Nur noch eine Woche lang winkt der Winkemann von Berwang!

Ja, es ist wieder so weit: wir müssen uns ganz allmählich von unserem Winkemann verabschieden.

Nur noch bis zum kommenden Sonntag, den 3. April 2016, wird er winken. Dann stellt die Sonnalmbahn ihren Winterbetrieb ein, und das Vergnügen, fast jeden Morgen um 8.33 Uhr im Alpenpanorama von 3sat den Winkemann zu sehen, geht zu Ende.

Dafür werden wir sehen, wie der Schnee langsam schmilzt, wie die Almen ergrünen – und irgendwann kommen die ersten Kühe ins Gebirg.

Und im Dezember winkt er wieder, der neue Winkemann.

Veröffentlicht unter Fernsehen und Presse, Sonstiges | 1 Kommentar

Ein paar Bemerkungen über Erdogan, den hochmögenden Sultan des osmanischen Reiches

Erdogan ist bei streng geheimen Waffenlieferungen an die syrische Opposition – mit hoher Wahrscheinlichkeit auch an den IS! – ertappt worden, und zwei angesehene Journalisten haben darüber berichtet: Can Dündar und Erdem Gül. Erdogan wollte dafür sorgen, daß die beiden dafür in den Kerker kommen, aber das oberste türkische Gericht hat sie auf freien Fuß gesetzt. Das geht gar nicht! – denkt sich der Sultan. Habe ich da ein paar Richter zu wenig entlassen? Haben meine Drohungen nicht gefruchtet? Und schon stehen die beiden wieder vor Gericht, denn Erdogan, der dünnhäutige alte Mann, der keinen Widerspruch mehr duldet, sagte, er erkenne das Urteil des obersten Gerichts nicht an.

Jetzt hat er den deutschen Botschafter mit unflätigen Worten beschimpft, weil der (wie einige andere westliche Diplomaten) den Prozeß beobachten wollte. Diplomatie verlange „Anstand und Umgangsformen“, meinte Erdogan (ausgerechner er!) und giftete:

Das ist nicht euer Land, das ist die Türkei.

Dazu fällt mir zweierlei ein.

Erstens: wenn Erdogan, der büyük lider, der Große Führer aller Türken, wieder einmal nach Deutschland kommen möchte, um unsere türkischstämmigen Mitbürger gegen das Land aufzuhetzen, in dem sie leben, dann sollten wir ihm – natürlich unter Wahrung von Anstand und Umgangsformen! – sagen, daß er hier nicht willkommen ist:

Das ist nicht dein Land, Tayyip, das ist Deutschland.

Zweitens: ein Sultan kann sich nur dann groß und übermächtig fühlen, wenn man ihm devot und untertänig entgegentritt. Das muß man vor allem der Kanzlerin ankreiden, die in Ankara brav, fast treuherzig neben ihm gestanden und um Hilfe in der Flüchtlingsfrage gebettelt hat.

So macht man sich erpreßbar, und die Folgen sieht man schon jetzt an Erdogans Wutrede über den deutschen Botschafter. Merkel mag ihm ein paar Milliarden in den Rachen werfen, aber nie – wirklich niemals! – darf man einem Regime wie dem türkischen Hoffnung machen, daß es in die EU, den „Christenklub“, wie Erdogan unser Europa abschätzig nennt, aufgenommen wird.

Im übrigen sollte man den türkischen Botschafter einbestellen und ihm klarmachen, daß auch für einen türkischen Präsidenten Anstand und Umgangsformen gelten.

Veröffentlicht unter Christentum, Islam, Politik | Schreib einen Kommentar

Die Einwohner mäßig größte Stadt der Schweiz

In Zürich, der

Einwohner mäßig größten Stadt in der Schweiz,

so schrieb kürzlich die deutschsprachige Redaktion von Radio Vatikan, gebe es immer weniger Christen.

Offenbar gibt es beim Radio Vatikan aber auch immer weniger Redakteure, die noch ein Gefühl für die deutsche Sprache haben.

Veröffentlicht unter Fernsehen und Presse, Sprache und Literatur | Schreib einen Kommentar

Molenbeek: Zehntausende Muslime demonstrieren zur Stunde gegen die Terroristen von Brüssel!

Ganz Molenbeek ist auf der Straße: kaum waren heute morgen die ersten Nachrichten von den Terroranschlägen auf dem Brüsseler Flughafen und in einer Metrostation verbreitet worden, hielt es die Menschen in Molenbeek nicht mehr in ihren Wohnungen: zu Hunderten und Tausenden gingen sie auf die Straße, um gegen ihre terroristischen Glaubensgenossen zu demonstrieren.

Männer mit langen Bärten, Frauen mit Kopftuch und Ganzkörperverhüllung: sie alle demonstrierten in dem weitgehend marokkanischen Viertel gegen den Mord an unschuldigen Menschen im Namen des Propheten. „Das sind Mörder, keine Muslime!“ skandierten sie. Immer mehr Menschen schlossen sich ihnen an. Man hatte das Gefühl, daß ganz Molenbeek auf den Beinen war.

Gleichzeitig gingen bei der belgischen Polizei zahlreiche Anzeigen von muslimischen Bürgern aus Molenbeek ein, die in ihrem Viertel verdächtige Beobachtungen gemacht hatten.

Ein Sprecher der Brüsseler Polizei sagte: „So etwas haben wir noch nicht erlebt. Die Menschen kommen zu uns, reden endlich über verdächtige Nachbarn. Wir haben schon erste Verhaftungen vorgenommen. Auf einmal fühlen sich die Molenbeeker in erster Linie als Belgier, nicht als Muslime.“

PS: Ach, leider, leider! – das war nur ein Tagtraum, den ich heute morgen bei den ersten Nachrichten aus Brüssel geträumt habe. Kein Muslim redet mit der Polizei, kein Muslim geht in Molenbeek auf die Straße. Es ist alles wie immer.

Veröffentlicht unter Islam | Schreib einen Kommentar

Grausame Konsequenzen der Zeitumstellung!

Und wieder werden viele Menschen aus dem blühenden Leben gerissen und dahingerafft. Warum? Wegen der Zeitumstellung!

Das verkündet pünktlich zweimal im Jahr die Intelligenz-Homepage heilpraxisnet.de. Hören wir, was sie diesmal schreibt:

Die Zeitumstellung belastet die Gesundheit. In den ersten Tagen nach der Zeitverschiebung zeigen sich vermehrt Beschwerden wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwächen, Schwindel, Müdigkeit und Schlafstörungen. Auch das Risiko für einen Herzinfarkt ist nach der Zeitumstellung vorübergehend deutlich erhöht. Und kürzlich berichteten finnische Forscher dass die Zeitumstellung ein hohes Schlaganfall-Risiko verursachen kann.

Auf mehreren Gesundheits-Portalen im Internet soll es sogar zu schweren Einbußen beim gesunden Menschenverstand gekommen sein!

Hurra, ich lebe noch! – möchte man heilpraxisnet.de deshalb jedesmal zurufen.

Oder: hurra – ich schreibe noch! Denn über so einen Schmarrn wie den darf man nicht stillschweigend hinweggehen.

Veröffentlicht unter Fernsehen und Presse, Internet, Sonstiges | Schreib einen Kommentar

Eine irakische Familie stellt in Idomeni die richtige Frage

Zwei Tage lang war der frühere Arbeitsminister Norbert Blüm in Idomeni. Und er hat, wie die Flüchtlinge, bei strömendem Regen die Nacht in einem kleinen blauen Zelt verbracht. Das ist für einen 80jährigen Mann keine geringe Leistung.

Ich mag ihn sehr. Blüm gehört zu den wenigen absolut redlichen Politikern, die im Alter immer weiser und menschenfreundlicher geworden sind. Eine Partei, die seiner Richtung folgt, würde ich sofort wählen. Aber es gibt sie nicht.

Als eine Familie aus Mossul merkt, daß ein deutscher Politiker unter ihnen ist, wird er gleich umringt. Abdel Rassak, ein Unternehmer der IT-Branche, richtet das Wort an ihn, seine Frau übersetzt ins Englische (hier nachzulesen):

Seht diesen Mann hier aus Deutschland! Er hat eine Nacht bei uns verbracht. Ich frage: Wo sind die arabischen Führer? Was hört man von ihnen? Was tun sie für uns? Nichts!

Daß sich Flüchtlinge solche Fragen stellen, ist nicht der feinen Frau Mikl-Leitner zu verdanken und auch nicht den Herren Orbán, Renzi oder Hollande. Es ist allein das Verdienst von Angela Merkel.

Ja, ich weiß, nicht alle Flüchtlinge begreifen, was mit ihnen geschieht. Nicht alle sind dankbar, und es gibt auch (wie in allen Gesellschaften) üble Gesellen unter ihnen. Das ist bei einer Million Menschen nun wirklich keine Überraschung. Man wird mit ihnen genau so verfahren wie mit deutschen Delinquenten: mit den Mitteln des Rechtsstaats.

Und doch: hier kann etwas keimen, hier können Samen aufgehen. Denn wo anders sollte ein liberaler, demokratischer Islam entstehen, wenn nicht hier in Europa?

In Saudi-Arabien, im Gazastreifen oder im Iran bestimmt nicht.

Außerdem: müssen wir denn immerfort vor der ganzen Welt Angst haben? Ich fürchte mich nicht vor den Muslimen. Und ich verrate meinen Lesern sogar ein streng gehütetes Geheimnis: Flüchtlinge sind auch Menschen!

Veröffentlicht unter Christentum, Islam, Politik | Schreib einen Kommentar

Sensationsstudie bei „heilpraxis.net“

Abgesehen von der oft eigenwilligen Rechtschreibung bringt heilpraxis.net immer wieder Studien von geradezu revolutionärer Aussagekraft.

So auch gestern:

Ein lauter, emotionsgeladener Konflikt in einer Partnerschaft kann auf eine baldige Trennung hindeuten. Das zeigte eine Langzeitstudie der Technischen Universität Braunschweig.

Hätten Sie das gedacht? Vor allem eine schrille Stimme der Frau könne ein Zeichen für eine baldige Trennung sein, hat die Studie festgestellt.

Man sieht: heilpraxis.net packt heiße Eisen an und berichtet von Studien, auf die wir alle schon händeringend gewartet haben.

Veröffentlicht unter Fernsehen und Presse, Internet, Sonstiges | Schreib einen Kommentar

Hartz IV und Champagner

Eine 64jährige Münchnerin ist zur Zeit in aller Munde. Sie bekommt seit acht Jahren Hartz IV – und lebt in Saus und Braus: als die Polizei zufällig in ihre Wohnung kommt, steht Champagner auf dem Tisch, und die Designermöbel passen so gar nicht zu einer Hartz IV-Empfängerin.

Das ist natürlich nicht die feine Art, denn so einen Betrug finanzieren ja wir, die Steuerzahler.

Aber eines möchte ich schon noch dazu bemerken: auch bei den betrügerischen Bankern und Anlageberatern aller Länder steht der Champagner auf dem Tisch, und obwohl die von ihnen zusammengestohlenen Gelder um ein Vielfaches größer sind als die der Hartz-IV-Empfängerin von München, kommt bei ihnen nur selten die Polizei vorbei.

Und wenn, dann haben sie gute Chancen, ihre betrügerischen Verluste aus dem Staatshaushalt ersetzt zu bekommen.

Veröffentlicht unter Politik, Sonstiges | Schreib einen Kommentar

Nähert sich die SPD der 5-Prozent-Hürde?

Das kann auch noch kommen – wenn die dummlinken Kräfte in der SPD siegen.

Jetzt haben die SPD-Linken ein „Strategiepapier“ entwickelt, das es in sich hat (hier nachzulesen). Es taugt dazu, die frühere Volkspartei in den kommenden Wahlen einstellig werden zu lassen.

Die zentrale Forderung ist offenbar, sich an Wladimir Wladimirowitsch Putin anzunähern. Die „Isolationspolitik gegen Rußland“ soll beendet werden.

Und die Bundeswehr soll natürlich weniger Geld ausgeben.

Das muß man sich man sich auf der Zunge zergehen lassen: in einer Zeit, die zunehmend vom russischen Imperialismus (Tschetschenien, Georgien, Krim, Ostukraine, Syrien) beherrscht wird, soll die ohnehin seit Jahrzehnten vernachlässigte Bundeswehr noch weiter abgebaut werden.

Kann man sich etwas Dümmeres vorstellen?

Dazu kommen ein paar soziale Forderungen aus der Mottenkiste der Linken, und fertig ist das Programm, das aus der SPD wieder eine „linke große Volkspartei“ (!) machen soll.

Vor so viel politischer Einfalt steht man wortlos da.

Veröffentlicht unter Politik | Schreib einen Kommentar

„Aktivisten“ – bei dem Wort wird mir übel

Sogenannte Aktivisten haben vor ein paar Tagen in Idomeni Flüchtlinge mit einem Flugblatt dazu ermuntert, die Grenze zu Mazedonien illegal zu überschreiten. Mehrere Flüchtlinge sind beim Überqueren eines Flusses ertrunken. Das Flugblatt ist mit „Kommando Norbert Blüm“ unterschrieben – eine besondere Infamie: einmal ist Norbert Blüm, einer der anständigsten, redlichsten Politiker, der letzte, der diesen Fieslingen aus dem linken Milieu seinen guten Namen überlassen würde, zum anderen sind die naiven Flüchtlinge, denen man wirklich überhaupt keinen Vorwurf machen kann, den linken Aktivisten prompt auf den Leim gegangen.

Das ist nicht das erste Mal, daß Aktivisten Flüchtlinge zur Gewalt anstacheln. In Calais etwa hat die linke Organisation „No Borders“ die dort campierenden Flüchtlinge immer wieder zu Brandstiftungen aufgehetzt und ist selbst brutal auf die Polizei losgegangen. Den Flüchtlingen hat sie eingeredet, die französische Polizei würde sie nicht in Unterkünfte bringen, sondern abschieben.

Auch in Deutschland wiegeln seit Jahren linke Aktivisten und „Flüchtlingsorganisationen“ Flüchtlinge zu Hungerstreiks auf, sie bringen sie etwa dazu, sich den Mund zuzunähen, organisieren „Protestcamps“ und rufen zur Gewalt gegen Polizisten auf. Wer will, mag die lange Liste dieser Untaten in der Wikipedia nachlesen.

Was steckt dahinter? Kein vernünftiger Mensch in Deutschland will mit den politischen Absichten dieser Grüppchen noch etwas zu tun haben. Deshalb stürzen sie sich jetzt auf die Flüchtlinge, die ihnen in ihrer (verständlichen!) Unbedarftheit nicht gewachsen sind. Es ist ein böses Spiel: sie mißbrauchen die Flüchtlinge für ihre politischen Ziele. Es geht ihnen nicht darum, etwas für die Flüchtlinge zu tun, sie wollen nur den Staat, die Polizei und das ganze Land denunzieren.

Etwas Schäbigeres kann man sich kaum vorstellen.

Veröffentlicht unter Politik, Sonstiges | Schreib einen Kommentar