Friedensfürst Putin

Der Genosse Putin hat jetzt 17 kampfbereite Bataillone an der ukrainischen Grenze zusammengezogen und beginnt mit Manövern von noch nicht dagewesenem Ausmaß.

Merkwürdig, daß die deutschen User, die eben noch vom „Aggressor“ und „Kriegstreiber“ Israel schwadroniert haben, kein böses Wort über ihn sagen.

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Goethe und das Leben nach dem Tode

Gestern habe ich wieder ein bißchen in Goethes „Gesprächen mit Eckermann“ gestöbert, was immer interessant ist und zu erstaunlichen Funden führt.

Am 4. Februar 1829 (da war Goethe schon 79 Jahre alt) drehte sich das Gespräch um das Fortleben nach dem Tode. Goethe plädiert für eine strenge Trennung von Philosophie und Religion. Die christliche Religion, sagt er, sei ein „mächtiges Wesen für sich“, sie sei

über aller Philosophie erhaben und bedarf von ihr keiner Stütze.

Umgekehrt sollte sich aber auch die Philosophie nicht von der Religion abhängig machen:

So auch bedarf der Philosoph nicht das Ansehen der Religion, um gewisse Lehren zu beweisen, wie z.B. die einer ewigen Fortdauer. Der Mensch soll an Unsterblichkeit glauben, er hat dazu ein Recht, es ist seiner Natur gemäß, und er darf auf religiöse Zusagen bauen; wenn aber der Philosoph den Beweis für die Unsterblichkeit aus einer Legende hernehmen will, so ist das sehr schwach und will nicht viel heißen.

Soweit kann man Goethe zustimmen. Religion und Philosophie haben zwar weitgehend denselben Gegenstand, aber methodisch gehen logos und Glauben ganz verschieden vor (wobei Goethes Wort „Legende“ schon ein bißchen despektierlich ist, es klingt so, als rede er wie manche Kirchenkritiker von den christlichen „Histörchen“).

Aber wirklich interessant und intellektuell aufregend wird es erst mit den darauffolgenden Sätzen des Dichters:

Die Überzeugung unserer Fortdauer entspringt mir aus dem Begriff der Tätigkeit; denn wenn ich bis an mein Ende rastlos wirke, so ist die Natur verpflichtet, mir eine andere Form des Daseins anzuweisen, wenn die jetzige meinem Geist nicht ferner auszuhalten vermag.

Ich habe ja vor einiger Zeit über „meine Gottesbeweise“ geschrieben, aber dieser, der Goethesche, kann es ohne weiteres mit ihnen aufnehmen. Die „rastlose Tätigkeit“ (ein für Goethe übrigens ganz typischer Begriff), mit der wir uns ja oft noch bis ans Lebensende plagen, hätte etwas völlig Absurdes, wenn mit dem Tod buchstäblich alles zu Ende wäre (wie es die platten Atheisten glauben). Wenn wir fast alle das ganze Leben lang tätig sind, dann doch nur, weil wir insgeheim wissen, daß wir am Ende nur in eine „andere Form des Daseins“ wechseln.

Mir leuchtet das ein.

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Der FOCUS und die „Aggression Israels“

Die Hamas, die den Staat Israel von der Landkarte tilgen und die Israelis „bis zum letzten Mann“ vernichten will, hat diesen Showdown seit langem vorbereitet: seit Jahren bereitet sie sich mit dem Bau von immer besseren Raketen und mit Tunneln auf die „Mutter aller Schlachten“ vor. Hier steht also nicht weniger auf dem Spiel als die Existenz Israels.

Die Hamasführung und ihre Kämpfer bedienen sich dabei einer besonders feigen, aber für sie typischen Strategie: sie legen ihre Tunnel unter Schulen und Krankenhäusern an und lagern dort auch (was die UN in mehreren Fällen bestätigt hat) einen Teil ihrer Waffen. Sie mißbrauchen damit die Bevölkerung von Gaza als Geisel – um dann mit dem Finger auf Israel zu zeigen.

Und jetzt zum FOCUS. Dieses Nachrichtenmagazin für die weniger gebildeten Stände hat von Glenn Greenwald, Snowdens journalistischem Sprachrohr, sensationelle Nachrichten erhalten: die USA – und jetzt bitte festhalten! – unterstützen Israel nachrichtendienstlich. Ja, Sie haben richtig gelesen: die USA unterstützen Israel gegen die Hamas! Unglaublich.

So, jetzt sage ich dir mal etwas, Focus. Deine Redakteure sitzen, während sie schreiben, auf weichen Redaktionssesseln. Sie müssen nicht, wenn die Sirenen heulen, innerhalb von 15 Sekunden einen Schutzraum aufsuchen, um am Leben zu bleiben. Keine einzige Rakete hat je das Redaktionsgebäude bedroht, kein Kommando der Kassem-Brigaden stürmt euer Haus.

Und da schreibt ihr – und zwar ohne Anführungszeichen! – tatsächlich folgenden Satz:

Ohne die Hilfe der USA wäre die Aggression Israels überhaupt nicht möglich.

Allein für diesen Satz müßtet ihr vor Scham im Boden versinken.

Und ich sage dir noch etwas, Focus. Es war in Deutschland lange tabu, Israel und die Juden zu beschimpfen. Dank unserer muslimischen Neubürger darf man jetzt endlich wieder von „Judenschweinen“ reden, die „ins Gas“ gehören.

So etwas schreibt ihr im FOCUS natürlich nicht – bewahre!

Aber wenn man einem Staat, der seit seiner Gründung ums Überleben kämpfen muß, eine Aggression unterstellt, wenn er sich gegen die feigen Mörderbanden wehrt (und zwar, ich sage es noch einmal: ohne Anführungszeichen!), dann läuft das letztlich auf dasselbe hinaus.

Dann will man womöglich die „User“ im Internet, die ihren Antisemitismus (kaum verbrämt) als Kritik an der „Kriegspolitik Israels“ verkaufen, als potentielle Abonnenten ansprechen.

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„Der Islam gehört zu Deutschland“ – der Antisemitismus auch?

Ich frage das nur, weil man, bevor man einen solchen Satz ausspricht, eigentlich ein paar semantische Überlegungen zum Wort „gehören“ anstellen müßte.

Nehmen wir den Satz unseres früheren Bundespräsidenten Wulff: der Islam gehöre mittlerweile zu Deutschland. Was heißt das?

Heißt es, daß er als Religion in Deutschland bloß existiert? Dann wäre ein solcher Satz nur eine Binsenweisheit. Seit die ersten türkischen Gastarbeiter nach Deutschland gekommen sind, existiert in unserem Land der Islam. Dann gehört aber auch fast jede andere Religion der Welt zu Deutschland: von Sekten wie Scientology bis zum Buddhismus.

Hat der Bundespräsident das gemeint? Ich glaube nicht. Er meinte wohl, der Islam sei inzwischen zu einem Teil unserer gemeinsamen deutschen Kultur geworden – und damit hätte er freilich keinesfalls recht. Der Islam ist eben nicht mit unseren eigenen kulturellen Traditionen verschmolzen, eine solche Inkulturation ist auch nicht abzusehen. Er ist vielmehr immer noch ein Fremdkörper, der peinlich auf seine Eigenständigkeit – und damit auf seine Fremdheit! – bedacht ist. Deshalb ist er zwar mitten unter uns, aber daß er nicht zu uns gehört, haben gerade die antisemitischen Ausfälle der letzten Tage auf eine sehr unerquickliche Weise bewiesen.

Wenn nämlich alles, was da ist, auch zu uns gehört, dann hätte Wulff auch sagen können: „Der Antisemitismus gehört zu Deutschland!“

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Unsere jungen antisemitischen Mitbürger mit Migrationshintergrund – oder: Juden ins Gas!

Erinnern Sie sich noch an den 11. September 2001?

Da sind, als die Nachrichten vom eingestürzten World Trade Center um die Welt gingen, die Palästinenser in den besetzten Gebieten aus den Häusern gestürzt und haben auf den Straßen getanzt vor Freude. Die Leute von der Fatah, die sicher genauso freudig erregt waren wie der einfache Mann auf der Straße, die aber den Symbolwert solcher Bilder besser einschätzen konnten, haben sie schnell wieder in die Häuser zurückgescheucht.

Nichts haben die Palästinenser so schnell begriffen wie den Symbolwert von Bildern und Filmen. Deshalb liefern sie zur Zeit täglich Bildmaterial von toten oder verletzten Kindern an die internationalen Nachrichtenagenturen. Das alles wird brav übernommen, und sogar ein ansonsten guter Journalist wie Claus Kleber brüstet sich im Interview mit Abdallah Frangi damit, das ZDF habe doch täglich die zugelieferten Bilder aus Gaza gezeigt.

Was hat das nun mit unseren muslimischen Mitbürgern in Deutschland zu tun? Sie demonstrieren hier seit Wochen gegen die „Kriegsverbrechen Israels“, aber sie haben in den ersten Tagen ihres Protests einen verhängnisvollen Fehler gemacht: sie haben nämlich, statt auch an die Wirkung ihrer Worte zu denken, ihren wahren Meinung freien Lauf gelassen.

„Judenschweine! Kindermörder!“ haben sie skandiert. Oder „Jude, Jude, feiges Schwein!“ Und in Gelsenkirchen: „Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“ In Nürnberg stürmten fromme Kopftuch-Muslimas mit ihren Männern eine Burger King-Filiale, weil die für sie den „jüdischen Kapitalismus“ symbolisiert.

Und dann hat man von den politischen Muslimverbänden und den Veranstaltern eine ähnliche Reaktion wahrgenommen wie damals nach 9/11: sie haben den Demonstranten einen Maulkorb verpaßt, weil ihnen die weltweite Reaktion auf ihren primitiven Haß doch ein wenig peinlich war. Antisemitisches durfte nun nicht mehr skandiert werden oder auf Plakaten stehen.

Aber der dumpfe Haß auf Israel und die Juden bricht auch in den jüngsten Demonstrationen immer wieder durch.

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Laßt Israel endlich in Frieden!

Israel ist ein Störenfried seit seiner Gründung. Es stört die Kreise seiner islamischen Nachbarn durch seine bloße Existenz, und mehr noch: durch seinen Erfolg. Die phlegmatischen Nachbarn neiden ihm seine Lebendigkeit, seine Weltläufigkeit, auch daher rührt der Haß, den fast die ganze islamische Welt diesem winzigen Land entgegenbringt.

Überhaupt: der Haß!

Zorn, Haß, eine fast ungebremste Lust an der Ausrottung, das sind die Gefühle, die in fast jedem Muslim lodern, wenn es um Israel geht. Jeder Psychiater, auch wenn er sich noch in der Ausbildung befindet, kennt den Fachbegriff dafür: Projektion. Man projiziert alle dunklen Triebe, die man im eigenen Innern nicht wahrhaben will, in einen anderen Menschen, ein anderes Volk. Das erleichtert das Leben ungemein.

So hat auch schon der Antisemitismus funktioniert: an allem waren immer die Juden schuld. Das Pathologische an der Projektion sieht man schon daran, daß die meisten Antisemiten, etwa in den östlichen Bundesländern, noch nie einen leibhaftigen Juden gesehen haben.

Der Antisemitismus ist eine Geisteskrankheit – freilich eine, die gefährlicher ist als das Ebola-Virus.

Israel, das doch nur den auf der ganzen Welt von Pogromen und Massakern bedrohten Juden eine kleine, aber sichere Heimstatt bieten sollte, ein winziges Stück Land (gerade einmal so groß wie unser Bundesland Hessen!), dieses kleine „Ländchen“ also soll der furchtbare Feind aller Muslime sein? Das ist geradezu lächerlich, aber die muslimischen Staaten, die in ihrer Mitte bis heute keine einzige wirkliche Demokratie zustandegebracht haben, brauchen dieses Land als Folie ihrer eigenen Existenz, als Feindbild, als Wohnstatt der dunklen Nachtseiten, die in ihnen selbst schlummern.

Sie selbst, die den neuesten Konflikt mit dem kaltblütigen Mord an drei israelischen Schülern angezettelt haben, ausgerechnet sie nennen die Israelis Kindermörder. Das ist Projektion in Reinkultur. Sie selbst haben danach eine Woche lang Tag für Tag Raketen auf ganz Israel abgefeuert, ehe die israelischen Streitkräfte militärisch geantwortet haben. Die Hamas hat, statt mit ihrem reichlichen Geld die Infrastruktur des Gazastreifens auszubauen, praktisch ihre gesamten Einkünfte in die Planung eines Großangriffs auf Israel gesteckt: Millionen von Dollars, die für die Bevölkerung gedacht waren, sind für den Ankauf und Bau von Raketen und für den Ausbau von High-Tech-Tunneln zum großen Showdown gegen den Erzfeind verwandt worden. Denn auch die Hamas lebt nur von ihrem Haß auf Israel, die Vernichtung des jüdischen Staates steht sogar bis heute in ihrer Charta (so wie man darin auch lesen kann, daß es einen Holocaust nie gegeben habe).

Israel, dieses winzige Land, umgeben von einem Meer von Feinden, hat es erst lernen müssen, wehrhaft zu sein. Die überall auf der Welt verfolgten Juden wollten hier, in ihrer angestammten Heimat, einfach nur in Frieden leben. Ihre arabischen Nachbarn gönnen ihnen dieses Glück bis heute nicht.

Israel hat wahrhaftig nicht alles richtig gemacht (man denke an die Siedlungspolitik), aber das Erstaunliche ist, wie lebhaft darüber in Israel selbst diskutiert wird. In den arabischen Nachbarländern wird überhaupt nicht diskutiert, da herrscht bis heute Grabesstille. Und die aus dem jüdischen Staat vor mehr als 70 Jahren (!) geflüchteten Araber und ihre Nachkommen werden immer noch, als Verhandlungsmasse, wie die Tiere in sogenannten „Flüchtlingslagern“ gehalten.

Wenn es Israel nicht gelernt hätte, wehrhaft zu sein (und dazu gehört die schon aus historischen Gründen moralisch selbstverständliche Unterstützung durch die USA, Europa und auch durch Deutschland), dann hätte es nicht überleben können. Nichts liegt Israel ferner als nach außen aggressiv zu sein – es will einfach nur in Frieden leben können.

Aber die muslimische Welt, die wahrlich genug Anläß hätte, sich an die eigene Nase zu greifen, mißbraucht Israel als Projektionsfläche für ihr eigenes Scheitern.

Es wird ihr aber nicht gelingen, Israel niederzuzwingen. Die Stärke Israels ist ja gerade, daß auch seine falschen Entscheidungen im eigenen Land immer wieder diskutiert (und sehr kontrovers und hitzig diskutiert!) werden.

Das sollen die arabischen Nachbarn erst einmal nachmachen.

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Putin der Scheinheilige

Scheinheilig, also nur zum Schein heilig, ist der Genosse Putin nicht nur, weil er sich gern von orthodoxen Priestern begleiten läßt. Das macht sich gut in Mütterchen Rußland, das kommt an beim einfachen Volk.

Scheinheilig ist auch sein ganzes Betragen in der causa Ucraina. So viel Lügen und Simulieren, so viel dreistes Täuschen hat man lange nicht mehr erlebt.

Da biegt sich alles Gebälk des Kontinents.

Zum Waffenembargo gegen Rußland heißt es in einer Erklärung des Kreml (in der heutigen F.A.Z. nachzulesen),

dieses sei verwunderlich, da Rußland an dem bewaffneten Konflikt in der Ukraine nicht teilnehme.

Ach du lieber Gott! Der Putin ist klein, sein Herz ist rein … Aber es kommt noch schöner: Rußland will, wie es der Genosse Außenminister angekündigt hat, beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Resolution einbringen, laut der „russische Friedenstruppen“ von jetzt an den Absturzort der malaysischen Passagiermaschine bewachen sollen.

Verehrter Wladimir Wladimirowitsch, das mußt du doch gar nicht erst beantragen! Deine „Friedenstruppen“, mit modernsten russischen Kriegswaffen ausgerüstet, sind doch schon da! Na ja, Truppen sind es im genauen Wortsinn eigentlich nicht, eher Leichenfledderer und Banditen, aber man sieht doch, wie du an ihnen hängst, rein emotional: was diese Söldner betrifft, da kommt kein böses Wort über deine Lippen.

Aber ein bißchen verrechnet hast du dich schon. So leicht wie auf der Krim geht es in der Ostukraine nicht. Das hast du dir sicher einfacher vorgestellt, gell? Die vermummten Schurken, die sich jetzt noch in Donezk und anderswo hinter der Zivilbevölkerung verstecken, werden hoffentlich bald wieder heim ins russische Zarenreich kommen!

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Mal wieder ein „Nahost-Experte“ …

Diesmal ist es Knut Dethlefsen, den n-tv.de interviewt (hier nachzulesen). Ich war gerade auf seiner Homepage – und habe nichts gefunden, was ihn zum speziellen „Nahost-Experten“ befähigen würde.

„Frieden ist ohne die Hamas nicht möglich“, sagt er allen Ernstes. Aber es ist doch gerade umgekehrt: Frieden ist mit der Hamas nicht möglich. Das Argument, daß die Vernichtung Israels ausdrücklich in der Charta der Hamas festgeschrieben ist, wischt er einfach weg: man könne ja „mit der Hamas in einen Dialog zu treten, damit dieser Passus aus der Charta verschwindet“.

O sancta simplicitas!

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Molotowcocktails auf die Synagoge

Drei Männer, so liest man in FOCUS Online, haben in der Nacht zum Dienstag mehrere Molotowcocktails auf die Synagoge in Wuppertal geworfen.

Die Rubrik, in der das berichtet wird, beschreibt FOCUS so:

Die Menschen in Deutschland erleben im Minutentakt spannende, aufregende, lustige, aber auch sehr dramatische, traurige und bestürzende Geschichten.

Da mag sich nun der Leser selbst aussuchen, ob der Angriff auf die Synagoge lustig, spannend oder traurig ist.

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Islamfeindlichkeit? Und was ist mit der Christenfeindlichkeit?

Der ganze Westen ist islamophob (das ist jedenfalls eines der beliebtesten Schimpfwörter der türkischen Islamverbände in Deutschland). Für diese Verbände ist die Islamophobie eine Art Geisteskrankheit, die in den westlichen Gesellschaften grassiert.

Aber: gibt es diese Islamophobie überhaupt? Was für eine Art Krankheit ist das?

Um es gleich vorweg zu sagen: diese Krankheit gibt es natürlich nicht. Sie ist eine Fiktion in den Köpfen der Muslime, die sich immerfort und überall und für alle Zeit als Opfer sehen möchten. Was es gibt, ist eine starke Abneigung gegen den Islam, aber der Grund dafür liegt nicht in der Religion, sondern in den Verbrechen, die von Muslimen nun schon seit Jahrzehnten in vielen Teilen der Welt begangen werden. Der Geist des Fanatismus, der mit orientalischer Grausamkeit auf fast allen allen Kontinenten Einzug gehalten hat, ist die neue Geißel der Menschheit. Aber davon wollen die Herren Mazyek & Co. nichts hören und sehen.

Die Angriffe auf Moscheen und die Ressentiments gegen den Islam nähmen immer mehr zu, sagt Herr Mazyek. Das ist blanker Unfug.

Ressentiments sind sachlich unbegründete Vorurteile, aber der Widerwille gegen den Islam ist ganz und gar nicht unbegründet, er fußt auf einer langen Kette von ruchlosen Verbrechen, die nicht erst am 11. September 2001 begonnen haben, sondern schon mit Ajatolla Chomeini – und die noch lange nicht beendet sind. Der Blutzoll durch den politischen Islam ist unsäglich, aber nirgendwo im Islam findet man ein Bekenntnis der eigenen Sünden, wie es etwa in der christlichen Liturgie selbstverständlich ist. Der Islam kennt offenbar kein Eingeständnis der eigenen Schuld – das mag auch an der männlich dominierten Art der arabischen Gesellschaften liegen.

Wie aber sieht die Wirklichkeit aus? In der Wirklichkeit sind Muslime fast immer die Täter, und Christen sind fast immer die Opfer. Seit den römischen Christenverfolgungen unter Nero und Vespasian hat es solche Massaker an Christen wie heuzutage nicht mehr gegeben.

Wäre es da nicht an der Zeit, daß die muslimischen Täter einmal darüber nachdenken, was sie da anrichten? Und ich meine damit nicht die geistig schlichten Jugendlichen, die von einer islamischen Weltherrschaft träumen und ihre pubertäre Männlichkeit in Syrien und im Irak ausleben wollen. Ich meine Menschen wie Aiman Mazyek und die Mitglieder der türkischen Islamverbände, denen zum Beispiel die freie Religionsausübung der Christen in der Türkei keinen Pfifferling wert ist. Ein türkischer Muslim, der zum Christentum konvertieren möchte, muß auch im 21. Jahrhundert noch um sein Leben, zumindest aber um seine körperliche Unversehrtheit und seine bürgerliche Freiheit bangen.

Das ist eine Schande.

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