Urlaubsreisen – 2 Tage? 3 Tage? 5 Tage?

Früher waren die Preise von Urlaubsreisen fast ausschließlich auf ganze Wochen bezogen. Das hatte den großen Vorteil, daß man sie leicht vergleichen konnte. Aber offenbar war gerade das den Touristikunternehmen ein Dorn im Auge. Wenn Sie heute etwa in den Discounterprospekten blättern, werden Sie kaum noch Wochenpreise finden. Es gibt fast nur noch „krumme“ Zeiten: 2, 3 oder 5 oder 10 Tage (und nicht etwa nur bei Städtereisen, wo man dafür noch Verständnis haben könnte).

Wenn Sie die Angebote vergleichen wollen, brauchen Sie also Kenntnisse in der Dreisatzrechnung – oder einen Taschenrechner.

Da ist der Kunde dann wirklich nicht König, sondern einer, dem man – in voller Absicht! – das Leben so schwer wie möglich macht.

So, und jetzt wird geübt! Wenn drei Tage in einem Wellness-Hotel auf Rügen 149 Euro kosten, wieviel kostet dann eine Woche? Wir teilen erst einmal 149 durch 3 und multiplizieren das Ergebnis mit 7 – und schon haben wir den Wochenpreis: 347,66 Euro. Setzen! Sehr gut!

So hilft uns die Tourismusindustrie, unsere verschütteten Schulkenntnisse aufzufrischen. Danke!

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Wir wollen sein ein einig Volk von Jägern

Jagdszenen überall in Deutschland: ein eher neues und offenbar sehr deutsches Phänomen. Das ganze Volk ist auf der Pirsch!

Man jagt, unter dem Schutz der Anonymität: Plagiatoren, „Steuersünder“ und Politiker, die etwas ausgefressen haben. Es sind Treibjagden, ständig werden Menschen „entlarvt“. Die Guten jagen die Bösen.

Aber: ist das wirklich so?

Ich habe jedenfalls kein gutes Gefühl, wenn Massen von Menschen über einen Einzelnen herfallen – das riecht nach Lynchjustiz. Da spielen sich die User zum Richter auf und erlegen das Wild aus dem schützenden Dickicht des Netzes. Ihr Gesicht müssen sie nicht zeigen. Wer kann sich noch wehren, wenn Zehntausende ihren fröhlichen shitstorm veranstalten?

Damit ich recht verstanden werde: wer in einer Doktorarbeit schwindelt, ist ein Betrüger, und wer Steuern hinterzieht, muß bestraft werden. Aber das sollten die Gremien (und nur sie!) tun, die dafür zuständig sind. Die User, die jetzt immer öfter zur Treibjagd blasen, halten sich für wunderbare Demokraten, aber sie sind es nicht – im Gegenteil: sie schießen feige aus dem Hinterhalt. Das hat mit unserer Bürgerdemokratie, in der man auch als Ankläger sein Gesicht zeigen muß, wirklich gar nichts zu tun. Mich erinnern diese Jäger eher an den Ku-Klux-Klan, dessen Mitglieder ihr Gesicht immer hinter weißen Kapuzen versteckt haben.

Besonders traurig ist es, daß sich auch die meisten seriösen Medien am Ende diesen Treibjagden anschließen. Der Fall Hoeneß ist da geradezu beispielhaft. Es mag ja sein, daß bei ihm die öffentliche Selbstdarstellung und die ganz normale, natürlich verheimlichte Geldgier auf besonders pikante Art auseinanderklaffen. Aber die Jagdszenen zeugen auch von einer ungeheuren Heuchelei. Ich möchte nicht wissen, wie viele der Journalisten, Chefredakteure, Verleger und Moderatoren, die jetzt fast genüßlich über ihn herfallen, selbst ihr Geld irgendwo mehr oder weniger legal und sehr gewinnbringend angelegt haben.

Selbst die F.A.Z., die ich sonst für ihre Seriosität schätze, meldet heute morgen triumphierend: „Horst Tappert war bei der Waffen-SS.“ Und sie fügt hinzu:

Über seine Zeit im Zweiten Weltkrieg hatte Tappert später generell nicht viele Worte verloren.

Ja, hätte er jetzt sein Leben lang mit einem Schild um den Hals herumlaufen sollen: „Ich war bei der Waffen-SS“? Und könnte es nicht sein, liebe Jagdfreunde, daß er sich einfach geschämt hat?

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Vernunftkraft statt Windkraft

Es ist immer eine große Freude, wenn man sieht, daß es noch intelligente und tatkräftige Menschen gibt, die auf das Geschwätz von „Nachhaltigkeit“ und „Energiewende“ nicht hereinfallen – und etwas dagegen tun.

So ein Mensch ist Kerstin Schultz. Sie ist Professorin an der Hochschule Darmstadt – und sie kämpft seit Anfang des Jahres gegen Windmühlen. Sie will, daß es mit der Zerstörung unserer schönen Mittelgebirge nicht weitergeht. Allein in Deutschland sollen sich einmal 60.000 (!) Windkraftanlagen drehen. Unser Land, das (gerade in Hessen) so reich an natürlicher Schönheit ist, wird man dann nicht wiedererkennen.

Deshalb hat die Darmstädter Professorin eine Resolution gegen die Zerstörung unserer Landschaft ins Netz gestellt. Sie wirbt für eine „intelligente und zukunftsweisende Gestaltung der Energiegewinnung in Hessen und Deutschland“. Schon jetzt haben 11.000 Menschen ihre Petition unterschrieben. Zur Zeit kommen täglich (hier nachzulesen) zwischen 50 und 400 Unterzeichner dazu.

Auf der Internetseite der Professorin (hier) können Sie den Aufruf nachlesen und auch gleich unterschreiben. Unter anderem schreibt sie:

Wir möchten wertvolle Natur- und Tierschutzgebiete in Hessen davor schützen, einer willkürlichen und rein wirtschaftlich motivierten kommunalen Flächenplanung für Windkrafträder zum Opfer zu fallen. Wundervolle alte Wälder und fast unberührte Täler, wichtige Naherholungsgebiete und historische Kulturlandschaften dürfen nicht zum Opfer energiewirtschaftlicher Ausbeutung werden. Windkraft bringt alternative Energie – das ist richtig, aber sie zerstört auch … die Langzeitfolgen für Mensch und Natur werden ignoriert oder verharmlost.

Darüber schreibe ich nun schon seit Jahren – und es ist mehr als erfreulich, wenn man sieht, daß man doch nicht ganz allein ist.

Bei der Ausweisung der Gebiete, schreibt Frau Schultz, scheine es keine Grenzen mehr zu geben:

„Die moralische Verpflichtung, Energie zu produzieren, wird höher veranschlagt, als Natur und Landschaft zu schützen.“ Rheinland-Pfalz wolle die Windenergienutzung sogar auf einem europaweit bedeutsamen Schutzgebiet zulassen. In Nord- und Osthessen seien bis zu 800 Anlagen geplant, für die 9600 Hektar Wald weichen müssten. Angesichts dieser „ökologischen Katastrophe“ sei ein Moratorium nötig:

„Landschaft, Natur und Klima dürfen wir nicht nur unter dem einzigen Aspekt der Effektivität und Ausbeutung betrachten.“ Der Wert der Landschaft bemesse sich in der Freude und Demut vor der Natur, in der Erfahrung und sinnlichen Erfahrbarkeit. Daher müsse Landschaft eine Tabuzone für menschliche Überplanungen bleiben. Die Parteien wie die Umweltverbände seien weitgehend festgelegt und neigten zur Polarisierung nach dem Motto, zur Energiewende gebe es keine Alternative. „Polarisierung ist aber ein Armutszeugnis. Man muss differenziert denken dürfen“, sagt Schultz, die sich für eine Energiewende einsetzen will – aber eine mit „Vernunftkraft“.

Dem ist nun wirklich nichts hinzuzufügen.

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„Rund um den Finanzplatz“ – oder: Von Mäzenen und Sponsoren

Das gute alte Fahrradrennen „Rund um den Henninger-Turm“ heißt nun schon im vierten Jahr „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“. Es ist der dümmste Name, den sich eine Sportveranstaltung je hat gefallen lassen müssen.

Frankfurt am Main hat eine lange und wunderbare Tradition: die der Mäzene. Sie haben der Stadt vieles geschenkt, was auch heute noch Bestand hat. Aber es gibt eben einen gewaltigen Unterschied zwischen einem Mäzen und einem Sponsor. Der Mäzen gibt im Stillen und bleibt vielfach unbekannt, dem Sponsor kann sein Name gar nicht groß genug in der Zeitung stehen. Mäzene gibt es in Frankfurt immer noch, z.B. die Bankiersfamilie von Metzler, die keinen Wert auf große Publicity legt. Aber die neureichen, protzigen Sponsoren aus der Wirtschaft drängen sich immer mehr in den Vordergrund.

Insofern ist dieser fürchterliche Name für ein Radrennen, das rund um einen Finanzplatz (!) führt, ein Zeichen für den Geist der Zeit.

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Mario Götze

37.000.000 Euro für einen 20jährigen Fußballspieler. Was soll man dazu sagen?

Außer: daß hier jedes menschliche Maß verlorengegangen ist.

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Ja, sind wir denn alle Analphabeten? Nur noch Bilderwirrwarr auf den Internetseiten unserer Fernsehsender!

Jetzt also auch arte.

Seit längerer Zeit beobachte ich, daß ein Sender nach dem anderen seine Internetseiten so gestaltet (oder besser: gestalten läßt), als seien die Zuschauer Vorschulkinder oder halbe Analphabeten.

Zuerst haben wir das Phänomen auf der Internetseite des Bayerischen Fernsehens leidvoll wahrnehmen müssen: war früher das Tagesprogramm auf einen Blick zu überschauen, so muß man sich jetzt einer wahren Grafik- und Bilderflut erwehren. Fotos tauchen auf und verschwinden wieder, und wenn man die Sendungen zu einer bestimmten Tageszeit sucht, muß man mit vielen Mausklicks eine horizontale Zeitleiste bewegen. Das ist aber noch nicht alles: das ganze Informationssystem ist durch die multimediale Überfrachtung schwerfälliger geworden, viele Informationen, die früher sofort zur Hand waren, sucht man jetzt vergebens. Was zum Beispiel die Sendung Wir in Bayern betrifft: da war früher der ganze Wochenplan zu sehen – in Textform (ich kann übrigens seit meinem sechsten Lebensjahr lesen, Herr Intendant!), jetzt findet man nicht einmal mehr den Sendungsinhalt des folgenden Tags.

Nehmen wir arte: immer noch einer der besten deutschsprachigen Sender. Bisher konnte man schnell und bequem das Tagesprogramm des Senders abrufen, geordnet nach Vormittag, Nachmittag, Abend usw. Jetzt wird man schon auf der Startseite mit Grafiken und Fotoserien überfallen – es sind an die 20 Bilder, die ohne jede Logik auf der Seite verteilt sind. Erst wenn man „Im Programm“ anklickt, kommt man zum Ziel und sieht das Programm – aber in Buchstaben und Ziffern, die so groß sind, daß auch hier wieder suggeriert wird, daß der Zuschauer im Grunde ein Analphabet ist, der sich ohne ganz, ganz viel Grafik im Leben nicht zurechtfindet.

Dann das ZDF! Früher habe ich mir morgens auf dem Netbook die Homepage des Senders angesehen, um nicht eine interessante Sendung zu übersehen – das ist praktisch nicht mehr möglich. Die horizontale Zeitschiene füllt den halben Bildschirm aus, ein Navigieren ist zumindest auf dem Netbook kaum mehr möglich. Auch auf dem großen Monitor ist es gefährlich, die Maus zu bewegen: ständig blitzen irgendwelche Fenster auf, die man gar nicht gewollt hat, und am Ende kommt immer wieder eine Zeitschiene. Alles läuft nur noch über solche timelines, an denen die Sender und ihre gedungenen Webmaster offenbar einen Narren gefressen haben. Dabei gehört es zu unserer Kultur, daß wir – wie in Büchern und Zeitungen – von oben nach unten lesen, und nicht irgendwelche Zeitschienen von links nach rechts schieben.

Liebe Intendanten! Das Durchschnittsalter Eurer Zuschauer liegt nicht zwischen 15 und 25 (davon träumt ihr vielleicht). Wir Normalzuschauer können lesen (wirklich!) und brauchen keine Piktogramme und keine bunten Bildchen, um uns im Leben (oder auf einer Homepage) zurechtzufinden. Wenn ihr – übrigens von unseren Gebühren! – teure Webdesigner beauftragt, damit die euren Internetauftritt unübersichtlicher machen als er je war, und wenn ihr jeder Mulitmedia-Mode hinterherlauft, dann seid ihr einfach nur: doof. 

Ich empfehle euch, einmal auf die Internetseite von 3sat zu gehen: da seht ihr nämlich, wie eine gute, schnörkellose Homepage aussehen kann: mit höchstens zwei oder drei Mausklicks ist man am Ziel, ohne sich durch eine Bilderflut quälen zu müssen. Es ist ein einfacher, geradezu klassischer Internetauftritt – eben im Interesse des Kunden, der hier wirklich noch König und nicht Opfer von Bilderorgien ist. Auch die ARD hat in diesem Sinne eine wirklich gute Programmübersicht.

Hoffentlich noch recht lange.

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Keine Strompreisbremse – da freut sich der Herr Trittin

Na, bei seinem Einkommen muß er sich vor den Strompreisen auch nicht fürchten. Bei uns ganz normalen Menschen sieht es anders aus.

Der respektable Versuch des Umweltministers Altmaier, die Strompreise zu dämpfen, ist an den Ländern gescheitert. SPD und Grüne freuen sich offenbar diebisch darüber. Auch mein spezieller Freund Trittin jubelt (hier nachzulesen):

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin nannte das endgültige Aus eine gute Nachricht. Allein die Ankündigung der Pläne habe die Branche der Erneuerbaren Energien verunsichert und Investitionen in Milliardenhöhe gefährdet. Zum ersten Mal seit zehn Jahren würden so auch die Beschäftigtenzahlen in der Industrie sinken. „Schwarz-Gelb kann keine Energiewende“, sagte Trittin,

Allein diese wenigen Sätze zeigen, was aus den Grünen, die einmal für die Erhaltung der Natur gekämpft haben, geworden ist. Es geht ihnen nur noch darum, daß die Energiebranche nicht „verunsichert“ wird und die „Investititonen in Milliardenhöhe“ ungefährdet bleiben.

Der Grün-Industrielle Komplex, das Konglomerat aus Energielobby und grünem Mäntelchen, wächst in atemberaubender Geschwindigkeit – leider von vielen Menschen undurchschaut.

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Die Mörder von Boston

Einen größeren Kontrast kann man sich kaum vorstellen. Am Morgen auf CNN die Suche nach den Mördern von Boston gesehen, und dann am Abend: ein Konzert unserer Musikschule. Während das Orchester Solveigs Lied aus Peer Gynt spielte, mußte ich immer wieder an die beiden armseligen Kreaturen aus Tschetschenien denken, deren Lebensziel es wurde, möglichst viele unschuldige Menschen zu töten – oder wenigstens zu verstümmeln. Die beiden waren ja kaum älter als die jungen Musiker auf der Bühne, aber offenbar hatte ihnen niemand beigebracht, was ein glückliches, erfülltes Leben ausmacht. Sie hatten jede Möglichkeit dazu, aber sie sind den anderen Weg gegangen.

Jetzt schreit ihr Onkel in die Mikrophone, und die Eltern behaupten trotzig, irgendein „Bastard“ habe ihre Kinder in eine Falle gelockt. Sie seien doch wahre Engel gewesen.

Es ist wie immer (genau wie bei den Amokläufen): niemand will schuld daran sein, daß so viele junge Männer ihr Leben vergeuden – die Brüder nicht, die Eltern nicht, und auch die Imame und Prediger nicht. Ja, wir wissen es: Islam heißt Friede, Islam heißt Toleranz. Aber seien wir einmal ehrlich: niemand kommt von selbst auf die Idee, so ein abscheuliches, heimtückisches Verbrechen zu begehen. Niemand freut sich, wenn anderen Menschen die Gliedmaßen zerfetzt werden. Es braucht eine lange Zeit (und ein entsprechendes Umfeld), bis man ein solches Stadium der Verrohung erreicht hat. Vieles gehört zu diesem verhängnisvollen Umfeld: die Erziehung zum Haß, vor allem gegen den „Westen“, also Israel und die USA, die dummen Rituale der Männlichkeit, völliger Mangel an Mitgefühl und Barmherzigkeit gegenüber den Mitmenschen – und auch eine starre Religion, die der Gewalt sozusagen den Segen von oben gibt.

Warum hat der Onkel, der sich jetzt lautstark von seinen Neffen absetzt, ihnen nicht, als sie kleiner waren, gezeigt, wie schön das Leben sein kann? Warum hat er ihnen – nur als Beispiel – nicht ein Instrument gekauft und sie in die Musikschule geschickt? Warum hat er ihnen nicht gezeigt, wie spannend es ist, ein Buch zu lesen oder in ein Museum zu gehen?

Das alles ist mir durch den Kopf gegangen, als die Kinder und Jugendlichen auf der Bühne so schön musiziert haben. Von ihnen, da bin ich sicher, wird niemand irgendwo auf der Welt in einen Dschihad ziehen.

Gewalt – das kann man gar nicht oft genug sagen – ist niemals ein Zeichen von Stärke, es ist ein Zeichen äußerster Schwäche. Ein selbstbewußter Mensch hat Gewalt nicht nötig.

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Billige Elektrofahrräder – nichts als Chinaschrott

Vor einem guten Jahr hatte ich darüber berichtet, daß in einem Test des Hessischen Fernsehens dringend vor dem Kauf billiger Elektrofahrräder „aus Fernost“ (natürlich aus China) gewarnt wurde. Es handelte sich um Räder, wie man sie auch heute noch in Baumärkten und Discountern für 600-700 Euro kaufen kann.

Jetzt ist herausgekommen, daß ein Händler aus dem Lahn-Dill-Kreis über 500 solcher eigentlich nicht verkehrsfähiger Räder verkauft hat, obwohl sie kein CE-Prüfzeichen, keine Erklärung zur Übereinstimmung mit unseren Sicherheitsanforderungen und einen eher zweifelhaften Prüfbericht des chinesischen Herstellers hatten. Auch das Bauart-Zertifikat sei schon, wie man in der gestrigen F.A.Z. nachlesen kann, vor zwei Jahren abgelaufen.

Die Behörden haben jetzt einen Verkaufsstopp für diese Räder verfügt und eine Rückrufaktion gestartet.  Aber eines frage ich mich auch jetzt wieder: wie kommt es, daß unsere Importeure immer wieder – und offenbar ohne Bedenken – diesen ganzen Schrott aus China aufkaufen, ohne die Waren auf Herz und Nieren zu prüfen?

Könnte es sein, daß der Grund dafür ganz banal ist – Geldgier? 

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Spände Schatten, du Platane du!

Auf der Internetseite eines Ausflugslokals bei Darmstadt heißt es:

Die großzügige Teichanlage ist umrundet von schattenspändenden Platanen.

Da sieht man, was die „Neue Rächtschreibung“ angerichtet hat!

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