Die Gruben der Dasha oder: Ein charming und einsam Madchen

Ach, die Dasha! Aber so ist es im Leben: jedes einsam Madchen ist auf der Suche nach einem schonen Mann.

Das also hat mir das Madchen gerade per E-Mail geschrieben:

Guten Tag Unbekannter. Ich mit einer geringen Verzogerung euch schreibe, ich hoffe dass Sie noch Interesse an einer ernste Beziehung sind. Ich bin ein charming und einsam Madchen. Ich bin auf der Suche einen schonen Mann.

Bietet grundlegende Informationen uber mich. Ich bin Dascha. Ich fuhre ein gesunden Lebensstils und die Natur geniessen. Ja klar, wie alle Menschen, ich habe eine Fehler, und ich bin nicht ideal. Ich bin zum Verlassenheit mude, und ich bin gelangweilt, allein zu leben, wie ich bin verspitzen, um wirklich einen liebenden Lebenspartnerin zu feststellen, der mir treu sein wird. Ich bin nicht jugendlich, ich bin 26 Jahre alt. Ich bin offenherzig fur Liebe und bereit, sich auf einen einzigen liebenden Lieblingsmann zu widmen. Ich liebe Neue zu lernen. Ich finden nach einem Mann, der mein Lebenssinn sein wurde, ein verlasslicher Boyfriend und ein passioniert Liebhaber. Ich glaube, du bist perfekt mit dieser Rolle fertig! Ich werde fur dich vollig anhanglich und aufrichtig sein. Ich warte auf Ihre Antwort.

Mit besten Gruben. Ihre neueFreundin Dasha

Unglaublich, wie schnell man im Internet zu einer neueFreundin kommt, die zwar zum Verlassenheit mude ist, aber trotzdem einen gesunden Lebensstils fuhrt. Auch ich grüße dich mit besten Gruben, liebe Dasha.

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Aufklärung im Islam „nicht wünschenswert“?

Die AfD ist eine Partei von Bauernfängern geworden. Sie ist durch und durch demagogisch, und sie geht (erfolgreich!) auf Dummenfang.

Anders als die alte Lucke-AfD lebt die inzwischen von der Rechten gekaperte Partei nur noch vom Haß auf den Islam. Islamisten, Salafisten, archaische Muslime jeder Couleur können sich darüber nur freuen, denn genau dieser geistig anspruchslose Antagonismus – gutes Abendland, böser Islam – ist Wasser auf ihre Mühlen. Und er ist keineswegs nur geistig schlicht und taktisch falsch: er entspringt niedrigsten Beweggründen. Denn wenn es gelingt, hier in Europa einen Islam mit menschlichem Antlitz zu schaffen, dann kommt die AfD in ihrer heutigen Verfassung in die Rumpelkammer der Geschichte.

Deshalb, und nur deshalb hat die AfD jetzt beschlossen, daß eine Aufklärung im Islam „nicht realistisch und nicht wünschenswert“ sei.

„Nicht realistisch“? Das mag sein, obwohl jener schöne Satz, der, glaube ich, vom (zu Unrecht) fast vergessenen Kanzler Kiesinger stammt, daß nämlich die Geschichte erfinderisch ist, kaum mehr gewürdigt wird (und das in einer Zeit, in der die Geschichte durch die deutsche Wiedervereinigung und den Zusammenbruch des Kommunismus gezeigt hat, wie erfinderisch sie ist!).

Aber ist eine Aufklärung im Islam wirklich „nicht wünschenswert“? Das kann nur sagen, wer den Haß und die Polarisierung zur Rechtfertigung seiner politischen Existenz braucht.

Die AfD – da muß ich Schäuble ausnahmsweise einmal beipflichten – ist tatsächlich eine Schande für Deutschland.

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nicht Regierungsorganisatonen

Auf einer Internetseite namens Poltec kann man (gleich zweimal!) folgende Überschrift lesen:

China stellt nicht Regierungsorganisationen unter Polizeikontrolle.

Keine aufregende Neuigkeit, denn daß China seine eigenen Regierungsorganisationen nicht unter Polizeikontrolle stellt, dürfte niemanden überraschen. Oder wollte uns der Dichter etwas anderes sagen?

Ach ja: nochmals allen an der Planung der „Neuen Rechtschreibung“ Beteiligten ein ganz großes Kompliment! Sie haben es – zusammen mit Grundschullehrern, die ihren Schülern erst einmal zwei Jahre lang die Falschschreibung beibringen – in kürzester Zeit geschafft, immer mehr Analphabeten heranzuziehen. Jeder schreibt heute, wie er will. Und was ist mit den Lehrern? Haben sie kein Interesse mehr an der deutschen Sprache? Fehlt auch ihnen das Sprachgefühl? Oder – eine schreckliche Vorstellung – gehören sie selbst schon zu denen, im Zeitalter der sprachlichen Beliebigkeit aufgewachsen sind?

Man muß jedenfalls heutzutage schon froh sein, wenn man irgendwo im Internet noch einen einzigen fehlerfreien Satz entdeckt.

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Frauke Petry und die Minarette

Frauke Petry sagte in einem Interview mit der Rheinischen Post:

Wer privat Muslim sein will, braucht dafür kein Minarett.

Das stimmt natürlich. Aber gilt dann nicht auch: Wer privat Christ sein will, braucht dafür keinen Kirchturm?

Wohlgemerkt: ich bin ganz und gar nicht dafür, alle Religionen gleichzusetzen und zu einem bunten Gemischtwarenladen zu machen. Ganz im Gegenteil: ich wünschte mir, daß im Grundgesetz der Bezug auf das Christentum als eine der wichtigsten Grundlagen unserer Kultur viel deutlicher und kraftvoller herausgestellt würde – auch damit das Bundesverfassungsgericht sich nicht wie bisher auf die rechtliche Gleichwertigkeit aller Religionen berufen und dadurch unser Christentum auf eine Stufe mit den exotischsten Sekten stellen kann.

Aber ein so dummer Satz wie der von Petry hätte vor keinem deutschen Gericht Bestand.

Ein Politiker muß immer darauf achten, daß er im Einklang mit den Gesetzen handelt. Ein Demagoge muß das nicht.

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Der Islam – nur Mitgefühl, Frieden und Rosenwasser?

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele kluge, gebildete Muslime es gibt, die in der öffentlichen Diskussion (und auch bei den Muslimen selbst) kaum eine Rolle spielen.

Einige von ihnen zitiert die in Mogadischu geborene Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali in ihrem Buch Reformiert euch! Warum der Islam sich ändern muß. Hirsi Ali kann seit vielen Jahren nur noch unter Polizeischutz leben und wohnt an einem geheimen Ort. Sie ist inzwischen Bürgerin der Vereinigten Staaten.

Einer der Männer, die sie in ihrem Buch zu Wort kommen läßt, ist der irakische Geistliche Ijad Jamal al-Din, der sich gegen eine allen Bürgern aufgezwungene Scharia ausspricht :

Ich sage, daß wir entweder dem islamischen religiösen Recht folgen, womit der ISIS mehr oder weniger im Recht wäre, oder wir folgen vom Menschen gesetztem Recht, zivilen aufgeklärten Gesetzen, nach denen Jesiden Bürger wie schiitische oder sunnitische Muslime sind. Wir müssen uns entscheiden, ob wir von Menschen gemachten zivilen Gesetzen folgen, die vom irakischen Parlament erlassen wurden, oder ob wir Fatwas gehorchen, die von der islamischen Rechtsprechung ausgegeben werden. Wir dürfen nichts beschönigen und behaupten, der Islam sei eine Religion von Mitgefühl, Frieden und Rosenwasser, und alles sei in Ordnung.

Und der 1948 im Irak geborene Ahmad al-Qabbanji, der in den 70er Jahren in seiner Heimatstadt Nadschaf studierte, schreibt:

Ich bin von dieser Religion abgewichen, die ich bis ins Kleinste ablehne. Sollen sie sagen, ich sei ein vom Glauben Abgefallener und Ketzer. Das ist wahr. Ich bin ein von ihrer Religion Abgefallener, die nichts anderes als Haß auf andere schürt: eine Religion ohne Schönheit, ohne Liebe, ohne Menschlichkeit.

Eines zumindest sieht man an diesen Zitaten, die man noch erweitern könnte: es gibt im Islam – neben den einfach gestrickten Mördern, die nur noch Schwarz und Weiß, Paradies und Hölle kennen – auch viele, viele andere, die über den moralischen und theologischen Niedergang iherer Religion entsetzt sind. Sie müssen wir unterstützen, denn sie könnten einmal das geistige Rückgrat eines Islams mit menschlichem Antlitz bilden.

Insofern gleicht die Lage des heutigen Islams – mutatis mutandis – in verblüffender Weise der des osteuropäischen Kommunismus in den 60er Jahren. Der Prager Frühling unter Alexander Dubček war der letzte Versuch, einen „Sozialismus mit menschlichem Antleitz“ durchzusetzen. Die Zerstörung dieser Hoffnung durch russische Interventionstruppen war der Anfang vom Ende des Sozialismus überhaupt, auch wenn der noch eine Zeitlang dahinsiechen konnte.

Auch der Islam kann seinen Bestand und seine archaischen Gesellschaftsauffassungen fast nur noch mit Gewalt erhalten. Das könnte, wie es etwa Hamed Abdel-Samad prophezeit, sein Ende in nicht allzu ferner Zukunft bedeuten.  Wünschenswert finde ich das – anders als die Demagogen und Hetzer von der AfD – nicht.

Wenn es überhaupt gelingen soll, den Islam zu reformieren und in die Moderne zu führen, dann wird das nur in unserem alten Europa möglich sein. Gerade deshalb finde ich die großartige Geste von Angela Merkel, die in Ungarn gestrandeten syrischen Flüchtlinge in unserem Land aufzunehmen, nicht nur christlich im besten Sinne des Wortes. Sie schafft auch die Möglichkeit, viele Menschen, die dem verbrecherischen Islam entronnen sind, von einem schönen, einem menschenfreundlichen Islam zu überzeugen.

Ob das gelingt, weiß niemand. Daß es nicht leicht sein wird, versteht sich von selbst. Aber was ist in der Geschichte der Menschheit schon leicht gewesen?

Illusionen über den heutigen Islam habe ich wirklich nicht (das kann man nachlesen), aber ich finde, es ist jede Mühe wert, dieses Wagnis einzugehen – auch wenn uns die Bauernfänger vom rechten Spektrum einreden wollen, daß unser Abendland in Gefahr ist. Wenn ich aufmerksam zuhöre, was Petry, Storch und Höcke so alles zu sagen haben, dann weiß ich, wer hier eine Gefahr für das Abendland darstellt.

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Die Amseln sind wieder da!

Wie schön, wenn man frühmorgens aufwacht und das Flöten der Amseln hört!

Jahrelang waren die Amseln hier im Rhein-Main-Gebiet fast ganz verschwunden. Schuld daran war, wie man lesen kann, das Usutu-Virus, das zu einem regelrechten Amselsterben geführt hat.

Jetzt sind sie wieder da, sie unternehmen wieder ihre gefährlichen Tiefflüge über die Straßen, denen so viele von ihnen zum Opfer fallen, sie kommen an Futterstellen, und vor allem: sie singen wieder!

Hoffen wir, daß die Population jetzt wieder ihre alte Größe erreicht.

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Keine Religionsfreiheit für Christen unter Erdogan

Erdogan ist ein Stratege. Sein Ziel war es von Anfang an, den laizistischen Staat Atatürks durch einen durch und durch islamischen zu ersetzen. Dieses Ziel hat er Schritt für Schritt durchgesetzt.

In einem islamischen Staat, das zeigt die Erfahrung, ist für „Ungläubige“ kein Platz – für Christen schon gar nicht. Ein Muslim, der zum Christentum übertritt, ist fast in allen islamischen Ländern vogelfrei, auch in der Türkei.

In letzter Zeit häufen sich in der Türkei auch systematische Kirchenschließungen (etwa in Bursa und Diyarbakir) und die Enteignung von Klöstern. Man lese einmal, was Timo Güzelmansur dazu sagt, der die Stelle für christlich-islamischen Dialog bei der Deutschen Bischofskonferenz leitet (hier einzusehen).

Die Priesterausbildung ist seit Jahrzehnten verboten, christliche Kirchen und Gemeinden haben keinen gesicherten Rechtsstatus. Nicht einmal, wenn ein katholischer Priester in der Türkei ermordet wird, wie zum Beispiel Don Andrea Santoro in Trabzon, darf sich die Kirche an dem Prozeß beteiligen. So wie es kritischen Journalisten aus dem Ausland geht, so geht es auch ausländischen Priestern und Ordensleuten: sie bekommen einfach keine Aufenthaltserlaubnis. Und es wird Haß geschürt gegen die Christen, die man als „Spione“ des Westens betrachtet.

Das alles – eine handfeste Christophobie – wird hinter einem süßlichen Wortschwall verborgen. Aber es ist nichts anderes als eine kaum verhüllte Christenverfolgung, wie sie in fast allen islamischen Staaten üblich ist.

Der Islam – könnte man sagen – kann sich nur noch durch das Strafrecht (und bisweilen nur durch den Henker) vor dem Abfall seiner Schäflein schützen.

Das ist nicht gerade ein Zeichen von Selbstbewußtsein, und es wird den Islam, wenn er nicht endlich in der Neuzeit ankommt, auch nicht vor dem Untergang schützen.

PS:  Das alles war schon so Monate und Jahre vor dem Putsch, den Erdogan dann dazu mißbraucht hat, aus der schönen Türkei ein einziges, großes Gefängnis zu machen.

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Was erlaube Sultan?!

Ach, ein Trapattoni (seine in wunderbarem Deutsch geformte Wutrede findet man auf Youtube) könnte viel eloquenter (und feuriger!) über den Sultan im fernen Ankara reden als ich.

Aber ich versuche es trotzdem.

Die Kanzlerin hat zwei Fehler gemacht: sie hat auf die mehrfache freche Einberufung des deutschen Botschafters in Ankara überhaupt nicht reagiert, und sie hat sich nach der Ausstrahlung des unsäglichen Böhmermannschen Machwerks in einem Telefonat bei Erdogan entschuldigt. Beides wäre bei einem halbwegs demokratischen Gegenüber verständlich gewesen – aber nicht bei einem Erdogan, der sich inzwischen (so hat es den Anschein) für den König der Welt hält.

Einer wie Erdogan nimmt ein Verhalten wie das Merkelsche nicht als Höflichkeit wahr, sondern als Kotau. Es führt dazu, daß er noch dreister, noch unverfrorener wird.

Die Folgen kann jeder in der Zeitung lesen. Der deutsche Journalist Volker Schwenck wird von Erdogans Polizei 12 Stunden lang verhört, ohne daß man ihm den Grund dafür mitteilt.

Die niederländische Journalistin Ebru Umar ist nachts aus ihrer Wohnung in Kusadasi geholt und von der Polizei abgeführt worden. Sie ist inzwischen wieder frei, darf das Land aber nicht verlassen.

Was war geschehen? Frau Umar hat etwas ganz und gar Abscheuliches ans Licht des Tages gebracht. Das türkische Konsulat in Rotterdam hatte nämlich, wie man hier nachlesen kann, alle Türken in der Region Rotterdam aufgefordert, ihm mitzuteilen, wo überall in der Netzwerken der büyük lider Erdogan beleidigt worden sei. Erdogan beschränkt seine Machtbefugnisse also nicht mehr auf die Türkei, er will offenbar die ganze Welt mit seinen lächerlichen Beleidigungsklagen überziehen. Inzwischen soll es in der Türkei (wie in dem Artikel der Welt zu lesen ist) eine eigene Hotline geben, wo Denunzianten aus dem In- und Ausland Beleidigungen des Großen Führers gehorsamst melden können.

Noch schlimmer treibt es Erdogan, wenn es um den Völkermord an den Armeniern geht. Die Dresdner Sinfoniker, die für ein musikalisches Projekt über das türkische Massaker EU-Gelder bekommen haben, erleben jetzt die Macht des Sultans: die türkische Botschaft bei der EU verlangt, daß Europa die Finanzierung des Projekts einstellt und die schon bezahlten Gelder wieder einkassiert. Wird jetzt der türkische Botschafter (endlich einmal!) für diese Unverfrorenheit einbestellt? Im Gegenteil: die EU löscht die entsprechende Internetseite und drängt das Orchester dazu, seine Seite „abzumildern“ und das Wort „Genozid“ nicht mehr zu verwenden.

Feige Europäer!

Ein Böhmermann aus dem deutschen Zotenland ist Erodgan da gerade recht, und eine Kanzlerin, die nur noch Zaghaftes säuselt, um ja seine Gunst zu behalten, sollte jetzt in sich gehen. Und zwar ohne Verlierung einer Minute!

Ich sage es noch einmal: einer wie Erdogan hat in der „Wertegemeinschaft“ NATO nichts zu suchen – und in der EU, die er hämisch als „Christenklub“ bezeichnet, schon gar nicht.

Wir sind auch keineswegs politisch oder wirtschaftlich von ihm abhängig. Das Gegenteil ist der Fall.

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Mustafa – er wollte doch nur kochen!

Ach, der Mustafa! Die Richter des 7. Strafsenats am Düsseldorfer Oberlandesgericht hatten kein Erbarmen mit ihm.

Sie haben Mustafa C. aus Mönchengladbach, der 2013 mehrere Monate lang in Syrien stellvertretender Kommandant einer IS-Kampftruppe war, zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt.

Ein ganz und gar ungerechtes Urteil, denn Mustafa – so seine Einlassung vor Gericht, die er vermutlich nach gründlicher Beratung mit seinem Anwalt abgegeben hat – ist so unschuldig wie ein Lämmlein. Er habe, gab er nämlich zu Protokoll, für den IS

lediglich geputzt und gekocht.

Allein für diese Bemerkung hat er die sechs Jahre und drei Monate schon verdient.

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Der Sultan und die ARD

Der Sultan mag Journalisten nicht – allenfalls solche, die ihm ehrfürchtig die Hand küssen.

Das tut der ARD-Korrespondent Volker Schwenck gewiß nicht, der – sicher auf Geheiß des Sultans – in Istanbul festgehalten und 12 Stunden lang verhört wurde.

Schwenck, inzwischen wieder in Kairo, verlangt Aufklärung darüber, warum man ihm die Einreise verweigert hat.

Da mag er lange warten. Ein Sultan ist doch nicht auskunftspflichtig! Er herrscht schließlich unumschränkt über seine Untertanen – und über Besucher, die Einlaß begehren, erst recht.

PS: Man sieht, wie viel Platz hier für eine Satire wäre, die Erdogan wirklich trifft. Zoten- und pubertätsgetränkte Zeilen gehören nicht dazu.

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