Mauer und Schießbefehl – das ist also das neue Europa?

Die feine Frau Mikl-Leitner ermuntert (mit traurigem Erfolg) immer mehr Balkanländer, sich mit Zäunen und Stacheldraht abzuschotten. Sie schürt die nationalen Egoismen, wo sie nur kann. Das alte Europa, das wird man jetzt schon sagen dürfen, wird das nicht überleben. Was unsere Generation, die Nachkriegsgeneration, aufgebaut hat (auch an Vertrauen!), das verramschen Mikl-Leitner, Duda, Zeman, und wie sie alle heißen, in wenigen Monaten, und wahrscheinlich tut es ihnen nicht einmal leid.

Da spielt natürlich auch Psychologie eine Rolle: endlich, endlich können sie „der Merkel“ einmal zeigen, was eine Harke ist! Und es macht natürlich Spaß, die „mächtigste Frau der Welt“ in Bedrängnis zu bringen. Aber dumm wie kleine Geister nun einmal sind, wollen sie nicht wahrhaben, was sie damit anrichten. Während Merkel auf einer europäischen Lösung beharrt und dafür sogar ihr Amt riskiert, bauen die Kleingeister Mäuerchen um ihre Länderchen – und reden tatsächlich von „europäischen Werten“!

So auch die feine Frau Mikl-Leitner:

Wir müssen uns als Europäer schon fragen, ob wir uns und unsere Werte noch ernst nehmen, wenn wir mit einem Land über eine Beschleunigung der Visafreiheit reden, das kurz davor regierungskritische Medien unter Zwangsaufsicht gestellt hat.

Als Europäer? Es tut mir leid, aber ich sehe zur Zeit nur einen einzigen Regierungschef in Europa, der noch wirklich im guten alten Sinne des Wortes europäisch denkt und handelt, und das ist Angela Merkel. Bei allen anderen herrscht zur Zeit eine krude Eigensucht, für die man sich nur schämen kann.

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Mario Draghi verdient 370.000 € im Jahr – und nimmt den Sparern ihre letzten Groschen

Alles redet nur noch über Flüchtlinge – aber keiner erwähnt mehr die katastrophalen Fehlentscheidungen der Vergangenheit.

Zum Beispiel die ganzen Regelungen rund um den Euro. Da hat man die nationale Souveränität an einen Herrn Draghi abgegeben, der selbst mit einem Jahresgehalt von gut 370.000 € im Jahr (plus Zulagen!) komfortabel lebt und gleichzeitig seit vielen Jahren die europäischen Sparer enteignet. Auch wenn inzwischen alle Wirtschaftsfachleute über ihn den Kopf schütteln: zur Räson bringen kann man ihn nicht. Parteien kann man abwählen, Draghi nicht. Seine Amtszeit beträgt acht Jahre – wir haben ihn also bis 2019 am Hals.

Draghi ist eines der schlimmsten Beispiele dafür, was passiert, wenn man die Souveränität leichtfertig an übergeordnete Instanzen abgibt.

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Der Niedergang der „Servicezeit“ beim WDR

Die Servicezeit im WDR war früher einmal neben der Aktuellen Stunde ein Höhepunkt im Vorabendprogramm des Senders – beide haben wir früher (obgleich wir nicht in NRW wohnen) fast täglich gesehen.

Die Aktuelle Stunde ist immer noch eine Sendung mit hohem Niveau, aber was aus der Servicezeit geworden ist, macht nur noch traurig.

Früher einmal war sie täglich nach Themen geordnet, die Sendung hatte intelligente, angenehme Moderatoren, und sie war seriös, informativ und (gottlob!) ohne Tests.

Aber dann kam – Yvonne Willicks. Das war 2010. Seitdem herrscht sie wie eine Königin über die Servicezeit des WDR und ist sogar, vom mächtigen WDR gefördert, in die Hauptsendezeit der ARD eingedrungen. Willicks hat, ehe sie beim WDR war, bei RTL2 („Die Superhausfrau“) und bei SAT1 („AllesTester im Einsatz“ und „Yvonne Willicks räumt auf“) moderiert und von dort eines der dümmsten Formate mitgebracht: die unseriöse Amateurtesterei. Seither überschwemmt sie die Servicezeit mit diesen nichtssagenden „Tests“: drei Menschen, die sich durch nichts dafür ausgewiesen haben, „testen“ ein Produkt, als wären sie Fachleute, und versuchen krampfhaft, sachverständig dreinzuschaun (und auch so zu reden).

Da ist allenfalls noch die unfreiwillige Komik der Beiträge zu ertragen.

Wie gesagt, wir haben früher die Servicezeit mit großem Interesse geschaut, aber seit Yvonne Willicks das Sagen hat, wechseln wir immer den Sender.

So etwas muß man sich nicht antun.

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Die AfD nur nicht überschätzen!

Die hessischen Politiker geben sich schockiert, weil die AfD bei den Kommunalwahlen in vielen Städten zweistellige Ergebnisse erzielt hat.

Als ob das nicht alle Umfragen vorhergesagt hätten! Eine Überraschung war das doch nun wirklich nicht.

Aber eine Partei, die nur von Haß und Vorurteilen lebt (man denke an das hämische Dauergrinsen bei Frauke Petrys Talkshow-Auftritten!), wird sich auf Dauer nicht halten. Mit einem „Geist, der stets verneint“ kommt man politisch nicht weit, und das einzige Thema dieser Partei, die Flüchtlingsfrage, wird uns nicht hundert Jahre beschäftigen.

Soll sie ihren kleinen Triumph also haben, die AfD. Die einzige kommunalpolitische Folge hier in Hessen wird sein, daß ihre Existenz in den meisten Städten und Gemeinden (aus Mangel an anderen Koalitionsmöglichkeiten) zu Großen Koalitionen führen wird. Das ist nicht schön, aber unsere Demokratie wird noch leben, wenn die nur auf Ressentiments ausgelegte AfD schon lange wieder in der Versenkung verschwunden sein wird.

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Islamische Religionsgemeinschaft: alle sollen wählen dürfen!

Der Vorsitzende der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen, Ramazan Kuruyüz, hat gefordert, daß alle in Deutschland lebenden Menschen wählen dürfen (hier nachzulesen):

Er selbst lebe seit 27 Jahren in Gießen, dürfe aber die Stadtverordnetenversammlung nicht mitwählen.

Da fragt man sich schon, weshalb jemand fast drei Jahrzehnte bei uns lebt – und trotzdem nicht daran denkt, deutscher Staatsbürger zu werden. Wenn er um jeden Preis türkischer Staatsbürger (und damit Untertan des immer brutaler regierenden Erdogan) bleiben will, muß er sich mit seinem Schicksal abfinden. Die Einbürgerung steht ihm aber auch jetzt jederzeit offen.

Das Wahlrecht ist, auch wenn viele das nicht verstehen, ein kostbares staatsbürgerliches Recht. Es ist überall auf der Welt an bestimmte Bedingungen gebunden. Was hat das, um Himmels willen, mit dem Zahlen von Steuern zu tun?

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Den Wurzeln bewußt werden

Der österreichische Kurier zitiert Papst Franziskus heute in indirekter Rede so (hier nachzulesen):

Man müsse sich den eigenen Wurzeln bewusst werden.

Für einen solchen Satz hätte man früher schon einen Volontär zusammengestaucht.

Denn, liebe Kurier-Redaktion: zu den Wurzeln, derer man sich bewußt werden muß, gehört auch die Syntax der deutschen Sprache.

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So einer will tatsächlich Präsident der Vereinigten Staaten werden?

Das Niveau im US-Wahlkampf sinkt ins Bodenlose. Man lese nur, was die Neue Osnabrücker Zeitung unter der Überschrift „Anspielung auf eigene Genitalien“ erzählt (hier nachzulesen):

Diesmal schaffte es Trump, das Niveau aber noch einmal zu unterbieten: durch eine obszöne Anspielung auf seine eigenen Genitalien. Trump bezog sich auf einen Vorwurf von Rubio, wonach er kleine Hände habe. Dazu sagte er: „Wenn sie klein sind, dann muss auch etwas anderes klein sein. Ich garantiere Ihnen, da gibt es kein Problem.“

Ach, lieber Donald, so genau wollten wir das eigentlich gar nicht wissen.

Mich würde einmal interessieren, was die Menschen im amerikanischen Bibelgürtel von einem solchen Kandidaten halten.

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„Auf dem Grund des Bechers wartet Gott“

Mit den Zitaten ist es so eine Sache: man sollte sie nur verwenden, wenn sie nachweislich stimmen. Aber wie ist es mit Zitaten, die von geradezu eleganter Schönheit sind – und sich doch nicht nachweisen lassen?

Das folgende Zitat wird überall (und nicht nur im Internet!) dem Physik-Nobelpreisträger Werner Heisenberg zugeschrieben:

Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.

Diese Metapher ist an sprachlicher Schönheit und an gedanklicher Tiefe kaum zu überbieten, aber – ihre Herkunft bleibt umstritten. Wer mag, kann die Diskussion darüber im Internet nachlesen. Der Journalist Eike Christian Hirsch etwa hält das Zitat für eine „fromme Fälschung“ und meint, es könne „von einem Fundamentalisten in den USA stammen, der eine Stütze des Glaubens fingieren wollte“. Das scheint mir freilich recht unwahrscheinlich: so sophisticated sind amerikanische Fundamentalisten eher selten.

Aber egal, von wem es letztlich stammt: man kann über diesen Satz lange nachdenken.

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Der Wunschtraum aller Banken: das Bargeld wird abgeschafft!

Es ist wie immer: wenn eine ganz große Schweinerei durchgezogen werden soll, läßt man erst einmal Versuchsballons aufsteigen.

Das Endziel – in diesem Fall die Abschaffung des Bargelds – wird öffentlich nur ganz vorsichtig „angedacht“. Man testet so die Reaktionen in der Bevölkerung. Gerade in einer solchen Testphase ist es wichtig, daß der Widerstand von Anfang an drastisch und entschlossen ist. Wenn die Bevölkerung zu zaghaft reagiert, rechnen sich die Urheber dieser Pläne gute Chancen aus, ihr Ziel zu erreichen.

Man könnte, in Abänderung eines alten Sprichworts, sagen:

Bargeld macht frei.

Denn eine Abschaffung des Bargelds bedeutete für den Bürger, das sollte jedem klar sein,  die totale Abhängigkeit von den Banken, also gerade von jenen Instituten, die in den letzten Jahren durch ihre kriminellen Machenschaften auch ihr letztes Quentchen an Reputation eingebüßt haben.

Die Begrenzung der Bargeldzahlung auf 5.000 € ist da nichts anderes als der Einstieg in die Abschaffung der Barzahlung insgesamt. Das vorgeschobene Argument, damit ließe sich die Geldwäsche erschweren, ist absurd: wer sein Geld waschen will, findet immer einen Weg.

Wir sollten deshalb beide Pläne durch unseren energischen Widerstand durchkreuzen.

PS: Sogar die F.A.Z. schreibt in ihrem Wirtschaftsteil (hier nachzulesen), mit der Begrenzung oder der Abschaffung der Bargeldzahlung „verlören die Menschen den Rest von Vertrauen in den Euro.“ Genauso ist es.

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Muslime und Veganer, vereinigt euch – gegen das Schweinefleisch!

Daß Muslime kein Schweinefleisch essen, weil es ihnen ein Mann aus dem 7. Jahrhundert verboten hat, weiß man – daß sie freilich (auch in Deutschland) Hühnchenfleisch aus den übelsten Legebatterien in großen Mengen verzehren, weiß man auch.

Egal: immer mehr deutsche Kitas bieten deshalb auch den deutschen Kleinen überhaupt kein Schweinefleisch mehr an: aus „Rücksicht auf Muslime“ – und auf Vegetarier und Veganer. Zwei kleine Minderheiten bestimmen also, was die überwältigende Mehrheit essen oder nicht essen darf.

Daß sich Veganer vielfach wie eine religiöse Sekte verhalten (gerade in ihrem Haß auf Andersdenkende und Andersessende!), läßt sich vielfach belegen. So groß unterscheiden sich Veganer von den Muslimen also nicht. Aber wie kommt es, daß Kindertagesstätten  im vorauseilenden Gehorsam der Mehrheit vorschreiben wollen, was auf den Tisch kommt?

Jeder darf sich bei uns ernähren, wie er will. Aber die kleinen Kinder indoktrinieren, ihnen eine fürsorgliche Diktatur aufzwängen, das geht gar nicht.

Die Grünen haben mit ihrer versuchten Zwangsbeglückung der Bevölkerung durch einen „Veggie Day“ ein Fiasko erlebt. Den Kitaleiterinnen, die gegenüber den Helikoptermüttern und den Muslimen gar nicht willfährig genug sein können, wird es (hoffentlich!) nicht anders ergehen.

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