Der deutsche Spießbürger über die Rettung des Höhlenforschers

Diesen Kommentar hat – gleich nach der Rettung des Höhlenforschers heute mittag – ein deutscher Spießbürger abgegeben:

Teure Rettung eines Privatvergnügens, die dem Steuerzahler wieder viel Geld kosten wird. Rechnet man einfach mal 11 Tage á 10 Arbeitsstunden x 70 Einsatzkräfte mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von sagen wir mal 70 Euro pro Stunde, dann kommt man auf ca. 500.000 Euro Kosten geschätzt. Gerätschaft noch gar nicht gerechnet.

Da hätte man ihn doch am besten unten sterben lassen, nicht wahr, lieber Erbsenzähler?

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Ausrotten, alles mit Stumpf und Stiel vernichten!

Ich botanisiere gerne, zwar nicht aus Profession, aber dem Dilettieren zum Trotz mit nicht weniger Leidenschaft. Und es fällt mir schwer, die Ausrottungsfeldzüge zu ertragen, die seit ein paar Jahren immer wieder von der Politik gegen vermeintlich „hochgefährliche“ und „hochgiftige“ Pflanzen inszeniert werden.

Riesen-Bärenklau

Riesen-Bärenklau

Seit langem sind es – vor allem auf kommunaler und regionaler Ebene – unsere leider nicht sehr sachkundigen Politiker, die mediengerecht zum totalen Krieg gegen irgendeine Pflanzenart aufrufen.

Wenn etwa irgendwo ein Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum, Bild rechts) entdeckt wird, darf kein Pardon mehr gegeben werden. Da sollen gleich Bataillone ausrücken (oder doch wenigstens der mit Spaten und Hacken versorgte Jugendverband irgendeines Naturschutzverbands), um alle Pflanzen samt ihren Wurzeln zu vernichten. Natürlich werden dazu die örtlichen Medien herbeigerufen, die dann sofort über das große Event berichten. Über die botanische Fachkenntnis unserer Journalisten könnte (und sollte!) man bei Gelegenheit einmal ein Archiv einrichten – das brächte viel Erheiterndes zutage.

Herbstzeitlose

Herbstzeitlose

Im Kreis Gießen hat ein ähnlicher Feldzug vor einiger Zeit die arme Herbstzeitlose (Colchicum autumnale, links) getroffen: sie sei giftig, hat man empört festgestellt, und sie könne sogar Tiere gefährden! Also will man sie ausrotten – und natürlich wird ihre Ausrottung (wir befinden uns ja in Deutschland!) „wissenschaftlich begleitet“. Jede Pflanze, so konnte man letztes Jahr in der F.A.Z. lesen, würde „per Hand einzeln aus dem Boden gestochen“. Wunderbar! Jetzt fragt man sich nur, wie die Menschheit und ihre Weidetiere Tausende von Jahren überlebt haben, ohne daß jemand Giftpflanzen per Hand einzeln aus dem Boden gestochen hat.

? Senecio sp. - GreiskrautAuch das Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea, rechts) geistert schon seit langem durch den Blätterwald. Es seien Pferde gestorben, nachdem sie davon gegessen hätten, sagt man, und es gibt rührige und sehr medienwirksame Interessengruppen, die immer wieder auf die Vernichtung der Pflanze drängen.

Der Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), einer Pflanze mit Migrationshintergrund, geht es noch schlimmer. Weil sie im Spätherbst blüht und ihre Pollen die Leidenszeit der Allergiker verlängern, kennt die menschliche Mordlust keine Grenzen mehr. Der Freistaat Sachsen hat sich inzwischen an die Spitze des Fortschritts gestellt (hier nachzulesen):

Mit dem vom sächsischen Gesundheitsministerium herausgegeben Faltblatt „Gesundheitsgefahr durch die Beifußambrosie“ soll nun die Bevölkerung über Aussehen und die Vernichtung der sich rasant ausbreitenden Pflanze informiert werden. Die Flyer werden beispielsweise über Ärzte, Gesundheitsämter, Krankenhäuser, Naturschutzverbände, Kleingartenvereine und Jugendherbergen im ganzen Freistaat verteilt.

Damit es für die Medien aber so richtig griffig wird, sagte Christine Clauß, die sächsische Sozialministerin:

Die Pflanze ist gefährlich und deshalb muss sie überall vernichtet werden.

Die Ambrosie ist ein Neophyt, also sozusagen ein pflanzlicher Asylbewerber, und sie braucht, wenn sie überleben will, offene Flächen. Sobald diese Flächen zuwachsen (durch Gras, mehrjährige Arten oder gar Sträucher) verschwindet sie von selbst. Hier bei uns habe ich sie vor einiger Zeit auf einer Brachfläche entdeckt, aber schon im nächsten Jahr war kein einziges Exemplar mehr zu finden.

Das ist also eine „sich rasant ausbreitende Pflanze“?

Wir leben im Zeitalter der Übertreibung. Nur wer laut schreit, wird noch gehört. Daß Medien und Politiker so handeln, ist nicht verwunderlich. Daß sich aber auch die großen Naturschutzverbände – oft gegen das Fachwissen der Biologen! – in den Chor der Schreier einreihen, müßte wirklich nicht sein.

Sehen wir die Sache doch einmal ganz nüchtern: in unserer Flora wimmelt es nur so von giftigen Pflanzen. Das ist eine List der Natur: mit dem Gift schützen sich die Pflanzen vor Freßfeinden. Die Menschheit hat mit diesen Giftpflanzen gelebt, seit es sie gibt. Man hat Erfahrungen mit ihnen gemacht, und man hat aus diesen Erfahrungen gelernt. Weise Menschen haben uns im Laufe von Jahrtausenden beigebracht: giftige Pflanzen ißt man besser nicht.

Einer unserer schönsten Sträucher, der Goldregen, ist giftig. Ein Exemplar hat viele Jahre in unserem Vorgarten gestanden, und niemand ist durch ihn zu Schaden gekommen. Am anderen Ende unseres Häuserblocks steht eine schöne Eibe – auch sie „hochgiftig“, aber bis jetzt hat – gottlob! – noch niemand zu ihrer Vernichtung aufgerufen. Und was ist mit den vielen Giftpilzen? Müßte man nicht auch zur Ausrottung des Knollenblätterpilzes aufrufen? Oder des Fliegenpilzes? Brauchen wir nicht sogar eine Verordnung aus Brüssel zur finalen Vernichtung jedes giftigen Krauts?

Der Mensch, das nur nebenbei, ist eine viel gefährlichere Spezies als jede Giftpflanze. Er ist auf der Erde zu einer wahren Pest geworden. Müßte man dann nicht, wenn wir schon so lustig beim Ausrotten sind, konsequenterweise auch seine Ausrottung fordern?

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Helmpflicht für Radler? Das wäre ja noch schöner!

Eines vorweg: ich bin ein leidenschaftlicher Radler. Seit 15 Jahren bin ich fast jeden Tag mit meinem Rad unterwegs, und wenn es einmal nicht geht, weil es schüttet oder weil eine geschlossene Schneedecke liegt, fühle ich mich unglücklich.

Ich besitze keinen dieser entsetzlichen Fahrradhelme – und ich gebe hiermit vor aller Welt ein feierliches Versprechen ab: ich werde zeit meines Lebens keinen Fahrradhelm aufsetzen. Ich bin nämlich ein erwachsener Mensch, und ich bestehe darauf, daß ich für die Abwägung aller Lebensrisiken selbst verantwortlich bin. Ich brauche dazu keinen Gesetzgeber und keine fürsorgliche Diktatur, die mich wie ein unmündiges Kind behandelt.

Ist das unvernünftig? Vielleicht.

Aber als erwachsener Mensch habe ich das Recht, so vernünftig oder unvernünftig zu sein, wie ich will. 

Das, liebe Richter und Gesetzgeber, ist nämlich mein Leben. Es gehört, solange ich Dritten nicht schade, allein mir – und nicht euch.

So einfach ist das.

Heute hat der Bundesgerichtshof ein unerwartet schönes Urteil zum Thema Fahrradhelm gefällt. Da ist einer Frau etwas passiert, was der Alptraum jedes Radfahrers ist: eine am Straßenrand parkende Autofahrerin hatte, ohne auf den Verkehr zu achten, die Tür ihres Wagens geöffnet. Die Radfahrerin stürzte und zog sich eine schwere Kopfverletzung zu. Das Oberlandesgericht Schleswig lastete ihr eine 20-prozentige Mitschuld an, weil sie keinen Helm getragen habe.

Die Absicht war klar: da eine Helmpflicht für Radfahrer zur Zeit politisch nicht durchsetzbar ist, sollte sie über die Hintertür – durch einen finanziellen Malus im Falle eines Unfalls – erzwungen werden. Dem hat der Bundesgerichtshof jetzt einen Riegel vorgeschoben.

Damit ist immerhin Zeit gewonnen.

Die großen Beglücker der Menschheit, die aus lauter Fürsorge den gesamten Alltag der Menschen regulieren und auch noch das letzte Risiko per Gesetz abschaffen wollen, werden aber nicht aufgeben. In Brüssel freilich ist man ein bißchen vorsichtiger geworden: der Wahlsieg der „Europakritiker“ hat die Lust am fürsorglichen (und diktatorischen) Beglücken der Untertanen merklich verringert.

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Empört euch endlich, Muslime!

Wenn es stimmt, daß die überwältigende Mehrheit der Muslime tolerant und friedlich ist, dann ist es höchste Zeit, daß sich diese friedliche und tolerante Mehrheit öffentlich zu ihrer Friedfertigkeit bekennt.

Das ist leider nicht der Fall. Muslime haben in unseren demokratischen Gesellschaften alle Rechte – aber sie machen noch immer keinen Gebrauch davon. Wo bleiben die großen Demonstrationen und Kundgebungen, wenn ihre Glaubensbrüder überall auf der Welt unschuldige Zivilisten massakrieren? Wo bleibt der große Aufschrei? Wo bleibt das öffentliche Bekenntnis zur Friedfertigkeit und vor allem: wo bleibt das Bekenntnis gegen die Mörderbanden, die – ausdrücklich im Namen des Islam! – Schande über den Islam bringen?

Auf der Zeil, der großen Frankfurter Einkaufsstraße, hat die F.A.Z. kürzlich islamische Passanten gefragt, was sie von den Salafisten halten, die in Frankfurt besonders aktiv sind. Eine Mehrheit von ihnen gab vor, noch nie etwas von Salafisten gehört zu haben, andere leugneten schlichtweg, daß Islamisten etwas mit dem Islam zu tun hätten. Das ist immer noch die vorherrschenden Verteidigungsstrategie.

Die islamische Sekte Boko Haram hat inzwischen Zehntausende nigerianischer Bürger abgeschlachtet, neuerdings entführt sie auch Schulmädchen. In Kenia haben Muslime in einem friedlichen Küstendorf unter Bürgern, die in Cafés gerade Fußballspiele angesehen haben, ein Massaker angerichtet und an die 50 Menschen ermordet. In vielen anderen Ländern wie Pakistan, Afghanistan, Indien und neuerdings auch in China gehören ständige Mordanschläge fast schon zur Tagesordnung. Die Täter sind immer Muslime, und ihre feigen Taten werden immer perfider: sie töten ja nicht in erster Linie Polizisten oder Soldaten, sie töten ganz normale Menschen, die arglos auf dem Markt einkaufen oder ein bißchen Vergnügen haben wollen.

Diese Menschen, liebe Muslime, töten nicht nur im Namen des Islam, sie töten in eurem Namen. Ist euch das wirklich egal?

Es gibt im römischen Recht die alte Regel

qui tacet, consentire videtur.

Wer schweigt, heißt das, wird zum Mittäter, weil er nicht widersprochen hat. Da hilft kein Leugnen und kein Dummstellen.

Das ist ein guter Rat aus einem Land, das im vergangenen Jahrhundert selbst eine schwere historische Schuld auf sich geladen hat. Da haben Deutsche in unserem Namen unfaßbare Verbrechen begangen, und wir tragen heute noch daran. Auch damals haben nur wenige von uns widersprochen, von aktivem Widerstand ganz zu schweigen. Deshalb kann ich allen Muslimen, wenn ihre Religion denn wirklich eine friedfertige ist, nur raten, den Mörderbanden, die ausdrücklich auch in ihrem Namen Verbrechen begehen, ein entschiedenes – und auch überall hörbares! – Nein entgegenzuschleudern.

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Putins „Demonstranten“ schießen Flugzeug ab

Der von bildungsfernen Schichten in Deutschland heißgeliebte und hochverehrte Führer Wladimir Wladimirowitsch Putin hat jetzt noch mehr Blut an den Händen. Seine Handlanger in der Ostukraine haben ein Flugzeug beim Landeanflug abgeschossen und damit 49 Menschen getötet, die meisten von ihnen junge Soldaten.

Diese „Demonstranten“ und „Selbstverteidigungskräfte“, wie die Lügner im Kreml sie lange genannt haben, waren nie das, was sie bis heute zu sein vorgeben: die Beschützer der russisch geprägten Menschen in der östlichen Ukraine. Sie waren von Anfang an eine seltsame Melange aus marodierenden russischen Söldnern, dem militärischen Arm der Mafia des Donbass und gewöhnlichen Banditen und Plünderern. Jetzt aber sind nicht nur Putins modernste Waffen hinzugekommen, sondern auch gut ausgebildete, kampferprobte Tschetschenen, die über die fast ungesicherte russisch-ukrainische Grenze in die Ukraine eingesickert sind.

Wenn die Ukraine ein unabhängiger, freier Staat bleiben (oder besser gesagt: werden) soll, dann muß als erstes die Grenze zu Rußland befestigt werden. Es kann nicht sein, daß Putin jederzeit in der Lage ist, Panzer, Raketenwerfer und Maschinengewehre in das Nachbarland zu schmuggeln, um dort die Lage – aus niedrigsten Beweggründen! – zu destabilisieren. Gleichzeitig muß man die Marodeure und Banditen nach und nach außer Gefecht setzen, denn mit freundlichem Zureden werden sich Ganoven dieses Schlags nicht in fleißige Ackerbauern verwandeln.

Wenn man aber darauf verzichtet, das Gewaltmonopol des Staates durchzusetzen, hat man schon verloren.

Der Kampf gegen das von Putin unterstützte Banditentum wird noch viele Opfer kosten. Die einzige Alternative wäre: einen Teil der souveränen Ukraine den marodierenden Banden zu überlassen.

Das darf aber nicht geschehen. Es wäre eine Niederlage der Zivilisation gegen die Barbarei.

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Der aggressive Islam erobert Englands Schulen

Was Jochen Buchsteiner in der gestrigen F.A.Z. (hier nachzulesen) über englische Grundschulen schreibt, ist dazu geeignet, Angst und Schrecken zu verbreiten. Denn England ist uns in diesem Punkt immer einen Schritt voraus: jetzt ist schon eine ganze Reihe von englischen Grundschulen, z.B. in Birmingham, fest in der Hand von Islamisten.

Während die Schulaufsicht offenbar dezent weggeschaut hat, haben Islamisten damit begonnen, den Schulalltag in ihrem Sinne umzugestalten. Erst nachdem ein Brief zur islamischen „Operation Trojanisches Pferd“ an die Öffentlichkeit gelangt ist, hat die Aufsicht ihren Tiefschlaf beendet und die Schulen genauer untersucht:

In fünf Einrichtungen … fand sie „beunruhigende“ Zustände vor. In einer Schule sitzen die (überwiegend verschleierten) Mädchen getrennt von den Jungs, in einer anderen wird über Lautsprecher zum regelmäßigen Beten aufgerufen, in einer dritten schürten Lehrer antichristliche Ressentiments und etablierten Arabisch als Pflichtfach.

Ich habe schon mehrfach darüber berichtet, wie sich das christliche England (und sogar die Anglikanische Kirche selbst!) mehr und mehr der Arroganz der Muslime beugt. Da werden christliche Symbole oder Segenswünsche abgeschafft, um die Muslime nicht zu erzürnen, und ein leibhaftiger Erzbischof tritt öffentlich für die Einführung der Scharia in muslimischen Stadtteilen ein. Ein erbärmlicher Kotau vor den Muslimen folgt dem anderen, obwohl die mit britischer Kultur und Geschichte wirklich gar nichts zu tun haben wollen. Sie wollen ein ganz anderes England, und sie handeln so, wie es Muslime überall in den westlichen Ländern tun: solange sie in der Minderheit sind, geben sie sich brav und demokratisch, aber sobald sie (zum Beispiel in bestimmten Stadtteilen) die Mehrheit haben, ist Schluß mit lustig.

Dann geht es im Schnellzugtempo zurück ins 7. Jahrhundert.

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Es gibt keine Hausmeister mehr – es lebe das Facility Management!

Wer wie wir in einer kleinen Siedlung am Waldrand wohnt, hatte es bis vor einigen Jahren noch mit veritablen Hausmeistern zu tun. Das war nicht immer angenehm, denn die Hausmeister vergangener Zeiten hatten oft eine Art Feldwebelattitüde an sich, sie waren oft wenig sensible Menschen. Dieses Thema freilich hat sich, zumindest bei uns, erledigt. Unser letzter Hausmeister wurde, als er in Rente ging, nicht mehr ersetzt.

Warum? Niemand weiß es.

Jetzt haben wir also statt eines Hausmeisters ein facility management. Das ist eine kleine Firma (alle Mitarbeiter mit Migrationshintergrund!), die „alles rund ums Haus“ erledigt. Eine Putzkolonne putzt die Hausflure, andere räumen im Winter den Schnee, und vom Frühjahr bis zum Herbst erledigen sie auch die Gartenarbeiten.

Und da fängt das Malheur schon an.

Denn die Mitarbeiter samt ihrem Chef haben vom Gärtnern keine Ahnung. Sie sind im Grunde nur menschliche Anhängsel ihrer dröhnenden Maschinen.

Mit ihren Laubsaugern, deren Lärm selbst durch doppelte Verglasungen dringt, blasen sie das Laub von A nach B, und wer ihnen dabei zuschaut, erlebt ein Stück absurdes Theater, denn es ist schlechthin unerforschlich, warum sie etwa das Laub auf dem Rasen unter die alte Forsythie blasen (von wo es der nächste Windstoß wieder auf dem Rasen verteilt) und nicht hierhin oder dorthin. Der Sinn der Arbeit scheint keineswegs vernunftgesteuert, vielmehr geht es darum, möglichst viele (und möglichst laute!) Maschinen gleichzeitig zu bedienen und so die eigene Bedeutung laut und kraftvoll zu beweisen.

Das ärgerlichste ist aber der Umgang mit den Sträuchern. Seit Jahrzehnten haben hier in den Vorgärten und zwischen den Häusern schöne Wildsträucher ein Auskommen gehabt: Forsythien, Flieder, Weigelien, eine Eibe, wilder Jasmin, der Blasenstrauch. Sie alle – und zwar ohne Ausnahme! – werden jetzt maschinell, d.h. mit der Kettensäge, von den facility managers „in Form gebracht“: wie in Versailles wird alles in 1-2 m Höhe kugel- oder quadratförmig zurechtgeschnitten. Daß dann zum Beispiel Forsythien oder Weigelien und alle anderen nicht mehr blühen – was solls’s?

Wenn man die Täter fragt, sagen sie nur: „Chef will das so“. Und der Vermieter, schriftlich um seine Meinung gebeten, antwortet nicht einmal. Er muß sich schließlich nicht vor einem einfachen Mieter rechtfertigen, das wäre ja noch schöner.

Daß der Mieter diese Facility-Barbaren für ihre Verhunzungen aber auch noch bezahlen muß: das ist das Schlimmste.

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Inklusion – eine Schnapsidee

Es scheint, als gingen manche Diskussionen an mir vorbei. Noch letztes Jahr wußte ich nicht einmal, was „Inklusion“ überhaupt ist. Inzwischen weiß ich es: Inklusion ist die neue pädagogische Spielwiese linker und fortschrittlicher Menschen, um auch noch den letzten funktionierenden Schulalltag zu zerstören.

Die fortschrittlichen Ideologen haben schon seit den 60er Jahren nie das „Kindeswohl“ (oder Schülerwohl) im Auge gehabt. Ihnen ist es immer um ihre Ideologie gegangen: da konnten Schulexperimente gar nicht gewagt genug sein – die (oft verheerenden) Folgen für den einzelnen Schüler sind nie zur Kenntnis genommen worden.

Jetzt also: die Inklusion. Körperlich und geistig behinderte Schüler, die bisher in ihren Einrichtungen in den meisten Fällen optimal gefördert wurden (besser als in den meisten Ländern der Welt), sollen nun samt und sonders aus ihrem Umfeld herausgerissen und in ganz normale Schulklassen gesteckt werden.

Warum? Weil die UNO das angeblich verlangt. Aber das ist eine glatte Lüge, denn die UNO richtet sich mit ihren Forderungen an die vielen Länder, in denen behinderte Kinder weggeschlossen werden und freudlos dahinvegetieren. Das hat mit unserer Wirklichkeit nichts zu tun.

Aber wenn linke Ideologen ein neues Betätigungsfeld entdecken, stürzen sie sich darauf wie Verdurstende auf einen Schluck Wasser. Dann gibt es kein Halten mehr!

Lesen Sie doch einmal den Artikel, den Christian Geyer für das Feuilleton der heutigen F.A.Z. (hier nachzulesen) geschrieben hat: „Alle einschließen, wollen wir das?“ In den Zitaten, die Geyer anführt, sieht man, daß dieses Thema längst pure Ideologie ist. Wer gegen die „Inklusion“ ist, wird gnadenlos niedergemacht.

Wer den Schulalltag ohne ideologische Scheuklappen betrachtet, weiß ohnehin, daß fast alle Lehrer mit den großen Klassen unbehinderter Schüler kaum noch zurechtkommen. Die Integration behinderter Kinder in die Klassenverbände wäre ohne einen gewaltigen finanziellen und personellen Aufwand nicht zu leisten. Eine hingepfuschte Integration um der Integration willen schadet am Ende beiden: den nichtbehinderten und den behinderten Kindern.

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Dobrindt

Wie weit ist es mit der CSU gekommen, wenn ein Dobrindt in Berlin Minister wird? Und wie weit mit einer Kanzlerin, die ihre klare und eindeutige Aussage:

Mit mir wird es keine PKW-Maut geben!

schon nach wenigen Monaten unter peinlichen Windungen (und dem noch peinlicheren Hinweis auf „Gesamtzusammenhänge“!) wieder zurücknimmt?

PS: Wenn Sie eine ganze Menge Erhellendes über Alexander Dobrindt erfahren wollen, empfehle ich einen Blick in die Wikipedia. Nach der Lektüre werden Sie wissen, daß die Personaldecke der CSU wirklich sehr, sehr dünn sein muß.

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„Tausende Spanier“ gegen die Monarchie?

Seit Juan Carlos seine Abdankung angekündigt hat, grassieren in den Medien solche Überschriften: überall im Land würden „Tausende Spanier“ gegen die Monarchie demonstrieren. Wenn man freilich genauer hinschaut, sieht man, daß keineswegs das ganze Land in Aufruhr ist. Was da mit Fahnen und dummen Sprüchen auf die Straße geht, sind die üblichen Verdächtigen: Grüppchen vom linken Rand und die aggressiven Separatisten aus Katalonien und dem Baskenland.

In Spanien leben 47 Millionen Menschen. Wer da, obwohl sich nur kleine, lautstarke Grüppchen auf den Straßen versammeln, mit reißerischen Überschriften die Lust auf Sensationen bedient, ist kein seriöser Journalist. Die Artikel selbst stellen übrigens, wie meistens, die Sachlage treffend dar. Wozu aber, um Himmels willen, braucht man dann solche Überschriften?

Die sollte man BILD und Focus überlassen.

Juan Carlos hat sich Verdienste erworben, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Er hat Spanien nach der Franco-Diktatur auf den Weg zur Demokratie gebracht, und er hat diese Demokratie mit großem persönlichen Mut verteidigt, etwa beim versuchten Militärputsch im Jahr 1981. Das sind Verdienste, die ihm niemand mehr nehmen kann. Daß er sich im vorgerückten Alter – na, sagen wir: unwürdig benommen hat, stimmt sicher, aber man sollte doch, wenn man über einen Menschen urteilt, immer sein ganzes Leben im Auge haben.

Ich jedenfalls möchte mir gar nicht erst vorstellen, was aus einem Spanien ohne Monarchie würde, wenn die aggressiven und zentrifugalen Kräfte (samt den in Spanien traditionell starken Anarchisten) die Oberhand gewinnen. Ein regierbarer  Staat wäre Spanien dann nicht mehr.

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