Der merkelesische Umgang mit der Wahrheit

Dazu muß man nicht viel sagen – ein paar Zitate genügen.

Der Höfling der Kanzlerin, Ronald Pofalla, am 12. August dieses Jahres:

Die Vorwürfe sind vom Tisch. Die NSA und der britische Nachrichtendienst haben erklärt, dass sie sich in Deutschland an deutsches Recht halten.

Innenminister Friedrich am 16. August:

Alle Verdächtigungen, die erhoben wurden, sind ausgeräumt.

Angela Merkel selbst am 18. August:

Ich habe keinen Grund daran zu zweifeln, dass die Fragen, die aufgeworfen wurden, geklärt sind.

Und heute?

Der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter:

Die Bundesregierung hat diese Geschichte niemals für beendet erklärt.

Wie heißt der schöne alte Politikersatz, der – vermutlich fälschlicherweise – Adenauer zugeschrieben wird?

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!

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Obama, Pofalla und Muttis Handy

Als ans Tageslicht kam, daß ihre Untertanen flächendeckend und 24 Stunden am Tag von den US-Geheimdiensten ausspioniert werden, gab sich die Kanzlerin erst empört („das geht gar nicht“), um dann nur kurze Zeit später durch ihre Hofschranzen (Pofalla wieder mal allen voran) mitteilen zu lassen, daß die Sache jetzt erledigt sei. Als sei sie nicht von dieser Welt, als habe sie noch nie eine Zeitung gelesen oder von ihrem Verstand Gebrauch gemacht, sagte sie allen Ernstes:

Ich habe keinen Grund daran zu zweifeln, dass die Fragen, die aufgeworfen wurden, geklärt sind.

Mama locuta, causa finita – so dachte sie sich das. Aber es war wohl wieder Edward Snowden, der nicht nur Präsident Hollande, sondern auch der Kanzlerin zeigte, daß die USA gar nicht daran denken, ihre schändliche Spionage „unter Freunden“ einzustellen. Da handelt Obama wie jeder, der etwas auf dem Kerbholz hat: wenn die Sache ans Licht kommt, wird einfach alles abgestritten. So hat er es im Telefonat mit Merkel gemacht, so macht es sein Botschafter in Berlin, und auch seine Sprecher in den USA folgen ihm auf dieser Verteidigungslinie.

Es ist die arrogance of power, die Arroganz der Macht, die aus dieser Reaktion spricht. Schon Senator Fulbright hatte diese Arroganz vor langer Zeit an seiner eigenen Regierung in einem aufsehenerregenden Buch kritisiert. Leider hat sich auch unter der „Lichtgestalt“ Obama daran nichts geändert.

Jeder großen Macht müssen – im ihrem eigenen Interesse! – Grenzen gesetzt werden. Im besten Fall übernehmen das die eigenen Staatsbürger, aber wenn die Amerikaner die kriminellen Praktiken ihrer Geheimdienste, die nicht nur gegen das Völkerrecht, sondern auch und vor allem gegen die guten Sitten verstoßen, gleichgültig hinnehmen, dann müssen eben die ausgespähten Staaten diesem Treiben selbst Grenzen setzen.

Es soll niemand sagen, die USA würden den entschlossenen Widerstand der Europäer einfach von sich abperlen lassen, nur: dieser Widerstand kommt gar nicht – jedenfalls nicht aus Europa. Man scheut sich hier immer noch, die übermächtige Schutzmacht des Westens krimineller Taten zu bezichtigen, obwohl die durch die veröffentlichten Snowdenschen Dokumente als bewiesen gelten können. Warum traut sich niemand (die Kanzlerin schon gar nicht!), dieses schäbige Ausspionieren von Verbündeten als das zu bezeichnen, was es doch offensichtlich ist: schäbig!?

Daß man feindlich gesinnte Regierungen ausspioniert, ist normal und verständlich. Man will sich vor feindseligen Aktionen schützen, das ist das gute Recht jedes Landes. Aber warum spioniert Obamas Administration das Handy der Kanzlerin aus? Warum die Telefonate und E-Mails der Deutschen, die ihm doch angeblich so wichtig sind? Und warum leugnet er das alles? Die Antwort kann nur lauten: das noch nie dagewesene, jedes Maß überschreitende, gesetzlose Treiben dieser Dienste wird von ihm in vollem Umfang gebilligt.

Nixons Watergate (das aber nur nebenbei) war – verglichen mit diesem Obamagate – geradezu eine Petitesse. Damals gab es nur eine kleine Verschwörung einer Handvoll halbkrimineller Politiker und einiger Ganoven, mit Nixon an der Spitze. Unter Obama und ganz offensichtlich mit seiner Zustimmung wird das in den Verfassungen garantierte Recht auf eine geschützte Privatsphäre von Millionen Menschen dauerhaft und ohne Skrupel gebrochen. Es ist ein millionenfacher Verfassungsbruch, gegen den, um es noch einmal zu sagen, das gute alte Watergate nur eine Lappalie war.

Dem unverfrorenen Ausspionieren ausgerechnet durch einen Verbündeten muß man entschlossen und rabiat begegnen. Diplomatische Formulierungen, bei denen die Kritik an den USA allenfalls zwischen den Zeilen zu lesen ist, sind da wirkungslos. Das zeigen, erst recht im nachhinein, die grotesk beschwichtigenden Äußerungen von Unionspolitikern nach Bekanntwerden der NSA-Affäre (dankenswerterweise von der Süddeutschen hier zusammengestellt).

Man muß nicht gleich die Kavallerie schicken, aber angesichts dieses ungeheuren Bruchs unserer verfassungsmäßig garantierten Bürgerrechte weiter zu lavieren und sich künstlich klein zu machen, als seien wir auch heute noch die immer brave, bescheidene und machtlose Bonner Republik, das ist nichts anderes als – Feigheit vor dem Freund.

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Tebartz-van Elst muß ins Kloster!

Ach, die gute alte Bildzeitung. „Papst verordnet Protz-Bischof eine Auszeit“, schreibt sie. Man hat sich gewöhnt daran, daß der Limburger Bischof in jedem ihrer Artikel stupide als „Protz-Bischof“ bezeichnet wird, es ist nicht einmal ein Alleinstellungsmerkmal der Bildzeitung, denn auch der Focus und (ein bißchen zurückhaltender) die Welt bedienen sich dieses dummen und in der Sache falschen Wortes (vgl. diesen Artikel).

Hier soll ein Mensch – und zwar wider besseres Wissen und aus einem antikirchlichen Reflex heraus – dämonisiert werden, der manche Kritik verdient hat, aber nicht diese maßlose Dämonisierung durch den deutschen Blätterwald. Er war einfach nur der falsche Mann am falschen Ort: nicht nur, weil er in seiner spröden, zur Selbstkritik unfähigen Art als Hirte einer Diözese untauglich ist, sondern auch, weil er gerade in Limburg, das jahrzehntelang mit Bischof Kamphaus einen bescheidenen, warmherzigen, von allen hochgeachteten Hirten hatte, gleich doppelt fehl am Platze war. Aber man sollte nicht vergessen: er hat sich nicht um dieses Amt beworben, er wurde vom Limburger Domkapitel ohne sein Wissen und ohne seine Beteiligung aus einer Liste von drei Kandidaten ausgewählt.

Die Art und Weise, wie Bischöfe in Deutschland (und vermutlich nicht nur da) zu ihrem Amt kommen (ohne ein einziges Gespräch mit den Kandidaten, nur nach Hörensagen und Aktenlage!), kommt mir geradezu vorsintflutlich vor. Da kauft man, um es einmal flapsig auszudrücken, die Katze im Sack.

Tebartz-van Elst soll (das wird von niemandem bestritten) ein brillianter Theologe sein – da muß sich für ihn doch ein Plätzchen finden lassen, an dem er gut aufgehoben ist und Nützliches tun kann. Aber Bischof sollte er nicht bleiben, denn dazu sind ganz andere menschliche Fähigkeiten nötig.

Jetzt hält er sich also für ein paar Monate in einem Kloster auf (vom unterfränkischen Münsterschwarzach ist die Rede), und danach wird man sehen, ob er die Zeit genutzt hat, um in sich zu gehen. Ich wünsche es ihm – auch wenn mir seine Spielart des katholischen Glaubens von Herzen zuwider ist.

PS:  Der heutigen Stellungnahme des Vatikans kann man wieder einmal entnehmen, mit welcher diplomatischen Raffinesse dort formuliert wird. Der Heilige Stuhl, heißt es da nämlich,

hält es für angeraten, S.E. Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Zeit auβerhalb der Diözese zu gewähren.

Gewähren! Ist das nicht wunderbar? Da wird, mit Hilfe der deutschen Sprache, sogar noch die zeitweilige Suspendierung zu einem Geschenk!

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Lupuleaks enthüllt: Die geheimen Mitgliederbefragungen der SPD gehen weiter!

Erschreckende Nachrichten von den Sozialdemokraten: die führenden Gremien der Partei haben beschlossen, von jetzt an überhaupt keine Entscheidungen mehr selbst zu treffen!

Andrea Nahles, die Generalsekretärin der SPD: „Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht. Wir wollen noch viel mehr Demokratie wagen als bisher! Daß fünf oder sechs Genossen einen Koalitionsvertrag aushandeln – das darf es nie wieder geben.“

Durch Lupuleaks sind soeben die ersten konkreten Folgen dieser Neuorientierung enthüllt worden. So haben die Mitglieder in einer Befragung entschieden, daß die Verhandlungsdelegation der SPD  aus 294 Genossen bestehen soll, damit auch kleinere Parteigruppen, etwa Linkshänder, Blondinen und Kanalarbeiter, anteilig vertreten sind. Zu den während der Koalitionsverhandlungen gereichten Snacks und Getränken waren gleich mehrere Mitgliederbefragungen notwendig, nachdem der erste Vorschlag – Currywurst und Bier – von einer Sperrminorität der Veggie-Fraktion verhindert worden war.

Schon vorher hatte die Partei beschlossen, daß die Mitglieder per Briefwahl über das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen abstimmen dürfen. Ob es tatsächlich zu dieser Mitgliederbefragung kommt, darüber soll in den nächsten Tagen eine Mitgliederbefragung entscheiden.

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Ein Protz-Bischof? Fragen wir doch mal den Duden!

Was heißt eigentlich „protzen“? Im Duden (Deutsches Universalwörterbuch, hier online nachzulesen) wird das Wort so definiert:

in der Absicht, Neid oder Bewunderung zu erwecken, eigene [vermeintliche] Vorzüge oder Vorteile in prahlerischer Weise zur Geltung bringen.

Auch im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm heißt es über das Adjektiv „protzig“:

aufgebläht, hochfahrend, patzig, prahlerisch.

Selbst dem dümmsten Boulevardjournalisten, ob er sein Geld nun bei Bild oder beim Focus verdient, müßte an dieser Stelle klarwerden, daß man Tebartz-van Elst manches nachsagen kann, aber ganz gewiß nicht, daß er „protzt“.

Er war ja geradezu das Gegenteil von prahlerisch, er hat nicht etwa die ganze Welt stolz auf sein neues Domzentrum hingewiesen, um „Bewunderung zu erwecken“, er hat die (inzwischen von vielen Architekten hochgelobte) Innenausstattung der Anlage wohl eher verstecken und privat und im Geheimen genießen wollen. Daß er dieses luxuriöse Bauen nicht mit seinem eigenen Geld, sondern mit dem des Bistums bezahlt hat, mag man als verwerflich ansehen, und daß dieses Verhalten in einem eklatanten Widerspruch zu der wachsenden Armut der Pfarreien und Gemeinden steht, liegt auf der Hand. Aber auch da sollte man bedenken, daß andere deutsche Bischöfe viel fürstlicher residieren, nur hatten sie eben das Glück, ihre Residenzen von den Vorgängern zu übernehmen, ohne selbst einen Cent dafür auszugeben.

Also noch einmal: ein „Protz-Bischof“ ist Tebartz-van Elst – bei allem, was man ihm vorwerfen kann – wahrhaftig nicht, wohl aber könnte man, um auf deren eigenem sprachlichen Niveau zu bleiben, Journalisten, die sich an so primitiven Kampagnen beteiligen, als „Kotz-Journalisten“ bezeichnen.

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„Bild“ und „Focus“: Jetzt machen wir ihn fertig, den Protz-Bischof!

Hier ein paar Belege aus der Bildzeitung der vergangenen Tage (über ähnliche Schlagzeilen beim  Focus habe ich schon mehrfach berichtet):

Gänswein besucht den Protz-Bischof
Freiwillig tritt der Protz-Bischof nicht zurück
Schonfrist für Protz-Bischof
Hier fährt der Chef des Protz-Bischofs zum Papst
Kann ein Vertrauter den Protz-Bischof retten?
Protz-Bischof treibt die Menschen aus der Kirche
Wo steckt eigentlich der Protz-Bischof?
Der Skandal um den Protz-Bischof tut der Kirche richtig weh!
Was würde Jesus zum Protz-Bischof sagen?
Ist der Protz-Bischof ein kranker Mann?

Ich weiß nicht, ob der Limburger Bischof ein kranker Mann ist. Daß aber eine Berichterstattung krank ist, der es nur noch um die Herabwürdigung, ja um die menschliche Vernichtung ihres Opfers geht, steht für mich fest.

So werden Pogromstimmungen erzeugt, die mit dem Ursprung der Limburger Affäre am Ende gar nichts mehr zu tun haben.

Es soll eine öffentliche Hinrichtung stattfinden, und die Journalisten sind Richter und Henker in einer Person.

Das ist kein Ruhmesblatt für den deutschen Journalismus. Und es ist auch kein Ruhmesblatt für unser Land, in dem offenbar immer mehr Menschen den Beruf des Scharfrichters anstreben.

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Die Sprachgewalt des „Focus“ nimmt immer mehr zu

Große Überraschung heute auf Focus Online – ein ganzer Artikel über den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst kommt tatsächlich ohne das Wort „Protz-Bischof“ aus!

Statt dessen heißt er jetzt „Skandalbischof“ und „der Bischof mit der lockeren Brieftasche“.

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Protz und Prass im Focus-Land

Liebe Focus-Redakteure, ihr könnt wieder aufhören! Wir wissen es jetzt: der Limburger Bischof ist ein Protz-Bischof und ein Prass-Prediger, und er lebt in einem Prunk-Bau. Ihr habt uns diese Wörter so oft um die Ohren gehauen, daß wir sie im Schlaf aufsagen können. 

Aber einmal im Ernst: findet ihr diese Wortprägungen wirklich so originell, daß ihr sie immer und immer wiederholen müßt?

Mir kommen sie – wenn ihr mir das Wort gestattet – ein bißchen primitiv vor.

Aber vielleicht passen sie ja gerade deshalb so gut zu euch.

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Venedig – nicht mehr die Stadt der Verliebten, sondern die Stadt des Bio-Diesels?

Der italienische Energiekonzern Agip-Eni baut in Marghera, einer Industrie-Vorstadt von Venedig, eine gigantische Raffinerie für Bio-Diesel aus Palmöl auf. Das Palmöl stammt, wie sich jeder denken kann, aus zwei durch und durch korrupten Ländern, die seit vielen Jahrzehnten ihre eigenen Lebensgrundlagen hemmungslos zerstören.

Der verdienstvolle Verein Rettet den Regenwald e.V. läßt den Forschungsdirektor des italienischen Konzerns zu Wort kommen (hier nachzulesen, mit der Möglichkeit, per E-Mail gegen das Umweltverbrechen zu protestieren):

„Die Raffinerie in Marghera wird umgerüstet, um Biodiesel-Kraftstoff der neuen Generation zu produzieren“, erklärt Enis Forschungsdirektor James Rispoli gegenüber der italienischen Presse. „Der biologische Rohstoff wird Palmöl sein, das per Schiff aus Indonesien und Malaysia kommt.“ Damit sei Eni in der Lage, die europäischen Vorschriften zu erfüllen. Diese verlangen, dass bis 2020 der Anteil erneuerbarer Energien im Kraftstoff 10 Prozent betrage. Anfang 2014 sollen die ersten Schiffsladungen mit Palmöl aus Indonesien in Venedig eintreffen.

Das muß man sich einmal vorstellen: damit die Europäer (unter dem Beifall ihrer heuchlerischen pseudogrünen Parteien) ihr grün-ökologisches Gewissen beruhigen können, nehmen sie in Kauf, daß korrupte Länder wie Indonesien und Malaysia ihren ohnehin ausgebluteten Regenwald noch weiter abholzen, um darauf Palmöl-Plantagen anzulegen. Dann geht das Palmöl per Schiff auf die lange Reise nach Venedig – und von dort in die Motoren der „umweltbewußten“ Europäer.

Fangt doch einmal an, euch eures Verstandes zu bedienen, liebe Mitbürger, so wie Kant es vorgeschlagen hat: sapere aude! Und klatscht nicht gleich in die Hände, nur weil jemand nachhaltig! oder natürlich! oder Energiewende! schreit.

Aus Brüssel mit seinen E10-Verordnungen (und erst recht aus Staaten wie Indonesien und Malaysia, die längst vor ein internationales Strafgericht gestellt gehören!) kommt nämlich selten etwas Gutes. Die sog. „Bio-Kraftstoffe“ aber, zu deren verheerenden Folgen in der Dritten Welt ich noch keine einzige kritische Stellungnahme der grünen Heroen wie Trittin, Künast, Özdemir, Göring-Eckardt oder Kretschmann gehört habe, zählen ökologisch zu den größten Verbrechen an der Natur.

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„Allah“ – in Malaysia gesetzlich geschützt

Wer ständig vor Gericht zieht, um seinen Glauben zu verteidigen, kann nicht viel Selbstbewußtsein haben. So verhält es sich mit dem Islam: er hat inzwischen überall auf der Welt einen dichten Zaun von Gesetzen und Strafandrohungen errichtet, um sich die „Ungläubigen“ vom Leib zu halten. Muslime mögen das für ein Zeichen von Kraft und Stärke halten, in Wirklichkeit ist es das Gegenteil: es ist ein Ausdruck der Schwäche und des Niedergangs. Wer fest ist in seinem Glauben, muß ihn nicht per Gesetz vor Anfeindungen bewahren.

Wer einmal Muslim ist, um nur ein Beispiel zu nennen, muß Muslim bleiben bis ans Ende seiner Tage, sonst droht ihm (im günstigsten Fall!)  die Ausgrenzung aus der Gesellschaft, bei strenger Auslegung des Islams und in den sog. „Gottesstaaten“ sogar der Tod. Gegen die Konkurrenz anderer Religionen und deren Missionierung schützen sich viele islamische Staaten mit barbarischen Gesetzen – doch offenbar, weil die natürliche Autorität ihres Glaubens und seine Überzeugungskraft nicht mehr ausreichen. Selbst in Erdogans Türkei, die a bisserl Demokratie praktiziert und sich gern damit brüstet, tut ein zum Christentum übegetretener Muslim gut daran, seinen neuen Glauben für sich zu behalten.

Und in Malaysia? Da hat in Kuala Lumpur ein Berufungsgericht entschieden, daß es nur Muslimen erlaubt sei, ihren Gott „Allah“ zu nennen. Und das, obwohl die starke christliche Minderheit des Landes (sie stellt etwa 9% der Bevölkerung) ihren Gott schon seit Jahrhunderten so bezeichnet hat, denn Allah heißt in der Landessprache einfach nur Gott. Was aber früher eine Selbstverständlichkeit war, wird jetzt, in der Zeit des geistigen und moralischen Niedergangs des Islams, zu einer Rechtsangelegenheit.

Auch in Malaysia ist es übrigens den ethnischen Malaien, die etwa zwei Drittel der Bevölkerung ausmachen, gesetzlich verboten, ihrem Glauben abtrünnig zu werden.

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