„Der Beleidigte Edathy“

Kann mir einmal jemand sagen, seit wann Journalisten nicht mehr rechtschreiben können? Gerade die Online-Redakteure fast aller großen Tageszeitungen schreiben ein so fehlerhaftes Deutsch, daß man damit einen ganzen Blog füllen könnte.

Diesmal ist es die Südwest Presse aus Ulm. Genauer: die

Südwest Presse Online-Dienste GmbH.

Mit dem Namen fängt es schon an: natürlich muß es Südwest-Presse (oder Südwestpresse) heißen. Daß man zwei Substantive ohne jede Verbindung nebeneinanderstellt, das geht im Deutschen gar nicht – es sei denn, daß einem die eigene Muttersprache völlig wurscht ist. Es ist ein modischer Anglizismus aus der Werbebranche, der bei einer Zeitung einfach nur peinlich ist.

Dazu paßt eine Überschrift der „Südwest Presse“ von heute:

Der Beleidigte Edathy.

Welcher (Sprach-) Teufel den Herrn Redakteur – oder die Frau Redakteurin – geritten hat, ausgerechnet in der Überschrift ein ganz normales Adjektiv großzuschreiben, weiß ich nicht. Daß aber die Sprache des Journalismus gerade in den Online-Ausgaben immer mehr verkommt, ist nicht mehr zu leugnen.

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Russische Truppen im Manöver

Während die NATO ein seit längerem geplantes Manöver beginnt, muß natürlich auch Rußland seine Stärke zeigen.

Rußland ist nämlich nicht nur in der Ermordung von Oppositionspolitikern Weltspitze, sondern auch in anderen Fertigkeiten: bei dem russischen Manöver, das übrigens die von Putin gestohlene Halbinsel Krim einbezieht, soll – wie man liest – vor allem „der Einsatz von Boden-Luft-Raketen“ geübt werden. Ach, das wäre doch wirklich nicht nötig – die ganze Welt hat mit Bewunderung gesehen, wie präzise die von Putin unterstützten Einheiten im Juli 2014 die malaysische Zivilmaschine MH17 vom Himmel geholt haben!

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Der russische „Journalist“ Tultschinski heute abend bei Anne Will

Dmitri Tultschinski, 62, ist heute abend zu Gast bei Anne Will. Auf der Internetseite der Talkshow wird er als „russischer Journalist“ bezeichnet – und darüber kann, nein: darüber muß man sich aufregen. Denn Tultschinski ist kein Journalist. Ein Journalist ist frei in seinem Denken, er bildet sich seine eigene Meinung. Tultschinski ist ein Höfling Putins, ein Propagandist wie einst in Breschnews Zeiten. Er ist ein Teil des infamen Apparats, den Putin – ein in der Wolle gefärbter Geheimdienst- und Parteimann der KPdSU – aufgebaut hat, um die Welt in den traditionellen Medien genauso wie im Internet zu desinformieren.

Tultschinski ist ein Hündchen, das immer genauso bellt, wie es sein Herrchen will.

Einen solchen Desinformationsbeamten des Kreml als „Journalisten“ zu bezeichnen, ist unverfroren.

PS:  Wenn Sie mehr über die Auftritte Tultschinskis in unseren Talkshows erfahren wollen, geben Sie einfach in einer Suchmaschine „Dmitri Tultschinski“ ein.

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„Rückzug und Zynische Art“

Auf Heilpraxisnet.de, das ständig auf Google News zitiert wird, findet man zwei Symptome des Burnout:

Rückzug und Zynische Art.

Bei einem so grottenschlechten Deutsch (und das in der fettgedruckten Überschrift!) sollte man sich fragen, ob nicht auch der sachliche Inhalt zu wünschen übrig läßt.

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Happy Birthday, Mugabe!

Die Wege des Herrn sind unerforschlich – daß er Robert Mugabe, eine der übelsten Figuren der an Korruption ohnehin nicht armen afrikanischen Politik, noch immer nicht abberufen hat, spricht nicht für ihn (wenn ich das mal so salopp sagen darf).

Mugabe ist jetzt 91 geworden – ein biblisches Alter für einen so unchristlichen Menschen. Nach ein paar guten Jahren ist aus ihm ein durch und durch korrupter Politiker geworden, der vom Geld seines verarmten Volkes in Saus und Braus lebt. Zu seinem 86. Geburtstag hat er Kaviar und Champagner für eine halbe Million Dollar einfliegen lassen. Jetzt, zum 91. Geburtstag, mußten mehrere Elefanten ihr Leben lassen, um den offenbar unstillbaren Hunger des greisen Präsidenten zu stillen.

Und er ist ein schwarzer Rassist. Die weißen Farmer, die ihr Land gut bewirtschafteten, waren ihm ein Dorn im Auge. Er ließ sie von kriminellen Banden vertreiben. Die auf diese Weise freigewordenen Ländereien wurden nicht mehr bewirtschaftet und verkamen bald (nur einen kleinen Teil schanzte er seinen Günstlingen oder Mitgliedern seines Clans zu).

So hat Mugabe aus einem schönen und reichen Land einen der ärmsten Staaten der Welt gemacht.

Für die Erbfolge ist übrigens auch schon gesorgt: seine 40 Jahre jüngere Frau Grace soll ihm einmal nachfolgen.

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Ein Freund, ein guter Freund – Putin und sein Chefermittler

Wer schon zur älteren Generation gehört, kennt sicher noch das Lied „Ein Freund, ein guter Freund“ aus dem Rühmann-Film „Die Drei von der Tankstelle“:

Ein Freund, ein guter Freund,
das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt.
Ein Freund bleibt immer Freund,
und wenn die ganze Welt zusammenfällt.

Man könnte das auch auf zwei andere Freunde beziehen, die jetzt durch den Mord an Boris Nemzow wieder zusammengeführt werden: Putin und der „Chefermittler“ Alexander Iwanowitsch Bastrykin. Putin und Bastrykin sind alte Studienfreunde aus Leningrader Tagen, und, noch gewichtiger: Putin hat Bastrykin 2007 persönlich zum Chef des gerade erst gegründeten Ermittlungskomitees der Russischen Föderation ernannt. Wie es da um die Unabhängigkeit des „Chefermittlers“ bestellt ist, kann man sich denken. Der Fall Nemzow wird genauso enden wie der Fall Politowskaja, bei dem Bastrykin auch schon Chefermittler war.

Krokodilstränen aus dem Kreml und abenteuerliche Theorien über die Hintermänner des Attentats – das zeigt wieder einmal, wie tief ein Staat sinkt, wenn es keine freie Presse und keine unabhängige Justiz mehr gibt. Da hängt dann das Wohlergehen jedes einzelnen Bürgers von der Laune des großen Führers ab. Vielleicht hat er schlecht geschlafen – schon gibt es im Zweifelsfall ein paar Jahre Straflager mehr. Oder er ist gut gelaunt, und man wird vor der Zeit entlassen.

Daß man sich die Freundschaft des Führers unter allen Umständen erhalten muß, ist unter solchen Bedingungen überlebenswichtig. Seine Gunst zu verlieren, kommt nämlich dem Ende der bürgerlichen Existenz gleich. Mit dem „großem Wurf“ aus Schillers „Lied an die Freude“,

eines Freundes Freund zu seyn,

hat das wirklich gar nichts zu tun.

Es ist ein erniedrigendes Gespinst von Abhängigkeiten. Nichts weiter.

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Putin hat mitgeschossen

Natürlich hat Putin keinen Mordauftrag gegeben. Für die schmutzigen Geschäfte hat man Männer fürs Grobe, die in aller Stille erledigen, was von ihnen erwartet wird. Ich sage jetzt schon voraus, daß bald – wie im Fall Politowskaja – ein paar arme Schweine, vielleicht aus dem tschetschenischen Kleinkriminellen-Milieu, verhaftet, „überführt“ und verurteilt werden. Von der gleichgeschalteten russischen Justiz ist man nichts anderes gewöhnt.

Aber der feige Mord (Nemzow wurde in den Rücken geschossen) hat noch einen anderen Aspekt. Putin hat inzwischen, mit Dimitri Konstantinowitsch Kiseljow an der Spitze, einen Propagandaapparat aufgebaut, der es – an Umfang und an Perfidie – durchaus mit dem von Göbbels aufnehmen kann. Hier wird so dreist gelogen, gedroht und diffamiert, hier wird so unverfroren gegen Minderheiten und gegen jeden gehetzt, der von Putins Meinung abweicht, daß es einen geradezu ekelt. Daß sich das russische Volk das bieten läßt, zeigt, wie sehr es nach Zarismus, Stalin und Putin geistig und moralisch darniederliegt.

Nemzow hat sich in den letzten Wochen vor allem um die Aufdeckung des verdeckten russischen Angriffs auf die Ukraine bemüht. Er wollte ein Dossier mit allen Einzelheiten darüber zusammenstellen, dazu ist es nun nicht mehr gekommen.

Aber Putin ist, auch wenn er keinen Mordbefehl gegeben hat, für die Schüsse in Moskau mitverantwortlich. Seit einem Jahr hetzen seine Schergen das Volk mit einer Maßlosigkeit gegen die „Faschisten in Kiew“ auf, wie es sie in einem zivilisierten Land lange nicht mehr gegeben hat. Putin läßt überall auf der Welt seine Lügen und seine Greuelpropaganda verbreiten (bis hinein in die deutschen Internetforen!) und schürt Haß, wo er kann. Es ist die (wie Garri Kasparow es beschreibt) „vergiftete Atmosphäre des Hasses, die rund um die Uhr vom russischen Fernsehen genährt wird“, die einen direkten Mordbefehl fast überflüssig macht.

Auch wenn Putin keinen Auftrag gegeben hat: er ist allein schon durch die schamlosen Hetztiraden seiner Administration für diese Mordtat mitverantwortlich.

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Putinkritiker Boris Nemzow erschossen

Der russische Oppositionspolitiker Boris Nemzow ist gestern auf einer Brücke in der Nähe des Kreml von einem „Attentäter“ erschossen worden. Das hat die russische Regierung soeben bestätigt.

Jetzt bin ich gespannt, was Putin dazu sagt. Ich mache schon einmal drei Vorschläge:

  • Der Attentäter ist ein Krimineller aus dem Drogenmilieu, dem Nemzow gestrecktes Kokain verkaufen wollte.
  • Der Attentäter ist psychisch krank, eine Stimme hat ihm befohlen „Töte Nemzow! Töte Nemzow!“
  • Der Attentäter ist ein bezahlter US-Agent, der mit seinem Attentat auf Obamas Geheiß in Rußland Unruhe schüren sollte.

Ich tippe auf die dritte Version.

PS: Gerade lese ich, daß der Genosse Putin, der wohl auf geheimnisvolle Weise mit dem Hirn des „Attentäters“ in Verbindung getreten ist, von einem „Auftragsmord“ und einer „politischen Provokation“ gesprochen hat. Meine Vermutung mit der dritten Version war also richtig.

Jetzt mußt du mir nur noch eines erklären, Wladimir Wladimirowitsch: warum werden in Rußland immer nur deine Gegner ermordet? Das ist schon ein bißchen merkwürdig.

PS 2:  Ach, wie vorhersehbar sind sie doch, die russischen „Ermittler“! Jetzt bieten sie uns gleich mehrere Hintermänner des Attentats an: „Kräfte im Ausland“, die Rußland destabilisieren wollen (die Ukraine wird ausdrücklich erwähnt), Islamisten – und natürlich die Tschetschenen, die für alles Böse im Land herhalten müssen.Und der Präsident kann über Nemzow, jetzt, da er ihn endlich los ist, nur das beste sagen: er habe „eine Spur in der Geschichte Rußlands hinterlassen“, sein Tod sei ein „unwiderbringlicher Verlust“. Da fehlt nur noch, wie einst bei Rommel, das Staatsbegräbnis.

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Die Stückezertrümmerer des deutschen Theaters – frech wie Oskar

Den Deutschen Bühnenverein werden die meisten Menschen nicht einmal dem Namen nach kennen. Es ist die (als eingetragener Verein organisierte) Interessenvertretung der deutschen Theater und Opernhäuser.

Jetzt ist der Bühnenverein mit Forderungen an die Öffentichkeit getreten, über die man sich – gelinde gesagt – nur wundern kann.

Angefangen hat alles mit einer Inszenierung von Brechts Stück Baal am Münchner Residenztheater. Der Suhrkamp-Verlag, der  das Urheberrecht an dem Stück besitzt, wollte die Inszenierung von Frank Castorf verbieten lassen, weil Castorf ohne Absprache „umfänglich Fremdtexte verwendet“ habe. Castorf, das muß man wissen, hat den Beinamen „Stückezertrümmerer“: von den Stücken, die er inszeniert, bleibt oft nichts übrig. Auch im Fall Baal hat er nach Herzenslust fremde Texte hinzugefügt und, wie man lesen kann, von den Schauspielern lang und breit Szenen aus dem Film Apocalypse Now Redux nachspielen lassen. Auch das ist typisch für das Regietheater: statt daß man sich ganz auf den Schauspieler und das Wort konzentriert, so daß es im Theater, wenn alles gelingt, mucksmäuschenstill wird, findet sich der Zuschauer in einem Folterkeller von Bildern, Videos und Geräuschkulissen wieder. Nicht nur der Autor wird also von diesen Regisseuren im Grunde verachtet und kleingemacht, sondern das Wort selbst, das im multimedialen Brimborium zu Tode kommt.

Inzwischen haben sich die streitenden Parteien auf einen Vergleich geeinigt. Zweimal darf die Baal-Inszenierung noch gezeigt werden, dann ist Schluß. Für den Bühnenverein ist die Sache freilich noch nicht ausgestanden. Er fordert – praktisch – die Abschaffung des Urheberrechts an den deutschen Bühnen.

„Das kann so nicht weitergehen“, sagt sein Direktor Rolf Bolwin. Und er fährt fort (zitiert nach dem Feuilleton der F.A.Z. vom 21. Februar):

Der Rechtsstreit zeige, wie sehr das Urheberrecht mittlerweile die Freiheit der Kunst behindere. Aus Sicht des Bühnenvereins entspricht das Urheberrecht heutiger Aufführungspraxis in keiner Weise.

Ja, und? Wenn Urheberrecht und Aufführungspraxis nicht vereinbar sind, warum soll man dann das Urheberrecht abschaffen? Man kann ja auch die rechtswidrige Aufführungspraxis beenden!

Aber Bolwin wird noch dreister:

Es sei unrealistisch, von einem Regisseur zu verlangen, auf Fremdtexte in der Inszenierung eines Stückes zu verzichten, um einen Urheber wie Brecht zu schützen, der fast sechzig Jahre tot ist.

Das nervt ja auch wirklich: da ist der Brecht schon Jahrzehnte tot, und man darf seine Stücke immer noch nicht verhunzen, verfremden und mit den eigenen feuchten, pubertären Regisseursträumen verunstalten! Eine Frechheit ist das!

Er, der Brecht, ist doch nur der Autor – aber ich, denkt sich der Herr Regisseur, oder besser: ICH, oder, noch genauer:

ICH BIN DER REGISSEUR.

Und du bist nur ein kleines
(noch dazu totes) Schriftstellerlein!

Alle Stücke darf ich zertrümmern und bis zur Unkenntlichkeit verändern, von Sophokles über Shakespeare bis Lessing und Ibsen – und vor dem alten Brecht soll ich Halt machen?

Das wäre ja noch schöner.

Das alles geht dem Bühnenverein aber noch nicht weit genug. Sein Direktor entwirft deshalb mit wenigen Federstrichen eine kompakte Poetologie des Theaters:

Ziel der Aufführung eines seit Jahrzehnten existierenden Werkes müsse es sein, es mit der heutigen Sicht eines Regisseurs auf die Welt zu konfrontieren. Wenn es dazu zusätzlicher Texte bedürfe, sollten die Erben das durchs Urheberrecht nicht verhindern können. Das werde der vom Grundgesetz geschützten Freiheit der Kunst nicht gerecht.

Ich habe, das muß ich gestehen, selten eine so dreiste, unverfrorene Rechtfertigung des  Regietheaters gelesen – und eine dazu, die von einer so arroganten Verachtung für den Autor und seine Rechte zeugt.

Und das ist leider ein weiterer Grund, diese Art des Theaters auch in der Zukunft zu meiden wie die Pest.

Laßt uns deshalb, bis das Theater wieder zur Vernunft kommt, die Stücke einfach lesen! Dazu braucht man keinen Regisseur und keinen Bühnenverein. Man braucht nur ein bißchen Neugier, und vielleicht (aber das muß nicht unbedingt sein) ein Buch, aus dem wir mehr über den Autor und seine Zeit erfahren.

Das ist natürlich nur ein Notbehelf, denn ein Stück gehört nun einmal auf die Bühne. Aber so können wir wenigstens in diesem theatralischen winter of our discontent  mit Anstand überwintern.

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Cukiermans Selbstverständlichkeiten

Der Präsident des jüdischen Dachverbands in Frankreich (CRIF), Roger Cukierman, hat angeblich für einen „Eklat“ gesorgt. Wie ist das gekommen?

Cukierman hat, kurz und bündig, gesagt: der Begriff Islamo-Faschismus entspreche der Realität. Und weiter:

Man muß die Dinge aussprechen: Alle Gewalttaten heutzutage werden von jungen Muslimen begangen.

Das soll also Stoff für einen „Eklat“ sein? Nein, das ist ganz einfach – die Wahrheit.

Freilich: die Wahrheit auszusprechen, das hat in der Geschichte der Menschheit schon oft zu einem Eklat (und zu Schlimmerem) geführt. Aber sehen wir uns doch einmal an, wer da so rabiat auf diese allen zugängliche und überprüfbare Wahrheit reagiert hat! Natürlich zuerst, und wie aus der Pistole geschossen, die Islamverbände. „Unverantwortlich und unzulässig“ seien solche Äußerungen, sagte der Präsident des Zentralrats der Muslime in Frankreich (CFCM), der jetzt offenbar über die Zulässigkeit von Meinungsäußerungen urteilen möchte. Das Kollektiv gegen Islamophobie in Frankreich (CCIF) will gar strafrechtlich gegen Cukierman vorgehen. Natürlich äußerten auch „zahlreiche Politiker“ ihre scharfe Kritik, wie man in der Rheinischen Post lesen kann. Aus welchen Lagern diese Kritik kommt, kann man sich vorstellen.

Dabei sollte man doch denken, daß die französischen Muslimverbände, statt gebetsmühlenartig fast jedermann der Islamophobie zu zeihen, ihre Zeit besser damit zubrächten, ihren eigenen Söhnen Anstand beizubringen und sie zu guten Franzosen zu erziehen.

Woher kommen denn diese vielen kriminellen Karrieren in den französischen Vorstädten? Woher kommt die Brutalität, die Lust am grausamen Töten? Das sind Fragen, die sich Muslime überall auf der Welt stellen sollten, statt über Islamophobie zu jammern. Denn eine Islamophobie gibt es gar nicht – eine Phobie ist ja eine geistige Störung, also eine Krankheit. Wer aber Abscheu vor der Grausamkeit des islamischen Terrors empfindet, ist nicht krank, im Gegenteil: er ist gesund und hellwach.

Eine Religion, deren Anhänger nun schon seit Jahrzehnten die ganze Welt in Blut tauchen, muß endlich anfangen, über ihre eigene Verantwortung, über ihren eigenen Anteil an der Schuld nachzudenken.

Die Zeit der billigen Retourkutschen ist vorbei.

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