Ohne Worte

Gerade im heutigen Fernsehprogramm des NDR entdeckt:

Wonnemonat Mai.

Muß eine Wiederholung vom letzten Jahr sein.

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FOCUS und der Tigers-Angriff

Was in den gedruckten Ausgaben unserer Zeitungen und Zeitschriften leider auch immer häufiger wird, ist in den Online-Ausgaben fast schon an der Tagesordnung: Schreibfehler sogar in den fettgedruckten Überschriften.

Zum Beispiel heute bei FOCUS Online:

24-jährige Tierpflegerin stirbt nach Tigers-Angriff.

Tippfehler können jedem unterlaufen, aber in einer Überschrift darf das nicht passieren. Aber es ist generell so (ich beobachte das schon länger): in den Online-Redaktionen wird sprachlich geschlampt und geschludert, was das Zeug hält.

PS: Der Artikel ist heute morgen um 9.44 Uhr ins Netz gestellt worden – mal sehen, wieviele Stunden (oder Tage?) die Überschrift so stehenbleibt, bis es jemand aus dem Hause Focus merkt.

PS2: Gegen Abend war die Überschrift korrigiert. Es hat also nicht einmal einen Tag gedauert, bis jemandem der Fehler aufgefallen ist. Bravo, Focus!

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Der Ölkännchen-Krieg – Ein Etappensieg im Kampf gegen die Regulierungswut

Nur noch etikettierte, verschlossene und nicht wieder auffüllbare (!) Fläschchen mit Olivenöl sollten in Europa auf den Restauranttischen stehen – das war praktisch schon beschlossen. Jetzt rudern die reglementierungswütigen EU-Kommissare zurück. Der aus Rumänien stammende Agrarkommissar sagte, in den Restaurants werde alles beim alten bleiben – vorerst. „Ich will zeigen, daß ich die Debatte der vergangenen Tage sehr aufmerksam verfolgt habe“, meinte er.
Es ist, soweit ich mich erinnern kann, das erste Mal, daß Proteste gegen die schon fast pathologische Reglementierungswut der EU erfolgreichen waren.

Es ist also möglich, gegen die Dummheit etwas auszurichten, wenn die Proteste nur laut genug sind.

Wir sollten deshalb in der Zukunft viel öfter und viel lauter protestieren, wenn sich die Brüsseler Bürokraten in unseren Alltag einmischen. Gegen die Arroganz, die den Halbgöttern und ihrer Entourage offenbar in Fleisch und Blut übergegangen ist, hilft nur eine schnelle und drastische Reaktion.

Und sie kann, wie man sieht erfolgreich sein!

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Wieder eine Bluttat im Namen Allahs

In London haben zwei junge Muslime, wenn die übereinstimmenden Berichte in der Presse stimmen, einen Soldaten auf bestialische Weise ermordet. Sie sollen den arglosen Mann vor den Augen der Passanten regelrecht zerstückelt haben. Ihr Schlachtruf nach der Tat:

Allahu akbar!

Allah ist also groß? Mag sein, daß er groß ist – aber die Verbrechen, die in seinem Namen begangen werden, sind noch größer.

Ich bin froh, daß ich einem ganz anderen Gott verbunden bin. Einem, bei dem es heißt (1. Johannes, 4,16b):

Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.

Das ist ein vollständiger Gegenentwurf, und man sieht: obwohl das Christentum älter als der Islam ist, wirkt es viel moderner – und menschlicher. Hier hat das Harte, Archaische, Kriegerische keinen Platz. Und das ist gut so.

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Palmöl wird auf der Verpackung immer noch versteckt

Palmöl ist ein schlechtes Öl – es ist wegen seines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren nicht gut für die Gesundheit, und es ist geradezu verheerend für die Natur und die einheimische Bevölkerung in den Anbauländern. Ich habe schon oft darüber berichtet.

Nun hat die europäische Lebensmittelinformationsverordnung, die am 22. November 2011 in Kraft getreten ist, endlich eine Kennzeichnungspflicht für Fette und Öle eingeführt. Unter den Inhaltsstoffen muß jetzt auch die Art des enthaltenen Öls namentlich genannt werden. Allerdings hat die EU den Herstellern eine Übergangsfrist von drei Jahren eingeräumt.  Da die Verordnung am 22. November 2011 in Kraft getreten ist, beginnt die Kennzeichnungspflicht genau drei Jahre danach, also (leider!) erst am

22. November 2014.

Wie es aussieht, versucht die Lebensmittelindustrie, ihrer Pflicht erst am allerletzten Tag nachzukommen. Ich habe jedenfalls bis jetzt keine Verpackung gesehen, auf der die Art des Öls schon vermerkt war. Wahrscheinlich wissen die Unternehmen sehr gut, daß Palmölprodukte einen zunehmend schlechten Ruf haben, und wollen den anrüchigen (aber billigen und einfach zu verarbeitenden!) Inhaltsstoff so lange verbergen, wie es ihnen das Gesetz erlaubt.

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Sensationelle Enthüllung: Papst Franziskus ist ein Exorzist!

Ja, alles wird vertuscht in der katholischen Kirche, aber jetzt ist es doch ans Licht gekommen: der neue Papst aus Argentinien ist ein brutaler Exorzist! Er geht diesem dunklen Tun am hellichten Tag nach – und vergreift sich nach der Pfingstmesse sogar an einem Behinderten!

Das Foto von der Nachrichtenagentur AP ist inzwischen als Beweismittel veröffentlicht worden (Síe können es u.a. hier in Ruhe betrachten). Man sieht ganz deutlich, wie der Papst einem behinderten jungen Italiener die Hände auflegt. Und es kommt noch schlimmer, wie man in der Mittelbayerischen nachlesen kann:

Ein Priester stellt ihm einen jungen Mann im Rollstuhl vor und wechselt einige Worte mit ihm, daraufhin wird Franziskus‘ Gesichtsausdruck ernst. Er legt seine Hände auf den Kopf des Mannes und verharrt einen Moment im Gebet. Dieser schnappt daraufhin krampfhaft nach Luft und zuckt. Die Reaktion und Franziskus‘ Gesichtsausdruck seien nach Ansicht von Exorzisten klare Anzeichen, berichteten italienische Medien.

Natürlich leugnet der Vatikan alles, muß er ja. Aber daß der Papst den jungen Mann nur gesegnet und für ihn gebetet hätte – das glaubt ja nun wirklich niemand.

PS: Könnte es sein, liebe Journalisten aus den „italienischen Medien“,  daß ihr einen kleinen Haschmich habt? Oder habt ihr zuviel Dan Brown gelesen und seid ganz trunken davon? Und ihr, deutsche Journalisten: müßt ihr eigentlich jeden Quark aus dem Ausland übernehmen? Oder fängt das Sommerloch jetzt schon im Mai an?

Und noch eine Frage an dich, Mann von Focus Online. Du schreibst, der Exorzismus spiele „in der katholischen Kirche eine wichtige Rolle“. Könnte es sein, daß dein Wissensstand, sagen wir: nicht mehr so ganz taufrisch ist? Daß er, um deutlicher zu werden, der Wirklichkeit ein paar Jahrhunderte hinterherhinkt?

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Neues vom Narrenschiff – Die Olivenöl-Verordnung der EU-Kommission

Im Jahr 1973 – also genau vor 40 Jahren – war ich das erste Mal am Mittelmeer. Es war so schön, daß ich mich noch heute an jeden Tag und an jedes Essen erinnere. Überall, in der Türkei, in Griechenland, in Jugslawien, stand im Restaurant eine kleine Karaffe mit Olivenöl auf dem Tisch (und Essig, Salz und Zucker natürlich auch).

Das wird sich nun bald ändern, denn die Barbaren in Brüssel, die wie selbstherrliche Götter über unseren Alltag entscheiden, obwohl sie doch nur kleine (sehr kleine!) Geister sind, die niemand je gewählt oder auch nur gewollt hat, diese armseligen, aber hochdotierten Bürokraten wollen eine neue Verordnung erlassen, die vieles übertrifft, was man bisher schon an Brüsseler dementia gewohnt war.

Vom 1. Januar 2014 an dürfen keine offenen Karaffen mit Olivenöl mehr auf den Restauranttischen stehen. Dieses Verbot gilt für alle Mitglieder der EU, also auch für Spanien, Italien, Griechenland, wo genau diese Karaffen schon immer ein Teil der mediterranen Eßkultur waren.

Die Verordnungswut geht aber noch weiter: das Olivenöl muß fortan in einem

besonders verschlossenen und nicht wieder auffüllbaren Gefäß

auf den Tisch kommen. Nicht wieder auffüllbar! Ich will hier von der drastischen Müllvermehrung und der ständigen Entsorgung des übriggeblieben Olivenöls durch diese Verordnung gar nicht reden. Es geht mir vor allem darum, daß die Brüsseler Barbaren – und Barbaren sind es! – sich erdreisten, ständig mit den wahnwitzigsten Verordnungen unseren Alltag zu reglementieren.

Was bringt sie dazu? Eine Lobby? Oder ist es ihre geistige Beschränktheit, ihr völliger Mangel an Kultur und Sinn für Tradition und Geschichte? Oder ist es nur die Langeweile, die sie auch jetzt wieder in den Wahnsinn treibt? Oder etwa das Bestreben, die eigene, fürstlich honorierte Existenz in den Amtsstuben durch Betriebsamkeit zu rechtfertigen?

Keineswegs, meint der Sprecher der Kommission. Die neue Verordnung sei eine „gute Nachricht für die Verbraucher“. Außerdem habe „eine Mehrheit der Mitgliedsstaaten“ die Kommission gebeten, sich mit diesem „Problem“ zu befassen. Um welche Mitgliedsstaaten es sich dabei handelt, wollte er aber nicht verraten.

Die neue Verordnung, so kann man hier nachlesen (und da muß man wirklich hellhörig werden!), sei „Teil eines Aktionsplans der EU“, mit der das „Image von europäischem Olivenölen beim Verbraucher“ gefördert werden solle. Welche Lobby hat diese Marketingaktion vorbereitet? Wer finanziert sie? Will man da etwa den vielen kleinen Restaurants im Süden, die übrigens oft ein Öl auf den Tisch stellen, das es mit jedem Import in deutschen Supermärkten aufnehmen kann, den Garaus machen? Vielleicht, damit großen Ölvermarktern ein neues Absatzgebiet erschlossen wird?

Das ist natürlich nur eine Vermutung. Es kann auch sein, und dafür spricht einiges, daß es sich auch in diesem Fall wieder einmal nur um den ganz normalen Brüsseler Wahnsinn handelt.

PS (2014):  Die Verordnung ist zum Glück nie in Kraft getreten – sie war wohl sogar für Brüsseler Maßstäbe zu irrwitzig.

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Peer Steinbrück: Fremdbetreuung statt Geborgenheit bei Mutter und Vater

Das war zu erwarten: eine der ersten Maßnahmen der Regierung Steinbrück (sie wird hoffentlich nie zustandekommen!) wäre die Abschaffung des Elterngeldes. Und Steinbrück würde, da bin ich sicher, das ganze eingesparte Geld in die Fremdbetreuung in Krippen und Kindergärten stecken. Das ist Sozialdemokratie pur.

Damit würde den Eltern auch noch das letzte bißchen Wahlfreiheit zwischen Selbst- und Fremdbetreuung genommen. Die Betreuung von Kindern bis zum dritten Lebensjahr in der eigenen Familie – sie ist ja jetzt schon für die meisten Menschen unerschwinglich – wird dann mit Sicherheit nur noch Wohlhabenden möglich sein.

Sehr sozial von den Damen und Herren Sozialdemokraten!

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Syrien – Verbrecher auf beiden Seiten

Wer sich in einem Bürgerkrieg wie in Syrien auf eine Seite schlägt, muß wissen, was er tut, denn moralisch stehen die Kriegsparteien inzwischen auf einer Stufe. Aber das war nicht immer so.

Der Widerstand gegen den Despoten Assad, der seinem Vater entgegen ersten Erwartungen in seiner Brutalität schnell ebenbürtig wurde, war zunächst friedlich. Von Bewaffnung war viele Monate lang keine Rede. Aber Assad ließ vom ersten Tag an seine Milizen auf die unbewaffneten Demonstranten los. Viele von ihnen starben, und als man die Opfer unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beerdigte, ließ Assad auch auf die Trauernden schießen. Als die sich endlich – mit geradezu vorsintflutlichen Waffen – gegen den Terror des hochgerüsteten Regimes wehrten, ließ Assad ganze Wohnblocks und die traditionell aufmüpfigen Städte mit seinen Kampfjets bombardieren.

Das war der Beginn des Bürgerkriegs. Inzwischen werden Greueltaten von beiden Seiten begangen, und unter die syrischen Regimegegner haben sich längst kriminelle Banden und islamistische Terroristen gemischt.

Und doch muß man eines sagen: letztlich trägt der die Verantwortung, der die Macht im Staat hat. Assad hätte die Eskalation schon mit kleineren Zugeständnissen verhindern können. Aber so etwas kommt einem orientalischen Despoten nicht in den Sinn. Er hat auf die nackte Gewalt (und auf seine Verbündeten Rußland und China!) gesetzt, und an dieser Gewalt wird er zugrundegehen.

Beruhigend ist diese Aussicht aber nicht. Durch das Machtvakuum werden auch in Syrien (wie im Irak) islamistische „Gotteskrieger“ in das Land einsickern. Und alles, was sich zwischen Assad und ihnen befindet, und dazu gehört die große und bisher tolerierte christliche Minderheit, wird von ihnen verfolgt und aufgerieben werden.

Deshalb darf das Ausland – so entsetzlich das im Moment auch aussieht- keiner der beiden Seiten Waffen liefern. Wer es wie Rußland dennoch tut und Assad mit modernsten Raketen ausstattet, muß für jedes Kriegsverbrechen des Despoten verantwortlich gemacht und vor einen internationalen Gerichtshof gestellt werden. Auch der selbstherrliche Herrscher über alle Reußen steht nämlich nicht außerhalb des Völkerrechts. Putins Ansehen im eigenen Land ist inzwischen soweit gesunken, daß man – wie bei allen autoritären Herrschern – jederzeit mit außenpolitischen Verzweiflungstaten rechnen muß.

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„Sorry, no translations found!“

Haben Sie auf der Suche nach einer Übersetzung schon einmal diese Antwort bekommen?

Ich bekomme sie ständig – und zwar von den Online-Wörterbüchern von „dict.cc“. Ich brauche immer wieder Wortübersetzungen aus allen möglichen Sprachen (nicht aus dem Englischen), und wenn ich mein Suchwort zusammen mit der gewünschten Sprache bei Google eingebe, steht praktisch immer an erster Stelle die entsprechende Seite von dict.cc. Man klickt also freudig erregt auf das Ergebnis, und was steht da fast immer:

Sorry, no translations found!

Jetzt muß ich deutlich sagen: ich kritisiere nicht etwa dict.cc – im Gegenteil, das ist ein verdienstvolles Gemeinschaftswerk der Internetbenutzer (auch wenn LEO sicher qualitativ besser ist). Nein, ich kritisiere einzig und allein Google, weil es auch die negativen Suchergebnisse von dict.cc grundsätzlich an die erste Stelle rückt. Das ist eine fast arglistige Täuschung, denn wenn dict.cc bei Google ganz oben steht, gehe ich davon aus, daß ich auch eine Antwort auf meine Frage bekomme. Daß ich meistens die Antwort „Sorry, no translations found!“ erhalte, spricht nicht gerade für die Intelligenz des Google-Logarithmus.

Google lockt mich durch eine merkwürdige Bevorzugung auf die Seite von dict.cc, ohne vorher irgendwie erkennen zu lassen, daß ich keine Antwort, sondern nur das ärgerliche „Sorry“ bekomme.

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