Bestenauslese: Günther Oettinger wird Chef der EBS

Die European Business School, die sich heute „EBS Universität für Wirtschaft und Recht“ nennt, ist eine private Hochschule und – nach ihrem Selbstverständnis – eine Ausbildungsstätte des Top-Managements. Daß daran erhebliche Zweifel bestehen, bestätigt schon ein Blick in die Wikipedia.

Mit der jahrelangen Misere wird es aber bald ein Ende haben, denn demnächst soll ein neuer Präsident die Universität leiten: Günther Oettinger. Berühmtheit hat Oettinger schon im Jahr 2005 erlangt, als er das Englische praktisch zur Landessprache machen wollte – Deutsch solle nur noch „die Sprache der Familie und der Freizeit“ sein. Aufgrund seiner umfassenden Kompetenz wurde er Ministerpräsident von Baden-Württemberg und danach EU-Kommissar. Eine Kostprobe seiner englischen Sprachkunst kann man sich auf Youtube zu Gemüte führen.

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Erdogan – eine Schande für sein Volk

In einer Rede am Montag hat der türkische Präsident behauptet, ein früherer israelischer Ministerpräsident habe ihm – sozusagen im Vertrauen – gesagt, daß es für ihn in seiner Zeit als General »das höchste Vergnügen« gewesen sei, Palästinenser zu töten. Natürlich nannte Erdogan keine Namen.

Und weiter sagte er über die Israelis:

Das liegt in ihrer Natur. Sie werden nur durch Blutsaugen satt. Sie sind so mörderisch, dass sie sogar kleine Kinder umbringen. Kleine Kinder! Solche Mörder, dass sie sogar fünf, sechsjährige Kinder umbringen!

An US-Präsident Biden gewandt, sagte er:

Mit Ihren blutigen Händen schreiben Sie leider Geschichte!

Und über Österreich, das kurz zuvor aus Solidarität mit Israel am Kanzleramt und am Außenministerium die israelische Flagge gehißt hatte:

Ich verfluche den österreichischen Staat.

Österreich hat sofort den türkischen Botschafter einbestellt. Gerade in einer Zeit, in der auf deutschen Straßen der muslimische Antisemitismus fröhliche Urständ feiern darf, hätte man sich eine solche diplomatische Geste auch von Deutschland gewünscht. Aber wenn es um den Sultan geht, kommt von der deutschen Regierung außer einer milden Kritik – nichts.

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Vögel überqueren Kontinente und Ozeane, um an diesem preiswerten Futterspender eine Mahlzeit einzunehmen!

Ein Futterspender für Gartenvögel, der über Amazon vertrieben wird, wirbt mit folgender Beschreibung (hier nachzulesen):

Die Vögel werden dem Vogelfutter in Ihrem Garten nicht widerstehen können. Locken Sie mit diesen Vogelfutterspender Wildvögel wie Finken, Kolibris, Meisen, Kleiber, Junkos, Kardinäle, Spatzen, Goldzeisig, Dompfaffen, Blaumeisen, Grünfink, Elsterschnäpper und Spechte an.

Also, das muß wirklich ein Wunderding sein, wenn Kolibris und Kardinäle den Atlantik überqueren und Elsterschnäpper ihre asiatische Heimat verlassen, nur um hier im Garten zu futtern!

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Der lange Marsch des Feminismus durch die Institutionen (5): Susanne Baer und das Bundesverfassungsgericht

Acht Richter gehörem dem Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts an, einem Gericht also, das immer häufiger die politischen Entscheidungen des demokratisch gewählten Parlaments beanstandet, korrigiert oder ganz aufhebt. Einer dieser acht Richter, die soeben einstimmig beschlossen haben, daß der „Klimaschutz“ sogar über das Jahr 2030 hinaus heute schon verpflichtend geregelt werden muß, ist Susanne Baer. In der Wikipedia liest man über sie folgendes:

Seit 2002 ist sie Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Dieser Lehrstuhl wurde extra geschaffen, um Gender-Forschung interdisziplinär zu verankern und um die Gründung des GenderKompetenzZentrums an der Humboldt-Universität Berlin vorzubereiten.

Das GenderKompetenzZentrum, dessen Leiterin sie von 2003 bis 2010 war, war als Drittmittelprojekt am Lehrstuhl von Baer angesiedelt und wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bis zur Einstellung der Finanzierung 2010 gefördert.

Baer wurde im November 2010 von SPD und Bündnis 90/Die Grünen für ein Richteramt am Bundesverfassungsgericht nominiert und am 11. November 2010 vom Wahlausschuss des Deutschen Bundestags gewählt. Sie ist dort Mitglied des Ersten Senats und folgte Brun-Otto Bryde nach. Baer ist die erste verpartnerte und inzwischen verheiratete Bundesverfassungsrichterin und setzt sich seit langem für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben ein.

Susanne Baer war Vorstandsmitglied der Fachgesellschaft Geschlechterstudien von ihrer Gründung 2010 bis 2012. Sie gehört dem wissenschaftlichen Beirat der Peer-Review-Fachzeitschrift Gender an. Sie ist Redaktionsmitglied der Streit – feministische Rechtszeitschrift.

Baer bezeichnet sich selbst als „radikale Feministin“ (im Tagesspiegel nachzulesen), die Grünen haben sie zusammen mit der SPD in das höchste Richteramt befördert. Soll man sich da etwa noch wundern, wenn immer mehr Urteile des Bundesverfassungsgerichts sich am herrschenden Zeitgeist orientieren? Früher hatte man bei umstrittenen Gesetzesvorhaben immer noch die Hoffnung, das BVG werde ihnen Einhalt gebieten. Diese Zeiten sind vorbei. Heuzutage zwingt das Gericht eine demokratische Regierung, Entscheidungen zu treffen, die den künftigen Generationen keinen Spielraum mehr lassen, selbst über ihr Schicksal zu bestimmen. Das mag formal gerade noch zulässig sein, aber es verstößt meines Erachtens eindeutig gegen Art. 20 GG:

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.

Vom Volke – und nicht vom Bundesverfassungsgericht.

PS: Die Fachgesellschaft Geschlechterstudien, der Susanne Baer seit ihrer Gründung im Jahr 2010 angehört hat, nennt als ihr Ziel u.a.

die Unterstützung der wechselseitigen Vernetzung und Information von Forschenden und Lehrenden dieses transdisziplinären Forschungsgebiets, die Förderung internationaler Kooperationen, eine Stärkung der Sichtbarkeit der Geschlechterstudien sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Eine Erfolgsgeschichte, zu der man nur gratulieren kann. 2019 hat es dank dieser „wechelseitigen Vernetzung“ und einer großzügigen finanziellen Förderung durch die Bundesregierung schon 217 Gender-Professuren gegeben.

Die bisher erschienenen Folgen der kleinen Reihe „Der lange Marsch des Feminismus durch die Institutionen“ finden Sie hier:

Kathrin Kunkel-Razum, Chefin der DUDEN-Redaktion
Katja Thorwarth und die Frankfurter Rundschau
Nina George und das PEN-Zentrum Deutschland
Lena Hornstein und wetter.com

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„Aufs Auto verzichten, vegan leben, Kleidung second hand kaufen“

Jürgen Döschner vom WDR, ein überaus eifriger und (deshalb?) preisgekrönter Verfechter der Energiewende, will auf tagesschau.de partout Christian Lindner widerlegen, der vor ein paar Tagen vorgerechnet hat, was auf eine normale Familie durch eine höhere CO2-Abgabe zukommen wird. Das weiß Döschner natürlich alles viel besser, überdies verweist er auf die „enormen Unterschiede beim individuellen CO2-Fußabdruck“:

Wohlhabende stoßen (beispielsweise wegen größerer Wohnungen und Autos, mehr Reisen, höheren Konsums) mehr CO2 als Geringverdienende aus. Umweltbewusst lebende Menschen, die zum Beispiel aufs Auto verzichten, vegan leben oder ihre Kleidung second hand kaufen, verursachen wesentlich weniger.

Da haben wir es wieder, dieses Genrebild von der Familie, die (ökologisch) ein heiligmäßiges Leben führt, ihren SUV verkauft hat, zur Fortbewegung nur noch das Fahrrad und den öffentlichen Nahverkehr nutzt, ihren Zucker lose kauft und (natürlich!) weder Fleisch noch Fisch verzehrt. Solche Familien sind die wahren Helden des Alltags, ihnen gelten – gefühlt alle paar Wochen – Dokumentationen mit Titeln wie „Ein Leben ohne Fleisch“ oder „Geht es auch ohne Autos?“

Ach, natürlich geht das alles! Der griechische Philosoph Diogenes von Sinope soll sich, wie in der Wikipedia beschrieben, mit einer Tonne als Schlafstätte begnügt haben:

Zu Diogenes’ Ausstattung gehörten laut Diogenes Laertios ein einfacher Wollmantel, ein Rucksack mit Proviant und einige Utensilien sowie ein Stock. Seinen Trinkbecher und seine Essschüssel soll er nach einer Anekdote weggeworfen haben, als er sah, wie Kinder aus den Händen tranken und Linsenbrei in einem ausgehöhlten Brot aufbewahrten. Ernährt habe er sich von Wasser, rohem Gemüse, wild gewachsenen Kräutern, Bohnen, Linsen, Oliven, Feigen, einfachem Gerstenbrot und Ähnlichem.

Diogenes wäre heute sicher ein begehrter Talkshowgast (vielleicht sogar noch beliebter als Lauterbach!) und mit seinem radikalen Lebenswandel auch ein geschätzter Aktivist. Jürgen Döschner pflegt sicher einen weniger anstrengenden Lebenswandel, aber radikal ist er in seinem unbeugsamen Kampf für die Klimawende:

Wir brauchen mehr Klimaschutz, wir müssen schneller unseren CO2-Ausstoß senken.

Das sei, sagt er, „nach dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts unumstritten“. Aber das einzige, was beim Klimaschutz wirklich als unumstritten gelten muß, ist die Tatsache, daß man in einem Land, das am weltweiten CO2-Ausstoß nur mit 2% beteiligt ist, tun kann, was man will – nichts davon wird je irgendeinen meßbaren Einfluß auf das Weltklima haben. Es wäre schön, auch das einmal auf tagesschau.de zu lesen oder (noch besser) abends in der Tagesschau zu hören. Kinder, die unbedingt die Welt retten wollen, und Aktivisten, die sich an ihrer medialen und politischen Macht berauschen, haben wir genug. Muß man denn unbedingt auf sie hören?

Übrigens: Im Jahr 2014 wurde Jürgen Döschner von der Solarlobby, der „Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien Eurosolar e. V.“, mit dem Deutschen Solarpreis in der Kategorie „Sonderpreis für persönliches Engagement“ ausgezeichnet. Er hat ihn sich verdient.

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Die Wiederauferstehung des Rassismus

Wenn man den „Aktivisten“ glauben darf (man sollte ihnen freilich nie und nirgendwo auf der Welt glauben!), dann grassiert überall da, wo Weiße an der Macht sind, der „systemische“ Rassismus. Das ist allein schon lächerlich genug, denn es war nicht irgendeine „antirassistische“ Bewegung, die am Ende zu einer förmlichen Gleichstellung aller Menschen geführt hat, sondern die von weißen Männern und Frauen getragene Aufklärung. In einem langen und oft schmerzhaften Prozeß haben sie erreicht, daß (wie es in dem wunderbaren Artikel 3 unseres Grundgesetzes heißt), niemand

wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden

darf. Auch das „all men are created equal“ der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung gehört in diesen historischen Rahmen.

Natürlich können solche Sätze nicht von allein dafür sorgen, daß in der Wirklichkeit alles gut wird. Aber sie sind ein probateres Mittel als der neue „schwarze“ Rassismus, der jetzt allenthalben blüht und gedeiht und nur von Mythen und Legenden lebt – und vor allem von dummen Ressentiments, etwa gegen die „alten, weißen Männer“. Diese Haltung zeugt obendrein von einer erbarmenswürdigen, beinahe schon peinlichen Unkenntnis von Geschichte und Philosophie.

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Und noch eine wundersame Küchenmaschine

Sie ist sogar noch billiger (47,99 €) und bietet eine Ausstattung, die nicht ihresgleichen hat (hier nachzulesen):

Dieser tragbare Kompaktmischer verfügt über einen 100-W-Motor und 5 verschiedene Geschwindigkeitsoptionen, die von niedrig über hoch bis zu Schleudertrauma reichen.

Das findet man wohl kein zweites Mal – ein Schleudertrauma für nicht einmal 50 Euro!

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Wann hat es so etwas schon einmal gegeben?

Eine Küchenmaschine kostet bei ebay nur 61,95 € (hier nachzulesen) und ist – man höre und staune! – eine

„allmächtige Küchenmaschine“.

Man kommt aus dem Staunen nicht heraus.

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Fundstücke aus einem alten Duden (4): „Kaffer“

An dieser Stelle berichte ich in unregelmäßigen Abständen von Wörtern, wie man sie nur in alten Büchern findet – in diesem Fall in einer Ausgabe von Dudens „Orthographischem Wörterbuch der deutschen Sprache“ (8. Auflage 1908).

Ein seltsames Wort, das aus zwei völlig verschiedenen Quellen gespeist wird.

Einmal ist es ein gewöhnliches Schimpfwort („Du Kaffer“) mit einer einigermaßen geklärten Herkunft. Ein Kaffer ist, wie man im „Kluge“ (Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 23. Aufl., Berlin 1999) nachlesen kann, ein „dummer Kerl“. Der Duden bevorzugt als Bedeutung „Dummkopf, blöder Mensch“, was das Wort auch nicht sympathischer macht. Es kommt aus dem Rotwelschen, der deutschen Gaunersprache, die einst unter Bettlern und beim fahrenden Volk verbreitet war. Da ist Kaffer als Schimpfwort schon im 18. Jahrhundert nachweisbar.

Wer im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm nachschlägt, findet die folgenden Bedeutungen:

Schimpfwort, z. b. studentisch, duckmäuser, fader mensch, knauser, auch schmuziger mensch im wörtlichen sinn, und bauer.

Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Das Wort ist nämlich über das Jiddische ins Rotwelsche eingedrungen, und im Westjiddischen bedeutet „kafer“ soviel wie Bauer, Dörfler. Auch „Bauer“ wird ja oft als Schimpfwort für einen ungebildeten Menschen gebraucht, weshalb sich die Bauern selbst eine Zeitlang lieber als „Landwirte“ oder „Agrarökonomen“ titulieren lassen wollten. Inzwischen hat sich das wieder geändert, und man freut sich, wenn man Lebensmittel „direkt vom Bauern“ erwerben kann. Aber das ist eine andere (Wort-) Geschichte.

Jetzt müssen wir nur noch wissen, wie das Wort ins Jiddische gekommen ist. Das ist aber nicht weiter schwer, denn viele Wörter des Jiddischen stammen aus dem Hebräischen, und dort heißt „dörflich“ nachtalmudisch kafri. So ist übrigens auch unser Wort „Kaff“ entstanden.

Das Wort Kaffer hat aber auch noch eine zweite Bedeutung. Schon das Deutsche Wörterbuch fragt, ob es sich bei dem Schimpfwort womöglich um eine „Übertragung der Kaffern im Kafferlande“ handeln könnte. Das ist aber wohl nicht so. Als Kaffern hat man im 19. Jahrhundert afrikanische Stämme wie die Xhosa und andere Bantuvölker im südlichen Afrika bezeichnet. Diese indigenen Völker wurden von den Muslimen als Ungläubige (kafir) bezeichnet. Daraus ist im Spanischen und Portugiesischen das Wort cafre entstanden, das es heute noch in der Bedeutung „Barbar“ gibt.

Daß „Kaffer“ (genauso wie „Neger“) damals keineswegs ein Schimpfwort war, sondern eine (ursprünglich nicht herabsetzende) Bezeichnung für Völker mit dunkler Hautfarbe und das Land, in dem sie lebten, sieht man schon aus Wörtern wie „Kaffernbüffel“, einem südafrikanischen Wildrind, oder der „Kaffernlimette“. Zu einem Schimpfwort werden solche Wörter erst durch einen Menschen, der sie in herabsetzender Weise gebraucht.

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Lateinisch im Vatikan – nur noch ein alter Zopf?

Enzykliken sind wichtige Stationen in einem Pontifikat. In der Wikipedia liest man über sie folgendes:

Die Veröffentlichung der Enzykliken erfolgt normalerweise auf Latein im Amtsblatt des Heiligen Stuhls. Häufig ist zugleich eine amtliche Übersetzung in andere Sprache beigegeben.

Ach, das waren noch Zeiten! Heutzutage ist es eher umgekehrt, das Lateinische ist in der Regel die letzte Sprache, in die ein Rundschreiben übersetzt wird.

Nehmen wir „Fratelli tutti“, die bisher letzte Enzyklika von Papst Franziskus. Sie ist am 3. Oktober 2020, also vor gut sieben Monaten erschienen. Seitdem ist das Schreiben, wie man der Internetseite des Heiligen Stuhls entnehmen kann, in folgende Sprachen übersetzt worden:

Arabisch
Chinesisch (China)  (s. Bild rechts)
Chinesisch (Taiwan)
Deutsch
Englisch
Französisch
Italienisch
Niederländisch
Polnisch
Portugiesisch
Spanisch.

Merken Sie etwas? Eine Sprache fehlt – ausgerechnet jene, die seit mehr als 1500 Jahren die Sprache nicht nur der katholischen Kirche, sondern der ganzen gebildeten Welt ist. Aber dieses kostbare Erbe wird immer weniger gepflegt. Die meisten Bischöfe und Kardinäle beherrschen die Sprache nicht mehr, die Zahl der angestellten Latinisten im Vatikan wird immer kleiner, und anders als sein Vorgänger, der fließend Lateinisch sprach und eigens eine Päpstliche Akademie für die lateinische Sprache ins Leben rief, scheint Papst Franziskus kein großes Interesse an ihr zu haben.

Weg vom alten Europa, weg von seiner wunderbaren Kultur und seiner mühsam erstrittenen liberalen Demokratie, hin zur Peripherie, zu den Beladenen und Geknechteten, die immer schon Opfer der Weißen waren und es wohl bis ans Ende aller Tage bleiben – diesem dummen Narrativ des heftig wehenden Zeitgeistes scheint jetzt auch die katholische Kirche zu folgen.

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