das heutige Zitat des Tages stammt vom russischen Botschafter in Berlin, Wladimir M. Grinin (aus einem Leserbrief an die F.A.Z.):

Das Ziel unserer Politik besteht darin, gemeinsam mit unseren Nachbarn ein friedliches komfortables Miteinander zu gestalten.

Dieser wunderschöne Satz hat mich auf eine Idee gebracht.

Das Märchen als literarisches Genre führt heutzutage nur noch ein Schattendasein. Gewiß, manch einer liest seinen Kindern so etwas noch vor, aber da handelt es sich fast immer um Märchen aus dem 19. Jahrhundert (Brüder Grimm, Hauff, Andersen). In der Gegenwart ist die Gattung des Märchens fast erloschen.

Mit einer Ausnahme – Putin!

Unermüdlich bemüht sich Putin – zusammen mit anderen Märchendichtern wie Lawrow oder Grinin oder Kiseljow – um die Erneuerung und Belebung dieses Genres. Wer seine Reden aufmerksam verfolgt, ist mehr als erstaunt über die Kreativität, mit der der russische Präsident neues Leben in die alte literarische Form gießt.

Man denke nur an das Märchen von den Kindermördern von Kiew, die es natürlich vor allem auf russische Kinder abgesehen hatten. Oder an die Geschichte von der geplanten Ausrottung aller Russen auf der Krim, die erst im letzten Augenblick durch das energische Eingreifen von Mütterchen Rußland verhindert werden konnte. Oder, fast noch schöner: an jene wundersame Geschichte von der kleinen Schar russischer Soldaten, die sich eines Tages im Nebel verirrten und sich plötzlich auf ukrainischem Gebiet wiederfanden.

Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Deshalb lautet meine Forderung: Putin muß dieses Jahr, stellvertretend für die ganze Moskauer Dichterschule, den Nobelpreis für Literatur bekommen!

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Linker Mob greift Demonstranten an – Soll die Sexualisierung der Schulen jetzt auch mit Gewalt durchgesetzt werden?

Eine Gruppe von Eltern hat in Hamburg eine Demonstration gegen die geplante Frühsexualisierung unserer Kinder in Kitas und Grundschulen angemeldet. Das ist nicht nur ihr gutes Recht, es ist auch allerhöchste Zeit für solche Proteste, denn fast in allen Bundesländern drängen selbsternannte „Sexualwissenschaftler“, die Schwulen- und Lesbenverbände und okkulte Netzwerke, die zum Teil Verbindungen zu Pädophilen haben, auf die Behandlung der „sexuellen Vielfalt“ – am liebsten schon im Kindergarten, auf jeden Fall aber in den Grundschulen. Nicht die Eltern, die den Entwicklungsstand ihrer Kinder ja wohl am besten kennen, und auch nicht die Schulen sollen die Kinder aufklären, sondern Vertreter dubioser Grüppchen wie SchLAu, die den Lehrer aus der Klasse schicken und dann, ohne daß sie der schulischen Aufsicht unterliegen, ihr Köfferchen öffnen.

Die Eltern werden in den meisten Fällen in die Vorbereitung solcher Aufklärungsstunden nicht einbezogen.

In Hamburg haben nun Eltern gegen diese Entwicklung friedlich demonstriert – und haben erlebt, daß ihr Demonstrationsrecht, das ja in einer Demokratie genauso heilig ist wie die Pressefreiheit, nicht geschützt wird (hier nachzulesen).

Die Vertreter der „sexuellen Vielfalt“, die ihre schlichte Vorstellung von Sexualität schon kleinen Kindern aufdrängen wollen, beantragten sofort eine „Gegendemonstration“ auf dem Hansaplatz. Die Fraktionen der Linken und der Grünen (wer sonst!) riefen offiziell zur Teilnahme auf. Die Grünen-Politiker Katharina Fegebank, Jens Kerstan und Farid Müller nahmen auch an der Demonstration teil, sollen sie aber (angeblich) „vor Beginn der Krawalle“ wieder verlassen haben. Die sexuelle Vielfalt marschierte dann geschlossen zum Hauptbahnhof, um die kleine Eltern-Demonstration aufzumischen. Die Teilnehmer versuchten nach Angaben der Polizei immer wieder, die Eltern-Demo zu blockieren.

Weiter sagte die Polizei:

Die Gegendemonstranten hätten zudem mit Schneebällen, Böllern, Flaschen und anderen Gegenständen geworfen. Eine 15-jährige Teilnehmerin der Eltern-Demo habe dabei eine Kopfplatzwunde erlitten.

Die Polizei setzte Schlagstöcke ein und nahm mindestens einen Gegendemonstranten in Gewahrsam. „Die Polizei hat den Auftrag, Versammlungen zu schützen. In dem Fall haben wir das auch getan“, sagte der Polizeisprecher.

Hier hat also eine von den Grünen offenbar unterstützte Gruppe von Chaoten versucht, anderen Bürgern das Recht auf Versammlungsfreiheit zu beschneiden. Das ist keine Lappalie, und von einem Schutz dieses wichtigen Grundrechts durch die Polizei kann angesichts der kriminellen Energie dieses Haufens keine Rede sein.

Daß sich die offiziellen Vertreter der Grünen rechtzeitig entfernt haben, um jetzt ihre Hände in Unschuld zu waschen, ist bezeichnend. Im übrigen sollten sie sich, wenn es um das Thema Kinder und Sexualität geht, lieber zurückhalten. Ihre Schuld aus den 70er und 80er Jahren ist nicht abgetragen, solange die Opfer von damals noch unter den Folgen des Mißbrauchs leiden.

Von einer Aufarbeitung dieser Epoche kann man jedenfalls nicht reden, wenn jetzt schon wieder – durch Grüne, Linke und Teile der SPD – versucht wird, Kindern Gespräche über Sexualität (mit all ihren Spielarten!) in einem Alter aufzudrängen, in dem sie so etwas noch gar nicht wissen wollen.

Und es sind wieder die Grünen, die überall da, wo sie in den Ländern über Macht verfügen, etwa in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die frühe Sexualisierung an den Schulen kräftig vorantreiben.

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Putin: „Isch habb Laser!“

Wir hatten vor langer Zeit einen Nachbarjungen, der gern mit unseren Kindern spielte. Er hieß Peter. Einmal kam er zu uns und sagte mit leuchtenden Augen (es wurde bei uns bald ein geflügeltes Wort): „Isch habb Laser!“ Er hatte ein Spielzeug geschenkt bekommen, das er wohl, wie es bei Kindern nicht selten ist, für eine echte Laserkanone hielt. Die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit waren bei ihm noch nicht so scharf gezogen wie bei Erwachsenen.

An den kleinen Peter muß ich immer denken, wenn ich lese, was der Genosse Putin im Moment so alles treibt. Wie er seine atomare Luftflotte haarscharf an die Grenzen der NATO-Länder fliegen läßt, um erst im letzten Augenblick abzudrehen. Wie er sein Land, das wirtschaftlich darniederliegt, mit neuen, sündteuren Waffensystemen beglückt, statt es zu ernähren. Wie er sich überall mit seinem archaischen Männlichkeitsgehabe lächerlich macht. Wie er seine Landsleute gegen „den Westen“ aufhetzt mit einem Propagandaapparat, der es bald mit Göbbels aufnehmen kann. Wie er – er hat ja Laser! – Grenzen verletzt (und versetzt), Nachbarländer angreift und sein Söldnerheer in die Ukraine schickt.

Das alles erinnert mich an den kleinen Peter – nur eben, daß Putin kein kleiner Junge ist, sondern der Präsident eines mächtigen, bis an die Zähne bewaffneten Staates. Wenn einer wie er „Isch habb Laser!“ schreit, dann kann man ihm gar nicht früh genug seine Grenzen aufzeigen. Die deutsche Regierung hat nun lange genug Geduld gezeigt und ihm hundert Brücken gebaut. Der Herrscher über die Reußen hat alle verschmäht.

Jetzt gilt es, die Staaten der NATO und alle, die in Putins Fadenkreuz sind, gegen seine Aggression zu verteidigen.

Es ist eine neue, eine für uns im Westen ungewohnte (und ungewollte!) Situation. Auch weil wir jetzt lernen müssen, daß Freiheit und Demokratie nicht nur (wie viele von uns gedacht haben) vom Kommunismus bedroht waren. Sie sind, weil es heute kein stabiles, austariertes System von Blöcken mehr gibt, stärker gefährdet denn je: nicht nur von den muslimischen Steinzeitkriegern, sondern auch von Politikern wie Putin, die das mühsam aufgebaute Gefüge des europäischen Friedens bedrohen, weil – ja: weil sie „Laser haben“.

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Das Zitat des Tages – diesmal von einem unbekannten User, der den Genossen Putin heiß und innig verehrt

Und dieser User schreibt im Kommentar zu einem ZEIT-Artikel heute folgendes:

Rußland hat vielleicht ein paar Wirtschaftsbeziehungen verloren, aber an Ansehen in der ganzen Welt gewonnen, für den unermüdlichen Einsatz für Frieden und Freiheit.

Achtung! Das ist keine Satire! Man muß nur die übrigen Kommentare dieses anonymen Users lesen, um zu sehen, daß er seinen Satz bitter ernst meint.

Und der Genosse Putin? Er hat einmal wieder alle belogen: zum Schein redet er von Verhandlungen und Abkommen und Rückzug, während unaufhörlich schwere Waffen und Munition zu seinen Söldnern über die russisch-ukrainische Grenze transportiert werden. Jetzt läßt er in seinem „unermüdlichen Einsatz für Frieden und Freiheit“ Mariupol beschießen, dann kommt der Durchbruch für eine Landbrücke zur Krim.

Putin hat nämlich inzwischen gemerkt, daß er die geplante Brücke zur Krim niemals finanzieren kann. Also läßt er wieder seine Marodeure marschieren.

Ich hoffe nur, daß die ukrainischen Truppen den Kriegstreiber Putin stoppen können.

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Es gibt auch kluge, weitsichtige Menschen unter den Islamgelehrten

Vorgestern habe ich über den hochinteressanten Artikel „Die Linke im Muff von tausend Jahren“ von Samuel Schirmbeck berichtet. Heute will ich nun ein paar erhellende Zitate aus Schirmbecks Artikel (hier nachzulesen) nachtragen, die alle von gläubigen Muslimen stammen.

Von Soheib Bencheikh zum Beispiel. Er stammt aus einer tiefreligiösen Familie und hat, wie Schirmbek schreibt, seine Kindheit in Saudi-Arabien, seine Schulzeit in Algerien und die Studienzeit an der Al Azhar-Universität in Kairo zugebracht. Seit fast 20 Jahren ist er Großmufti von Marseille. Hören wir einmal, was dieser hochgebildete Islamgelehrte über den heutigen Zustand des Islams sagt:

Die Angst vor dem Islam ist vollkommen berechtigt. Im Namen dieser Religion werden die schrecklichsten Verbrechen begangen. Im Namen dieser Religion geschieht derzeit eine ungeheure Barbarei. Wenn die Menschen Angst vor dem Islam haben, so ist das völlig normal. Auch wenn ich kein Muslim wäre, würde ich mich fragen, was das für eine Religion ist, auf die sich Verbrecher berufen.

Und an anderer Stelle:

Die Tiefe und die geistige Dimension des Koran wurden verschüttet. Stattdessen hat man millimetergenau nachgeäfft, was eine menschliche Person, nämlich der Prophet, getan haben soll. Man läuft Gefahr, den Islam auf dem Niveau der damaligen Beduinengesellschaft festzuschreiben und ihn für immer im sechsten Jahrhundert nach Christus festzunageln. Die himmlischen Heerscharen sind nur damit beschäftigt, Bekleidungs- und Nahrungsregeln zu erlassen – wie eine himmlische Hausordnung! Wahrhaftig eine platte, ausgetrocknete Vorstellung von der Religion!

In der Welt der Moscheen herrscht oft noch die Dummheit, die Unwissenheit. Niemals ein Wort der Selbstkritik. Niemals! Die ganze Welt hat unrecht, und wir ruhen uns auf unserer kleinen Wahrheit aus. Das zeigt eine Denkfaulheit, wie sie typisch ist für das Ende großer Dynastien.

Abdellah Taia, ein marokkanischer Intellektueller, der heute im französischen Exil lebt, schreibt:

Die Vernunft daran zu hindern, sich wirklich ernsthaft bei uns einzurichten, ist die wahre Katastrophe.

Und für den algerischen Journalisten Saïd Djabelkhir gibt es für das Terrorismusproblem im Islam nur eine Lösung, nämlich:

die archaischen Interpretationen und Diskurse anzugreifen, die immer noch Terrorismus hervorbringen und ihn rechtfertigen.

Als letzten Zeugen dafür, daß es auch viele kluge, vorausschauende Männer im Islam gibt, wollen wir noch den Philosophen Abdennour Bidar anführen, der in seinem „Offenen Brief an die muslimische Welt“ folgendes schreibt:

Ich sehe dich ein Monster hervorbringen, das sich ,Islamischer Staat‘ nennt. Das Schlimmste aber ist, dass ich dich deine Zeit und deine Ehre damit verlieren sehe, dich zu weigern, zuzugeben, dass dieses Monster aus dir geboren ist, aus deinen Irrwegen, deinen Widersprüchen, deinem unaufhörlichen Hin- und Hergerissensein zwischen Vergangenheit und Gegenwart, deiner schon zu lang andauernden Unfähigkeit, deinen Platz in der menschlichen Zivilisation zu finden.

Das sind nur wenige Zitate aus einem ganzseitigen Artikel, den ich zur Lektüre dringend empfehle.

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*** BREAKING NEWS ***

Habe gerade auf der Seite der Rheinischen Post diese aufwühlende (und natürlich ausgiebig illustrierte!) Eilmeldung gelesen:

Angelina und Patricia wühlen im Bikini im Schlamm.

Solche Meldungen aus dem Dschungelcamp haben immer auch etwas Tragikomisches an sich. Man möchte sich über sie lustig machen, aber irgendwie erfaßt einen nur Traurigkeit.

Das Traurige ist nicht einmal die Sendung selbst: sie ist auf die bildungsfernen Schichten zugeschnitten und wird von den bildungsfernen Schichten (und ein paar Voyeuren) gesehen.

Nein, traurig ist, wie sich unsere Journalisten mit den täglichen Reportagen  – ich sage es noch einmal! – zum Affen machen und über ein Nichts berichten, als sei es Etwas. Sie werden zu Komplizen der Vermarktungsstrategie von RTL – und sie wissen genau, was sie tun.

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Ein schändliches Urteil in Schleswig-Holstein – Neuer Sieg der Windkraftlobby über den Bürgerwillen

Die Windkraftlobby kann sich freuen. Da hat die Landesregierung mit einem Gesetz die unkontrollierte „Verspargelung“ der Landschaft verhindern wollen – wenn eine Gemeinde in einer demokratischen Entscheidung den Bau von Windkraftanlagen innerhalb ihrer Gemarkung abgelehnt habe, dann sollten dort auch keine Windräder gebaut werden.

Gerade das hat das Oberwaltungsgericht jetzt weggewischt. Demokratie? Das wäre ja noch schöner! Die Sprache der Herren Richter ist entlarvend: der Ausschluß von Flächen könne nicht

allein aufgrund des Gemeindewillens

erfolgen. Nur „fundierte fachliche Gründe“ dürften darüber entscheiden. Daß eine Gemeinde mehrheitliche keine Windkraft auf ihrem Gebiet haben wolle, sei nicht von Belang.

Ich habe es von Anfang an gesagt: die Windkraft kann nur durchgesetzt werden, wenn man die Bürgerrechte in weiten Teilen außer Kraft setzt. Das geschieht, wie so oft, unter tätiger Beihilfe von Juristen: sie liefern zum Beispiel gern Ablehnungsgründe für Bürgerbegehren, gegen die dann fast alle Bürgerinitiativen schon aus Mangel an Geld und gutem rechtlichen Beistand machtlos sind, oder sie sitzen in Verwaltungsgerichten, die dann nicht gerade selten im Interesse angeblicher „Fachgründe“ entscheiden, obwohl dahinter nur die finanziellen Interessen der Anleger und Lobbyisten stehen.

Jetzt bin ich schon gespannt darauf, wie die Grünen, die sich bei ihren eigenen Projekten (Kampf gegen Stuttgart 21 usw.) so gern auf den „Bürgerwillen“ berufen, auf diese Abschaffung des Bürgerwillens durch ein Oberverwaltungsgericht reagieren.

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Über die Folklorisierung des Islams durch die Linke

Samuel Schirmbek wird vielen nicht mehr bekannt sein: er war lange Hörfunkredakteur beim Hessischen Rundfunk und berichtete danach zehn Jahre lang (von 1991 bis 2001) für die ARD aus Algier. Es war die Zeit der Islamischen Heilsfront (FIS), die mit ungeheurer Grausamkeit aus Algerien einen „Gottesstaat“ machen wollte. Als Schirmbeck dann nach Frankfurt zurückkehrte, wurde er von seinen früheren linken Freunden belehrt, daß dieser Terror überhaupt nichts mit dem Islam zu tun habe (hier nachzulesen):

Die 150.000 Toten, die zahllosen, wegen gemischter Klassen abgebrannten Schulen, die Säureattentate auf unbedeckte Frauenbeine, die Enthauptung von Dampfbad-Betreibern, die Zerstörung von Weinregalen per Kalaschnikow-Salve, die Ermordung von Ordensleuten, Schwestern wie Patres, und die Hinrichtung einiger meiner – muslimischen – Freunde hätten mit dem Islam nichts zu tun, belehrten mich meine linken deutschen Freunde, 68er, Gewerkschafter, Grüne, SPD-Mitglieder.

Man sieht: die Verklärung und Romantisierung des Islams war immer schon Bestandteil der grünlinken Ideologie. Ein Terrorist (und Exporteur der Gewalt!) wie Arafat war für die Linke ein „Freiheitskämpfer“, und das Palästinensertuch gehörte in jeden fortschrittlichen Haushalt. Von dieser Folklore wollte man nicht lassen, auch als die Palästinensertücher schon lange mit Blut getränkt waren.

Und natürlich war am Ende an allen Untaten die „geistige Entwurzelung Algeriens durch den Kolonialismus“ schuld.

Und die Islamverbände hier in Deutschland? Sie waren damals nicht viel anders heute:

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es seitens muslimischer Rechtsgelehrter und religiöser muslimischer Verbände im damals noch sicheren Europa einen Aufschrei angesichts dieser Morde im Namen des Islam gegeben hätte. Der Refrain vom friedlichen, toleranten Islam wurde wiederholt, als sei nichts geschehen. Erst jetzt, wo den Verbänden das Wasser bis zum Hals steht, kommen sie in Bewegung, verschanzen sich aber immer noch hinter der Schutzmauer, die Islam vom Islamismus trennt.

Soviel für heute. Morgen will ich von ein paar klugen, selbstkritischen Muslimen berichten (ja, die gibt es wirklich!), die Schirmbeck in seinem sehr lesenswerten Artikel in der F.A.Z. zitiert.

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