Das „dritte Geschlecht“ – und wo bleibt das vierte? das fünfte? das sechste?

Man muß den Schwulenverbänden, die auch Trans- und Intersexuelle vertreten, wieder einmal gratulieren. Ihre PR ist bewundernswert. Nach der unsäglichen „Ehe für alle“, die in jeder Hinsicht – sprachlich, begrifflich, historisch und gesellschaftlich – ein Unding ist, hat Karlsruhe nun zwangsweise ein „drittes Geschlecht“ eingeführt. Wer glaubt, damit habe es sein Bewenden, wird sich noch wundern: bei drei Geschlechtern wird es nicht bleiben.

Schon droht der Lesben- und Schwulenverband, der Gesetzgeber dürfe

nicht bei der Mindestvorgabe des Bundesverfassungsgerichts haltmachen.

Und wenn man bedenkt, daß ein  „Biologe und Sozialwissenschaftler“ vor einiger Zeit in der evangelischen Zeitschrift Chrismon unwidersprochen behauptet hat, es gebe nicht zwei, sondern „unzählige“ Geschlechter, kann man sich vorstellen, was dem Personenstandsrecht noch alles bevorsteht.

Die „Vielfalt“, an sich ein schöner, menschenfreundlicher Begriff, ist schon lange zu einem Kampfbegriff sexueller Minderheiten und deren Lobbyisten degradiert worden. Aber Vielfalt heißt ja gerade nicht, daß sich alles nur noch um ein Thema, nämlich die sexuelle Orientierung, dreht. Sexualität ist zwar ein wichtiger Teil des menschlichen Lebens, aber doch nicht der einzige – das Leben mit all seinen Facetten, in seiner wirklichen Vielfalt eben, geht über die Frage der Sexualität nun wirklich ein bißchen hinaus.

Daß unser Bundesverfassungsgericht in seinen Urteilen mehr und mehr diesem Zeitgeist folgt, ist einfach nur ärgerlich.

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Hurrikanes?

Der Investor Warren Buffett, schreibt das Handelsblatt,

muß nach den Hurrikanes „Irma“, „Harvey“ und „Maria“ einen Gewinneinbruch bei Berkshire Hathaway melden.

Das ist freilich ein seltsamer Plural (er kommt gleich dreimal in dem Artikel vor). Wenn man von einem „Hurrikan“ schreibt, also die deutsche Version mit „k“ verwendet, dann gibt es laut Duden zwei Möglichkeiten, den Plural zu bilden: „ die Hurrikane“ (bei deutscher Aussprache) und „die Hurrikans“ (bei englischer Aussprache). Da man das eingedeutschte Wort fast immer englisch ausspricht, müßte es hier auf jeden Fall „Hurrikans“ heißen.

Nur im Englischen (und dann natürlich immer mit „c“!) heißt der Plural „hurricanes“.

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Antike Weisheiten aus Delphi

Folgende Sprüche waren schon vor über 2.000 Jahren am Apollontempel von Delphi angebracht (zitiert nach Rainer Vollkommer, Das antike Griechenland, S. 25):

Erkenne dich selbst!

Nichts im Übermaß!

Beherrsche den Zorn!

Schätze Voraussicht hoch ein!

Liebe die Freundschaft!

Halte fest an der Bildung!

Wäge deine Worte wohl!

Tue, was gerecht ist!

Ist das nicht ein fast vollständiges Kompendium der Moral? Zusammen mit den Zehn Geboten der Bibel und Kants Kategorischem Imperativ kann man so gut und anständig durchs Leben gehen.

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Der unermüdliche Kampf der Grünen gegen die Massentierhaltung

„Das Ende der Massentierhaltung“, so hieß es vor kurzem im ARD-Morgenmagazin, sei „seit Jahrzehnten eine Herzensangelegenheit der Grünen“.

Ja, wirklich?

Und wieviele Grüne sitzen seit Jahrzehnten im Bund, in den Ländern und in den Städten und Gemeinden an den Schalthebeln der Macht?

Wahrscheinlich sind sie auch noch stolz darauf, daß der Platz, den ein Huhn in der (immer noch erlaubten!) Käfighaltung beanspruchen darf, in der EU jetzt statt 0,055 qm 0,075 qm beträgt.

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Nur nicht „grüne“ Ideologen an die Macht lassen!

Zur Zeit erleben wir den Versuch einer abgewirtschafteten 8-Prozent-Partei, unser Land umzukrempeln. Man kann nur hoffen, daß ihr das nicht gelingt.

Die Grünen waren in den 80er und 90er Jahren, vor allem auf lokaler und regionaler Ebene, ein Segen für das Land. Den größten Teil der heutigen Naturschutzgebiete gäbe es nicht ohne die grüne Bewegung. Aber von Anfang an haben sich auch Linke und Chaoten unter sie gemischt, und bis heute herrscht deren Ideologie in vielen Gremien der Partei. Es ist, wie man vor allem in sicherheitspolitischen Fragen beobachten kann, eine Ideologie, die sich in großen Teilen aus frommen Wünschen, Wolkenkuckucksdenken und einer peinlichen Wirklichkeitsverweigerung speist. Ressentiments sind bei den meisten Grünen immer präsent: daß etwa Staat, Polizei und Geheimdienste dem Bürger nur Böses wollen, daß Überwachungskameras (obwohl sie nachweislich zur Aufklärung vieler schwerer Straftaten beigetragen haben) die Freiheit des Individuums bedrohen, daß Flüchtlinge (die neuerdings im grünlinken Milieu mit dem lächerlichen Neu-Wort „Geflüchtete“ bedacht werden) allesamt herzensgute Wesen seien (auch nach der Kölner Silvesternacht!) usw.

Das alles sind reflexhafte, an die grünlinke Ideologie gebundene Reaktionen, die nicht mehr anhand der Wirklichkeit überprüft werden.

Dazu kommen absurde Forderungen, etwa nach der „sofortigen“ Abschaltung aller Kohlekraftwerke, der forcierten Naturzerstörung durch Windkraftanlagen in den schönsten deutschen Mittelgebirgen und dem kompletten Verbot von Autos mit Verbrennungsmotor. Das alles soll gegen den eindeutigen Willen der Mehrheit der deutschen Bevölkerung durchgesetzt werden.

So macht man die AfD fett und groß!

Es hat doch einen Grund, daß die Grünen, die nach Fukushima schon einmal in Umfragen bei 20% gelegen haben, inzwischen bei 8,9% angekommen sind.

Auf keinen Fall dürfen sie jetzt in einer Koalition die Gelegenheit bekommen, ihre Minderheitenmeinung gegen die übergroße Mehrheit der Deutschen durchzusetzen.

Da sind Neuwahlen, bei allen Risiken, allemal die bessere Alternative.

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Das „Allahu akbar“ – kein frommes Wort mehr, sondern ein Ruf, der Angst und Schrecken verbreitet

Auf der ganzen Welt haben wir kuffar so unsere Erfahrungen mit dem Ausruf „allahu akbar“ gemacht. Kuffar, also Ungläubige – so nennen uns ja die Muslime, und die Arroganz, die darin steckt, daß man aus Andersgläubigen kurzerhand Ungläubige macht, wird vom theologisch heruntergekommenen Islam gar nicht mehr wahrgenommen. Daß ein jeder Mensch gar „nach seiner Façon selig werden“ solle, ist dem Islam fremd. Dieses schöne Wort, das aus einer Verfügung des Alten Fritz aus dem Jahr 1740 stammt, lautet übrigens, wenn man der Wikipedia (hier nachzulesen) glauben will, im Original so :

Die Religionen Müsen alle Tolleriret werden und Mus der fiscal nuhr das auge darauf haben, das keine der andern abruch Tuhe, den hier mus ein jeder nach Seiner Fasson Selich werden.

Daß keine Religion der andern Abbruch tun dürfe und alle sogar gleich besteuert werden, das ist den meisten muslimischen Ländern genauso fremd wie der Sinn von Lessings Ringparabel. Auf der Internetseite eines gewissen Omer Berisha heißt es folgerichtig:

Wir Muslime wünschen immer guten Dialogen mit Ungläubigen und wir machen die Türe des Islams für sie auf.

Der Dialog hat also nur das Ziel, alle Ungläubigen zum Islam zu führen. Insofern ist es nur konsequent, wenn man beim Töten von kuffar, die partout keine Muslime werden wollen, „allahu akbar“ schreit.

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Eine lustige Schlagzeile des russischen Propagandasenders „RT Deutsch“

Folgendes liest man heute in der Online-Ausgabe des Senders (hier nachzulesen):

Anklagen gegen Paul Manafort haben nichts mit Trump oder Rußland zu tun.

Das erinnert an ältere Zitate, etwa: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ (Ulbricht) oder „Es hat zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden“ (kurz nach dem Super-GAU in Tschernobyl).

Ja, was man in Sowjetzeiten gelernt hat, kann auch heute noch nützlich sein, gell, Wladimir Wladimirowitsch?

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Wie jedes Jahr: Weihnachtsmärkte öffnen schon vor dem Totensonntag

Ausgerechnet im katholischen Köln öffnet der „Hafen-Weihnachtsmarkt“ schon zwei Tage vor dem Totensonntag, um das „weihnachtliche Köln um eine maritime Facette zu bereichern“.

Schneeweiße, weihnachtlich dekorierte Pagodenzelte mit Holzböden und Spitzdächern, die an Planken und Schiffsegel erinnern, geben dem neuen Markt eine ebenso stilvoll moderne wie weihnachtlich gemütliche Note.

Traditionell findet sich im Hafen ein vielseitiges Warensortiment, so dass exotische, außergewöhnliche Produkte und Geschenkideen neben einem besonderen Warenangebot von Kölner und regionalen Designern zu finden sind.

Und dieses „vielseitige Warensortiment“ muß man noch mitten in der Trauerwoche anbieten? Hätte man nicht noch zwei Tage warten können? Offenbar ist die Rede von der „christlichen Tradition“ nur noch Geschwätz, wenn sie die Aussteller am Geldverdienen hindert.

Der Dortmunder Weihnachtsmarkt wird sogar schon am 23. November eröffnet, und er bietet alles,

was die Herzen in der Adventszeit höher schlagen läßt.

Den Ausstellern sollte man vielleicht einmal erklären, daß die Adventszeit erst nach dem Totensonntag beginnt. Das wäre auch für viele andere „Weihnachtsmärkte“ angebracht, die nach einer Liste (hier einzusehen) ihr Verkaufsgeschäft nicht früh genug anfangen können, zum Beispiel in Aachen, Bonn, Darmstadt, Düsseldorf, Essen und Ludwigsburg (das sind nur die größeren Märkte, von den kleinen reden wir hier gar nicht).

Die Habgier ist übrigens nach christlicher Auffassung eine der Todsünden.

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Die „unabhängige türkische Justiz“ pariert, wenn Schröder und Erdogan es befehlen

Der Sultan kann gar nicht oft genug von der „Unabhängigkeit“ der türkischen Gerichte schwadronieren. Jeder Mensch, der noch seinen gesunden Menschenverstand besitzt, weiß, daß es kein einziger Richter in der Türkei wagen würde, ein Urteil zu fällen, das dem Sultan mißfallen könnte. Er stünde sofort wegen „Gülenismus“ oder „Terrorismus“ vor Gericht, wie viele, viele andere Richter, die in den türkischen Gefängnissen sitzen.

Jetzt hat ein Gericht den deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner freigelassen. Die Freude war – zurecht! – groß. Dann stellte sich heraus, daß die Freilassung ein Ergebnis von Verhandlungen zwischen Erdogan und dem Altkanzler Gerhard Schröder war.

Es war also doch so, wie es sich jeder halbwegs vernünftige Mensch gedacht hat: nicht die Richter haben entschieden, sondern der Sultan selbst.

Unabhängige Richter gibt es in der Türkei nicht mehr, nur noch Büttel des Sultans.

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Die „unauflösliche Ehe“ – eine absurde und unchristliche Vorstellung

Das sagt der deutsche Kurienkardinal Walter Brandmüller allen Ernstes im Jahre des Herrn 2017:

Es ist Dogma, dass die Ehe ein Sakrament und infolgedessen unauflösbar ist.

Man muß sich immer wieder wundern, daß sich Priester, Bischöfe und Kardinäle, die nie in einer Partnerschaft mit dem anderen Geschlecht gelebt haben, solche Aussagen zutrauen. Hier ist eine Arroganz am Werke, die jede Grenze zur Peinlichkeit überschreitet. Dieser 88jährige Kardinal greift sogar den Papst an, weil der in der Enzyklika „Amoris laetitia“ angeblich „dubia“, also Zweifelhaftes, Fragwürdiges über die Ehe veröffentlicht hat.

Ich bin der katholischen Kirche wirklich wohlgesonnen, aber ich bin es gerade deshalb, weil ihr Menschenbild im allgemeinen realistisch und von dieser Welt ist. Das trifft bei den Herren Kardinälen Brandmüller & Co. in Sachen Familie leider gar nicht zu. Die „Unauflöslichkeit der Ehe“ mag als Ziel ehrenwert sein, aber als kirchliches Dogma ist sie ein Ärgernis.

In welcher Welt lebt ihr eigentlich, ihr Kardinäle? Wir haben es hier mit Menschen zu tun, und wenn ein Mann und eine Frau eine Ehe eingehen, dann kann diese Ehe scheitern. Habt ihr davon noch nie gehört? Eine solche Ehe, in der die Partner vielleicht nur noch Haß und Verachtung füreinander empfinden, mit Rücksicht auf die kirchliche Dogmatik unter Zwang aufrechtzuerhalten, hat mit christlichem Verhalten – also mit Barmherzigkeit und Nächstenliebe! – nichts mehr zu tun.

Muß man das einem 88jährigen Mann, einem Christen, gar einem Kardinal wirklich erklären?

Für mich ist die dogmatische Ehe- und Familienpolitik der katholischen Kirche ein immerwährender Stein des Anstoßes. Sie ist nicht nur weltfremd – sie ist in ihrer Mitleidlosigkeit christen- und jesusfeindlich, sie verstößt gegen alles, was ich aus dem Neuen Testament gelernt habe.

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