Jetzt hör mal gut zu, Donald Trump!

Hast du keine Kinderstube? Haben dir deine Eltern nicht beigebracht, wie man sich benimmt?

Da kommt ein Staatsgast zu Besuch zu dir, und du sitzt da wie ein Ölgötze und guckst in die andere Richtung! Ich verrate dir jetzt ein Geheimnis (für die meisten Politiker auf der Welt ist das gar kein Geheimnis, für dich aber offenbar schon): man kann sehr hart miteinander verhandeln, um die eigenen Interessen zu vertreten, und doch ein Minimum an Anstand und Höflichkeit wahren.

Wirklich, das geht!

Und noch eines muß ich dir sagen: einen Gast verabschieden und ihm dann zusammen mit einem kleinen Kompliment (selbst das war ja mit Eigenlob durchtränkt!) auch noch Forderungen und Grobheiten hinterherzutwittern – das geht gar nicht.

Ich bin jedenfalls heilfroh, daß ich in einem Land lebe, in dem eine Angela Merkel Kanzlerin ist – und nicht in Trumpland.

PS: Wenn sich jemand benimmt wie ein Elefant im Porzellanladen, dann sagt man hierzulande: das ist ein Trumpeltier.

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Das Zitat des Tages – Wie der Sultan dem Türkentum in der EU zum Sieg verhelfen will

Das sagte Erdogan gestern in Eskisehir (hier nachzulesen):

Macht nicht drei, sondern fünf Kinder, denn ihr seid die Zukunft Europas. Das wird die beste Antwort sein, die ihr auf die Unverschämtheiten, Feindseligkeiten und Ungerechtigkeiten, die man euch antut, geben könnt.

Man denkt ja oft, Erdogan sei schon an seinem politischen und moralischen Tiefpunkt angekommen. Aber er überrascht uns immer wieder damit, daß er noch tiefer sinken kann.

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Der Sultan möchte einen kleinen Religionskrieg – damit er Sultan bleibt

Woran erkennt man einen Lakaien? Daran, daß er noch eifernder redet als sein Herrscher.

Nehmen wir einmal den türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu. Für seinen Herrn, den großen Sultan, sind wir im freien Westen alle Nazis (Nazialmanya, Nazihollanda). Hat eigentlich je irgendjemand von uns einmal von Nazitürkiye gesprochen? Nein, und das werden wir auch nicht, denn auf das armselige Niveau der türkischen Führung muß man sich nicht begeben.

Cavusoglu holt jetzt die ganz große Religionskeule heraus:

Bald könnten in Europa auch Religionskriege beginnen, und sie werden beginnen.

Ach, lieber Mevlüt: wir hier im Westen haben Jahrhunderte und unter schweren Opfern für unsere politische Freiheit gekämpft (gegen unsere eigenen Despoten und auch, wie auf dem Balkan, gegen die osmanischen). Glaubst du im Ernst, daß du uns Angst machen kannst? Du redest von „zwei Milliarden Muslimen“. Sollen wir uns vor ihnen fürchten? Meinst du das? Nein, wer seine Religion nur noch mit Zwang, Gewalt und Terror verbreiten kann, wie es der Islam heute in großen Teilen der Welt tut, der hat schon verloren. Im siebten Jahrhundert ist das noch gutgegangen, denn mit den brutalen Angriffswellen der arabischen Krieger hatte damals niemand gerechnet.

Heute kennen wir unseren Gegner besser. Nein, es wird keinen Kampf, es wird keine Religionskriege geben, ihr werdet uns nicht ins frühe Mittelalter zurückkatapultieren können. Niemals!

Aber dann wirst du so großmäulig wie dein Herr und Meister:

Deshalb könnt Ihr mit der Türkei nicht im Befehlston sprechen. Ihr müsst anständig reden, Ihr könnt um etwas bitten.

Ja, das ist der Tonfall, wie man ihn von Despoten kennt. Könnte es sein, daß du samt deinem Sultan und deiner AKP, daß ihr alle also nicht von dieser Welt seid, oder besser: daß ihr ganz aus der Zeit gefallen seid? Wer mit einem Religionskrieg droht, kann ja wohl nicht wirklich im 21. Jahrhundert leben.

Cavusoglu plappert freilich nur nach, was sein Chef diktiert – er ist his master’s voice. Und sein Chef, der Sultan, der immer größenwahnsinniger wird (ja, diesen Komparativ muß man hier benutzen, auch wenn er sprachlich nicht schön ist!), dieser Sultan, der für einen Sieg beim Referendum nicht nur sein eigenes Land ins Unglück stürzt, der notfalls die halbe Welt mit in den Abgrund stoßen würde, nur um Sultan zu bleiben, ausgerechnet dieser maßlose Haßprediger aus Ankara sagt über die Länder des freien Westens:

Die haben einen Kampf zwischen dem Kreuz und dem Halbmond angefangen.

Ja, das hätte er gern. Den Gefallen tun wir ihm nicht. Erdogans Verachtung für den „Christenklub“ (so nannte er die EU) hat er übrigens schon schon im Jahr 2004 ausgedrückt. Leider hat man ihm damals nicht die deutliche Antwort gegeben, die so eine Bemerkung verdient.

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Bei Maybrit Illner heute abend: schon wieder Fatih Zingal!

Fatih Zingal, 38, ist ein glühender Anhänger des türkischen Präsidenten. Deshalb ist schon der Name des Islamverbands, den er als stellvertretender Vorsitzender vertritt – die „Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD)“ – eine Unverfrorenheit. Diese Gruppe macht nämlich nur Lobbyarbeit für Erdogan und seine AKP und damit für die Abschaffung der Demokratie. Daß er innerhalb dieses Verbands das „Kompetenzzentrum Politik“ leitet, ist eine Pointe besonderer Art.

Die Frage, über die man wirklich einmal nachdenken sollte: muß man einen solchen Mann immer und immer wieder einladen? Muß man ihm wirklich zur besten Sendezeit die Möglichkeit zur Agitation für den Sultan, für dessen Politik der Islamisierung und der Massenverhaftungen und für die Einführung der Todesstrafe geben? Bei Anne Will hat man am Sonntag wieder einmal gesehen, wie unangemessen sich türkische „Gäste“ in unseren Talkshows verhalten.

Vielleicht denken sie: in Nazialmanya darf man das?

Leute wie Zingal nutzen die Freiheiten, die sie hier haben, um für die Abschaffung der Freiheit zu werben. Wenn man sie schon einlädt, dann muß man ihnen wenigstens einen wortkräftigen Widersacher entgegensetzen – und nicht einen wie Peter Altmaier, der viel zu redlich und und viel zu gutmütig ist, um sich gegen einen türkischen Demagogen behaupten zu können.

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Spätpubertierende Politiker allüberall

Die Geschichte ist immer für Überraschungen gut. Eine Zeit wie diese jedenfalls, in der Männer im gesetzten Alter sich wie Pubertierende benehmen, hat man – selbst wenn man schon mehr als sechs Jahrzehnte auf Erden geweilt hat – noch nicht erlebt.

Diese Politiker, die zur Zeit wie Pilze aus dem Boden schießen, sind selbst schon im vorgerückten Alter: Erdogan ist 63, Putin 64,  Trump gar 70. Und wie benehmen sie sich? Als seien sie noch in der Pubertät. Manchmal denkt man sogar: sie reden und handeln wie Kleinkinder in der Sandkiste. Da nimmt ein Kind dem andern das Sandschaufelchen weg, so wie Putin der Ukraine die Krim wegnimmt. Erdogan tobt wie ein Fünfjähriger: die im Westen haben angefangen! Menno! Die werde ich ganz doll verhauen! Und Trump? Der verkörpert in Vollendung die mißlungene Menschwerdung und wird sehr, sehr böse, wenn man ihm den Lutscher wegnimmt.

Mein Gott, könnt ihr euch nicht mal wie Erwachsene benehmen? Habt ihr das nie gelernt? Wollt ihr ewig pubertieren?

Von einem Politiker erwarte ich, daß er sich wie ein Mann benimmt. Daß gerade jetzt so viele infantile Politiker ins Amt gewählt werden, zeigt leider, daß es auch bei den Wählern mit der Reifung und dem Erwachsenwerden nicht zum Besten gestellt ist.

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Aydan Özoguz: Integrations- und Beschwichtigungsbeauftragte der Bundesregierung

Wir dürfen uns, sagt Frau Özoguz, von Erdogan nicht in eine „Eskalationsspirale hineinziehen“ lassen.

Aber als eines der mächtigsten Länder Europas dürfen wir:

seine Beleidigungen geduldig ertragen,
ihm milde widersprechen,
begütigend auf ihn einreden,
ihn besänftigen,
und vor allem: immer mit ihm im Gespräch bleiben,
weil wir das unseren türkischen Mitbürgern schuldig sind.

Nein, liebe Bundesregierung: unseren türkischen Mitbürgern und vor allem den vielen Demokraten in der Türkei, die – wenn sie nicht eh schon im Gefängnis sitzen – jeden Tag mit ihrer Verhaftung durch die Schergen Erdogans rechnen müssen, ihnen sind wir es schuldig, keinen Tag länger an der Steinmeierschen Leisetreterei festzuhalten. Wir müssen uns ohne Wenn und Aber auf die Seite der demokratischen Kräfte in der Türkei stellen, und auch auf die Seite der Kurden, die Erdogan, wie der neue UN-Bericht zeigt, verfolgen, vertreiben, foltern und ermorden läßt.

Es darf nach dem Völkermord an den Armeniern nicht einen weiteren Genozid geben.

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Erdogan will die Niederlande mit Kampfbombern angreifen!

Nein, natürlich will er das nicht. Aber er tobt und brüllt und schimpft wie ein Rohrspatz. Der ganze Westen ist faschistisch, sagt er. Aber seine eigenen Wahlveranstaltungen (eine gleichgeschaltete Masse von jubelnden Fahnenträgern, die ihn kritiklos anbeten) ähneln den Reichsparteitagen viel eher als alles, was er im Westen erleben könnte.

Erdogan hat „den Westen“ in Wahrheit schon immer verachtet – man denke nur an seine herabsetzenden Bemerkungen über den „Christenklub“. Jetzt, wo man seine fortgesetzten Beleidigungen nicht mehr überall geduldig hinnimmt, wird er im Ton von Tag zu Tag unverschämter.

Den Niederlanden werde man „in der schwersten Art und Weise“ antworten, läßt er seinen Yildirim sagen. Ja und? Wie soll die Antwort aussehen? Und vor allem: wie soll man – mit einem solchen Mann an der Spitze des Staates – Touristen herbeilocken? Indem man sie als Faschisten beschimpft? Das ist vielleicht nicht die geschickteste Art und Weise, Menschen für die Türkei zu begeistern.

Die Niederlande würden „den Preis für ihr Verhalten bezahlen“, sagt der Sultan. Nein, den Preis für die niederträchtige Wahlkampftaktik des türkischen Präsidenten werden wieder einmal die Menschen in der Türkei selbst bezahlen. Dem Haß, der den westlichen Ländern von Erdogan und der AKP entgegenschlägt, will man sich gerade im Urlaub nun wirklich nicht aussetzen. Es sind die türkischen Menschen, und das ist eigentlich der traurigste Aspekt der Sache, die für die Politik ihres Präsidenten die Rechnung zahlen, ohne daß sie es in ihrer Mehrheit bemerken. Alle klügeren, weitsichtigen Menschen hat der Sultan schon ins Gefängnis geworfen.

Die Niedertracht liegt darin, daß er nach dem (für ihn völlig unerwarteten!) Verlust der absoluten Mehrheit erst aus taktischen Gründen den Krieg gegen die Kurden vom Zaun gebrochen hat, um seine Landsleute gegen einen weithin imaginären Feind aufzuhetzen. Der „Putsch“ gegen ihn, der aus mancherlei Gründen merkwürdig ist und ihm auf jeden Fall willkommen war, hat ihm dann den Anlaß geboten, ein faktisches Ein-Mann-Regime zu errichten, das er jetzt rechtlich zementieren will.

Da mag er mit den Schurkenstaaten der ganzen Welt paktieren – in der EU und in der NATO hat die Türkei, solange sie von einem solchen Regime regiert wird, nichts zu suchen.

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Was erlaube Erdogan?! (2)

Jeder Staat auf der Welt ist der Herr über sein eigenes Territorium.

Wo kämen wir da hin, wenn der Politiker eines Nachbarlandes einfach sagen könnte: ich komme jetzt in dein Land, ob du willst oder nicht – um dann, wenn er (wie die türkische Familienministerin heute abend) keine Landeerlaubnis fürs Flugzeug erhält, mit dem Auto in das Land einzudringen, das er wüst beschimpft und in dem er nicht erwünscht ist.

Ich sage es jetzt einmal geradeheraus: wer Deutschland oder die Niederlande „nazistisch“, „faschistisch“ oder „terroristisch“ nennt, der gehört in die Hände eines Psychiaters.

Und wer einem solchen lider (das heißt bezeichnenderweise auf türkisch „Führer“!) die Treue schwört und ihn verehrt, der soll dann bitte auch im Land dieses „Führers“ leben.

PS:  Jetzt kommen natürlich schon wieder die Bedenkenträger, zum Beispiel heute  abend im heute-journal. Das seien ja, sagt der Türkei-Experte, gerade die Bilder, die Erdogan will und braucht, um die Reihen zu schließen.

Natürlich braucht er diese Bilder – alle Despoten der Welt brauchen solche Bilder, sie brauchen einen Feind als Popanz, notfalls auch einen kleinen Krieg. Aber so frech, wie Erdogan sich heute benimmt, hat der Gernegroß aus Ankara nur werden können, weil Merkel, Steinmeier und die ganze EU sich ihm gegenüber immer wie Lakaien verhalten haben. Haben wir das wirklich nötig? Ein Regime, das seine geistige Elite ins Gefängnis wirft, hat in der NATO nichts zu suchen. Und den Despoten und seine Hofschranzen, die jedes Maß und jeden Anstand verloren haben, müssen wir doch wirklich nicht auch noch bei uns willkommen heißen.

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Wir müssen leider draußen bleiben! – Erdogans Haßprediger dürfen nicht in die Niederlande reisen

Es ist in der Geschichte der Diplomatie so noch nie dagewesen: türkische Minister (wenn man die Hofschranzen des Sultans überhaupt so nennen will!) laden sich aufdringlich und dreist selbst in ihre Nachbarländer ein, um dort für die Todesstrafe und das despotische Regime ihres Herrn und Meisters zu agitieren.

Und diese Leute reden doch tatsächlich von Respekt – und daß die Deutschen gefälligst Benehmen lernen sollten.

Von der niederländischen Regierung haben sie jetzt die richtige Antwort bekommen: dem türkischen Außenminister wird die Landeerlaubnis entzogen.

Die deutschen Leisetreter tun nichts Vergleichbares. Hier herrscht offenbar immer noch der Steinmeiersche Geist: immer nur auf Sammetpfötchen auftreten!

Und Sigmar Gabriel, Steinmeiers Nachfolger? Er ist offenbar nur gegenüber deutschen Journalistinnen wie Marietta Slomka mutig. Da fährt er die ganz großen Geschütze auf. Die milde Kritik der Regierung Merkel an der Aufhebung der Demokratie im NATO-Land Türkei ist einfach nur beschämend.

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Wieder ein sprachliches Highlight von Heilpraxisnet

Nämlich dieses:

Manche können alles Essen ohne wirklich dicker zu werden

Die journalisten Von heilpraxisnet haben Wahrscheinlich alle zusammen das „Abitur Light“ gemacht …

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