Aufhebung der Immunität von Marine Le Pen „wegen islamfeindlicher Äußerungen“?

Die Äußerungen von Marine Le Pen liegen drei Jahre zurück, trotzdem wird sie jetzt wohl, nach Aufhebung ihrer Immunität, dafür vor Gericht gezerrt werden. Bei der Präsidentschaftswahl im Frühjahr hat sie an die 20% der Stimmen bekommen. Das war zuviel für die politisch korrekte Elite Frankreichs. Jetzt wird abgerechnet.

Aber wir wollen erst einmal in Ruhe betrachten, was sie damals gesagt hat. Sie hat die immer stärkere Einwanderung von Muslimen nach Frankreich mit der Besatzung des Landes durch die deutschen Truppen verglichen:

Sicher geschieht dies ohne Panzer und ohne Soldaten, aber trotzdem ist es eine Besatzung, und betroffen sind die Einwohner.

Ja, und das ist alles? Dafür muß man sich im Land Voltaires jetzt schon vor Gericht verantworten? Dann muß man aber auch klipp und klar sagen: jeder Franzose hat das Recht auf uneingeschränkte Meinungsfreiheit, nur gegen Muslime darf sie nicht angewendet werden.

Ich will mit Marine Le Pen und ihrer Front National wirklich nichts zu tun haben. Vieles, was sie sagt, etwa zu den Gaskammern der Nazis („Detail der Geschichte“), ist abscheulich. Aber hat man ihre Immunität jemals deshalb aufgehoben? Nein, erst als sie „Islamfeindliches“ gesagt hat, ist man gegen sie vorgegangen. Es ist immer derselbe feige, vorauseilende Gehorsam – nur nicht den Zorn der Muslime erregen, nur nichts sagen, was irgendwie die Ehre und den Stolz der Muslime beleidigen könnte!

Die jungen muslimischen Banden in den Banlieus, die sich mittlerweile in einem fast rechtsfreien Raum befinden und von Zeit zu Zeit ihr quartier kurz und klein schlagen, werden sich ins Fäustchen lachen. Sie stehen, könnte man fast sagen, „unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“.

Und eines noch: wann ist zum letzten Mal die Immunität eines Abgeordneten „wegen christenfeindlicher Äußerungen“ aufgehoben worden?

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„Wie es alle Nationen tun“ – die USA lügen weiter …

Schon Obama hat bei seinem Deutschlandbesuch mit dem Satz, die Abhörmaßnahmen hätten einige Dutzend Terroranschläge – „auch in Deutschland“ – verhindert, nicht einmal die halbe Wahrheit gesagt. Jetzt behauptet der Chef der US-Geheimdienste, James Clapper, daß die USA

ausländische Geheimdienstinformationen in der Weise sammeln, wie es alle Nationen tun.

Wie es alle Nationen tun? Das ist absurd, und Clapper weiß, daß er die Unwahrheit sagt. Welcher andere Staat setzt eines der größten U-Boote der Welt nur zu dem Zweck ein, die Glasfaserkabel auf dem Meeresgrund abzuhören und den Telefon- und Datenverkehr der „Partner“ und „Freunde“ aufzuzeichnen? Welcher andere Staat überwacht die Botschaften fast aller „befreundeten“ Nationen mit Wanzen und dringt mit Trojanern in ihren Datenverkehr ein? Welcher andere Staat außer den USA nennt ein Land wie Deutschland, das seit Jahrzehnten einer der treuesten Verbündeten Amerikas ist, „Angriffsziel“ und „drittklassigen Partner“?

Die USA haben doch (zusammen mit den übrigen westlichen Demokratien) genug wirkliche Feinde, die sie mit guten Gründen überwachen könnten: China, Weißrußland und den Iran zum Beispiel, und auch die autoritären Herrscher wie Putin und sein einiges Rußland. Wenn sie aber mit so einem gewaltigen Aufwand gerade die EU-Länder, Japan usw. ausspionieren, dann hat das mit dem ursprünglichen Ziel der Terrorismusbekämpfung nur noch am Rande etwas zu tun. Oder sitzen die Islamisten jetzt schon in den EU-Botschaften bei den Vereinten Nationen?

Nein, hier geht es einmal um den „gläsernen“ Verbündeten: man will bis zum letzten Telefonat, bis zur letzten Mail wissen, was die Deutschen, Franzosen, Japaner so denken, sagen und schreiben. So hat man bei Verhandlungen und Konferenzen einen unschätzbaren taktischen Vorteil. Aber der eigentliche Zweck dieser Abhörorgie ist die Wirtschaftsspionage. Auf welchen Kanälen diese Informationen an die US-Konzerne gelangen, weiß man nicht – daß sie dorthin gelangen, bestreitet inzwischen niemand mehr, der einen gesunden Menschenverstand hat. Da wird die Terrorismusbekämpfung zu einem Vorwand für die doofen Europäer, über die man sich in den Schaltzentralen der Macht sicher schibbelig lacht.

Aber, liebe amerikanische und englische Freunde: ein menschlich schäbiges Verhalten bleibt doch immer nur eines – schäbig.

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Abhörorgien von Obama und Cameron – da haben wir ja schöne Freunde!

Die Abhör- und Überwachungsorgien Großbritanniens und der USA sind schon durch ihre Größe unfaßbar. Wer bisher in seiner Naivität noch geglaubt hatte, hier ginge es wirklich um Terrorismusabwehr, wird durch immer neue Einzelheiten eines Schlechteren belehrt. Bis zu 60 Millionen Telefonverbindungen am Tag (!) haben die USA allein in Deutschland ausspioniert, viel mehr als in jedem anderen europäischen Land. Deutschland, das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen, wird von den USA nämlich als „Partner dritter Klasse“ und als „Angriffsziel“ eingestuft.

Gut zu wissen!

Müssen wir jetzt also mit friendly fire rechnen?

Die USA sind sicher außerhalb unserer rechtlichen Zugriffsmöglichkeiten, obgleich es (wie in jeder Beziehung) doch immer sein Gutes hat, wenn man weiß, wie der Partner wirklich über einen denkt. Aber Cameron und seine Regierung, die wohl nur noch in der EU sind, um Subventionen abzugreifen, muß man als Mitglied der Europäischen Union für ihre schweren Rechts- und Vertrauensbrüche zur Rechenschaft ziehen.

Es ist gut, daß die Bundesanwaltschaft jetzt prüft, ob sie Ermittlungen aufnehmen wird. Aber das ist nur die rechtliche Seite. Die politische ist wichtiger. Mit einem sanften Säuseln ist es bei einem so niederträchtigen Verhalten unter „Partnern“ und „Freunden“ nicht mehr getan.

PS: Ich kann mir gut vorstellen, daß die Abhörchefs in Großbritannien und den USA, wenn sie bei einem Drink zusammensitzen, genauso über die dummen Deutschen lachen wie die beiden irischen Banker, deren mitgeschnittenes Gespräch kürzlich auf allen Sendern zu hören war.

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Kein Winkemann, aber Kühe in Berwang

Der Winkemann von Berwang ist im Sommer nicht zu sehen, da schöpft er Kraft für die kommende Saison, die im Dezember beginnt. Aber einen kleinen Ersatz gibt es: die Kühe haben – wie man fast jeden Morgen im Alpenpanorama von 3sat (immer gegen 8.33 Uhr) sehen kann – endlich die Wiesen um die Bergstation der Sonnalmbahn erobert. Lange genug hat es gedauert, das schlechte Wetter hat den Almauftrieb um Wochen verzögert.

Aber jetzt sind sie da, und es ist eine Freude, sie beim Schwenken der Kamera im Gras liegen zu sehen!

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Mursi und Konsorten – Versagen auf ganzer Linie

Von Frühling redet schon lange niemand mehr. Und Ägypten hat einen wirklich erbärmlich schwachen Präsidenten. Was macht er eigentlich in seinem Palast? Das möchte man schon gerne wissen. Betet er? Wartet er auf bessere Zeiten?

Mit der Wirtschaft geht es immer mehr bergab, an der Arbeitslosigkeit hat sich nichts geändert, die Touristen bleiben aus. Ägypten ist ein großes Land, aber Mursi und seine Muslimbrüder werden es zugrunderichten.

Und – man kann es schon nicht mehr hören! – schuld sind natürlich immer die anderen. Die Vertreter des alten Systems, die Nichtregierungsorganisationen und überhaupt – die Ausländer! Die Ausländer stiften Unruhe, die Ausländer bezahlen die Demonstranten, die Ausländer wiegeln die Jugend auf.

So primitiv denken alle autoritären Herrscher – ob sie nun Mursi, Erdogan oder Putin heißen. Keiner von ihnen denkt daran, das zu tun, was doch eigentlich seine Pflicht wäre: gut zu regieren, den Menschen Arbeit zu geben, und vor allem: im Land  Frieden zu stiften und die Menschen miteinander zu versöhnen. Erdogan hetzt die frommen Muslime auf die liberale Stadtbevölkerung, und Mursi war nie, wie er es bei seinem Amtsantritt angekündigt hatte, der „Präsident aller Ägypter“. Alle spalten sie das Land und hetzen den einen Teil ihres Volkes gegen den anderen auf.

Es sind keine Friedensstifter, es sind Brandstifter.

Ausnahmen gibt es, aber sie sind selten – sehr selten. Mandela, der jetzt mit dem Tod ringt, war so eine Ausnahme. Wie klein, wie armselig wirken da im im Vergleich diese selbstgefälligen, aufgeblasenen Herrscherlein, die nichts anderes im Sinn haben als ihre Macht.

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„Wagnis Paarbeziehung“

So heißt doch wahrhaftig eine Folge der Gesprächsreihe „Sternstunde Philosophie“ auf 3sat.

„Wagnis Paarbeziehung“!

Ich muß zugeben, ich kann dieses ständige (und sogar immer noch zunehmende) psychologische und „philosophische“ Sezieren einer der natürlichsten Dinge der Welt kaum mehr ertragen. Es ist ja kein Wunder, daß Männer und Frauen heute immer seltener zu solchen „Paarbeziehungen“ (was für ein Wort!) kommen – nicht nur, daß vielen von ihnen die Karriere offenbar wichtiger ist als alles andere im Leben, sie schieben auch noch einen ganzen Berg an Psychologie, Ratgeberliteratur und vor allem an Bedenken vor sich her, statt das Abenteuer einer Partnerschaft mit fröhlicher Zuversicht einzugehen.

Es gibt dieses altmodische Wort: man soll auf sein Herz hören. Ja, ich weiß, das klingt wirklich sehr altmodisch. Aber es ist ein Rat, der ganze Bibliotheken von Ratgebern mühelos ersetzen kann.

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Cameron und das britische Kabinett müssen vor einem europäischen Gericht angeklagt werden!

Es ist ein ungeheuerlicher Vorgang.

Auf die (sicher brav und freundlich formulierte!) Anfrage der Bundesregierung, die Antwort auf 13 Fragen zu den massenhaften Lauschangriffen der Regierung Cameron und des britischen Geheimdienstes GCHQ gegen einen Bündnispartner haben wollte, hat Cameron in geradezu unverschämter Kürze geantwortet – in insgesamt drei (!) Zeilen:

Wie Sie ja wissen, nehmen britische Regierungen grundsätzlich nicht öffentlich Stellung zu nachrichtendienstlichen Angelegenheiten.

Das muß man sich einmal vorstellen: die Regierung des Vereinigten Königreichs zapft illegal Unterseekabel an, überwacht und speichert alles, was von und nach Deutschland geht – Telefongespräche, Mails, Beiträge in sozialen Netzwerken, und das, ohne dem befreundeten Deutschland auch nur ein Wort davon zu sagen! Einen schwereren Vertrauensbruch in einem Bündnis kann man sich eigentlich kaum vorstellen.

Und wenn Deutschland dann höflich danach fragt, spricht diese „verbündete Nation“ allen Ernstes von „nachrichtendienstlichen Angelegenheiten“, über die man keine Auskunft gebe!

Nein, Mr. Cameron, hier wird nicht nur gegen die Grundrechte jedes einzelnen deutschen Bürgers verstoßen, hier verstößt die Regierung Cameron in einer geradezu unverfrorenen Weise gegen die guten Sitten und den politischen Anstand. Wer so mit einem engen Verbündeten umgeht, sollte sich fragen, warum er überhaupt noch in der Europäischen Union bleibt.

Die freche Antwort Camerons ist eine weitere Rechtfertigung für die Enthüllungen von Edward Snowden, dem wir wirklich dankbar sein müssen. Ohne ihn hätten wir nie erfahren, welches (bis jetzt undenkbare) Ausmaß die Überwachung völlig unschuldiger Menschen durch England und die USA – offenbar ohne jede Kontrolle und richterliche Genehmigungen – inzwischen angenommen hat.

Die Stasi hätte davon nur träumen können.

Die englische Regierung muß sich dafür nicht nur vor dem europäischen Parlament verantworten. Sie sollte förmlich vor einem europäischen Gerichtshof angeklagt werden, denn sie hat sich eklatant an den demokratischen Rechten der Bürger eines verbündeten Staates vergangen.

Mit drei dürren Zeilen darf sie nicht davonkommen.

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Die „Energiewende“ – Ein willkommener Vorwand für Preiserhöhungen jeder Art

Die „Energiewende“ der Kanzlerin wird die Privathaushalte, aber auch viele Firmen immer mehr belasten – bis hin zur privaten oder geschäftlichen Insolvenz. Aber sie ist auch ein wunderbarer Vorwand für Preiserhöhungen jeder Art.

Die Deutsche Bahn spielt hier den Vorreiter. Ihr Chef, Rüdiger Grube, hat jetzt Preiserhöhungen angekündigt, hauptsächlich wegen der „Energiewende“:

Diese erheblichen Zusatzkosten können wir nicht einfach ignorieren.

Die Preiserhöhungen im Herbst, das prognostiziere ich einfach einmal, werden drastisch sein. Und viele, viele andere Firmen werden es der Bahn nachmachen.

Es sind deshalb die Privathaushalte, die am Ende die Zeche zahlen: über höhere Preise müssen sie den „Ökostrom“ der Unternehmen finanzieren, und zusätzlich zahlen sie natürlich für den Energieverbauch im eigenen Haushalt – eine Doppelbelastung, die viele in den finanziellen Ruin treiben wird.

Die Popularität der Kanzlerin scheint davon völlig unberührt, obwohl sie allein für die stümperhafte, völlig unprofessionell durchgeführte „Energiewende“ verantwortlich ist.

Das verstehe, wer will. Ich jedenfalls begreife es nicht.

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Edward Snowden – Held oder Verräter? Oder irgendetwas dazwischen?

Daß Edward Snowden, über dessen Verbleib nach seiner Landung in Moskau noch nichts bekannt ist, etwas verraten hat, liegt auf der Hand. Aber ist er deshalb schon ein Verräter?

Sein Fall wird selbst in den USA kontrovers beurteilt. Nach einer Meinungsumfrage, die freilich noch vor Snowdons Flucht nach Hongkong gemacht wurde, ist etwa die Hälfte der Amerikaner für, die andere Hälfte gegen die gigantischen Abhörmaßnahmen des Geheimdienstes. Auch bei uns zuhause haben wir uns nicht einigen können. Alles hängt davon ab, ob man eher auf die Abwehr terroristischer Anschläge oder auf die unbedingte Erhaltung von Freiheit und Rechtsstaat setzt.

Ich neige zur zweiten Option, und das aus einem, so glaube ich zumindest, guten Grund. Der Rechtsstaat, der die persönlichen Freiheiten garantiert, ist eine der wichtigsten Grundlagen unserer Demokratie. Es hat viele Opfer gekostet, bis er errungen war, und er ist, wie alle erkämpften Freiheiten, immer aufs neue bedroht. Und noch etwas sollte man nicht vergessen: alle Freiheiten, die sich unsere Vorfahren erkämpft haben (und von denen wir heute noch profitieren!), sind in den Verfassungen festgeschrieben worden, um die Machtgelüste des Staates im Zaum zu halten. Daß es solche Machtgelüste heute nicht mehr gibt, ist ein reichlich naiver Märchenglaube. Obama ist sicher ein redlicher Mensch – aber hatten wir nicht auch schon einmal einen Präsidenten mit dem Namen Nixon, der tief in kriminelle Aktionen verstrickt war? Auch Frau Merkel ist sicher eine redliche Kanzlerin, aber was, wenn es einmal einen Kanzler anderen Schlages gibt?

Und noch eine kleine bedenkenswerte Überlegung. Stellen Sie sich einmal vor, den Nazis hätten schon das Internet und die heutige Überwachungsmöglichkeiten zur Verfügung gestanden. Wieviele zusätzliche Opfer hätte das wohl gekostet? Und wieviel effizienter und grausamer wäre die Stasi vorgegangen, hätte sie diese Möglichkeiten schon gehabt?

Das alles kann man nicht als Geschichte abtun. Wenn eine Abhörtechnologie solcher Dimension einmal in der Welt ist, wird sie nicht nur von edlen Politikern zum Wohle des Volkes gebraucht, sie wird mit Sicherheit bald auch von viel weniger edlen Politikern für ganz andere Ziele mißbraucht. Das muß verhindert werden.

Seit der Magna Charta des Mittelalters geht es in allen Verfassungen der Welt um den Schutz der persönlichen Freiheit gegen den Staat. Deshalb darf heute kein Polizist ohne eine richterliche Anordnung in eine Wohnung eindringen, und jede Abhörmaßnahme muß von einem Richter genehmigt werden. Ähnliche Freiheitsrechte finden sich in fast allen demokratischen Verfassungen der Welt – auch in England und den USA.

Aber was haben diese Verfassungen noch für einen Sinn, wenn ausländische Geheimdienste ohne jede richterliche Genehmigung – also mit einer Art Blankovollmacht – die gesamte Kommunikation von zehn oder hundert Millionen Bürgern lückenlos überwachen können? Und sie können es nicht nur, sie tun es auch! Was nutzt es mir dann noch, daß nach unserem Grundgesetz eine Abhörung durch den Staat in jedem einzelnen Fall von einem Richter angeordnet werden muß, wenn gleichzeitig die Geheimdienste von Cameron und Obama meine Telefonate aufzeichnen, meine Chats und E-Mails lesen und jede meiner Spuren im Internet verfolgen?

Es mag sein, daß am Anfang dieser Abhörorgie, die in der Geschichte ohne Beispiel ist, gute Absichten gestanden haben. Aber inzwischen hat sich das millionenfache Abhören offenbar verselbständigt. Und selbst wenn die guten Absichten immer noch da wären – es ändert nichts daran, daß dadurch die Rechte und Freiheiten der Bürger in allen betroffenen Ländern massiv, dauerhaft und hinter ihrem Rücken außer Kraft gesetzt worden sind.

Snowden mag im übrigen kein Held sein, aber es ist sein Verdienst, daß er die schier unglaubliche Dimension dieser Überwachung öffentlich gemacht hat. Ist er ein Verräter? Nein.

Verrat – nämlich einen Verrat an unseren persönlichen Freiheitsrechten, die zum Kernbestand der Demokratie gehören! – begehen jene, die sich das Recht herausnehmen, ohne Grund, ohne Verdacht und ohne Einzelfallprüfung jede unserer Äußerungen zu belauschen und aufzuzeichnen. Daß alle diese Daten ausschließlich dem Aufspüren von Terroristen dienen und dann brav wieder gelöscht werden, mag glauben, wer will.

Jede Erfahrung spricht dagegen.

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Neue muslimische Heldentat – Tod allen ungläubigen Bergsteigern!

In Pakistan haben fromme Muslime nach Mitternacht ein Hotel am Fuß des Nanga Parbat überfallen und zehn ausländische Bergsteiger getötet. Die Mörderbande gehört zu einer Gruppe der Taliban, die sich Junood ul-Hifa nennt.

Ihre Begründung:

Sie sind Ungläubige. Sie wollen dem Islam schaden und wir werden sie angreifen, wo immer wir können.

Also, kurz und bündig: wenn überhaupt jemand ungläubig ist, dann sind es gewöhnliche Banditen und Halsabschneider, die sich auf Gott oder Allah berufen, um ihren Blutrausch und ihre archaische Mordlust zu begründen. Und – das wage ich zu prophezeien, auch wenn kein Lebender einen Blick ins Jenseits werfen kann: sie werden sich wundern, was nach ihrem Ableben auf sie zukommt.

Jungfrauen werden es nicht sein.

PS: Inzwischen haben sich die pakistanischen Taliban damit gebrüstet, daß sie für den Überfall verantwortlich seien. Aber das ist kaum von Bedeutung – ein Mörder bleibt ein Mörder, egal wie er sich nennt.

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