Der neue Tatort aus Dortmund

Über die Rezensionen kann ich mich nur wundern. „Charaktere mit Identifikationspotential“ sieht zum Beispiel der STERN-Kritiker. Wir haben den Film zu viert angesehen – zwei von uns haben sich nach zehn Minuten verabschiedet, wir anderen haben noch eine halbe Stunde durchgehalten und dann abgeschaltet.

Manchen mag so ein cooler Typ ja gefallen, der auf Fragen seiner Kollegen nicht antwortet und keine angebotene Hand schüttelt. Mir nicht. Angesichts einer solchen Kunstfigur aus der Jungbullenzucht unserer heutigen Drehbuchautoren wird erst deutlich, was für starke Charaktere (und was für wunderbare Schauspieler!) wir schon beim Tatort hatten – von Haferkamp, Trimmel und Finke über Sänger und Dellwo bis zu Batic, Leitmayr und Borowski.

Das waren und sind wirkliche Charaktere, und nicht dünne Projektionen des Lifestyles. Man wird das Gefühl nicht los, daß die TV-Kommissariate heute so gecastet werden wie die synthetisch zusammengestellten boy groups oder Girlie-Bands: sie sollen perfekt den Wünschen der Zielgruppen entsprechen – und sind dann auch entsprechend langweilig.

Synthetisch eben.

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Ein Eisenbahnminister sieht rot

Kennen Sie Ghulam Ahmed Bilour? Nein? Sie werden bestimmt noch öfter von ihm hören.

Bilour, 72, ist ein wohlhabender Geschäftsmann und dazu noch pakistanischer Eisenbahnminister. Er hat auf den Produzenten des Mohammed-Videos ein Kopfgeld von 100.000 Dollar ausgesetzt (hier nachzulesen). Wer „diesen Gotteslästerer“ töte, bekomme das Geld von ihm, und zwar „aus seiner eigenen Tasche“. Er forderte alle Terrorgruppen wie Al-Kaida und die Taliban auf, sich der – so wörtlich – „noblen Sache“ anzuschließen.

Wenn jemand anderes in Zukunft ähnliches Material produziert, dann werde ich seinen Mördern ebenfalls 100.000 Dollar zahlen.

Und Bilour fährt fort:

Länder, in denen es eine Meinungsfreiheit gibt, brauchen Gesetze gegen Menschen, die unseren Propheten beleidigen. Wenn sie keine Gesetze erlassen, dann wird die Zukunft sehr gefährlich.

Ach, lieber Herr Bilour, auf solche Gesetze werden Sie lange warten müssen. Das wäre ja noch schöner, wenn wir uns von einem pakistanischen Eisenbahnminister diktieren lassen müßten, wann wir welche Gesetze verabschieden.

Und die Zukunft wird also gefährlich, sagen Sie? Ach, gefährlich ist ja auch die Gegenwart schon. Wenn ein Minister zum Meuchelmord aufruft, dann sieht man deutlich genug, wie gefährlich das Leben geworden ist. Aber solche großmäuligen Drohungen haben auch ihr Gutes: gerade durch sie lernen wir, wie bedroht eine freiheitliche Ordnung immer und überall ist.

Wir werden sie verteidigen – auch und gerade gegen diese dumpfe und abscheuliche und immer unerträglichere Kultur des Hasses.

Der Minister ist übrigens trotz seines Mordaufrufs immer noch der Eisenbahnminister seines Landes. Ein Regierungssprecher sagte nur, die Regierung distanziere sich von seinen Äußerungen. Von Demonstrationen gegen Bilour war bis jetzt nichts zu hören – weder in Pakistan noch in anderen Ländern.

Es gibt eine lateinische Rechtsregel, die so lautet:

Qui tacet, consentire videtur.

Schweigen gilt also als Zustimmung. Niemand sollte das vergessen.

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Auch der Innenminister beugt sich den Drohungen der Muslime

Ob es eine gute Idee war, ausgerechnet mit Plakaten für die Beratungsstelle Radikalisierung zu werben, mag dahingestellt sein. Verwerflich ist es sicher nicht. Verwerflich ist eher, daß aus den Moschee- und „Kulturvereinen“ kaum einmal ein Hinweis auf Muslime kommt, die in den Terrorismus abgleiten.

Die Islamverbände, die fast alle unter der Fuchtel der türkischen Religionsbehörde stehen, fühlten sich durch die Kampagne des Innenministers natürlich sofort beleidigt: „diskriminierend“ sei die Kampagne, sie stelle die Muslime unter Generalverdacht usw. Dabei tut sie das gerade nicht: sie bittet die muslimischen Mitbürger nur, ihren staatsbürgerlichen Pflichten nachzukommen.

Jetzt hat der Innenminister klein beigegeben. Wegen einer „aktuellen Gefährdungsbewertung des Bundeskriminalamtes“ wurde die Plakataktion ausgesetzt. Was bedeutet das? Es bedeutet, daß eine demokratisch gewählte Regierung sich der Androhung von Gewalt gebeugt hat. Sie wird damit erpreßbar – auch in der Zukunft. Gewaltbereite Muslime lernen schnell. Wenn schon vage Drohungen genügen, der Regierung das Handeln vorzuschreiben, werden sie das immer wieder versuchen.

Sagen wir es noch einmal ganz klar: die türkischen Muslimverbände scheren sich nicht um ihre gewalttätigen Glaubensbrüder. Ihre Argumentationslinie unterscheidet sich kaum von den aggressiven, gewalttätigen Muslimen in Ägypten, Tunesien oder Pakistan. Daß sie nicht drohender auftreten, liegt allenfalls daran, daß sie sich das als Minderheit noch nicht leisten können. Die Ablehnung von Gewalt wirkt jedenfalls immer nur wie eine pro forma-Erklärung, sie überzeugt niemanden.

Der Prophet und der Koran stehen über dem Grundgesetz, und die Anerkennung der verfassungsmäßigen Ordnung in Deutschland ist nur ein notwendiges Übel. Deshalb gibt es auch so gut wie nie Demonstrationen von Muslimen für unsere freiheitliche Ordnung, obwohl sie doch – wie wir alle – davon profitieren.

Immer ist nur der Koran der gültige Maßstab – und nie unsere Verfassung. Schon die Forderungen, Filme, Karikaturen usw. zu verbieten, weil sie „den Propheten beleidigen“, zeigen diese Priorität. Da müssen wir freilich ganz klar und deutlich sagen: hier wird gar nichts verboten.

Gerade Karikaturen sind ja oft eher eine Frage des guten Geschmacks. Man denke nur an die unsäglich geschmacklosen Papst-Bilder der Satire-Zeitschrift Titanic. Dieses Blatt, das offenbar von echter Satire immer mehr zum Humor von pubertierenden Jugendlichen regrediert, ist nicht verboten worden, und niemand bedroht die Redakteure mit dem Tod. Wer so geschmacklos ist, den straft man am besten – mit Verachtung.

Das ist Strafe genug.

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Ursula von der Leyen

Frau von der Leyen war nie meine Lieblingspolitikerin, aber inzwischen ist sie mir fast ein bißchen ans Herz gewachsen. Mag sein, daß unter Blinden der Einäugige König ist, aber wer sonst in dieser blassen Kabinettsriege hat den Mut, ohne Angst vor der Kanzlerin heiße Themen anzusprechen? Niemand.

So war es vor einiger Zeit mit dem Thema Altersarmut, so ist es jetzt mit der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich. Die Reaktion innerhalb der Koalition war in beiden Fällen die gleiche: sie reichte vom peinlichen Schweigen bis zum empörten Widerspruch. Wie kann man auch in der schönen neuen Welt der schwarz-gelben Regierung so unangenehme Themen aufwerfen! Die Kanzlerin, die ohnehin nur noch auf ihre Vergöttlichung (oder zumindest auf die Seligsprechung) wartet, beließ es bei milder, aber deutlicher Kritik.

Ihre Hofschranzen waren rabiater (dafür hat man sie ja).

Wohlgemerkt: es geht hier gar nicht um die Lösungsvorschläge, die Frau von der Leyen vorgetragen hat. Es geht darum, daß immer mehr Menschen, die in Vollzeit arbeiten, von ihrem Lohn nicht mehr leben können. Sie werden, wenn sie aus dem Arbeitsleben ausscheiden, von ihrer Rente nicht einmal die Miete zahlen können. Daß gleichzeitig die Reichen immer reicher werden, wie es die Ministerin für Arbeit und Soziales nachgewiesen hat, ist nur die Kehrseite ein und desselben Prozesses.

In Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel, das konnte man gestern im heute journal sehen, zahlt man selbst in den schicken (und gutgehenden) Hotels und Restaurants den Angestellten nur noch Hungerlöhne. Auf Nachfrage kommen die üblichen faulen Ausreden: der internationale Wettbewerb (!), große Investitionen, die kurze Saison usw.

Eine Weile können sich die Menschen so über Wasser halten, aber lange wird das nicht mehr gehen. Was nämlich die Unternehmen ihren Angestellten vorenthalten, muß am Ende der Steuerzahler über die Grundsicherung zuschießen. Es ist also ein System entstanden, das den Unternehmen gerade in den Billiglohnbranchen zu einer goldenen Nase verhilft, während die Beschäftigten und der Steuerzahler die Zeche zahlen.

Es ist nichts anderes als eine versteckte Subventionierung dieser Branchen. Freiwillig werden sie auf ihren Goldesel nicht verzichten, also muß man sie dazu zwingen, Löhne zu zahlen, von denen ihre Beschäftigten auch leben können. Das wird ohne gesetzliche Regelungen nicht gehen.

Auf jeden Fall hat Mut dazu gehört, in diesem blassen, manchmal fast gespenstisch wirkenden Kabinett ein so heißes Eisen anzupacken. Man kann nur hoffen, daß Ursula von der Leyen weiter so hartnäckig bleibt.

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Endlich demonstrieren die deutschen Muslime!

Für den Freitag haben sie die erste große Demonstration in Deutschland angemeldet. Wie lange habe ich darauf gewartet – jetzt ist es so weit. Sie nehmen sich endlich ein Herz, die deutschen Muslime, und demonstrieren in Freiburg gegen ihre kriminellen und terroristischen Glaubensbrüder, die überall auf der Welt Botschaften und Konsulate angreifen, morden und plündern und unschuldige Menschen töten.

Aber Moment! Ich sehe gerade, das stimmt ja gar nicht. Ich habe mich geirrt. Sie demonstrieren nicht gegen Terror und Gewalt, sie demonstrieren – gegen einen Film.

Und so haben sie also wieder eine Chance vertan, sich als Teil unserer Bürgergesellschaft zu zeigen. Sie sind offenbar, selbst wenn sie die deutsche Staatsbürgerschaft haben, immer noch in erster Linie Muslime, und dann erst Deutsche. Und das unterscheidet sie von Griechen, Italienern, Spaniern und all den anderen Einwanderern, die zum größten Teil überhaupt kein Problem damit haben, sich als deutsche Staatsbürger zu verstehen.

Wenn ich mich wirklich als Bürger dieses Staates fühle und in den Nachrichten höre, wie meine Glaubensbrüder deutsche Botschaften angreifen und abfackeln, dann muß ich mich doch zumindest ein bißchen für sie schämen. Aber nichts dergleichen! Statt gegen diese gewaltbereiten Muslime zu demonstrieren, schließen sie sich deren Argumentation auch noch inhaltlich an. Natürlich werden sie in Freiburg keine Häuser anzünden, aber sie werden zumindest den Versuch unternehmen, ihren um den Propheten gebauten Zaun noch höher machen.

Unsere Jesusforschung, die von Historikern übrigens genauso intensiv betrieben wird wie von Theologen, ist seit mehr als hundert Jahren ein gutes Beispiel für eine wirklich aufgeklärte Religion. Wir dürfen es nicht dulden, daß sich in unserem Staatsgebiet eine Religion durch Druckausübung oder die Drohung mit Gewalt – oder gar, wie kürzlich bei den salafistischen Demonstrationen, mit tätlichen Angriffen gegen Polizisten – jeder Diskussion entziehen will. Wer den Propheten als sakrosankt betrachtet und weder „Beleidigungen“ noch historische Forschung erträgt, sollte nicht in diesem Land leben. Denn hier herrscht neben der Forschungsfreiheit selbstverständlich auch Kunst- und Meinungsfreiheit. Wer diese Freiheiten einschränken will, verstößt gegen die Verfassung unseres Landes.

Unsere Islamwissenschaftler haben sich im übrigen viel zu lange den Denk- und Forschungsverboten im Islam gebeugt. Statt kritisch zum Beispiel auch den historischen Mohammed zu untersuchen, fassen sie die geschichtlichen Grundlagen des Islam oft nur mit Samthandschuhen an. Auch deshalb wird der von der Wissenschaft nicht besetzte Raum jetzt von dummen Amateuren wie den Machern des Anti-Mohammed-Films ausgefüllt.

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Eine Moschee in Paris

Die Große Moschee in Paris hat einen Leiter. Er heißt Dalil Boubakeur – und auch er demonstriert nicht etwa gegen die kriminellen und terroristischen Glaubensbrüder, die Botschaften und Konsulate niederbrennen, sondern gegen Filmchen und Karikaturen.

„Extrem gefährlich“ nennt er nicht etwa die Mörder und Brandstifter, denen jeder Vorwand recht ist, um „Tod den Juden“ und „Tod den USA“ zu brüllen. Nein, extrem gefährlich sind für ihn die Redakteure der satirischen Zeitschrift „Charlie Hebdo“, die gerade ein paar neue und völlig belanglose Mohammed-Karikaturen veröffentlicht haben. Wörtlich sagt Boubakeur: sie würden

Öl ins Feuer gießen in einer Situation, wo Ruhe und Besonnenheit erforderlich wären.

Dieser Satz ist es nun wirklich wert, in eine satirische Zeitschrift aufgenommen zu werden. Der Leiter einer Moschee ruft, während die niedergebrannten Konsulate noch rauchen, ausgerechnet die Ungläubigen auf, Ruhe und Besonnenheit zu wahren! Ist das jetzt Satire? Oder unfreiwillige Satire?

Es ist jedenfalls ein völliger Mangel an Takt und Selbstkritik.

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China taumelt in einen Kriegsrausch hinein

Es ist wahr: Japan hat vor langer Zeit schwere Kriegsverbrechen begangen – wie Deutschland auch. Aber Japan ist heute ein friedlicher, demokratischer Staat. Ganz anders China, das eine völlig unberechenbare, bis an die Zähne bewaffnete Parteidiktatur ist. Jetzt öffnet diese Dikatur, sicher auch aus innenpolitischem Kalkül, die Schleusen – und läßt dem geschürten „Volkszorn“ freien Lauf.

Schon immer war es so, daß Regime, die im Innern jeden Widerspruch im Keim ersticken, auch in ihrer Außenpolitik zum Abenteuer neigen. Unsere Kanzlerin aber ist angesichts der guten Wirtschaftsbeziehungen ganz offenbar dem Charme dieser Diktatur erlegen. Sie hat sich hofieren lassen und nur ganz nebenbei die Menschenrechte angesprochen. Damit können die Chinesen leben – sie hören sich die milde Kritik an, und dann ist auf beiden Seiten wieder business as usual.

Natürlich kann man auch – wie unsere Museumsdirektoren – mit den Chinesen Maotai-Schnaps trinken. Man kann lukrative Wirtschaftverträge abschließen, damit noch viel mehr Chinaschrott in unser Land kommt. Man kann die Augen davor verschließen, daß diese billigen Waren nur deshalb so billig sind, weil in diesem „kommunistischen“ China viele Arbeiter (und Frauen und Kinder) so brutal ausgebeutet werden wie in kaum einem anderen Land der Erde. Man kann darüber hinwegsehen, daß die gelenkten Massen vor japanischen Botschaften und Restaurants ausgerechnet mit Hunderten von Mao-Plakaten demonstriert haben – also mit dem Bild eines der schlimmsten Verbrecher des 20. Jahrhunderts, der schon heute neben Hitler und Stalin einen würdigen Platz in der Geschichte einnimmt. Und man kann natürlich auch wegschauen, wenn China den akrikanischen Kontinent ausbeutet und zum Anbau von Monokulturen und zur Plünderung seiner Bodenschätze nötigt.

Das alles kann man – aber man muß dann schon sehr dumm sein.

Japan bekommt jetzt den Zorn der chinesischen Diktatur zu spüren. Aber es hätte auch jedes andere Land treffen können. Wer China auch noch einlädt, hier in Deutschland zu investieren, verstößt gegen die Interessen unseres Landes.

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Zweierlei Maß – Schmähungen gegen Christen und Schmähungen gegen Muslime

Es ist schon erstaunlich, wie die Reaktionen da auseinanderklaffen: bei Schmähungen des christlichen Glaubens kommt aus der Politik nur völliges Desinteresse („gähn!“, würde man in der heute auch bei Erwachsenen beliebten Kindersprache sagen), wenn aber der Islam „geschmäht“ wird, überschlagen sich unsere Politiker vor Aktionismus. Hans-Peter Friedrich will dem inzwischen berüchtigten Filmchen aus den USA in Deutschland ein Aufführungsverbot verordnen, „rechtsstaatliche Härte“ fordert auch Westerwelle. Die Polizeigewerkschaft fügt hinzu, die Aufführung des Films könne „gleich eine Explosion an verschiedenen Stellen auslösen“. Und selbst Erzbischof Zollitsch meinte, durch eine Aufführung würden „die Christen weltweit gefährdet“.

Woran liegt das, daß man gelangweilt zuschaut, wie der christliche Glaube geschmäht wird, während man den Islam mit allen rechtlichen und politischen Mitteln vor jeder noch so kleinen „Beleidigung“ beschützen will?

Der Grund liegt auf der Hand – und er stinkt. Man hat schlicht und einfach Angst. Muslime können sehr, sehr böse werden. Das ist bei Christen nicht zu befürchten, denn mit dem Kreuz gehört bei ihnen das Dulden zum Kernbestand ihres Glaubens.

Innenminister, Erzbischöfe und Polizeigewerkschafter geraten also immer nur dann in helle Aufregung, wenn die geschmähte Religion gewalttätig und drohend auftritt. Bleibt die geschmähte Religion auch dann noch friedlich, wenn man sie geschmäht hat, legen alle die Hände in den Schoß und tun – nichts.

Diese unterschiedliche Behandlung sendet eine Botschaft aus: seid gewalttätig, dann wird man euren Glauben beschützen.

Es ist eine schlimme und gefährliche Botschaft. Sie bedeutet, auch wenn man sie juristisch oder ethisch verbrämt, den Sieg der Gewalt über die Friedfertigkeit.

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EILT! – Die Bundeskanzlerin in der heutigen Pressekonferenz

Die vielen Zitate, die von der Pressekonferenz unsere Kanzlerin heute berichtet werden, sind alle falsch! In Wirklichkeit, das habe ich aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfahren, hat sie nur zwei Sätze gesagt:

Daß ich Kanzlerin bin, ist wichtig und richtig. Ich bin unumkehrbar.

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Ein schönes Zitat von Plinius dem Jüngeren

In einem Brief an seinen Freund Minicius Fundanus schreibt Plinius der Jüngere (ca. 61-113):

Satius est (…) otiosum esse quam nihil agere.

Auf deutsch:

Es ist besser, sich der Muße hinzugeben, als gar nichts zu tun.

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