Was Sie mit Ihrem Handy nicht machen sollten!

Mein neues Handy ist ein kleines Wunderding – das Schönste daran ist, daß man zusätzlich zu all den Tools und Widgets damit sogar richtig telefonieren kann!

Einen wichtigen Hinweis der Bedienungsleitung will ich meinen Lesern aber nicht vorenthalten, weil er (wie es unsere Kanzlerin ausdrücken würde) ausgesprochen hilfreich ist:

Das Display und der Touchscreen können beschädigt werden, wenn Sie schwere Gegenstände auf das Telefon legen oder sich darauf setzen.

Gut zu wissen – ich wollte es mir gerade auf dem neuen Handy bequem machen!

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Der Meister höchstpersönlich heute in „Hart aber fair“

Unbedingt ansehen: Hans-Olaf Henkel, der Namensgeber des von mir ausgelobten Preises für ubiquitäre Talkshow-Präsenz, kommt heute abend persönlich zu Plasbergs „Hart aber fair“. Es ist ein eher seltener Auftritt, nachdem er in einem früheren Jahrhundert etwa 1.768 mal Gast bei Sabine Christiansen war.

Auch bei Plasberg: Jutta Ditfurth. Sie besticht immer wieder durch ihren völligen Verzicht auf Selbstzweifel. Ihr Motto:

La vérité, c’est moi!

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Die Qual der Wahlen

In Schleswig-Holstein haben über 8 Prozent der Wähler für die FDP und fast genauso viele für die Piraten gestimmt. Aber keine Angst – es kommen auch wieder bessere Zeiten!

Das einzig Erfreuliche ist das schlechte Abschneiden der Linken mit 2,2 Prozent. Aber auch sie werden getröstet werden: vielleicht kommt ja ein Beileidstelegramm vom Genossen Fidel Castro.

Auch Armenien hat gewählt. Dort hat die Partei eines früheren Meisters im Armdrücken fast 30 Prozent der Stimmen bekommen.Und in Griechenland ist die Goldene Morgenröte ins Parlament eingezogen.

Die Demokratie steckt doch voller Merkwürdigkeiten.

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Bald steht die Windkraftanlage in Ihrem Vorgärtchen!

Daß die monströsen Windräder mindestens 1.000 Meter von bebauten Siedlungen entfernt sein müssen, war bisher eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Wenn aber selbst der BUND, der die schwarz-gelb-rot-grüne Energiewende so eilfertig begleitet, daß einem fast übel wird, sich mit einem Abstand von 750 Metern zu Siedlungsgebieten und sogar von nur 500 Metern (!) zu einzelnen Häusern begnügt (hier nachzulesen), darf man nicht erwarten, daß sich die Politiker noch länger zurückhalten. Die vorgeschriebenen Abstände werden fast von Monat zu Monat reduziert. Es geht jetzt – das wird immer klarer – nur noch darum, in möglichst kurzer Zeit alle rechtlichen Hemmungen bei der Aufstellung von Windkraftanlagen zu beseitigen und die Einspruchsmöglichkeiten der Bürger weitgehend zu beschneiden.

Hier herrscht eine ausgesprochen selektive und parteiische Moral: Proteste gegen AKWs, Autobahnen und Stuttgart 21 sind immer gut, Proteste gegen Windräder und neue Stromtrassen sind immer böse. Welche Einwendungen und Proteste gut und welche böse sind, das wird uns von diesen guten Menschen vorgeschrieben. (Am besten immer erstmal auf der Homepage der Grünen nachsehen!)

Politiker gehören, das weiß jeder, nicht immer zu den klügsten und sachkundigsten Menschen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Damit muß man leben. Viel wütender macht mich aber, daß auch die Naturschutzverbände, wahrscheinlich in Anhänglichkeit den Grünen gegenüber oder aus personellen Verquickungen, blind und ohne Verstand der stümperhaften Merkelschen Energiewende das Wort reden, statt die Natur gegen die Windräder zu verteidigen. Die HGON, das zur Ehrenrettung des Naturschutzes, ist – soviel ich weiß – als einziger Verband bei seiner Ablehnung geblieben.

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Zwei Überschriften zu Chen Guangcheng

In der Welt heißt es:

China entschärft die Krise mit den USA

Die Berliner Morgenpost schreibt:

Clinton entschärft Chen-Krise.

Ja, wer hat denn jetzt die Krise entschärft – China? Die USA? Oder beide gemeinsam?

Wenn man an die verzweifelten Anrufe Chengs aus dem Krankenhaus denkt, an die Prügel für seine Freunde, die ihn besuchen wollten, an die Bedrohung seiner Familie durch die Behörden, dann kann man wenigstens eines sagen: das war kein Ruhmesblatt für die amerikanische Regierung. Die guten Geschäfte mit China waren Obama wichtiger als der blinde Mann, der da unversehens in die Mühlen der großen Politik geraten ist.

Man wollte ihn offenbar so schnell wie möglich loswerden, um zum business as usual zurückzukehren. Hillary Clinton jedenfalls sagte soeben, die Beziehungen zu China seien „stärker als sie je waren“.

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Laßt Julia Timoschenko sterben – aber erst, wenn die Spiele vorbei sind!

Fast zwei Wochen befindet sich die frühere Ministerpräsidentin der Ukraine jetzt schon im Hungerstreik. Sie nimmt nur Wasser zu sich und kann sich, wie ihre Tochter sagt, kaum noch bewegen. Jetzt soll sie von den Schergen des feinen Herrn Janukowitsch zwangsernährt werden.

Der autoritäre Herrscher über die Ukraine hat sie in einem Schauprozeß nach kommunistischen Muster von einem gefügigen Richter zu sieben Jahren Gefängnis verurteilen lassen und dann immer neue absurde Vorwürfe nachgeschoben. Sie soll nie wieder zu einer Gefahr für ihn und seine Seilschaften werden.

Demnächst finden in der Ukraine Spiele der Fußball-Europameisterschaft statt. Die will der Herrscher Janukowitsch um jeden Preis, mit ihnen will er sich schmücken. So sind sie alle, die Diktatoren und Autokraten – sie brauchen ihre circenses, die Aufmärsche und Paraden, den Fußball und die olympischen Spiele. Und wehe, man nimmt sie ihnen weg!

Wenn Julia Timoschenko vor den Spielen stirbt, wäre das eine Katastrophe für ihn. Deshalb hat er schon Anweisungen zu einer Zwangsernährung gegeben. Ein Gefängniswärter, der brav alles macht, was man ihm aufträgt, sagte in einem Interview (hier nachzulesen):

Sobald wir die Anweisung dazu bekommen, werden wir mit der Zwangsernährung beginnen.

Falls nötig, wird der Diktator Julia Timoschenko wie eine lebende Leiche an Schläuchen und Maschinen am Leben erhalten, bis das Endspiel vorbei ist. Dann kann sie in Gottes Namen sterben, damit sie die Kreise des Herrn Janukowitsch nicht mehr stört.

Der Präsident hatte von Anfang an nichts anderes vor. Inzwischen sitzen alle Oppositionspolitiker, die ihm gefährlich werden könnten, im Gefängnis. Muß einem da nicht der Jubel über ein Tor der deutschen Mannschaft im Hals steckenbleiben?

Die Kanzlerin wartet und wartet – sicher aus respektablen Gründen. Sie hofft immer noch, daß Frau Timoschenko zur medizinischen  Behandlung ins Ausland fahren kann.

Aber das ist ein gefährliches Kalkül, denn auf der anderen Seite hat man es mit einem Menschen zu tun, der um keinen Preis seine Macht abgeben will. Ob Julia Timoschenko lebt oder stirbt, ist ihm völlig gleichgültig – wenn er nur für sich und seine Seilschaften die Macht und die Pfründe behält.

Jetzt frage ich einmal ganz ernsthaft: in einem solchen Land wollt Ihr wirklich Fußball spielen? Ich mag den Fußball sehr, aber alles hat seine Grenzen. Ich weiß: die Welt ist voller Diktatoren, wie Janukowitsch einer ist. Ich weiß auch, daß man im Sport immer Kompromisse machen muß. Aber dieser altbackene Bürokrat, ein Relikt wie sein weißrussischer Kollege Lukaschenko, der jetzt auch noch Deutschland verhöhnt und bedroht, statt in sich zu gehen, dem darf kein westlicher Politiker mehr die Hand schütteln.

Und von einem Assoziierungsabkommen sollte er nicht einmal mehr träumen, der feine Herr Janukowitsch.

PS: Angeblich ist es jetzt zu einer Art Agreement gekommen, daß Frau Timoschenko in einer ukrainischen Klinik von deutschen Ärzten behandelt werden soll. Ändert das irgendetwas? Natürlich nicht. Jetzt ist, falls die Meldung stimmt, durchgesetzt worden, was allen Häftlingen auf der Welt nach internationalem Recht ohnehin zusteht. Mit Faustschlägen in die Klinik geprügelt zu werden, das ist der besondere Weg, den das Regime von Janukowitsch eingeschlagen hat.

Wir sollten es nicht vergessen. Und wir sollten auch nicht vergessen, daß der feine Herr Janukowitsch nicht etwa nur Julia Timoschenko, sondern das halbe Kabinett der alten Regierung in den Kerker geworfen hat.

Erst wenn er selbst einmal in einem der Gefängnisse und Straflager einsitzt – dann kann man in der Ukraine auch wieder nach Herzenslust Fußball spielen!

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Alte, kranke Menschen – für Anleger eine Goldgrube!

Wir wohnen in einer Kleinstadt im Rhein-Main-Gebiet, der Anteil der betagten (oder hochbetagten) Bürger dürfte hier in etwa dem deutschen Durchschnitt entsprechen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie schwer es vor ein paar Jahrzehnten noch war, einen Pflegeplatz für einen Angehörigen zu finden. Und heute?

Überall wo in unserer Stadt noch größere Grundstücke unbebaut sind, reißen sich die Anleger darum – jeder will unbedingt Alten- und Pflegeheime aus dem Boden stampfen. Merkwürdig!

Aber wenn man ein bißchen im Internet stöbert, wird manches klarer. Da liest man zum Beispiel Angebote wie diese:

Fondsanbieter und Investoren entdecken Pflegeheime als Geldanlage
Sicher – rentabel – werthaltig
Finanzierung zu historisch niedrigen Zinssätzen
Eine „Rundum – Sorglos“-Immobilie
Nachsteuerrenditen von über 8%
6,5% jährliche Ausschüttung bei monatl. Auszahlung
Investition in einem der stärksten Wachstumsmärkte Deutschlands
Investitionen in Pflegeimmobilien sind für jedes Portfolio eine ideale Beimischung
Kapitalanlage in einem der letzten Wachstumsmärkte für Immobilien

Viele weisen auf die demographische Entwicklung hin und fügen hinzu:

In Zeiten von Finanzkrisen, Umweltkatastrophen und politischen Umbrüchen schaffen Sie sich mit dem vollständigen oder anteiligen Erwerb eines Pflegeheimappartements oder einer Pflegeheimwohnung eine börsenunabhängige, inflationsgeschützte und krisensichere Kapitalanlage, aus der Sie regelmäßige, monatliche Einnahmen bei vollständigem Kapitalerhalt beziehen.

Die geburtenstarke Jahrgänge der Generation um 1960, die so genannten “Baby Boomer“ werden, wenn sie in den kommenden Jahren in Rente gehen, einen Bedarf wecken, den man sich heute noch gar nicht vorstellen kann. Damit wird der Wohnbedarf für ältere, pflegebedürftige Mitbürger der Markt, der sich als einer der wenigen in Deutschland expansiv entwickelt.

Und ich dachte in meiner Naivität, es ginge da um die Betreuung alter Menschen! Nein, da ist wohl inzwischen eine ganze Anlagebranche entstanden, die ein wunderbares Auskommen hat. Und damit die Rendite so groß wie möglich wird, muß man natürlich die Kosten begrenzen. Das heißt zum Beispiel, daß man die Zahl der Pflegekräfte so weit reduziert, daß man manchmal im Heim am Wochenende weit und breit niemanden sieht – von viel schlimmeren Zuständen wie Wundliegen usw. ganz zu schweigen.

Also: ich möchte meinen Lebensabend, wenn ich einmal pflegebedürftig sein werde, nicht als Kostenfaktor in der Bilanz eines Kapitalanlegers zubringen. Da wäre mir ein ganz traditionelles, von der katholischen oder der evangelischen Kirche geführtes Heim lieber, in dem man trotz der Hinfälligkeit noch als Mensch behandelt wird.

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China – ein gewöhnlicher Schurkenstaat?

Wie soll man einen Staat nennen, in dem es kein Recht, keine Freiheit gibt? In dem jeder Bürger zu jeder Zeit von einer angeheuerten Lumpenbande – im Auftrag des Staates! – verprügelt oder verschleppt werden kann?

Ein solcher Staat hat den Namen „Schurkenstaat“ mehr als verdient. China, das doch eine geistige Tradition aufweisen kann, die Jahrtausende zurückreicht, ist unter der kommunistischen Partei zu einem elenden Unrechtsstaat verkommen. Die Partei, die den Staat von der Hauptstadt bis in das letzte Dorf regiert und kujoniert, hat in China nichts hervorgebracht außer einer Diktatur, in der niemand seines Lebens und seiner Gesundheit sicher sein kann.

Aber, wird man jetzt einwenden – die wirtschaftlichen Erfolge! Der neue Mittelstand! Die freimütigen Diskussionen im Internet! Es ist doch für den kleinen Mann auf der Straße in China alles besser geworden. Oder?

Ja, die chinesischen Kommunisten sind ein bißchen klüger als die Betonköpfe aus der guten alten DDR – sie schaffen für die Sehnsüchte ihres Volkes ein Ventil: das Streben nach Wohlstand, nach Besitz, nach Profit. In der Wirtschaft öffnen sie alle Schleusen, damit das Volk ein Gefühl von Freiheit, ein Gefühl von Demokratie bekommt. Aber bei diesem Gefühl bleibt es.

Die Partei hält weiter alle Fäden in der Hand: auf allen Ebenen beschäftigt sie offenbar ganze Horden von Verbrechern und Totschlägern, die mit unliebsamen Personen umgehen, wie es ihnen beliebt. Wer gegen die geistig eher einfach strukturierten Funktionäre der Partei aufbegehrt, dem nutzt in China kein Recht, kein geschriebenes Gesetz, er muß damit rechnen, verprügelt, verschleppt und mundtot gemacht zu werden. Es sind immer gerade die künstlerischen, die geistigen, die mutigen Menschen, die den primitiven Parteifunktionären ein Dorn im Auge sind, denn sie halten diesen Dumpfbacken einen Spiegel vor, in dem sie ihre ganze Erbärmlichkeit sehen können.

Ich möchte in einem solchem Land nicht leben – aber ich möchte auch nicht, daß die Chinesen in einem solchen Zustand der Rechtlosigkeit leben müssen. Es ärgert mich zum Beispiel, nein: es empört mich, daß Geschäftemacher aus aller Welt, vor allem aber auch in Deutschland, mit diesem chinesischen Regime einen gewissenlosen Handel treiben. Ein großer Teil der importierten chinesischen Waren entpuppt sich, sobald man sie wirklich benutzen will, als wertloser Schrott. Küchengeräte, Maschinen jeder Art, Elektronik – alles übersteht in vielen Fällen nicht einmal die Gewährleistungszeit. Man reklamiert immer wieder – und gibt endlich auf. Die Importeure verdienen offenbar gut an diesem Schrott, und die Chinesen, von denen einige zu Milliardären werden, erst recht.

Aber wie sieht es denn mit den mutigen Chinesen aus, die gegen dieses System protestieren? Einer von ihnen, der blinde Bürgerrechtler Chen Guangcheng, hat sich, obwohl er zu den am schärfsten bewachten chinesischen Bürgern gehörte, in die amerikanische Botschaft in Peking geflüchtet. Das war für die chinesischen Parteifunktionäre, die von ihrer Allmacht fast berauscht sind, eine tiefe Demütigung. Jetzt ist es zu einer Art Agreement zwischen den USA und Peking gekommen, und Chen Guangsheng hat sich in eine chinesische Klinik begeben. In einem Telefonat hat er angedeutet, daß ihm die chinesischen Behörden damit gedroht hätten, seine Frau totzuschlagen, wenn er die US-Botschaft nicht verlasse. Jeder, der die chinesischen Zustände kennt, weiß, daß eine solche Drohung sehr ernst gemeint ist.

Die Rolle der USA, die den armen Mann mit seiner Familie wieder in die zweifelhafte „Obhut“ der chinesischen Parteidiktatur entlassen haben, wird man noch prüfen müssen. Ich hoffe nicht, daß auch hier wirtschaftliche Kriterien eine Rolle gespielt haben. Cheng jedenfalls hat soeben in einem CNN-Interview gesagt, er fühle sich von den USA „in Stich gelassen“ (hier nachzulesen).

Das kommunistische Kuba, das ökonomisch völlig unbedeutend ist, wird von den USA seit Jahrzehnten mit einem fast vernichtenden Boykott bestraft, aber mit den viel, viel schlimmeren Machthabern in Peking macht man gute Geschäfte.

Das sind die Feinheiten der politischen Ethik.

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„Ein ganz kleines Feuerchen“ …

Also: ich bin kein Berliner. Und ich möchte auch keiner werden. Ich war auch nach der Wiedervereinigung dafür, daß Bonn unsere Hauptstadt bleibt. Daß es in Bonn ein bißchen provinziell zuging, das war ja gerade der Charme dieses Provisoriums.

Und wo steht geschrieben, daß nur eine Großstadt, ein Moloch die Hauptstadt eines Landes sein kann?

Das aber nur nebenbei. In Berlin war gestern wieder Krawall angesagt. Das ist nichts Neues, aber es ärgert mich, daß in der Presse dafür ein Begriff wie „Demonstration“ mißbraucht wird. Man übernimmt einfach die Selbstdarstellung der Betroffenen. Zur journalistischen Arbeit gehört aber, daß man die Dinge benennt, wie sie sind, und nicht, wie die „Demonstranten“ sie sehen. Das ist nicht eine semantische Petitesse, es berührt das Innerste des Journalismus.

Es geht zum Beispiel nicht an, daß man einen Mörder, der sich in die Luft sprengt und möglichst viele Menschen mit in den Tod reißt, „Märtyrer“ nennt, nur weil er und seine Spießgesellen das gern so hätten. Nein, ein Mörder ist und bleibt ein Mörder.

Es geht nicht an, daß man Gewalttäter, für die ein Fußballspiel nur willkommener Vorwand für ihre Exzesse ist, immer noch überall als „Fußballfans“ bezeichnet.

Und es geht nicht an, daß man Aufmärschen, wie sie jedes Jahr am 1. Mai in Hamburg und Berlin stattfinden, den ehrwürdigen Namen „Demonstration“ zugesteht. Das Demonstrationsrecht ist ein altes und unverzichtbares Bürgerrecht, aber wer Mülltonnen anzündet, Blumenkübel zerstört, Fensterscheiben einwirft und Polizisten angreift, der ist nun wirklich kein Demonstrant. Und auch die sind es nicht, die bei diesen „Demonstrationen“ mitmachen, obwohl sie genau wissen, worauf am Ende alles hinausläuft. Vielleicht empfinden sie sogar ein bißchen klammheimliche Freude? So haben schon in den 70er Jahren manche bösen Karrieren begonnen.

Die Piraten jedenfalls wissen, wer an diesen Krawallen schuld ist (hier nachzulesen):

Es gab ein ganz kleines Feuerchen und die Polizei ist gleich massiv rein gegangen und hat aus nächster Nähe Pfeffergas eingesetzt. Und sie hat die Eskalation in Kauf genommen.

Da erübrigt sich jeder Kommentar.

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Ein paar aktuelle Meldungen zur „Energiewende“

Unfälle mit Toten und Verletzten beim Bau von Windrädern
Beim Bau der Offshore-Windparks vor der deutschen Küste ist es bisher – fast unbemerkt von der Öffentlichkeit – schon zu 80 schweren Unfällen gekommen (hier nachzulesen). Dabei sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Der Leiter des Havariekommandos in Cuxhaven fordert ein besseres und dichteres Rettungssystem, sonst drohe die Zahl der Toten und Schwerverletzten weiter zu steigen.

Die AKW-Abschaltung – ein teurer Spaß
Die Abwicklung der noch vorhandenen Kernkraftwerke und die Entsorgung des Atommülls wird nach einer neuen Studie (hier nachzulesen) etwa 34 Milliarden Euro (!) kosten. Und schon fängt wieder die Märchenstunde an: das alles sollen die Betreiberkonzerne nämlich aus ihren Rücklagen bezahlen. Wieder eine ganz bewußte Verdummung, denn natürlich werden die Energiekonzerne soviel wie nur geht auf die Stromkunden umlegen, den Rest lassen sie sich durch Subventionen usw. vom Staat geben (und der wird es ihnen geben, sobald zum Beispiel die Insolvenz eines Großunternehmens droht).

81 Milliarden Euro für die Solarenergie
Für die Förderung der Solarenergie sind in den letzten zehn Jahren staatliche Zahlungsverpflichtungen von insgesamt 81,5 Milliarden Euro gegeben worden. Solche Subventionen gelten 20 Jahre (!) vom Zeitpunkt der Investition an. Das ist sehr vernünftig, denn jeder weiß ja, daß in Deutschland die Sonne ohne Unterlaß scheint.
Der Solarworld-Chef Frank Asbeck sagte in einem Interview mit Focus: „Es gibt in der gesamten Solarbranche kein Unternehmen mehr, das noch in den schwarzen Zahlen ist.“ Das heißt doch, ganz einfach gesagt: daß diese Unternehmen ohne die ständige Alimentierung durch den Steuerzahler gar nicht lebensfähig wären. Wir mästen also Betriebe, die selbst nach vielen Jahren nicht fähig sind, auf eigenen Füßen zu stehen. Oder sehe ich das falsch?

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