„Ja, holt euer Paket doch selber ab, ihr blöden Kunden!“

Kunden sind etwas sehr Lästiges. Auf der einen Seite braucht man sie, denn ohne sie würde man ja kein Geld verdienen. Aber ansonsten machen sie nur Scherereien.

Nehmen wir nur einmal den Paketdienst. Da klingelt man extra, um dem Kunden ein Paket zu bringen, und was passiert? Nichts. Er ist nicht zuhause! Hat sich davongemacht und sitzt womöglich gemütlich an seinem Arbeitsplatz Das ist mehr als ärgerlich.

Wenn der Postmann zweimal klingelt – Vorsicht! Literarische Anspielung! – hat der Kunde gefälligst daheim zu sein. Und wenn es ein Mann vom Paketdienst ist, der klingelt, auch.

Den Paketdiensten GLS und DPD reicht’s jetzt. Entweder die Kunden holen sich ihr Paket selbst ab, oder sie müssen blechen. Damit der blöde Kunde seine Lektion lernt. Der Kunde muß sogar sein Bewußtsein verändern, sagt der (sehr ärgerliche!) GLS-Chef Rico Back (hier nachzulesen):

Wir brauchen einen Bewusstseinswandel. Onlinebesteller müssen sich ihre Sendungen selbst abholen.

Jetzt weiß man ja, daß Mitarbeiter von Paketdiensten nicht gerade fürstlich entlohnt werden, genauer gesagt: sie werden für ihre schwere Arbeit geradezu elend bezahlt. Aber selbst diese Lohnkosten, haben sich die Paketfirmen überlegt – die könnte man doch auch noch einsparen!

PS: Bei uns im Haus müssen Paketzusteller fast nie unverrichteter Dinge wieder gehen. Wer zuhause ist, nimmt gern die Pakete für die Nachbarn an. Das ist sicher in vielen Häusern so. Und wo es anders ist, da müssen diese Paketdienste gefälligst tun, wofür sie da sind. Ich werde jedenfalls meine Pakete keinem Unternehmen anvertrauen, das mein Bewußtsein ändern will – nur damit es noch mehr Kasse machen kann.

Und nicht vergessen, liebe GLS: Geldgier ist eine der sieben Todsünden!

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Neue Enthüllungen aus der Feder eines Focus-Online-Reporters

Was ist mit Gurlitt, dem Hüter des Nazischatzes? Wohnt er noch in seiner alten Wohnung? Wo steckt er? Was ißt er zum Frühstück? Hat er den Müll aus seiner Wohnung schon entsorgt?

Fragen über Fragen. Da helfen nur noch die Reporter von Focus Online!

Am vergangenen Montag hatten sie das ominöse Haus betreten und an der Wohnungstür geklingelt. Und dann geschah etwas, mit dem niemand gerechnet hatte (hier nachzulesen):

Auf das Klingeln eines FOCUS-Online-Reporters hatte Gurlitt vergangenen Montag nicht reagiert.

Da sieht man doch die ganze Dreistigkeit dieses Kunstsammlers: draußen steht ein Focus-Online-Reporter – und er macht nicht auf!

Dem Reporter bleibt deshalb nichts anderes übrig, als ersatzweise wenigstens die Umgebung in Augenschein zu nehmen:

Von außen macht seine Wohnung einen verlassenen Eindruck: heruntergelassenen (sic!) Rollläden, kahler Balkon.

Jetzt könnte es ja sein, daß die Wohnung deshalb einen verlassenen Eindruck macht, weil sie tatsächlich verlassen worden ist. Die heruntergelassenen Rolläden freilich, die dem Focus-Online-Reporter die Sicht versperren, und der kahle Balkon: das ist schon sehr verdächtig!

Obgleich, wenn ich darüber nachdenke: hier in unserem Wohnviertel sind viele Rolläden am hellichten Tag heruntergelassen, und auch viele Balkone sind kahl und schmucklos. Ich habe mir bis jetzt nichts dabei gedacht, aber jetzt werde ich auf jeden Fall zur Sicherheit einen Focus-Online-Reporter bestellen, damit er der Sache einmal auf den Grund geht.

Wer weiß, welche Nazischätze sich in den verlassenen Wohnungen verbergen!

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Was ist los im Alpenpanorama von 3sat? Eine defekte Kamera in Berwang, Farbenspiele am Neusiedler See und eine immergraue Stadt am Ende der Sendung

Der legendäre Winkemann von Berwang macht sicher schon seine ersten Kraft- und Lockerungsübungen, denn in gut einem Monat ist es soweit – vom 14. Dezember an, wenn sich die Sonnalmbahn in Bewegung setzt, winkt er wieder, immer morgens gegen 8.33 Uhr im Alpenpanorama auf 3sat. Umso besorgniserregender, daß seit ein oder zwei Wochen die Kamera dort nicht mehr schwenkt. Ein Defekt? Starr ist sie auf Berwang gerichtet, schwenkt und rührt sich nicht und verbirgt die Bergstation vor unseren Blicken.

Ein dringender Appell deshalb an 3sat: unbedingt reparieren, bevor die Winkesaison beginnt!

Der große Lichtblick beim Alpenpanorama ist zur Zeit der Neusiedler See. Wer die Sendung über Wochen und Monate verfolgt hat, kann sich gar nicht genug wundern über die wechselnden Farben dieses Steppensees an der österreichisch-ungarischen Grenze. Die Kamera ist vom Schwimmbad in Podersdorf auf den See gerichtet, genau auf den Steg mit Café und Leuchtturm, an dem die Fähre von Rust anlegt.

Aber die Farben! Jeden Tag sind sie anders – vom tiefen mediterranen Blau über Pastelltöne in Grün und Türkis bis zum dunstigen, alles verschluckenden Milchweiß. Manchmal sieht man Rust auf der anderen Seite des Sees mit klaren Konturen, dann wieder ist es im Nebel ertrunken, und See und Himmel sind eins, ohne jeden sichtbaren Horizont. Und auch die Wasseroberfläche wechselt von Tag zu Tag: einmal ist sie vom Wind aufgepeitscht, mit Schaumkrönchen und Gischt, die ans Ufer schlägt, an anderen Tagen liegt der See still und unbewegt da, und es regt sich kein Blatt an den Bäumen am Ufer.

Aber es gibt beim Alpenpanorama auch einen Wermutstropfen.

Jahrelang war am Ende jeder halben Stunde ein Ort am Mittelmeer zu sehen, erst Almunecar und Cambrils in Spanien, dann hübsche, kleine Städtchen in Kroatien mit Zypressen und Aleppokiefern. Das war gerade im Winter, nach so viel Schnee und nach all den Skifahrern, die aus den Bergstationen herausquellen, ein schöner Kontrapunkt.

Und jetzt? Seit anderthalb Jahren sieht man am Ende nur noch Genf. Die Stadt am See hat sicher ihre schönen Seiten, aber die sieht man nicht. Durch den Standort der Kamera wirkt sie immer grau und häßlich, und die Sendung endet so langweilig wie nie zuvor.

Deshalb mein zweiter Appell an 3sat: vergeßt endlich Genf! Und zeigt uns wieder, wie früher, das schöne Mittelmeer!

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Endlich Gegenwind! – oder: Die Sonne-Mond-und-Sterne-Suppe, die sich die Bad Homburger Kita eingebrockt hat, muß sie nun auslöffeln

Ich mag unrecht haben, aber ich glaube den Kitaverantwortlichen in Bad Homburg kein Wort. Die in einer Zeitung zitierten Eltern bleiben nämlich dabei, daß ihnen als Grund für die dümmliche Säkularisierung des St. Martins-Festes zu einem (buchstäblich!) gesichtslosen „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ die Rücksicht auf „politische Korrektheit“ genannt wurde. Warum sollten sie die Unwahrheit sagen?

Nein, es sind überall dieselben typischen Säkularmenschen in Verwaltung und Politik, die unser Leben gar nicht schnell und gründlich genug entchristlichen können. Weil das aber in der Sache schwer ist und viele Menschen an ihrem Glauben hängen, will man die letzten christlichen Spuren eben aus der Sprache tilgen. Das geht oft – als reiner Verwaltungsakt – mit einem Federstrich. Die Sprache wird dann sozusagen christenfrei gemacht, und die Rücksicht auf „andere Kulturen und Religionen“ ist der ewige Vorwand dafür. Das alles geschieht nicht immer in böser Absicht, oft sind es junge, unbedarfte Menschen, die ans Werk gehen. Besser wird die Sache dadurch freilich nicht.

Inzwischen heißt es in Bad Homburg, eine Suppe (!) sei schuld an dem ganzen. Vor 15 Jahren habe man nämlich mit den Kindern am Martinstag eine Suppe zubereitet, deren Einlage aus – na, können Sie es sich denken? – genau: aus Sonne, Mond und Sternen bestanden hatte. Nur deshalb habe sich damals der Begriff „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ im Kindergarten eingebürgert.

Alles ganz unschuldig also! Nur merkwürdig, daß man in vielen Kitas im Land ganz ohne Suppeneinlage nur noch „weltanschaulich neutral“ von einem Laternen- oder Lichterfest spricht und den Heiligen Martin sogar aus den Liedtexten entfernt hat.

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Da kann man das Geld ja gleich zum Fenster hinauswerfen!

Die (schwarz-grün regierte) Stadt Frankfurt hat allein in den Jahren 2010 bis 2012 zur Besetzung von „Spitzenpositionen“ an externe Personalberater 110.000 Euro gezahlt. So ein Berater bekommt nach Auskunft des Magistrats 4.500 Euro pro Tag bzw. 16.300 Euro für drei Tage.

Schon seltsam, daß es früher möglich war, diese Positionen ganz ohne sündhaft teure „Personalberater“ zu besetzen! Jedenfalls vermag ich nicht zu erkennen, daß mit der externen Beratung bessere Kandidaten ausgesucht werden als ohne sie. Ich vermute, daß eher das Gegenteil der Fall ist. Ein erfahrener Amtsleiter, der die Vorgänge in seinem Haus und seine Mitarbeiter aus dem Effeff kennt, das ist jedenfalls meine etwas altmodische Meinung, hat auf jeden Fall ein besseres Händchen bei der Auswahl als diese teuren Privatfirmen.

Auf diese Weise wird nur eine ganze Branche von Beratungsfirmen und Assessment Centern, der es ohnehin gutgeht, zusätzlich auch noch mit Steuermitteln gemästet.

Deshalb mein Vorschlag: das Geld besser zum Fenster hinauswerfen – dann haben wenigstens die Leute etwas davon, die es unten auffangen.

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Reichskristallnacht oder Novemberpogrom?

Und wieder ist ein Wort, das einen das ganze Leben begleitet hat, zum Tabu geworden: „Reichskristallnacht“.

Natürlich waren die Ereignisse in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ein Pogrom – ein von den Nazis zentral gesteuertes Pogrom, bei dem Synagogen verwüstet, jüdische Geschäfte zerstört und Hunderte von Juden ermordet wurden. Aber dieses Pogrom hatte schon kurze Zeit später im Volksmund einen (wahrscheinlich in Berlin entstandenen) sarkastischen Namen: eben Reichskristallnacht.

Mit diesem Namen ist das Ereignis auch schon immer von der Geschichtsforschung bezeichnet worden – bis das Zeitalter der political correctness angebrochen ist. Auf einmal war das Wort (vor allem in der DDR) eine „Verniedlichung“, die es auszumerzen galt. Dabei hätte man schon an der Vorsilbe „Reichs-“ den sarkastischen Unterton erkennen können. Daß einige Nazis (die ja meistens eh nicht sehr helle im Kopf waren) diesen Sarkasmus nicht verstanden und das Wort dann für ihre Propaganda mißbraucht haben, ändert daran kein Jota. Wenn jetzt freilich auch gestandene Historiker und Politiker diese ironisch gemeinte Vorsilbe in das – vermeintlich! – neutrale Wort „Reichspogromnacht“ integrieren, dann ist das geradezu grotesk und zeugt von einem nur rudimentär vorhandenen Sprachgefühl.

Aber wir leben halt in einer Zeit der Sprachzensoren.

So wie jeder halbe Analphabet im Internet Doktorarbeiten beurteilen kann, so fühlen sich auch immer mehr Menschen berufen, aus unserer schönen Sprache (die ja gerade auch deshalb so schön ist, weil sie in ihrer langen Geschichte zum Wildwuchs geworden ist!) ein „gerechtes Deutsch“ zu machen. Jeder glaubt, er könne an der Sprache herumpfuschen, sie „verbessern“, politisch unkorrekte Wörter beseitigen und überhaupt: jeden Makel aus ihr entfernen.

Kann man das? Natürlich nicht. Auf lange Sicht weiß die Sprache sich dagegen zu wehren, denn Sprachen haben etwas so Urwüchsiges, Vitales, daß die Zensoren sich an ihnen die Zähne ausbeißen. Aber die Eingriffsversuche nehmen zu – und leider auch die Fälle, in denen amtliche und halbamtliche Stellen und vor allem Medien ihrem Drang zur Sprachverbesserung freien Lauf lassen. Auch die Germanisten, die für die sog. „Neue Rechtschreibung“ verantwortlich waren, hätten vor ihrem Tun einmal überlegen sollen, was sie anrichten.

Aber trösten wir uns damit, daß die Sprache am Ende stärker – und klüger! – ist als ihre oft großspurigen Verbesserer.

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Die Feigheit der Langnasen – oder: Der Kotau des Dresdner Kreuzchors vor den chinesischen Machthabern

Hier noch einmal zur Erinnerung die ersten drei Strophen des alten Volksliedes „Die Gedanken sind frei“ (die beiden letzten Strophen handeln von Mädchen und vom Wein und sind hier nicht von Belang, aber die ersten drei haben es in sich):

Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten?
Sie fliehen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen
mit Pulver und Blei:
Die Gedanken sind frei!

Ich denke, was ich will
und was mich beglücket,
doch alles in der Still’
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei!

Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
das alles sind rein
vergebliche Werke.
Denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei!

Die Sprengkraft, die dieses Lied immer noch hat, zeigt sich jetzt wieder an einer ausnehmend dummen Entscheidung der Leitung des Dresdner Kreuzchors. Noch vor dem Beginn ihrer China-Tournee hat der Leiter des Chors, Peter Kopp, das Lied aus dem Programm genommen. Die Begründung (hier nachzulesen):

Alle Liedtexte hätten den Chinesen vorab in Übersetzung vorgelegt werden müssen, und bei diesem sei man davon ausgegangen, dass es die Zensur nicht passieren würde. Man habe, so Kopp, einen Eklat vermeiden wollen.

Wohlgemerkt: niemand hat das Lied abgelehnt, niemand hat seine Streichung verlangt oder gar die Tournee in Frage gestellt. Es ist allein der vorauseilende Gehorsam von Peter Kopp gewesen, eines der schönsten deutschen Volkslieder aus dem Repertoire zu streichen.

Es ist immer dasselbe jämmerliche Spiel, wenn es um China geht. Vor zwei Jahren haben unsere Museumsdirektoren in China eine Ausstellung eröffnet und mit ihren chinesischen Kollegen fröhlich Maotai-Schnaps getrunken, während Ai Weiwei ohne jede rechtliche Grundlage an einem unbekannten Ort festgehalten wurde. Ai Weiwei, so der Chef der Dresdner Kunstsammlungen damals, werde ohnehin „maßlos überschätzt“.

Politiker und Wirtschaftsvertreter fassen China schon immer mit Glacéhandschuhen an, sie wollen nur das eine: Geschäfte machen. Aber warum sickert die Feigheit vor diesem elenden Regime, das weder eine freie Presse noch rechtsstaatliche Normen kennt, in den deutschen Kulturbetrieb ein? Hat man das nötig?

Und wenn wir schon einmal über das deutsche Liedgut reden – hier eine Strophe aus Schillers Lied „An die Freude“:

Festen Muth in schwerem Leiden,
Hilfe, wo die Unschuld weint,
Ewigkeit geschwornen Eiden,
Wahrheit gegen Freund und Feind,
Männerstolz vor Königsthronen, –
Brüder, gält‘ es Gut und Blut –
Dem Verdienste seine Kronen,
Untergang der Lügenbrut!

In allen Sonntagsreden wird von den Bürgern Mut und Zivilcourage eingefordert. Aber wenn nicht einmal Chorleiter und Museumsdirektoren „Männerstolz vor Königsthronen“ zeigen, obwohl sie dabei heutzutage weder Gut noch Blut riskierten, dann ist es um die Courage hier im Land nicht gut bestellt. Vom schlechten Beispiel, das sie damit abgeben, ganz zu schweigen.

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Schluß mit christlich! – oder: Winterfeste, Jahresendfeiern und ein hessisches Sonne-Mond-und-Sterne-Fest

Wir haben hier in Deutschland fast schon englische Verhältnisse. In England nämlich biedert sich die christliche Mehrheitsgesellschaft der muslimischen Minderheit mit einem vorauseilenden (und schändlichen!) Gehorsam an, den man nur als selbstmörderisch bezeichnen kann. Selbst der frühere Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, das Oberhaupt der anglikanischen Kirche, hat vor einigen Jahren öffentlich erklärt, daß er nicht gegen die Einführung der Scharia in Vierteln mit muslimischer Mehrheit sei – das sei “unvermeidbar”. Und der fromme Mann fügte hinzu: der Gesichtsschleier könne Musliminnen „zu mehr Selbstbewußtsein“ verhelfen. Christliche Symbole, Lieder, Namen aber werden in England immer häufiger aus dem öffentlichen Raum verbannt, um bei radikalen Muslimen keinen Anstoß zu erregen.

Längst hat diese durch nichts gerechtfertigte Unterwürfigkeit gegenüber dem Islam auch in Deutschland Einzug gehalten. Daß in Kreuzberg, Wowereits geliebtem „Kiez“, die Weihnachtsmärkte nur noch „Wintermärkte“ heißen dürfen, mögen einige wohlmeinende Menschen noch verstehen, obwohl die meisten türkischstämmigen Bewohner sicher nicht das Geringste gegen das Wort „Weihnachtsmarkt“ haben. Wenn die Weihnachtsfeiern nur noch „Jahresendfeiern“ heißen (ähnlich wie einst in der dummsäkularen DDR), muß man sich schon an den Kopf greifen. Und in Hessen, in einer Kita des Städtchens Bad Homburg, hat man jetzt auch Sankt Martin abgeschafft. Damit sich „keine Kulturkreise diskriminiert fühlen“, heißt das Fest jetzt – weltanschaulich neutral! – „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ (hier nachzulesen):

Eltern sagten, ihnen sei mitgeteilt worden, dass die neue Bezeichnung „politisch korrekter“ sei. Es soll zwar weiterhin einen Laternen-Umzug und ein großes Feuer geben, allerdings keinen St. Martin, der auf einem Pferd vorweg reitet.

Und vor allem: der christliche Bezug soll ein für allemal ausgemerzt werden. Denn das ist der wahre Hintergrund dieses Feldzugs gegen christliche Namen und Symbole – sie kommen allesamt aus der „fortschrittlichen“ politischen Ecke: von Linken, Grünen, progressiven Sozialdemokraten und sog. „Humanisten“. In diesen Köpfen findet man ein merkwürdiges ideologisches Gebräu: eine aggressive Feindschaft gegenüber dem christlichen Glauben verbindet sich mit einer fast romantischen, jedenfalls sehr milden Sicht auf andere „Kulturkreise“. Diese Ideologie, die inzwischen in Kitaleitungen genauso eingesickert ist wie in Stadtverwaltungen, Schulen und politische Parteien, rationalisiert ihre antichristliche Einstellung nach außen hin mit einer formalen Neutralitätspflicht des Staates gegenüber „allen Religionen und Kulturen“ und sonnt sich damit (oft erfolgreich!) in einer Art globaler geistiger Neutralität. Aber wenn man genau hinsieht, trifft man im Kern doch nur auf eine recht primitive Verachtung für die eigene kulturelle Geschichte, die freilich mit viel romantischer Verklärung anderer „Kulturkreise“, vor allem des Islams, verbunden ist.

Eine besondere Pointe liegt darin, daß die so romantisierten und zwangsbeglückten Muslime in ihrer Mehrheit diese Beglückung gar nicht haben wollen – viele von ihnen freuen sich mit ihren Kindern auf das Weihnachtsfest wie wir, und die Leichtfertigkeit, mit der wir unsere Geschichte und Kultur mit einem (amtlichen!) Federstrich entsorgen, fördert nicht gerade ihren Respekt vor dem christlichen Glauben.

Aber so ist das mit den fortschrittlichen Menschen: sie gebärden sich muslimischer als die Muslime und sind in ihrer politisch korrekten Dummheit völlig unbelehrbar.

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Die EU kennt keine Gnade – jetzt geht’s dem Plastiksackerl an den Kragen

Da sitzen die EU-Kommissare an ihren Schreibtischen und denken angestrengt darüber nach, wie sie ihr teures Dasein (monatliches Gehalt mit Zulagen ca. 23.000 Euro aus Steuergeldern) ethisch rechtfertigen könnten. Auch der Umweltkommissar Janez Potocnik sitzt da und grübelt.

Der Herr Umweltkommissar ist Wirtschaftwissenschaftler und Jurist, nach EU-Kriterien also ein Garant für Sachkunde in Umweltangelegenheiten. Vielleicht ist er ja in seiner slowenischen Heimat hin und wieder durch Täler und Höhen gewandert?

Jetzt sitzt er, wie gesagt, in seinem Büro und geht seinen Gedanken nach. Womit könnte man die europäischen Bürger beglücken?

Kampf gegen das Nikotin? Längst erledigt. Glühbirnenverbot? Ist schon durch. Ölkännchen? Leider schiefgegangen, ist aber für einen neuen Versuch auf Termin gelegt. Staubsauger? Auch erledigt.

Und dann passiert es – der Umweltkommissar hat eine Idee.

Plastiktüten! Genau, das ist es – das Plastiksackerl, wie es die Österreicher liebevoll nennen, muß abgeschafft werden!

Nun muß man verstehen, wie ein EU-Kommissar denkt. Ein EU-Kommissar hält seine Untertanen, die Bürger Europas, grundsätzlich für unmündige Kinder. Sie wissen nicht, was gut für sie ist. Wären sie mündige Staatsbürger, dann müßte man sie ja mit richtigen Argumenten überzeugen, aber das ist eine mühsame Geschichte, sie wäre mit viel Arbeit verbunden, denn die Untertanen sind oft starrsinnig, und sie hören nicht immer auf das, was ihnen die Kommissare erzählen.

Und überhaupt, da wären sie ja mit ihren 23.000 Euro im Monat völlig unterbezahlt, wenn sie auch noch Überzeugungsarbeit leisten sollten. Nein, das geht nur mit roher Gewalt.

Deshalb wird das Plastiksackerl demnächst einen Euro kosten oder 10 Euro – oder sogar 100 Euro. Und dann wird es keinen Plastikmüll mehr in den Meeren geben, denn die Fälle, daß deutsche Hausfrauen nach dem Einkauf extra an die Nordsee reisen, um dort ihre Plastiksackerl im Meer zu entsorgen, häufen sich in letzter Zeit.

Alles ist sackerlmäßig schon in die Wege geleitet, die bürokratischen Verordnungen werden gerade ausformuliert, und die Umweltverbände, die schon lange nicht mehr die Menschen überzeugen, sondern alles nur noch per Gesetz durchdrücken wollen und notfalls, wie bei der Windenergie, sogar für die Streichung von Bürgerrechten (!) sind, auch sie frohlocken natürlich.

Und der Herr Umweltkommissar sitzt wieder an seinem Schreibtisch und denkt nach, denn noch immer muß er sein teures Dasein rechtfertigen, das hört nie auf.

Nur eines steht fest: sein nächster Einfall kommt bestimmt.

Demnächst in diesem Theater.

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Der neue Tatort aus Erfurt – voll krass!

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Handlung.

Sagt ein Kommissar zum anderen: „Ey, Alter!“
Sagt der andere: „Ja?“
„Diese Praktikantin …“
„Krass, ey.“
„Genau.“
(Sie schweigen eine Weile.)
„Wer war jetzt eigentlich der Täter?“
„Der Täter? Keine Ahnung, Alter.“
„Fuck.“
(Sie gehen zur Imbißbude und holen sich eine Currywurst.)
„Schmeckt nicht schlecht, das Teil.“
„Stimmt. Echt krass.“

Abspann.

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