Shaun King und der Gerechtigkeitsfanatismus

Kennen Sie Shaun King? Nein? Wenn Sie etwas über ihn wissen wollen, hilft für den Anfang ein Blick in die Wikipedia. King, Jahrgang 1979, wird dort als

an American writer, civil rights activist and co-founder of Real Justice PAC

beschrieben, also als Schriftsteller, Menschenrechtsaktivist und Mitbegründer eines Komitees, das mit einer Art Crowdfunding, also mit sehr viel Geld linke Kandidaten in das Justizsystem der USA einschleusen will. Vor allem die von der Bevölkerung gewählten Bezirksstaatsanwälte (district attorney) sind das Ziel dieser Aktivisten. Das Time Magazine zählt King zu den 25 einflußreichsten Personen in der Welt des Internets. Als Aktivist der „Black lives matter“-Bewegung legt er Wert darauf, daß sein biologischer Vater ein Farbiger war, wenn auch ein „light-skinned black man“, also ein hellhäutiger Schwarzer. Solche Nuancen sind offenbar wieder wichtig geworden beim people of color.

Vor einem Jahr hat Shaun King (hier nachzulesen) gefordert, alle Jesus-Statuen niederzureißen, in denen dieser als Weißer dargestellt wird:

Yes, I think the statues of the white European they claim is Jesus should also come down. They are a form of white supremacy. Always have been.

In the Bible, when the family of Jesus wanted to hide, and blend in, guess where they went? EGYPT! Not Denmark.

Tear them down.

Reißt sie nieder, heißt das. Und der Herr Aktivist will entscheiden, welche Statuen stehenbleiben dürfen und welche nicht. Und er möchte in seiner Selbstherrlichkeit am liebsten die ganze westliche – weiße! – Kultur niederreißen.

Unter solchen Aktivisten geht es schon lange nicht mehr um das, was wir im alten Europa als Aufklärung bezeichnen. Die forderte nämlich, daß die Menschen aller Rassen friedlich und gleichberechtigt zusammenleben sollten. Das ist schwer genug, und mit Niederreißen ist es dabei nicht getan. Aber wir waren auf einem guten Weg. Und von dem sollten wir uns von keinem Aktivisten der Welt abbringen lassen.

Veröffentlicht unter Fernsehen und Presse, Internet, Politik, Sonstiges | Schreib einen Kommentar

Der lange Marsch des Feminismus durch die Institutionen (6): Johanna Rahner, das Rumgesumse und die katholische Kirche

Johanna Rahner ist in der katholischen Welt nicht irgendwer – sie ist Professorin für Dogmatik, Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen, wo auch schon Hans Küng und Joseph Ratzinger gelehrt haben. In einer Veranstaltung des Bistums Rottenburg-Stuttgart hat sie sich ausgerechnet auf die amerikanische Soziologin und „Aktivistin“ Robin DiAngelo bezogen, von der zum Beispiel diese dummen Sätze stammen:

Rassismus ist ein Problem der Weißen. Er wurde von Weißen konstruiert und geschaffen, und die letztendliche Verantwortung liegt bei den Weißen.

Wenn man uns lehrt, Frauen hätten 1920 das Wahlrecht erhalten, ignorieren wir, dass damals weiße Frauen uneingeschränktes Wahlrecht erhielten, weil weiße Männer es ihnen zugestanden.

Sie prägte den durchweg abwertend gemeinten Begriff der „Whiteness“ und gründete die „Weißseinsforschung“ (Whiteness Studies), die in der Wikipedia wahrhaftig mit dem Attribut „kritisch“ geadelt wird. Wer je in der „neuen“ Schwarzen- und Frauenbewegung etwas Humanistisches, Aufklärerisches gesehen hat, muß sich, um eines Besseren belehrt zu werden, nur einmal mit diesem völlig unhistorischen Konstrukt der „Whiteness“ beschäftigen, das DiAngelo in die Welt gesetzt hat – und natürlich mit der sich immer mehr radikalisierenden „Black lives matter“-Bewegung. Der Begriff der „Rasse“ feiert auf einmal wieder fröhliche Urständ – aber natürlich nur, wenn es sich um Weiße handelt. In diesem schlichten Weltbild, das nur Konstrukte bildet und keine historischen Zusammenhänge mehr kennt, gibt es nur noch Gut und Böse, und böse sind natürlich nur die Weißen, egal, was sie tun. Das alles ist, ganz buchstäblich, billige Schwarz-Weiß-Malerei.

Und ausgerechnet auf diese Aktivistin beruft sich also eine Professorin der katholischen Dogmatik (hier nachzulesen), um dann hinzuzufügen: wer an der Diskriminierung von Frauen in der katholischen Kirche nichts ändern wolle, sei „nichts anderes als ein Rassist“.

Ein Bischof immerhin hat ihr sofort energisch widersprochen, der Bischof von Passau, Stefan Oster. Wie Rahner darauf reagiert hat, zeigt zugleich den hämischen Triumphalismus, der den erfolgreichen Gang des Neufeminismus durch die Institutionen immer öfter begleitet. Der Bischof solle sich bei ihr entschuldigen, und zwar „ohne beschwichtigende Floskeln und pastorales Rumgesumse“. Nirgendwo habe sie eine Verbindung von Rassismus und der Ablehnung der Frauenordination hergestellt. Aber – und jetzt wird es wirklich absurd: der Begriff Rassist tauge „prächtig zur öffentlich inszenierten Empörung“. Ja, und wer hat denn diesen Begriff einen Tag zuvor in die Diskussion eingeführt?

Am feministischen Jargon mit seinen sprachverhunzenden Doppelformen, Sternchen und Sprechpausen mitten im Wort hat man ein relativ zuverlässiges Kriterium, wie weit auch die zugrundeliegende Ideologie schon in eine Organisation eingesickert ist. Da schreibt etwa eine Schwester Jakoba vom „Christ- und Christin-Sein“, und eine wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Systematische Theologie der Kölner Universität forscht zum Thema „Leib Christi – gendertheoretische Dekonstruktion eines zentralen theologischen Begriffs“. Der Theologe Gerhard Marschütz fordert, die der Frau zugeschriebenen Wesenszüge wie „liebende Hausfrau und Mutter“ zu revidieren und die Erwerbstätigkeit der Frau stärker zu betonen. Eine Schwester Jakoba ist auf der Suche nach „guten Hirtinnen und Hirten“ (da will offenbar die gute Hirtin nicht mehr bloß mitgemeint sein!), und die taz, die bisher nicht für ihre Frömmigkeit bekannt war, ist begeistert, daß die „Störer*innen“ von Maria 2.0 immer mehr „Anhänger*innen“ gewinnen. Auch Bascha Mika sorgt sich neuerdings um das Wohl der Kirche: „In Scharen verlassen Katholik:innen Mutter Kirche, weil sie deren monsterhafte Züge nicht mehr ertragen.“ Die Bundesvorsitzende der katholischen Landjugendbewegung ist sich sicher, daß „Kirche sein vor allem auch politisches Handeln bedeutet“ – und ich dachte, naiv wie ich bin, daß die Kirche vor allem eine (frohe) Botschaft verkünden sollte. Ist das nicht, wie ein Unternehmensberater sagen würde, ihr „Markenkern“?

Nehmen wir einmal an, daß alle Träume des Feminismus in der katholischen Kirche in Erfüllung gehen. Stünde es dann besser um die Kirche? Kein bißchen. Dann hätten wir weibliche Pfarrer, vielleicht sogar in hundert Jahren „Päpst:innen“. Aber die Botschaft selbst würde dann ebenso wenig Gewicht haben wie bei den Protestanten, die das alles – Pfarrerinnen, Frauen in verantwortlichen Positionen auf allen Ebenen der Kirche usw. – schon immer hatten und heute auf jeden Zug des Zeitgeistes aufspringen, in ihren Predigten bloß seichte Lebensberatung kultivieren und in der Auseinandersetzung mit der säkularen Arroganz unserer Zeit noch mehr versagen als die katholische Kirche.

Ich bin auch gegen den Zwangszölibat. Ein freiwilliger Zölibat wäre eine gute Lösung fürs erste – „wer es fassen kann, der fasse es“. Verheiratete Priester wären mit ihrer Lebenserfahrung sicher eine Bereicherung der Kirche. Und auch die Ordination von Frauen wird kommen, wenn auch nicht mehr zu meinen Lebzeiten. Aber das alles ist nur ein Nebenkriegsschauplatz, denn wenn es nur um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ginge, stünde die evangelische Kirche ganz wunderbar da. Tut sie aber nicht.

Entscheidend ist und bleibt die Vereinbarkeit von Glaube und Vernunft, von Glaube und Wissenschaft. Das war auch das große Thema von Benedikt XVI. Wenn es nicht gelingt, beide auf eine ehrliche Art miteinander zu versöhnen, wird die Verweltlichung in unserem säkularen Zeitalter weitergehen. Und dabei ist es völlig unwichtig, ob Frauen oder Männer diese Versöhnung schaffen. Was spricht eigentlich dagegen, daß sie diese Aufgabe gemeinsam in Angriff nehmen?

Die bisher erschienen Folgen der kleinen Reihe „Der lange Marsch des Feminismus durch die Institutionen“ finden Sie hier:

Kathrin Kunkel-Razum, Chefin der DUDEN-Redaktion
Katja Thorwarth und die Frankfurter Rundschau
Nina George und das PEN-Zentrum Deutschland
Lena Hornstein und wetter.com
Susanne Baer und das Bundesverfassungsgericht

Veröffentlicht unter Christentum, Philosophie | Schreib einen Kommentar

„Queer-feministische Bewegungen“, „Bürger*innenkriege“ und das Verschieben von Aktivismen – dafür hat die Universität Halle Geld übrig

Nämlich für die „Gender Studies“ und das Projekt „gender*bildet“. Hier wird (alles auf den offiziellen Seiten der Universität!) erst einmal die Gegenwart beschrieben:

In den letzten Monaten verzeichnen wir  so viele Krisenereignisse wie sie die jüngeren Generationen noch nicht  erlebt haben: die Corona-Pandemie, rassistische, antifeministische, antisemitische und antimuslimische Gewalt und Morde, die Klimakrise,  drohende Bürger*innenkriege, das (wieder)erstarken autoritärer  Machthaber*innen in Europa und auf der ganzen Welt.

Interessant, ganz nebenbei, daß da nur die „antimuslimische“, nicht aber die muslimische Gewalt aufgeführt wird. Aber was könnte in solchen Krisenzeiten helfen? Erst einmal müssen „neue Handlungsfenster“ eröffnet werden. Dann bilden sich

lokale, nationale und globale  Bewegungen, in denen der Aufbau solidarischer Bündnisse ganz zentral  ist. Dabei werden auch wissenschaftliche Diskurse adressiert, vor allem  mit dem Anliegen, die Bedingungen dieser Bündnisbildung aufzuklären und  bestehende (soziale und nationale) Grenzen zwischen politischen  Aktivismen zu verschieben. Hier leisten queer-feministische und  intersektionale Bewegungen und Forschungen seit langem einen sehr bedeutsamen Beitrag.

Das Projekt gender*bildet begründet seine vom Steuerzahler finanzierte Existenz so:

Das Projekt gender*bildet initiiert, organisiert, vernetzt und analysiert. Es hat zum Ziel Gender und Queer Studies in Lehre und Forschung zu verankern und ihr dekonstruktives Potenzial auf allen Ebenen der Hochschule zu unterstützen.

gender*bildet meint mehrerlei. Erstens stellen Gender und Queer Studies einen integralen Bestandteil von Hochschulbildung dar, da sie in ihrer epistemologischen, interdisziplinären und intersektionalen Vielfältigkeit den Denkweisen und den unterschiedlichen disziplinären Zugängen ein umfassendes Verständnis von Gesellschaft zugrunde legen können.

Zweitens meint gender*bildet, dass Gender als performatives Geschehen In einem interdependenten Verhältnis zu gesellschaftlichen Prozessen steht. Im Projekt verstehen wir die Kategorie Gender als konstruiert und setzen sie im Hochschulkontext analytisch im Sinne einer Dekonstruktion vermeintlich natürlich gegebener Herrschafts- und Machtverhältnisse ein. Wir bewegen uns dabei auf der inhaltlichen Ebene der Disziplinen, der Forschung und der Lehre, und auf der strukturellen Ebene im Hinblick auf den Abbau von diskriminierenden, strukturellen Gegebenheiten im Hochschulbetrieb.

Manches an diesem pseudowissenschaftlichen Kauderwelsch erinnert mich an die marxistischen, trotzkistischen und maoistischen Grüppchen der 60er Jahre, nur daß die Queerdenker des 21. Jahrhunderts noch chaotischer fabulieren.

Aber sehen wir uns einmal an, welche Veranstaltungen die Martin-Luther-Universität in Halle ihren Studenten in den letzten ein, zwei Jahren angeboten hat:

Hexe und/oder Aktivistin? Von den Un- & Möglichkeiten queer-/feministischer Spiritualität (Dr. Konstanze Hanitzsch)
Das Seminar verhandelt vor dem Hintergrund der poststrukturalistischen  und neumaterialistischen Ansätze der Gender Studies die Möglichkeit  einer queer-/feministischen Spiritualität.

Körpersensible Pädagogik – Körper als Produkte und Produzenten schulischer Ordnung (Dr. Sabine Gabriel)

Queeres denken und schreiben – zentrale texte aus den anfängen einer theoretisch-politischen intervention (Klemens Ketelhut / Dayana Lau) (anrechenbar für Zertifikat Gender Studies & ASQ)

Diversity Writing (Saskia Kühn)

Queer-feministische Schreibkollaborationen. Schreiben als Flow, nicht als Code. (Dr. Lena Eckert) (anrechenbar für Zertifikat Gender Studies)

LSQ_B-Einführungsvorlesung: Inklusion und soziale Differenzen in Schule und Unterricht (Prof. Dr. Tanja Sturm)

Pädagogik in neo-/post-/kolonialen Zeiten (Dayana Lau)

„Mann redet, Frau nackig“ – Vom Genderstern zur Queeren Gott*: Diverse Streifzüge durch die Theologische Geschlechterforschung (Doris Kriegel)

Queer-anarcha-feministische Theorien und Bewegungen – No bosses, no borders, no boredom! (Lena Eckert & Dayana Lau)

Wanderlust. Ein genderkritisches Seminar für eine Gestaltung über binäre Geschlechtergrenzen hinaus (Miriam Lahusen)

Transgressive Women (Dr. Therese-Marie Meyer)

Solidarität als „burden of the fittest“? Homotransnationalismus, Entwicklungspolitik und die (Un-)Möglichkeit transnationaler queerer Solidarität.

Alle diese Veranstaltungen sind – ohne den Protest des Halleschen Rektorats! – in das offizielle Veranstaltungsverzeichnis des Universität aufgenommen worden. Vollständig abgeschafft werden sollen dagegen nach dem Willen des Rektorats

die Studiengänge Gräzistik, Latinistik, Indologie, Japanologie, Sprache und Kultur Südasiens, Mittel- und Neulateinische Philologie, Archäologie des Vorderorients, Land- und Umwelttechnik und Landeskulturen und Kulturtechniken sowie das Institut für Altertumswissenschaft und das für Sportwissenschaft.

Da erübrigt sich jeder Kommentar.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

A Hund is er scho, der Söder

Und doch zuckt man als älterer Mensch unwillkürlich zusammen, wenn man diese Schlagzeile in der Welt liest:

Söder dankt Marx: «Vieles bewegt und Gutes bewirkt».

Veröffentlicht unter Fernsehen und Presse, Politik | Schreib einen Kommentar

Ein Rektorat im „Blutrausch“? An der Saale hellem Strande wollte man die nichtsnutzigen Geisteswissenschaften ein für allemal loswerden

Gestern wollte die Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – eins, zwei, drei im Sauseschritt! – beschließen, daß

die Studiengänge Gräzistik, Latinistik, Indologie, Japanologie, Sprache und Kultur Südasiens, Mittel- und Neulateinische Philologie, Archäologie des Vorderorients, Land- und Umwelttechnik und Landeskulturen und Kulturtechniken sowie das Institut für Altertumswissenschaft und das für Sportwissenschaft für immer geschlossen werden.

Das sollte – anders kann man es nicht ausdrücken – ein Gemetzel werden, wie man es in dieser Brutalität noch nicht erlebt hat. Abgeschafft werden fast nur kleine und mittlere geisteswissenschaftliche Fächer, die nicht über Drittmittel finanziert werden und sich nicht „rentieren“. Latein und Altgriechisch? Weg damit! Neulateinische Philologie? Wer braucht denn so etwas! Japanologie und die Kultur Südasiens? Wir sind hier in Sachsen-Anhalt, meine Herren, das Geld ist knapp und Japan ist weit!

In Halle, so hatte es das Rektorat vor, sollte alles entsorgt werden, was nicht große Studentenmassen (und Drittmittel von der Wirtschaft) anlockt. Es ist der blanke Hohn, wenn die Universität auf ihrer Internetseite mit dem Motto

Schafft Wissen. Seit 1502

wirbt. Was nämlich nach dem Kahlschlag noch bliebe, wären Fächer, die man auch an jeder anderen Universität studieren kann. Aber gerade das, was Wittenberg-Halle „seit 1502“ auszeichnet, soll jetzt wie Unkraut ausgerottet werden. Hier, schreibt Simon Strauss in der F.A.Z.,

wo Friedrich August Wolf die Altertumswissenschaft als Disziplin erfand, hier, wo August Boeckh studierte und Carl Robert eine einmalige Forschungsbibliothek hinterließ, soll die Altertumswissenschaft dichtgemacht werden?

Was natürlich vom Rektorat nicht angerührt wird, sind die Gender Studies, für solcherlei Pseudowissenschaft ist auch in Halle genug Geld da (hier nachzulesen):

Zertifikat Gender Studies
Zusatzqualifikation als Zulassungsvoraussetzung für viele konsekutive Masterstudiengänge in den Gender und Queer Studies
Strukturelle Verankerung von Gender und Queer Studies in der Hochschullehre
Sichtbarmachung der Genderforschung und -lehre
Förderung von Inter- und Transdisziplinarität
Motivation für Studierende, sich mit Themen der Gender und Queer Studies auseinanderzusetzen
Relevanz für den Berufseinstieg und fachübergreifende Kompetenzen
Netzwerk unter Lehrenden in den Gender Studies an der Martin-Luther-Universität
Etablierung eines akademischen Ortes innerhalb der Universität, an dem diverse Fachrichtungen und Bildungsverläufe zusammenkommen können.

Rektor ist übrigens seit 2018 Christian Tietje, ein Jurist mit Schwerpunkt Wirtschaftsrecht. Weitere Mitglieder des Rektorats sind der Physiker Wolfgang Paul, Wolf Zimmermann vom Institut für Informatik, Johanna Mierendorff, Inhaberin einer Professur für Sozialpädagogik, und der Jurist Markus Leber. Schon an dieser Zusammensetzung sieht man, daß die Geisteswissenschaften in Halle nicht mehr viel zu melden haben.

Trotzdem ist die „Profilschärfung durch Selbstverstümmelung“ gestern im Senat erst einmal gescheitert. Einen wesentlichen Anteil daran hatten zwei Artikel im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die den dreisten Plan des Rektorats kurz vor der Entscheidung ans Licht brachten. Auch die Landesregierung sprach von „irritierenden“ Inhalten. Jetzt wurde der Plan, der in aller Eile durch die Gremien gepeitscht werden sollte, zu einer bloßen „Diskussionsgrundlage“ zurückgestuft.

Man sollte sich aber nicht zu früh freuen. Das Rektorat duckt sich jetzt nur weg, weil der öffentliche Aufschrei zu groß war. Tietje und Kollegen werden ihre Ziele weiterverfolgen. Man sollte ihnen für den Sommer ein paar Leseempfehlungen geben – nein, kein Reiseführer durch Bologna, aber wie wäre es mit Wilhelm von Humboldt? Da fänden sie Sätze wie diese:

Jeder ist offenbar nur dann guter Handwerker, Kaufmann, Soldat und Geschäftsmann, wenn er an sich und ohne Hinsicht auf seinen besonderen Beruf ein guter, anständiger, seinem Stande nach aufgeklärter Mensch und Bürger ist.

Gibt ihm der Schulunterricht, was hierfür erforderlich ist, so erwirbt er die besondere Fähigkeit seines Berufs nachher sehr leicht und behält immer die Freiheit, wie im Leben so oft geschieht, von einem zum anderen überzugehen.

Veröffentlicht unter Politik, Sonstiges, Sprache und Literatur | Schreib einen Kommentar

Nieder mit Newton! Nieder mit Darwin! Nieder mit Linné!

Während sich alle Minderheiten der Welt – von den Transpersonen bis zu den People of Colour – brachial um die eigene „Sichtbarkeit“ bemühen, sollen gleichzeitig (oft von denselben Personen!) alle Spuren des „Kolonialismus“ unsichtbar gemacht werden. Wer in den letzten Jahrhunderten auch nur in die Nähe eines „Kolonialisten“ gekommen ist (und das war ein paar Jahrhunderte lang fast jeder lebende Mensch), dessen Andenken soll – ähnlich der römischen damnatio memoriae – ein für alle Mal aus dem Gedächtnis der Menschheit gelöscht werden.

Die Sheffield University geht nun voller Tatendrang daran, auch ihr Biologiestudium (!) zu „dekolonisieren“ (decolonising curriculum). Und so wie einst der Problembär Bruno zur Strecke gebracht wurde, will man jetzt auch die britischen Problemforscher allesamt eliminieren. Zu den „problematischen Persönlichkeiten“, an die nichts mehr erinnern soll, gehören in alphabetischer Reihenfolge:

Henry Walter Bates
Charles Darwin
Ronald Fisher
Francis Galton
J.B.S. Haldane
Julian Huxley
Carl von Linné
Isaac Newton
Karl Pearson
Alfred Russell Wallace
James Watson.

Wenn das ein paar dumme, unbedarfte Studenten fordern, die es gerade so zum Studium in Sheffield geschafft haben – geschenkt. Aber es sind gestandene Professoren, oft sogar die Universitätsleitung, die bei diesem üblen Spiel mitmachen.

Übrigens: daß auch Carl von Linné, der große Linnaeus, auf der Liste der Verfemten auftaucht, nehme ich als leidenschaftlicher Botaniker diesen Bürschchen besonders übel. Linnés binäre Nomenklatur, ohne die es bis heute keine wissenschaftliche Namengebung von Pflanzen und Tieren gäbe, wird noch in Jahrhunderten Bestand haben. Den Wohlstandskämpfern gegen den Kolonialismus wird man dann nicht einmal mehr in einer Fußnote begegnen.

Veröffentlicht unter Natur, Philosophie, Politik | Schreib einen Kommentar

Communitys

Einen solchen Satz findet man im Pfalz-Express (hier nachzulesen), aber leider auch andernorts:

Sowohl der deutsche Staat als auch deutsche Muslime sind aufgefordert, das Problem des Antisemitismus in muslimischen Communitys klar zu benennen und zu bekämpfen.

„Communitys“ – was ist das für ein Plural?! Wer noch ein Sprachgefühl fürs Deutsche hat, wird so ein Wort nicht ohne Bauchgrimmen niederschreiben.

Aber: es steht doch im Duden! Ja, da steht es tatsächlich:

Singular: die Community
Plural: die Communitys.

Aber der Duden ist schon lange kein Maßstab für gutes Deutsch mehr – erst recht nicht, seit mit Kathrin Kunkel-Razum eine Feministin die Duden-Redaktion leitet.

Andere mögen die aus dem Englischen übernommenen Fremdwörter auf -y deutsch deklinieren, aber ich würde das nur bei vollständig eingebürgerten Wörtern (wie etwa Baby oder Hobby) tun, also da, wo man das Wort gar nicht mehr als Fremdwort empfindet. Bei „Community“ würde ich eher versuchen, den Plural zu umgehen- das ist ja fast immer möglich.

Veröffentlicht unter Fernsehen und Presse, Sprache und Literatur | Schreib einen Kommentar

Petra Gerster und das Gendern

Petra Gerster, die seit über 20 Jahren die heute-Nachrichten im ZDF moderiert, hatte vor einigen Tagen ihre letzte Sendung. Zusammen mit Anne Will gehört sie (leider!) zu den prominenten Frauen im Fernsehen, die das Gendern in seiner absurdesten Form praktiziert haben: mit der Sprechpause mitten im Wort. Sie selbst sagt dazu:

Vor allem ältere Männer regen sich sehr darüber auf. Von Jüngeren – Frauen wie Männern – kommt dagegen Zustimmung. Ich verstehe das Unbehagen sogar, denn wir sind mit unserer Sprache aufgewachsen und vertraut, jetzt fürchten manche, dass da alles umgekrempelt werden soll. Aber das passiert ja nicht. Der Genderstern ist nur ein winziges Zeichen, das dafür sorgt, dass Frauen, die bisher im männlichen Plural verschwanden, sichtbar werden.

Da haben wir sie also wieder, die alten Männer (hier nur eine Spur höflicher als „ältere Männer“ tituliert). Man kann dieses Wort eine Zeitlang hören, man kann es auch selbst hin und wieder ironisch verwenden, aber wenn man dann sieht, wieviel Ernst, wieviel dumme Anmaßung junge Frauen da hineinlegen, wird man doch so langsam ärgerlich. Und was ist überhaupt mit den alten Frauen? Wenn man nämlich immerfort Sichtbarkeit fordert, dann muß man eines feststellen: daß nämlich alte Frauen völlig unsichtbar sind. Ihre Sichtbarkeit liegt dem Feminismus à la mode offenbar nicht sehr am Herzen. Er lebt von der ständigen Attacke auf den Feind: Frau gegen Mann, Jung gegen Alt, Gut gegen Böse. Und am besten auch noch Schwul gegen Hetero, Farbig gegen Weiß und so weiter.

Sophie Passmann eine preisgekrönte Feministin und Slam-Poetin, erläutert ihr schlichtes Weltbild so (hier nachzulesen):

Einerseits „weißer, gesunder, christlicher, wohlhabender Mann, der die Erzählungen schreibt, den Kuchen backt und uns die Welt erklärt“, andererseits alle anderen.

Yes, life is as simple as that! Interessant sind hier die Attribute, die Passmann dem feindlichen (männlichen) Lager zuschreibt. Bis auf gesund und wohlhabend sind es samt und sonders kulturelle Tätigkeiten, die sie dem Mann zum Vorwurf macht: Religion, Literatur, Philosophie, sogar die Kochkunst, wobei die Kuchen wohl öfter von alten weißen Frauen als von alten weißen Männern gebacken werden.

„Wir sind mit unserer Sprache aufgewachsen und vertraut, jetzt fürchten manche, dass da alles umgekrempelt werden soll. Aber das passiert ja nicht“, sagt Frau Gerster. Doch, genau das passiert, und sie selbst hat ihr Scherflein dazu beigetragen. Wir sind ja nicht nur mit unserer Sprache vertraut, sie ist uns, die wir in ihr sprechen und schreiben, auch zur Bewahrung anvertraut. Sie ist das Rückgrat unserer Kultur und zugleich, wie jede Sprache, ein Archiv der Vergangenheit. Wer die Sprache gerecht machen will, wird sich an ihr die Zähne ausbeißen. Keine Sprache der Welt ist gerecht, und keine wird es je sein.

„Aber Sprachen ändern sich doch immer, wir sprechen heute ja auch nicht mehr das Deutsch der Lutherzeit!“ – das ist das Standardargument, das man als Gegner des Genderns zu hören bekommt. Ja, auch Sprachen ändern sich im Lauf der Zeit, wie alles unter der Sonne. Aber sie ändern sich langsam, in fast organischer Weise. Neue Wörter tauchen auf, bleiben oder verschwinden wieder, andere, die einmal in aller Munde waren, geraten in Vergessenheit. Das alles geschieht ganz von allein. Was heute passiert, hat mit einer solchen natürlichen Sprachentwicklung nichts zu tun: eine zu allem entschlossene Minderheit versucht hier, der Mehrheit ihren Willen aufzuzwingen – auch der Mehrheit der Frauen übrigens. Sie machen erst gar nicht den Versuch, die Menschen zu überzeugen, weil sie genau wissen, daß sie daran scheitern würden. Deshalb setzen sie auf den administrativen Zwang: wer in Schule und Universität, am Arbeitsplatz, in der Behörde nicht gendern will, wird dazu gezwungen. Einzelne Sanktionen gibt es bereits, und sie genügen vollauf.

Das alles hat ohnehin nur ganz am Rande etwas mit Mann und Frau zu tun, das zeigen schon die 60 % der F rauen, die das Gendern ablehnen. Eher schon könnte man von einem einseitig ausgerufenen Kulturkampf sprechen, in dem linke und grüne Kreise unter dem Motto „Fiat iustitia, et pereat lingua!“ ihre politischen Ziele mit einer vorgeschobenen „Gerechtigkeit“ durchsetzen wollen. Man muß nur hie und da einen sanktionieren, der nicht gendert – und schon hat man alle anderen eingeschüchtert, die um ihren Arbeitsplatz oder um die Note ihrer Hausarbeit bangen. So entsteht ein Klima, in dem Feigheit und Mitläufertum gedeihen und die Freiheit bald nur noch auf dem Papier steht.

Ein allerletztes Beispiel: Konstanze Marx, Linguistikprofessorin (!) an der Universität Greifswald, ist offenbar stolz darauf, daß sie den Senatsbeschluß zum Gendern umsetzen darf (hier nachzulesen). Studenten, die in ihren Hausarbeiten nicht gendern, sagt sie, weise sie als Gutachterin darauf hin, ohne es aber in der Note zu berücksichtigen:

Das kommt aber auch nur selten vor, weil Studierende in unserem Fach von sich aus gendern. Für sie ist das einfach selbstverständlich.

„In unserem Fach“ – das ist übrigens, man glaubt es kaum, die Germanistische Sprachwissenschaft. Und man sieht, wie gut schon jetzt der psychische Druck selbst bei Studenten funktioniert.

Veröffentlicht unter Die grüne Bewegung, Politik, Sprache und Literatur | Schreib einen Kommentar

65 % der Deutschen lehnen die „gendergerechte“ Sprache ab

Nach der neuesten Meinungsumfrage, die zu Pfingsten in der „Welt am Sonntag“ veröffentlicht wurde, lehnen zwei Drittel der Deutschen das Gendern ab. Wenn man die ablehnenden Antworten den Wählern der einzelnen Parteien zuordnet, ergibt sich folgendes Bild:

AfD 83%
Linke 77%
FDP 72%
CDU/CSU 68%
SPD 57%
Grüne 48%

Selbst bei den Wählern der Grünen ist also eine knappe Mehrheit von 48 zu 47% gegen den brutalen Angriff einer kleinen, fundamentalistischen Minderheit auf die deutsche Sprache. Die Führung der Grünen trägt dafür die Hauptverantwortung: sie ist der politische Arm all jener kleinen Gruppen und Grüppchen, die ohne ihre politische Unterstützung nichts wären als – kleine Gruppen und Grüppchen. LGBT-Lobbyisten, Gendernetzwerke, Aktivisten jeder Art: sie alle wären fast bedeutungslos, gäbe es die Grünen nicht, die ihre Ideologie übernommen und (oft wörtlich!) in die eigene Agenda und ins Parteiprogramm geschrieben haben. Dabei ist es doch ganz einfach, hinter die Kulissen zu schauen – ein Blick in die Wahlprogramme der Grünen genügt. Wenn Sie glauben, daß die gesoftete grüne Ikonographie, zu der ihnen die Werbeagentur geraten hat (Robert und Annalena im Wohnzimmer mit Grünpflanze, Robert und Annalena vor überlebensgroßer Sonnenblume, wallende Nebel im deutschen Wald) – wenn Sie allen Ernstes glauben, daß Sie es hier mit einer freundlichen, fast biederen, auf jeden Fall aber harmlosen Gruppe netter Menschen zu tun haben, dann lege ich Ihnen dringend die Lektüre der grünen Parteiprogramme ans Herz.

Erstens:.
Deutschland. Alles ist drin. Programmentwurf zur Bundestagswahl 2021.

Zweitens:
Jetzt für morgen. Der Erneuerungsvertrag für Baden-Württemberg.

Niemand soll später einmal sagen, er habe nicht gewußt, was mit einem grünen Wahlsieg auf Deutschland zukommen würde. Die Wahrheit ist – in diesem Fall wenigstens – nur einen Mausklick entfernt.

Veröffentlicht unter Die grüne Bewegung, Politik, Sprache und Literatur | Schreib einen Kommentar

Kultur als „Kitt“ und „Schmiermittel“ der Gesellschaft? Ein kleines Loblied auf den Bildungsbürger

Neulich las ich in einem Interview der F.A.Z. mit Joachim Knuth den folgenden Satz aus dem Munde des NDR-Intendanten:

Kultur ist ein wichtiger Kitt unserer demokratischen und aufgeklärten Gesellschaft.

Da denkt man unwillkürlich an das Jahr 2013 zurück, als der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) in einem Thesenpapier (hier nachzulesen) einen Satz niederschrieb, der (jedenfalls außerhalb des linken Lagers) zurecht einen Sturm der Entrüstung auslöste. Kulturpolitik, so schrieb Feldmann damals, sei umso erfolgreicher, je mehr sie sich

als Bildungsaufgabe und Schmiermittel sozialer Infrastruktur, Wirtschaftsförderer und Integrationsmotor, Stadtentwicklungsprogramm und Präventionsstelle versteht.

Die Kultur (oder besser: das, was Feldmann dafür hält) hat also die Aufgabe, dafür zu sorgen, daß alles wie geschmiert läuft – selbst Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung. Was ist das für eine armselige Vorstellung von Kultur! Was für ein niedriger Platz im Leben wird ihr da zugewiesen, wie klein wird sie da gemacht! Dabei kann ein einziges Buch das ganze Leben eines Menschen verändern, Musik kann ihn zu einem anderen, einen besseren Menschen machen. Kultur kann zu einer Gewalt werden, vor der Diktatoren zittern. Im selben Jahr, als der Frankfurter Oberbürgermeister sein Thesenpapier verfaßte, verzichtete der Dresdner Kreuzchor darauf, auf seiner China-Tournee das deutsche Volkslied „Die Gedanken sind frei“ zu singen, jenes Lied, das Sophie Scholl im August 1942 an der Gefängnismauer für ihren inhaftierten Vater spielte.

Die früher einmal linksliberale Frankfurter Rundschau, die heute kaum noch von der taz zu unterscheiden ist, ging auch drei Jahre danach noch einmal in mehreren Artikeln auf Feldmanns Bemerkung ein. In ihrem Blog veröffentlichte sie 2016 einen Leserbrief „in voller Länge“. Er trägt den Titel „Tiefe Kränkung des sich selbst feiernden Bildungsbürgertums“, und seine Kernaussage lautet:

Fast scheint es, als könnten die selbsternannten kulturellen Eliten der Frankfurter Stadtgesellschaft nicht ertragen, dass einer, ausgerechnet der OB, sich bewusst exkludiert und deutlich macht, in dieser Stadt gibt es auch noch anderes zu tun. Wie tief muss diese Kränkung im sich selbst feiernden Bildungsbürgertum sitzen, wenn man immer wieder auf die gleiche Stelle prügelt.

Das liest man, und man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Die tiefe Verachtung für die „selbsternannten kulturellen Eliten“ und das „sich selbst feiernde Bildungsbürgertum“ – wo kommt diese Verachtung her? Und gerade in Frankfurt? Diese Stadt kann wie wenige andere Großstädte stolz sein auf ihre bürgerlichen Eliten, die fast alles aus eigener Kraft geschaffen haben. Zoo, Palmengarten, Oper, selbst die 1914 gegründete Universität – sie alle gehen auf bürgerliche Stiftungen zurück. Und welche Stadt hat bis in die Gegenwart hinein so viele Mäzene gehabt wie Frankfurt? Viele von ihnen waren jüdische Mitbürger, und die meisten haben, anders als heutige „Sponsoren“, kein Aufhebens von ihren guten Taten gemacht. Und welche andere Stadt hat einen Mann wie Hilmar Hoffmann in ihren Reihen gehabt? Man könnte die Reihe endlos weiterführen.

Wer soll denn die Kultur an die nächste Generation weitergeben, wenn nicht die Bildungsbürger? Es stimmt, manche von ihnen haben einen nicht ganz so weiten Horizont, manches, was sie sagen, mag auch ein bißchen angestaubt klingen. Und doch sind es immer und überall diese Bildungsbürger, die dafür sorgen, daß auch die Angehörigen der nächsten Generation noch Bücher lesen, ins Theater gehen, Museen besuchen und in der Musikschule ein Instrument lernen.

Sie allein sind es, die am Ende dafür sorgen, daß die Flamme der Kultur nicht erlischt.

Veröffentlicht unter Fernsehen und Presse, Philosophie, Politik | Schreib einen Kommentar