Goldene Worte des Sultans

Das sagte Erdogan vor kurzem:

Selbst wenn Europa und Amerika in Sachen Demokratie und Wirtschaft komplett am Boden liegen sollten, würden wir weiter für Fortschritt unserer Nation in jedem Bereich und für die Ausdehnung ihrer Rechte und Freiheiten sorgen. Das nennt sich Türkei-Modell. Nirgendwo sonst finden Sie eine auf humane Werte gebaute, derart aufrichtige Demokratie.

Und wer’s glaubt, zahlt einen Taler.

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Ein Brief von Frauen an den „sehr geehrten Papst“

Der Sprachfeminismus schießt sich auf immer neue Ziele ein. Eines der düstersten Kapitel war schon vor vielen Jahren die „Bibel in gerechter Sprache“, die mit größter Unverfrorenheit den alten Text in das Prokrustesbett des Feminismus zwang („Jüngerinnen und Jünger“) und gar noch dafür sorgte, daß die linke Philosophie der Gegenwart rückwirkend Eingang in die Bibel fand: die „Unterdrückungsbedingungen“ und „Gewaltstrukturen“ des Römischen Reiches, die in den bisherigen Übersetzungen immer verharmlost worden seien, sollten nun klar herausgearbeitet werden. Das Ganze ist eine grandiose Textverfälschung, in der die Ideologien des 21. Jahrhunderts den biblischen Büchern einfach übergestülpt wurden.

Jetzt versuchen auch katholische Frauenverbände, ihrer Kirche den feministischen Ungeist aufzuzwingen. Am Sonntag wird Papst Franziskus den Text seiner neuen Enzyklika veröffentlichen, die nach alter Tradition mit ihren beiden ersten Wörtern zitiert wird. „Fratelli tutti“ soll sie heißen, auf deutsch „alle Brüder“. Aber wo sind die Schwestern? Es ist ein Zitat von Franz von Assisi, und sofort regt sich der Widerstand der Feministinnen, genauer: des Catholic Women’s Council. Dieses Netzwerk wurde, wie man hier nachlesen kann,

im November 2019 von katholischen Frauen im deutschsprachigen Raum gegründet. Das Netzwerk will Reformen in der Kirche voranbringen und setzt sich für eine vollständige Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein.

Warum die „Frauen aus dem deutschsprachigen Raum“ sich so einen Namen gegeben haben, lassen wir einmal beiseite. Sie haben jetzt dem Papst einen Brief geschrieben, in dem sie ihn drängen, den Namen der Enzyklika zu ändern. Dieser Titel, schreiben sie an den „sehr geehrten Papst“, stelle

ein Problem für viele dar, die ansonsten begeistert von der Enzyklika sind und bereit wären, mit Ihnen an einer dauerhaften sozialen, spirituellen und nachhaltigen Veränderung zu arbeiten.

Seltsam! Da sind also Menschen begeistert von einer Enzyklika, die sie noch gar nicht gelesen haben. Wie geht das? Aber die Enzyklika, das merkt man schnell, ist ihnen herzlich gleichgültig, es geht ihnen nur um die feministische Herrschaft über die Sprache. Da schrecken die unfrommen Katholikinnen nicht einmal davor zurück, den Papst – nachdem sie ihm ordentlich Honig ums Maul geschmiert haben – zu einer Umformulierung seiner Enzyklika zu drängen.

Im Sinne des Evangeliums und der von Jesus Christus gelebten Gerechtigkeit, wäre es ein kraftvolles Zeichen von Ihnen, wenn Sie diese Änderung vornehmen würden.

Eine wachsende Zahl von Katholikinnen und Katholiken sei

„besorgt wegen des Titels für die Enzyklika“. Es sei zwar bekannt, dass der Titel ein Zitat des Heiligen Franziskus sei und alle Menschen damit gemeint seien. „Trotzdem wird das männliche Substantiv viele vor den Kopf stoßen“, heißt es weiter. „In einer Zeit, in der das Bewusstsein für die Macht von Sprache wächst, akzeptieren viele Frauen die Begründung nicht mehr, dass die männliche Form ‚Fratelli‘ verallgemeinernd sei und sie mitgemeint seien.“

Ich bin sicher, daß sich „die Macht von Sprache“ am Ende auch gegen die spätfeministischen Sprachzerstörer durchsetzen wird, aber offenbar ist der Tiefpunkt noch nicht erreicht. Wenn etwa in den USA die großen Werke der Weltliteratur zensiert, verstümmelt oder gleicht in den Giftschrank verbannt werden, weil in ihnen unliebsame Wörter (wie „Nigger“ in Mark Twains Huckleberry Finn) auftauchen, dann darf man sich nicht wundern, daß sich auch in Deutschland Fundamentalistinnen das Recht anmaßen, das Werk des heiligen Franz von Assisi zu zensieren, weil ein „männliches Substantiv“ sie vor den Kopf stößt. Ein literarischer Text, das sollte man diesen Damen einmal sagen, hat etwas Sakrosanktes, Heiliges. Niemand muß ihn mögen, man darf ihn sogar abscheulich finden, und es wird ja auch niemand gezwungen, ihn überhaupt zu lesen. Aber niemand – ich wiederhole: NIEMAND! – hat das Recht, einen Text nachträglich zu ändern, weil ihm eine Stelle nicht in den (ideologischen) Kram paßt. Generationen von Philologen arbeiten seit mindestens zwei Jahrhunderten mit akribischer Sorgfalt und kriminalistischem Spürsinn an solchen Werken, um Wort für Wort, Buchstabe um Buchstabe daraufhin zu untersuchen, ob sie vom Autor stammen oder nachträglich verändert wurden. Sie machen das aus Respekt vor dem literarischen Text, der für sie (und für jeden gebildeten Menschen) sakrosankt ist. Wo kämen wir hin, wenn Hinz und Kunz ihn verändern dürften?

Genau das haben aber die (frommen?) Aktivistinnen vom „Council“ im Sinn. Sie wollen einen alten Text aus niedrigen (nämlich politisch-ideologischen) Beweggründen verfälschen und sogar den Papst zu ihrem Komplizen machen.

Unterschrieben ist der Offene Brief übrigens unter anderem von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) und „Maria 2.0“.

Maria 2.0? Da muß ich gestehen, daß mir Jesus 1.0 mehr am Herzen liegt.

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Ein Verschwörungstheoretiker – und Erzbischof dazu

Wo wir schon bei der katholischen Kirche sind: da hat der unsägliche Erzbischof Carlo Maria Viganò gerade lautstark zur Wiederwahl Donald Trumps aufgerufen (hier nachzulesen):

Trump werde von seinen Anhängern zu Recht als der „größte Verteidiger der höchsten Werte der Christenheit“ angesehen, erklärte der Geistliche.

Die Wahlen im November seien eine „biblische Herausforderung“ und „entscheidend für die ganze Welt“, so der Erzbischof, der in den letzten Jahren mehrfach mit scharfer Kritik an Papst Franziskus hervorgetreten ist. Alle US-Katholiken müssten sich des „außerordentlichen Kampfes“ bewusst sein, den der Präsident „gegen die dämonischen Kräfte des ‚Deep States‘ und gegen die neue Weltordnung“ führe.

Viganòs Brief war an die Versammlung des „Nationalen Katholischen Gebetsfrühstücks“ (National Catholic Prayer Breakfast) gerichtet. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde der diesjährige Christifideles Laici Award dem US-Generalstaatsanwalt William Barr verliehen. Barr hat sich wohl durch die Wiedereinführung von Hinrichtungen in Bundesgefängnissen für diese Auszeichnung empfohlen.

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Herz aus Stein

Die Glaubenskongregation im Vatikan hat ein 23 Seiten umfassendes Schreiben zur Sterbehilfe vorgestellt. Auf katholisch.de liest man dazu:

Kardinalpräfekt Luis Ladaria Ferrer unterstrich bei der Vorstellung im Vatikan, Seelsorgern sei jede Geste verboten, die als Billigung einer freien Todeswahl verstanden werden könne. Patienten, die aktive Sterbehilfe oder Beihilfe zum Suizid verlangten, könnten ohne Zeichen eines Widerrufs auch in der Sterbestunde keine Sakramente empfangen.

Da sollen also einem Sterbenden, der in seiner Verzweiflung um Hilfe beim Sterben bittet, die Sakramente versagt werden, wenn er nicht widerruft. Der „Amtsträger“, heißt es in dem Schreiben wörtlich (hier nachzulesen), stehe in einem solchen Fall

vor einer Person, die über ihre subjektive Disposition hinaus die Wahl einer schwerwiegend unmoralischen Handlung getroffen hat und frei darin verharrt.

Der Beichtvater muß sich deshalb beim Sterbenden vergewissern,

dass es Reue gibt, die für die Gültigkeit der Lossprechung notwendig ist, und die als ein »Schmerz der Seele und ein Abscheu über die begangene Sünde, mit dem Vorsatz, fernerhin nicht mehr zu sündigen« charakterisiert wird.

Kann man sich etwas Unbarmherzigeres, Unchristlicheres überhaupt vorstellen?

Ich schäme mich für diese Kirche.

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Ach Gott*!

So etwas hätte man eher in evangelischen Kreisen vermutet, aber es ist die (mir bisher völlig unbekannte) „Katholische Studierende Jugend“ (KSJ) , die dazu aufruft, an das Wort „Gott“ ein Gendersternchen anzuhängen.

Die KSJ versteht sich, wie sie auf ihrer Internetseite schreibt, „als ein katholischer Schüler*innen Verband“. (Wie es bei fast allen Sprachkünstlern des 21. Jahrhunderts üblich ist, kennen auch die KSJler zwar das Sternchen, aber keinerlei Bindestriche.) Und, gut zu wissen:

Die KSJ ist Teil der europäischen JECI-MIEC und der weltweiten IYCS.

Ihre Mitglieder sind „üblicherweise an Schulen angeschlossen“ und werden „in der Regel von einer Vertrauensperson, etwa einem*r Lehrer*in unterstützt“. Ja, sie können sogar „Leiter*innen“ werden und Schüler*innencafes besuchen!

Besonders schön finde ich §9 der Satzung:

Die gewählte Leitung einer geschlechtshomogenen KSJ-Stadtgruppe besteht aus einem*r geistlichen Verbandleiter*in“ und mindestens eine*r Stadtgruppenleiter*in.

Nach soviel Sprachdummheit (und zu unserer geistigen Erholung) wenden wir uns jetzt dem lieben Gott zu. Freilich, auch ihn verschont der fortschrittliche KSJler nicht:

Wir als KSJ fordern ein neues Gottes*bild, das mit den Vorstellungen vom alten, weißen, strafenden Mann aufräumt und Platz schafft für eine Gottes*vielfalt. Denn Gott* ist in allen Lebewesen.

Ja, Gott ist alles in allem (oder er wird es zumindest am Ende aller Zeiten einmal sein), das steht schon bei Paulus und ist damit eine Erkenntnis, die ein paar Jahre älter ist als die KSJ. Im übrigen: ich kenne niemanden, der sich Gott heutzutage als einen „alten, weißen, strafenden Mann“ vorstellt. Das ist nur ein dummer Popanz. Was aber das Strafen angeht, so hätte ich nichts dagegen, wenn er am Ende jenen stumpfsinnigen Sprach-Ideologen ordentlich den Kopf waschen würde, die unsere deutsche Sprache ihrer Schönheit und Eleganz beraubt haben.

Es muß ja nicht gleich die Hölle sein.

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Meine Zigeunersauce

Natürlich gibt es auch den echten Rassismus. In den USA wird man nicht lange danach suchen müssen. Aber was dort ein brennendes Problem ist, eine jahrhundertealte, nicht heilende Wunde, gerät in Deutschland zu einer lächerlichen Farce. Verzweifelt versuchen die deutschen Wohlstandskinder, überall „systemischen“ Rassismus zu entdecken: im Alltag, an Denkmälern, bei der Bundeswehr, in Jobcentern – und natürlich bei der Polizei (die ja immer böse und rassistisch ist, weil das altlinke Klischee es so will).

Und jetzt sogar auf dem Etikett von Fertigsaucen, zum Beispiel von Knorr. Weil der Begriff „negativ interpretiert werden könnte“ (warum auf einmal?), hat Knorr seine „Zigeunersauce“ umbenannt – sie heißt ab sofort „Paprikasauce Ungarische Art“. Jetzt fehlte nur noch, daß Knorr sich für seinen jahrzehntelangen Antiziganismus in aller Form öffentlich entschuldigte.

Damit solcher Unfug ein Ende hat, schlage ich ein zehnjähriges Moratorium vor. Dazu müßte folgender Artikel ins Grundgesetz aufgenommen werden:

Artikel 5a
[Befristetes Verbot von Umbenennungen]
(1) Umbenennungen von Straßen, Geschäften und Fertigsaucen sind verboten.
(2) Nach einer Frist von zehn Jahren wird Art. 5a ersatzlos gestrichen.

In zehn Jahren nämlich, da bin ich optimistisch, ist der ganze moralinsaure Umbenennungsspuk hoffentlich vorbei.

Ach ja, falls es einen meiner Leser interessiert: ich mache meine Zigeunersauce – ich wiederhole: ZIGEUNERSAUCE – immer selbst. Die ist schnell gemacht und schmeckt viel besser als das Fertigzeug. Man nehme (für vier Personen) zwei Zwiebeln, reibe sie in einen halben Liter heiße Brühe und füge einen Becher Sahne hinzu. Dann kommt noch kleingewürfeltes Gemüse in die kochende Brühe: auf jeden Fall mindestens drei rote Paprika, nach Belieben auch kleingeschnittene Möhren, Gurken usw. Das Ganze läßt man so lange köcheln, bis das Gemüse weich ist, dann füllt man den Topf zusätzlich mit 2-3 Dosen gehackter Tomaten, einigen Eßlöffeln Tomatenmark und scharfem Ajvar nach Belieben auf. Am Ende wird mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver kräftig gewürzt.

Besonders gut schmeckt diese Sauce zu einem unpanierten Schnitzel, das dadurch – Sie ahnen es? – zu einem echten ZIGEUNERSCHNITZEL wird. Man muß die geklopften Schnitzel nur auf beiden Seiten ordentlich mit Salz, Pfeffer und Paprika einreiben, mit Mehl bestäuben und in einer Pfanne in Öl oder Butterschmalz anbraten. Danach läßt man sie in der heißen Sauce längere Zeit köcheln.

Und was bekommt man dann?

ZIGEUNERSCHNITZEL in ZIGEUNERSAUCE.

Ich wünsche guten Appetit.

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E-Immobilität

Es gibt Wörter, denen man die Lüge schon auf den ersten Blick ansieht. So ein Wort ist „E-Mobilität“. Der ganze Hype um das E-Auto ist eine künstliche Blase, von allerlei Ideologen produziert, die schon lange grundsätzlich etwas gegen das Auto haben und ihm jetzt den Garaus machen wollen. Den Betrug erkennt man schon an dem Marketingbegriff, den sie sich dafür ausgedacht haben: „Mobilität“. Denn das E-Auto hebt in Wirklichkeit alles auf, was die Menschen einmal durch das Auto an Beweglichkeit gewonnen haben: die Möglichkeit, spontan irgendwohin zu fahren, ist ein für allemal dahin. Ich muß jede längere Fahrt planen. Wo gibt es eine Aufladestation? Was mache ich in der Zeit, in der mein Auto aufgeladen wird? Däumchen drehen? Ein gutes Buch (oder das Energieprogramm der Grünen) lesen? Denn das Aufladen dauert zwischen einer halben und fünf Stunden. Oder lädt man den Wagen immer abends nach der Arbeit auf? Da wird das Stromnetz zusammenbrechen. Und wie weit wird in größeren Städten jeden Abend, jeden Morgen der Fußmarsch von der Ladestation zu meiner Wohnung sein? Und schließlich: was ist mit der immer größeren Zahl von Alten und Gebrechlichen, die immer mehr werden? Sie können in der Regel nicht die wunderbaren neuen Fahrrad-Autobahnen benutzen, und wenn sie auf dem Land wohnen, wird jeder Arztbesuch in der Stadt mit dem öffentlichen Nahverkehr zu einer Tagesreise.

Die Entscheidung, das mit Benzin oder Diesel angetriebene Auto gegen den Willen der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung abzuschaffen, ist – nach der „Energiewende“ – die zweite katastrophale Fehlentscheidung der Regierung Merkel, die auch jetzt wieder, wie bei der Abschaltung der Atomkraftwerke, auf das wohlige Gefühl von Kindern, Moralisten und grünen Ideologen setzt statt auf Klugheit und Vernunft. Das Klima wird sich durch solche Willfährigkeit um keinen Deut verändern lassen.

Das (ökologisch sinnlose) E-Auto und dazu noch einmal zehntausend neue Windkraftanlagen: das alles kann man der Bevölkerung nur noch mit brachialer Gewalt, also durch administrativen Zwang und Aufweichung des Naturschutzes, aufoktroyieren. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange, und die Grünen, die vor langer Zeit einmal als Hüter der Natur ins Leben gerufen wurden, sind nur noch Lobbyisten der Windkraftindustrie.

Ein Jammer.

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Unsterblichkeitskraut

Ja, auch gegen das Sterben ist ein Kraut gewachsen. Unsterblich werden! Sie glauben, das geht nicht? Das geht wohl!

Sie können dieses Kraut sogar bei Amazon bestellen, es heißt botanisch Gynostemma pentaphyllum, und für 125 g getrocknetes Kraut

Frische Ernte – Top Qualität handgelesen – Abgefüllt und kontrolliert in Deutschland

bezahlen Sie gerade einmal 17,30 €. Das ist doch wirklich ein günstiger Preis für die Unsterblichkeit. Ein Schnäppchen!

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Maskendämmerung

So schnell vergeht der Ruhm der Welt – im Frühjahr hat man einen Mund-Nasen-Schutz fast mit Gold aufgewogen und Wucherpreise dafür bezahlt. Und heute?

Sie liegen überall herum, im Straßenstaub, an Wegen, und manche sogar säuberlich an Sträucher gebunden (Bild rechts).

Überhaupt wird heute viel mehr Müll einfach weggeworfen, statt die paar Schritte zur Mülltonne zu gehen. Welcher Generation diese Umweltferkel angehören, kann man an der Herkunft der weggeworfenen Verpackungen leicht erkennen. Als im Nachbarort seinerzeit ein neuer Macdonald’s eröffnet hatte, waren alle Straßenränder im Umkreis übersät mit den einschlägigen Fastfood-Verpackungen.

Da wünschte man sich hin und wieder doch Zustände wie in Singapur (hier nachzulesen):

Wer auf der asiatischen Tropeninsel erstmals beim Wegwerfen von Unrat ertappt wird, kommt für kleinere Abfälle noch mit einer Strafe von 150 Singapur-Dollar (94 Euro) davon. Getränkedosen oder Zeitungen schlagen gleich mit bis zu 1.000 Dollar zu Buche, und unverbesserlichen Schmutzfinken drohen bis zu 5.000 Singapur-Dollar Strafe. Wahlweise oder zugleich können die Behörden auch einen Arbeitseinsatz von bis zu zwölf Stunden verhängen. Dann müssen die Unbelehrbaren meistens Müll auf öffentlichen Straßen und Plätzen einsammeln.

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Über den Zugriff dritter Persohnen

Vor ein paar Tagen schrieb mir mein „Volksbanksupport“ folgendes:

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
wir mussten unser Schutzkonzept überarbeiten, da wir eine neue Anordnung vom Verbraucherschutz bekamen. Neue Bestimmungen schreiben uns vor zwei mal jährlich ihr Konto bestätigen zu lassen, dies dient als Schutz vor unerlaubtem Zugriff dritter Persohnen. Diese Verfahren trat am 22.Mai neu in Kraft und bitten Sie ihr Konto korrekt zu bestätigen.
Ihr Volksbanksupport.

Liebe Ganoven, darf ich euch mal einen guten Rat geben? Ein sauberes Deutsch und eine ordentliche Rechtschreibung würden eure Betrügereien viel effektiver machen! Mit so vielen Fehlern in ganzen drei Sätzen werdet ihr wahrscheinlich keine einzige Persohn hereinlegen können.

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