Die AfD im „christlich-laizistischen Land“

Alexander Gauland, stellvertretender Parteichef der AfD, sagte bei der Vorstellung seines Parteiprogramms:

Wir sind ein christlich-laizistisches Land, der Islam ist ein Fremdkörper.

Das ist eine interessante Formulierung, denn wenn wir ein christliches Land sind, können wir nicht gleichzeitig laizistisch sein. Und wenn wir wirklich laizistisch sind, dürfen wir den Islam nicht als Fremdkörper sehen.

Die Wahrheit ist, daß die AfD in ihrer jetzigen Verfassung, d.h. nach dem Aderlaß durch den Weggang fast aller ihrer seriösen Politiker, mit dem Christentum weder praktisch noch theoretisch etwas am Hut hat. Die Verteidigung des „christlichen Abendlandes“ ist eine demagogische Floskel ohne Auswirkung auf die praktische Politik (auch Hitler hat ja in den ersten Jahren noch christliches Vokabular verwendet, ehe er vollends darauf verzichten konnte).

Daß der Islam bei uns ein Fremdkörper ist, mag sein. Daß seit Jahrzehnten fast alle Terroranschläge auf der Welt im Namen des Propheten verübt werden, stimmt ebenfalls. Aber etwas anderes ist auch richtig: wenn überhaupt irgendwo auf der Welt ein liberaler Islam, ein Islam mit menschlichem Antlitz entstehen soll, dann hier in Mitteleuropa (und nicht in Saudi-Arabien, Qatar oder Pakistan). Das ist eine historische Chance. Wir sollten sie ergreifen, statt hinter Demagogen und Bauerfängern herzulaufen.

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Papst Franziskus und Helmut Kohl

Das Christentum ist heute immer noch ein konfessioneller Flickerlteppich. Katholiken, Protestanten, Orthodoxe – sie alle haben lange mit Lust das betont, was sie voneinander unterscheidet. Theologische Spitzfindigkeiten, etwa zur Rechtfertigungslehre oder zur Stellung des Bischofs von Rom, sind ihnen (oft sogar heute noch) wichtiger als der Kern ihres Glaubens.

Dabei ist dieser Kern so einfach, daß man nun wirklich kein Theologiestudium braucht, um ihn zu verstehen. Eine Gesetzesreligion, die den Gläubigen vorschreibt, was sie essen, tun und lassen dürfen, ist das Christentum nie gewesen. Im Grunde kann man den ganzen christlichen Glauben in zwei Worten zusammenfassen, die sich auch noch weitgehend überschneiden: Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Das ist der Glaubenskern, und an ihm (und nicht an irgendwelchen Vorschriften und Verboten) muß sich ein Christ messen lassen.

Insofern ist gerade die sog. „Flüchtlingskrise“ ein Prüfstein für den christlichen Glauben.

Hic Lesbos, hic salta! – das möchte man zumindest jenen Politikern zurufen, die sich christlich nennen oder das „christliche Abendland“ verteidigen wollen. Einer, der sich uneingeschränkt und bewundernswert daran hält, ist Papst Franziskus – das hat er bei seinem Kurzbesuch auf Lesbos wieder auf eindrucksvolle Weise gezeigt.

Und Helmut Kohl? Vielleicht hätte ihn seine junge Frau davon überzeugen sollen, daß er besser nicht mehr öffentlich auftreten sollte. Wenn er es aber doch tut, dann darf man ihn genauso kritisieren wie jeden anderen Politiker auch. Seine historischen Verdienste um die deutsche Einigung, die unbestreitbar sind, machen ihn nicht unantastbar.

Jetzt hat er sich mit einem Paukenschlag in die Tagespolitik eingemischt: ausgerechnet zugunsten seines „Freundes“ Viktor Orbán, den er am Dienstag in Oggersheim empfangen will. In einem Vorwort zur ungarischen Ausgabe seines Buches „Aus Sorge um Europa“ kritisiert Kohl nicht nur die deutsche Flüchtlingspolitik allgemein, sondern gerade auch die Rettung der in Ungarn im September 2015 gestrandeten und von Orbáns Regierung gedemütigten und wie Aussätzige behandelten Menschen.

Kohls Argument (hier nachzulesen):

Einsame Entscheidungen, so begründet sie dem einzelnen erscheinen mögen, und nationale Alleingänge müssen der Vergangenheit angehören.

Wohlgemerkt: damit meint er nicht die „einsamen Entscheidungen“ von Orbán, von Polen, Tschechien und vielen anderen EU-Ländern, die sich der europäischen Solidarität hartnäckig verweigert und nicht einen einzigen Flüchtling aufgenommen haben. Damit meint er Deutschland, das sich als einziges Land in einer extrem schwierigen Lage dazu entschlossen hat, christlich zu handeln.

Für Kohl ist das ein Fehler gewesen, denn die Flüchtlinge

folgen oft auch einem anderen als dem jüdisch-christlichen Glauben, der zu den Grundlagen unserer Werte- und Gesellschaftsordnung gehört.

Mit anderen Worten: da, wo Menschen in Not sind, fragen wir sie erst einmal, an welchen Gott sie glauben, zu welchem Kulturkreis sie gehören? Und da die meisten von ihnen Muslime waren, hätten wir sie besser im ungarischen Morast lassen sollen, ohne richtige Kleidung, ohne Nahrung, ohne ärztliche Versorgung?

Eine der Flüchtlingsfrauen hat in einem Bahnhof ihr Kind zur Welt gebracht. Kein ungarischer Arzt hat ihr geholfen. Kohls Freund Orbán hat nur lapidar erklärt, man habe die Flüchtlinge ja nicht eingeladen.

Das ist nicht meine Vorstellung vom christlichen Glauben.

Und wie der „praktizierende Katholik“ Kohl so etwas ausgerechnet im von Papst Franziskus ausgerufenen „Jahr der Barmherzigkeit“ schreiben kann, bleibt mir ein Rätsel.

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Schnellroda

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die das selbständige Denken noch nicht aufgegeben haben (und auch nicht wissen, wo Schnellroda liegt!), sollten Sie unbedingt die Reportage „Die rechten Fäden in der Hand“ in der heutigen F.A.Z. lesen. Sie finden sie hier.

Vor solchen Menschen besteht mehr Grund zur Furcht als vor einer Million Flüchtlinge.

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Böhmermann vor Gericht

Daß Böhmermann jetzt sein Machwerk rechtlich verteidigen muß, ist keine Katastrophe. Es ist eine ganz normale Sache.

Nicht die Kanzlerin oder sonstwer hat diese schmutzigen Zeilen abgesondert, sondern Böhmermann selbst. Nur er selbst ist für sie verantwortlich, nicht die Regierung, nicht die CDU, nicht das ZDF – und auch sonst niemand. Jetzt muß er sich dafür rechtfertigen, und vor deutschen Gerichten, die traditionsmäßig die Freiheit der Rede hochhalten (gottlob!), muß er sich nicht fürchten.

Der Schaden aber, den er mit seinen pubertären Zeilen (sie klingen, als sei er gerade erst 14 geworden!) politisch angerichtet hat, ist immens. Erdogan, der in der Türkei jeden kritischen Journalismus abwürgt, steht – dank Böhmermann! – plötzlich als Opfer da.

Aber das begreift Böhmermann nicht – und seine treuen Fans, die ihn jetzt in allen Foren zum Helden der Pressefreiheit machen, begreifen es auch nicht.

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Der Große Böhmermann oder: Heiligengeschichtsschreibung auf Wikipedia

Wenn man in der Wikipedia mit der rechten Maustaste auf eine Seite klickt, kann man sich die Größe der Seite in KB anzeigen lassen. Auf diese Weise kommt, na, sagen wir: Erstaunliches zutage.

Die Seite über den Schriftsteller Oskar Maria Graf („Das Leben meiner Mutter“) umfaßt 18,25 KB.

Auf Hitlers Geliebte Eva Braun entfallen 19,8 KB.

Heinz Erhard, der oft und bis heute unterschätzte Komiker aus den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik, bekommt gerade mal 19,9 KB zugewiesen.

Dem Komponisten Camille Saint-Saëns („Karneval der Tiere“) widmet man 20,36 KB.

Der Schriftsteller Robert Gernhardt, gegen den die heutigen „Comedians“ wie alberne Zwerge aussehen, muß sich mit 24,12 KB begnügen.

Einer der großen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, Theodor Storm („Der Schimmelreiter“), kommt auf 26,15 KB.

Siegfried Lenz („Die Deutschstunde“) werden 27,44 KB zugesprochen.

Der Komponist Igor Strawinsky („Le sacre du printemps“) darf sich über 28,35 KB freuen.

Und Jan Böhmermann?

Er überragt alle – mit 29,02 KB!

Da wird auf hagiographische Art in der Wikipedia (fast) kein Detail ausgelassen. Ein paar Beispiele gefällig?

Böhmermann ist Urheber des Ausspruchs „Fußball ist wie Schach – nur ohne Würfel!“

Ab 2009 war Böhmermann Mitglied im Ensemble der neuen Sendung von Harald Schmidt im Ersten. In der ersten Folge wurde bekannt, dass er wenige Wochen zuvor unter dem Pseudonym Rüdiger Alt gegenüber einigen Fernsehsendern einen an Schweinegrippe Erkrankten mimte.

Am Amtsgericht Köln war Böhmermann als Schöffe tätig.

Im August 2014 twitterte Böhmermann eine bekannte Aufnahme des Fotografen Martin Langer von den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen aus dem Jahr 1992.

Der satirische Rapsong Ich hab Polizei, den er samt Musikvideo am 26. November 2015 im Rahmen des Neo Magazin Royale unter dem Künstlernamen POL1Z1STENS0HN veröffentlichte, fand in den Medien ein breites Echo und wurde kontrovers diskutiert. Das Lied stand in der ersten Woche auf Platz sechs des Download-Rankings von GfK Entertainment. In den deutschen Single-Charts stieg es am 4. Dezember auf Platz 10 ein.

Das sind alles Informationen, auf die die Welt gewartet hat. Es ist mir aber gelungen, noch weitere Details aus Jan Böhmermanns Leben zu recherchieren, die nicht einmal den Wikipedia-Autoren bekannt waren.

Folgende Tatsachen sollten auf der Wikipedia-Seite unbedingt noch Erwähnung finden:

Am 29. Februar 2016 wurde Jan Böhmermann in einem Bremer Restaurant dabei beobachtet, wie er mehr als fünf Sekunden lang in der Nase bohrte. BILD-Leserreporter Alfons Matuschat hat die Szene gefilmt und auf Youtube veröffentlicht. Das Video wurde bereits 496.374 mal angeklickt.

Aufsehen unter den Usern erregte auch eine Twittermeldung aus dem Jahr 2006. Nach einem langen Dreh in den Abendstunden twitterte Böhmermann: „Bin müde.“ Der Tweet wurde bis heute (Stand 13. April 2016) 7.589 mal geliked.

Noch ganz unbekannt ist bis heute, daß Böhmermann zu Beginn des Jahres 2001 mehrere Tage lang erkältet war.

Im Jahr 2011 soll Böhmermann in Bremen während der Grünphase der Fußgängerampel eine Straße überquert haben. Zeugen haben sich leider noch nicht gemeldet.

Das ist nur ein kleiner Auszug aus meinen Recherchen. Fortsetzung folgt!

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Der Winkemann von Berwang – Ein kleiner Rückblick auf die Saison 2015/16

Am Sonntag ist in Berwang die Wintersaison der Sonnalmbahn zuendegegangen.

Das mag kein großes Ereignis sein, für die Freunde des Berwanger Winkemanns aber schon, denn der winkt (jeden Morgen gegen 8.33 Uhr im Alpenpanorama auf 3sat live zu sehen) leider nur im Winterhalbjahr.

Jetzt hat er also seine Ruhe – bis in die kommende Adventszeit.

Die Saison 2015/2016 hat wenig erfreulich begonnen. Der Winkemann (es ist ein neuer, der alte hat vor einiger Zeit seinen verdienten Ruhestand angetreten) hat seine Arbeit für die inzwischen weltweite Gemeinde der Winkemannliebhaber einfach nicht ernst genug genommen. Mal kam er zu spät und schlurfte, während die Kamera sich schon entfernte, gelangweilt zum Winkeplatz, mal schien er seiner Pflicht nur lustlos und desinteressiert nachzukommen.

Aber das änderte sich gottlob schnell.

Nach ein paar Wochen war er wie ausgewechselt. Ob es nun die mahnenden Worte waren oder eigene Einsicht: von da an winkte er mindestens so freundlich und gewissenhaft (und genauso professionell!) wie sein Vorgänger. Und nicht nur das, er hat uns auch ein paar Schmankerl geschenkt: durch einarmiges Winken, durch ganze Winkegruppen (einmal waren sie sogar zu viert!), und natürlich durch das Schwenken der österreichischen Fahne, das ich beim alten Winkemann nie gesehen habe.

Nach meiner Zählung hat man ihn zwischen dem 21. Dezember 2015 und dem 3. April 2016 an 75 Tagen winken sehen – das ist auf jeden Fall ein neuer Rekord! Dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, daß er sicher auch an Tagen gewinkt hat, an denen ihn die Kamera, die wohl nach einer Art Zufallsfaktor schwenkt, nicht erfaßt hat.

Also: freuen wir uns jetzt erst einmal auf den Sommer, wenn die Almen grün werden, und natürlich auf den Dezember, wenn der Winkemann pünktlich um 8.33 Uhr wieder zu sehen sein wird!

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Böhmermanns „Satire“ – was für ein elendes Machwerk!

Ich habe in diesem Tagebuch oft genug Satirisches über Erdogan geschrieben, aber das Machwerk von Böhmermann, das von einem pubertierenden Jugendlichen kommen könnte, hat mit Satire nun wirklich gar nichts zu tun.

In seiner Unterleibswitzigkeit erinnert es eher an die monströse Ausschüttung von Körpersäften auf den Bühnen des deutschen „provokativen“ Regietheaters.

Welchen Schaden dieser Mann damit der wirklichen Satire und der wirklichen und politischen Kritik an der autoritären Politik Erdogans zufügt, begreift er offenbar nicht.

Aber so sind eitle Selbstdarsteller, denen es um ihre eigene Person und nicht um die Sache geht. Mit der großen Tradition des deutschen politischen Kabaretts hat Böhmermann nichts gemein.

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Merkel und ihr Sultan – Ein Schulmädchen-Report

Daß, wer Politik macht, keine Berührungsängste haben darf, ist klar. Wenn wir nur noch mit demokratischen Regierungen reden würden, hätte Frank-Walter Steinmeier kaum noch etwas zu tun. Man hat mit Hitler geredet, mit Chruschtschow, Breschnew und Mao, also muß man – selbstverständlich! – auch mit Putin und Erdogan reden. Nicht weil sie uns ans Herz gewachsen sind, sondern weil sie die faktische Macht in ihren Ländern haben.

Aber es kommt darauf an, wie man mit ihnen redet.

Die Kanzlerin hat sich früher immer entschieden gegen einen Beitritt der Türkei ausgesprochen, und sie hat das Erdogan auch bei einem Treffen ins Gesicht gesagt (diesen Mut hat meines Wissens kaum ein anderer Politiker gehabt). Wie sie sich aber jetzt der Türkei gegenüber verhält, das ist kaum noch verständlich.

Seit Erdogan gemerkt hat, daß er durch eine geschickte Lenkung der Flüchtlingsströme einen fast beliebigen Druck auf die EU (den „Christenklub“, wie er die EU gerne nennt) ausüben kann, zeigt er immer öfter, wie ein Sultan mit seinen Untertanen umgeht. Den deutschen Botschafter bestellt er fast monatlich ein, und seine Sprache Deutschland gegenüber wird immer dreister: er will die Diskussion (in Deutschland!) über den Völkermord an den Armeniern unterbinden und Satiresendungen (in Deutschland!) verbieten und ihre Ausstrahlung für alle Zeit verhindern. Und er besteht auf einer Strafverfolgung gegen Böhmermann – in Deutschland!

Kurz gesagt: er will mit der deutschen Demokratie genauso umspringen wie mit seinen türkischen Untertanen.

Alles hat dann auf eine kraftvolle Antwort aus Berlin gewartet – aber die kam nicht. Tagelang herrschte Schweigen. Erst als die öffentliche Meinung immer lauter nach einer Reaktion aus der Hauptstadt gerufen hat, kamen zaghafte Distanzierungen. Man habe doch schon getwittert! sagte allen Ernstes ein SPD-Bundestagsabgeordneter. Auch Steinmeier ließ dann eine milde Mahnung hören.

Und Merkel? Sie schweigt und schweigt.

Aber nicht nur das. Als Böhmermann seine dumme Schmähkritik senden läßt, die mit Satire (anders als das „extra drei“-Lied!) nun wirklich nichts zu tun hat, da kann Merkel gar nicht eilig genug beim Vertreter des Sultans, beim Ministerpräsidenten Davatoglu, telefonisch antichambrieren.

Auch bei ihren Besuchen in Ankara steht sie wie ein Schulmädchen neben dem büyük lider. Die Körpersprache sagt alles.

Hat sie das wirklich nötig? Vor einem Herrscher, der seinen Wahlsieg dazu mißbraucht, Militär, Presse und Justiz gleichzuschalten, muß man doch nicht auch noch einen Kotau machen!

So wird man nur immer wieder und wieder erpreßt.

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Bei bedarf, könnt ihr schraiben wih ier wold

Im Internet findet man immer und überall Sätze wie diesen (hier nachzulesen):

Bei bedarf, könnt ihr euch alle gruppierten Tabs in Form einer Kachelansicht darstellen lassen.

Aber jeder, auch wenn er nicht einmal richtig schreiben kann, kann im Internet seinen Quark „veröffentlichen“. Und es ist ihm wahrschenlich nicht einmal peinlich.

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Verkaufsoffener Sonntag in Frankfurt gerichtlich gestoppt – gottlob!

Die Gier der Menschen kennt keine Grenzen mehr – dazu braucht man nicht einmal die Panama Papers heranzuziehen, es genügt ein Blick auf den Einzelhandel.

Gott „ruhte am siebten Tage von aller seiner Arbeit, die er vollbracht hatte“ (Genesis 2,2), und so tun wir das auch seit Menschengedenken. Der Mensch braucht einen Tag der Ruhe heute dringender denn je. Man kann doch nicht ständig über Burnout und ähnliches klagen – und gleichzeitig den einzigen gesetzlichen Ruhetag der Woche immer öfter arbeitspflichtig machen.

Die Scheinheiligkeit der Stadt Frankfurt ist besonders groß: sie hat den verkaufsoffenen Sonntag mit der gleichzeitig stattfindenden Musikmesse begründet – ein lächerliches Argument, denn in Frankfurt finden fast das ganze Jahr über große Messen statt. Da könnte man also verkaufsoffene Sonntage praktisch ohne Einschränkung ansetzen. Soviel Dreistigkeit hat der hessische Verwaltungsgerichtshof jetzt – zurecht! – bestraft.

Das sei ein „großer Schaden“ für die Stadt und den Einzelhandel, meint der Frankfurter Ordnungsdezernent Markus Frank.

Er gehört übrigens der CDU an, der Christlich-Demokratischen Union.

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