Drei Zitate gleichen Wertes

Wladimir Wladimirowitsch Putin, gestern im russischen Fernsehen:

Es gibt keine russischen Truppen in der Ukraine.

Walter Ulbricht, zwei Monate vor dem Mauerbau:

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.

Ptolemäus:

Die Sonne dreht sich um die Erde.

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Verpacsen Sie sich doch mal!

In Frankreich, das habe ich heute zum ersten Mal gehört, gibt es tatsächlich (und zwar schon seit 16 Jahren) den Pacte civil de solidarité – eine Art „Ehe light“. Man unterschreibt ein Dokument (auf dem Amt, aber ohne jede Zeremonie), und schon ist man miteinander verpacst (dieses Wort gibt es wirklich: pacser). Verheiratet ist man damit nicht, aber man verpflichtet sich zivilrechtlich zu gegenseitiger Unterstützung und erwirbt gewisse Rechte.

Es ist also – seien wir einmal ehrlich! – nichts weiter als eine Flucht vor der Ehe, ein formulargewordener Akt der Zaghaftigkeit. Aber wenn ich gegen die Ehe bin, kann ich auch ohne so ein Formular mit meinem Partner zusammenleben. Und wenn ich mit meinem Partner den Rest meines Lebens teilen möchte, dann heirate ich ihn. In beiden Fällen kann ich Zivilrechtliches auch ohne jeden Pacs regeln.

Nicht „Empört euch!“ sollte also die Losung sein, sondern: „Traut euch!“

So, und jetzt raten Sie mal: welche Parteien in Deutschland sind ganz hingerissen von dem französischen Modell? Na?

Richtig! Die Grünen und die SPD. Immer wenn es darum geht, die gute alte Ehe als grau, abgestanden und „fern der Lebensrealität vieler Paare“ zu brandmarken, sind sie an vorderster Front dabei. Für Franziska Brantner, die familienpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, „wäre der Pacs eine willkommene Alternative“ (hier nachzulesen):

Das Bedürfnis nach solchen Formen des Zusammenlebens ist da. Ein Zivilpakt ist eine sinnvolle Sache, die auch in Deutschland eine Erfolgsgeschichte wäre.

Es gehe darum, sagt sie nebulös, „Solidarität neu zu denken“. Auch die Friedrich-Ebert-Stiftung nickt zustimmend. Pech nur, daß unser Grundgesetz, das die Ehe (und nicht irgendein Zusammenleben!) unter den besonderen Schutz des Staates stellt, in diesem Fall nicht einmal vom Bundesverfassungsgericht verwässert werden kann.

Das sagen jedenfalls alle Juristen, die sich dazu bisher zu Wort gemeldet haben.

Die Piraten – erinnern Sie sich: das waren die Jungs und Mädels, die nur selten in ganzen Sätzen sprechen konnten – wollten den Pacs sogar auf „polyamouröse Beziehungen“ ausweiten.

Na bravo.

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Gysi: Gewalttätige Demonstranten von Außerirdischen unterwandert!

In Frankfurt wiederholt sich das Ritual fast jede Woche: ein armseliges Häuflein von Pegida-Anhängern (zuletzt nur noch 40!) demonstriert, ordentlich angemeldet, und eine gewalttätige Meute von „Antifaschisten“ und „Demokraten“ (über 400) will sich auf sie stürzen, um sie mit Schmährufen und Flaschenwürfen so richtig „fertigzumachen“.

Diese feinen Herren und Damen, die sich tatsächlich, in Verhöhnung der Geschichte, „Antifaschisten“ nennen, haben dann auch noch die Frechheit, „Demonstrationsfreiheit“ für sich einzufordern, so ein selbsternannter „Ermittlungsausschuß“ (EA). Die Ausübung brutaler Gewalt gegen friedliche, angemeldete Demonstranten und vor allem die zynische Gewaltrechtfertigung erinnern sehr an die Entstehungsgeschichte des linken Terrors in den 60er und 70er Jahren. Daß Linke, Grüne und sogar biedere Gewerkschaften – weiß der Himmel warum! – diese gewaltbereiten Grüppchen unterstützen: das ist der eigentliche Skandal.

Bei uns herrscht zum Glück Demonstrationsfreiheit. Alle Deutschen haben, wie es im Grundgesetz heißt, das Recht, „sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln“ (Art. 8). Dieses Recht ist nicht auf vernünftige oder hehre Ziele beschränkt – auch für die dümmste Sache darf demonstriert werden, nur muß es dabei friedlich zugehen. Das war bei allen Demonstrationen aus dem Pegida-Umfeld der Fall. Die Gewalt ist fast immer von den sog. „Gegendemonstranten“ ausgegangen, die man freilich so nicht nennen darf. Wer sich zusammenrottet, um friedlich demonstrierende Andersdenkende (oder die Polizei!) mit körperlicher Gewalt einzuschüchtern oder anzugreifen, ist kein Demonstrant im Sinne unseres Grundgesetzes.

Er ist ein Straftäter.

Aber die Linke – diesmal in Gestalt des Herrn Gysi – hat jetzt endlich herausgefunden, warum die „Gegendemonstranten“ überhaupt zur Gewalt greifen. Sie sind nämlich im Grunde harmlos und friedliebend wie die Lämmlein, aber „die Sicherheitsbehörden“ stacheln sie zur Gewalt auf (hier nachzulesen):

Linksfraktionschef Gregor Gysi verdächtigt die Sicherheitsbehörden, auf politischen Demonstrationen gezielt Gewalt anzuzetteln. „Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber ich habe immer den Eindruck, dass bestimmte V-Leute geradezu zur Gewalt animieren, um das politische Anliegen totzumachen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Denn dann diskutieren wir hinterher bloß noch über die Gewalt – und nicht mehr über das eigentliche Anliegen.“

Genausogut (und mit demselben Wahrheitsgewalt!) hätte er Außerirdische als Aufwiegler dingfest machen können. „Totmachen“ (was für ein Wort!) will Gysi nur die Tatsache, daß seine Genossen (zusammen mit Grüner Jugend, SPD und Gewerkschaftern) solche „Gegendemonstrationen“ anmelden (und zwar wohlwissend, auf welche brutale Gewalt die immer hinauslaufen!), um sich dann hinterher scheinheilig von den Gewalttätern zu distanzieren.

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Die Windkraft – oder: Zur Dummheit hätte es eine Alternative gegeben

Wer (wie ich) gegen die Windkraft ist, kämpft buchstäblich gegen Windmühlen. Man hat fast das ganze Land zum Gegner: die Kanzlerin mit ihrer weichgespülten, mehr oder weniger gleichgeschalteten CDU, die Grünen, die SPD, die Linke, die bürokratisierten Naturschutzverbände – und (leider!) immer noch die Mehrheit der Bevölkerung.

Das kommt auch daher, daß es bei Wahlen keine Alternative zur geradezu erdrückenden Mehrheit der Windkraftparteien gibt. Selbst Kommunisten, Rechtsextremisten und Neonazis haben Parteien, die sie wählen können – wer gegen die Windkraft ist, nicht.

Hier funktioniert die Demokratie nicht: in einer Schicksalsfrage der Nation, die sich noch auf die nächste und übernächste Generation auswirken wird, kann ich meine Meinung bei Wahlen nicht zum Ausdruck bringen. Ich werde, obwohl ich mit meinen Ansichten ganz und gar nicht alleinstehe, zum Nichtwähler gemacht. Auch in anderen zentralen Fragen der Politik, etwa der Zuwanderung (und dem unbegreiflichen Verzicht, endlich ein vernünftiges Einwanderungsgesetz zu schaffen) oder der europäischen Finanzpolitik, steht man einer Phalanx gegenüber, die nicht zu durchbrechen ist.

Die Windkraft ist inzwischen längst über den bloß politischen Bereich hinausgewachsen. So wie es früher einen militärisch-industriellen Komplex gab (vielleicht gibt es ihn ja immer noch), so hat sich seit Merkels einsamer Entscheidung für die Windkraft ein grün-industrieller Komplex herausgebildet, in dem viel, sehr viel Geld verdient wird. Daß es wirklich ein Komplex ist, sieht man etwa daran, daß es immer öfter einen personellen Austausch etwa zwischen grünen Führungspersönlichkeiten und dem Manegement von Energiekonzernen gibt. Vermutlich wird sich schon bald auch die Führungsebene der „Naturschutzverbände“ in diesen Komplex einfügen, und auch Politiker auf kommunaler Ebene wollen unbedingt dazugehören und zerstören (für die Silberlinge, die sie für Verpachtung von Windkraftstandorten erhalten) ihre schönsten Landschaften.

Das alles wird dann von grünen Ideologen scheinökologisch unterfüttert und in tausend Anzeigen, Broschüren und Zeitungbeilagen immer wieder eingehämmert.

Es ist verrückt: wir motten unsere Atom- und Kohlekraftwerke ein, die zu den sichersten auf der Welt gehören und mit vorbildlichen Filtern ausgestattet sind, um auf eine Energie zu setzen, die man nicht einmal ordentlich speichern kann. Die einzig richtige Entscheidung wäre es gewesen, die konventionellen Kraftwerke solange zu behalten, bis eine neue, zuverlässige Energie entwickelt worden ist. Aber die Kanzlerin hat die Hysterie nach Fukushima noch geschürt und geschickt politisch ausgenutzt.

Die schier unglaublichen Milliardensummen, die sie jetzt den Nutznießern der Windkraft (von den großen Unternehmen bis hinunter zum Bäuerlein, das seinen Acker verpachtet) in geradezu verschwenderischer Fülle zukommen läßt, hätte sie in die Forschung für ganz neue und innovative Energieformen stecken sollen. Aber diese Chance ist vertan, das Geld ist buchstäblich in den Wind geschrieben.

Merkels dumme, populistische Entscheidung (das sage ich immer wieder) wird uns alle und auch noch unsere Kinder und Kindeskinder teuer zu stehen kommen.

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Muß denn alles bunt sein?

Die jüngere Generation ist im Zeitalter der Digitalkamera mit dem Farbbild aufgewachsen. Ein Schwarz-Weiß-Bild wirkt auf sie wie ein Fundstück aus (buchstäblich!) grauer Vorzeit (etwa mit den Sepiatönen aus der Frühzeit der Fotografie vergleichbar). Dabei hat es auch nach der Einführung des Farbfilms immer Fotografen gegeben, die bewußt auf die Farbe verzichtet haben.

Aber warum? Ist ein buntes Bild denn nicht viel schöner?

Die Antwort darauf bekommen Sie zum Beispiel in Frankfurt am Main in der U-Bahn-Station Bockenheimer Warte. Dort schmücken überlebensgroße Bilder von Barbara Klemm die Wände: alle etwa ein halbes Jahrhundert alt, alle schwarz-weiß. Es sind Szenen aus dem studentenbewegten Frankfurt der 60er Jahre, und sie zeigen nicht nur die handwerkliche und künstlerische Perfektion der Fotografin, sie beweisen auch, daß der Verzicht auf Farbe nicht Snobismus, Nischenkunst ist, sondern die Voraussetzung für höchste Qualität. Ich bin sicher, daß schon mancher Fahrgast bei der Betrachtung dieser Bilder seine U-Bahn verpaßt hat. Man kann sich kaum von ihnen trennen.

Wenn wir uns diese Bilder, die schon eine historische Bedeutung haben, für einen Moment farbig vorstellen: sie würden alles einbüßen, was ihre Einzigartigkeit ausmacht. Es wären eben nur – bunte Bilder. Denn schwarz-weiß fotografieren heißt immer auch: erst das Bild im Kopf komponieren, überlegen, wie sich die Farben als Grautöne darstellen, und alles (wenn möglich) in der Dunkelkammer zu einem perfekten Bild machen. So geht Barbara Klemm auch heute noch vor. Mit Knipsen hat diese handwerkliche Kunst wirklich nichts zu tun.

Aber heutzutage muß eben alles bunt sein, und nicht umsonst intensivieren viele digitale Kameras die Farben noch über alles Realistische hinaus.

Es kann uns gar nicht bunt genug sein!

Und so ist es, wenn ich den großen Sprung ins Metaphorische wagen darf, auch in der Gesellschaft. Wir treiben es bunt, selbst Bundespräsidenten sprechen begeistert von der „bunten Republik Deutschland“. Da darf es keine Schwarz-Weiß-Töne mehr geben, und graue Mäuse stehen auf der untersten Stufe der Beliebtheitsskala. Die traditionelle Familie teilt dieses Schicksal: grau ist sie und eintönig. Schrecklich! Nur in gleichgeschlechtlichen Beziehungen geht es bunt zu, deshalb haben sie als ihr Symbol den Regenbogen usurpiert, obwohl der in der unserer Kultur eine ganz andere Bedeutung hat. Er ist in der Bibel das Zeichen des Bundes, den Gott nach der Sintflut mit den Menschen geschlossen hat (Genesis 9,13 ff.):

Ich stelle meinen Bogen in die Wolken, er soll ein Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde sein … Nie mehr soll das Wasser zur Flut werden, um alles Fleisch zu vernichten.

Übrigens – aber das nur am Rande! – geht es in Bibel überhaupt äußerst bunt zu, aber das merkt man natürlich nur, wenn man in ihr liest. Das wagen freilich immer weniger Menschen, weil es ihnen auf eine diffuse Art peinlich ist. Auch könnte ja der atheistische Säulenheilige Dawkins einen Blitz herabschleudern, oder der Leser wird womöglich Opfer eines Shitstorms der Giordano-Bruno-Stiftung!

Und doch: es muß nicht immer alles bunt sein. Ist nicht ein feines, gleichmäßiges Grau viel beruhigender? Brauche ich wirklich immer und überall diese grellen, poppigen Farben, wie sie uns in jedem Werbespot anschreien? Und ist nicht eine schwarz-weiße Sicht der Dinge oft viel näher an der Wahrheit als der gesellschaftlich aufgezwängte Druck, alles in tausend Zwischentönen zu sehen?

Das nur als kleine Anregung, sich ab und zu dem Zeitgeist zu widersetzen.

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Tsipras und Rußland

Da möchte ich ein Wort variieren, das einer der Vorgänger Putins in seinem Befehl Nr. 55 geschrieben hat:

Die Erfahrungen der Geschichte besagen, daß die Tsipras kommen und gehen, aber das griechische Volk, der griechische Staat bleibt.

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Der Witz des Tages – heute von der DUDEN-Redaktion

Den Begriff „Hotline“ definiert der DUDEN so (hier nachzulesen):

von Firmen, Institutionen o. Ä. eingerichtete, direkte telefonische Verbindung [für rasche Serviceleistungen].

„Für rasche Serviceleistungen“!

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Miloš Zeman – Ein linker Deutschenhasser feiert mit Putin

Miloš Zeman, der Präsident der Tschechischen Republik, feiert am 9. Mai den Sieg über Hitlerdeutschland. Das darf er natürlich, denn das Kriegsende – das hat nicht zuletzt Richard von Weizsäcker in seiner historischen Rede zum 8. Mai 1945 betont – war ja auch für die Deutschen nicht etwa ein Tag der Niederlage, sondern ein Tag der Befreiung. In noch viel höherem Maße gilt das für die europäischen Völker, die im Zweiten Weltkrieg unter Hitler gelitten haben.

Das Pikante ist freilich, daß Zeman diesen Jahrestag mit einem Mann feiert, der dabei ist, die europäische Friedensordnung durch aggressive Eroberungsfeldzüge zu gefährden: mit Wladimir Putin. Fast alle Politiker der EU haben die Einladung Putins zur Militärparade auf dem Roten Platz ausgeschlagen. Nur Griechenland und Zypern feiern (aus schlechten Gründen) mit – und Miloš Zeman. Sein Kommen soll auch Kim Jong-un, der Diktator von Nordkorea, zugesagt haben.

Da ist Zeman ja in bester Gesellschaft!

Zeman hat die Wahl zum tschechischen Präsidenten im Jahr 2013 auch durch schäbige antideutsche Bemerkungen gewonnen. Seinen damaligen Gegenkandidaten, Karl Fürst zu Schwarzenberg, einen Europäer im besten Sinne des Wortes (der schon deshalb dem engstirnigen Nationalisten Zeman besonders verhaßt war!), unterstellte er, „kein authentischer Tscheche“ zu sein. Er rede wie ein sudeták, sagte er, und gebrauchte damit wieder einmal ein altes Schimpfwort gegen die sudetendeutsche Minderheit (etwa mit dem deutschen Kanaken zu vergleichen). Diese Minderheit gibt es freilich schon lange nicht mehr, denn sie ist nach dem Krieg im Zuge einer ethnischen Säuberung, also eines schweren Verbrechens gegen die Menschheit, in Güterwaggons aus dem Land geworfen worden, nachdem man sie vorher durch (gut dokumentierte!) brutale Morde und Pogrome kräftig dezimiert hatte. Zeman lobt diese Säuberung heute noch: die Sudetendeutschen sollten doch froh sein, daß man sie damals nur “vertrieben” und nicht “an die Wand gestellt” habe.

Von solchem Kaliber ist der feine Herr Zeman, der am 9. Mai zusammen mit Putin und Kim Jong-un der russischen Militärparade beiwohnen wird.

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Christenverfolgungen durch den Islam – eine unendliche Geschichte

Wenn man von Christenverfolgungen spricht, denkt man spontan an Nero und die römische Kaiserzeit. Fast könnte man also meinen, daß es sich bei der Verfolgung der Christen, die ja schon kurz nach dem Tod Jesu begonnen hat, um eine historische Antiquität handele. Aber nichts ist weiter von der geschichtlichen Wahrheit entfernt. Denn kaum war Rom in den Wirren der Spätantike und der Völkerwanderung untergegangen, kam eine aggressive Macht auf, die mit dem Schwert die ganze Welt erobern wollte: der Islam.

Schon damals war der Islam keine „Religion“ in unserem Sinne: er war von Anfgang an immer auch Politik und territoriale Eroberung. Bis heute kann man beides im Islam nicht voneinander trennen. Die Zeiten geistiger Blüte, die es auch gegeben hat, sind damit verglichen eher spärlich, und sie liegen weit zurück. Wo der Islam die uneingeschränkte Macht hat und ungefährdet ist, kann bis heute von kultureller Blüte nicht die Rede sein.

Sehr wohl muß man aber über die brutale Unterdrückung anderer Religionen sprechen, mit der sich die Muslime besonders hervorgetan haben. Sie haben die von alters her jüdischen und christlichen Gebiete, vom nördlichen Afrika über Palästina und das Zweistromland bis nach Syrien und Kleinasien, nicht durch Toleranz und freundliche Überzeugungskraft, sondern allein mit dem Schwert des Eroberers unter ihre Herrschaft gebracht. Und die osmanischen Sultane haben es seit dem 15. Jahrhundert ebenso gehalten: sie haben mit ihren Reiterscharen Byzanz, das heutige Griechenland und dann den gesamten Balkan bis an die Grenze des Habsburgerreiches erobert. Überall hatten die Ungläubigen ihr Leben verwirkt – es sei denn, sie konvertierten zum Islam oder zahlten für den Rest ihres Lebens eine hohe Kopfsteuer. Rechtssicherheit gab es für sie freilich auch dann nicht, nicht einmal ihres Lebens waren sie sicher.

Darauf läuft die „Toleranz“ hinaus, die von den Muslimen in Verfälschung der Wahrheit auch heute noch gepriesen wird. Daß man gegen Zahlung einer Steuer großzügig darauf verzichtet, dem Ungläubigen den Kopf abzuschlagen, hat mit Toleranz nun wirklich nichts zu tun.

Diese gewaltsame Linie setzt sich bis in die Gegenwart fort. Wo gibt es außerhalb des Islams heute noch eine Religion, die auf Andersgläubige mit soviel Verachtung und Haß herabblickt? Wo gibt es eine Religion, die andersgläubige Menschen hartnäckig und beleidigend als „Ungläubige“ bezeichnet? Und wo gibt es eine Religion, die sich bis heute nicht zur Religionsfreiheit und den allgemeinen Menschenrechten bekennt?

Die Bluttaten muslimischer Attentäter prägen nun schon seit Jahrzehnten unsere Zeit. Niemand weiß, wieviele Menschen ihnen zum Opfer gefallen sind. Viele der Opfer waren selbst Muslime, aber mehr und mehr (und immer gezielter!) gelten die Angriffe den Christen. Dabei findet eine Art Arbeitsteilung statt: während der militärische Arm des Islams (verkörpert etwa durch Al-Qaida, die Al-Shabaab-Milizen und den IS) seinem blutigen Handwerk nachgeht, beharrt die große Mehrheit der Muslime darauf, daß der Islam Frieden, Toleranz und Barmherzigkeit verkörpert. Daß man auch sie, die friedlichen Muslime, immer und immer wieder wieder auf die Mörderbanden anspricht, die ihre Verbrechen ausdrücklich im Namen des Propheten begehen, ist ihnen begreiflicherweise unangenehm, aber es muß leider sein, solange es keinen breiten und öffentlichen Widerstand der Muslime gegen die Täter in ihren Reihen gibt.

Wir haben in Deutschland viel Erfahrung mit individueller und kollektiver Schuld. Eines zumindest kann man aus dieser Erfahrung lernen: daß ich persönlich frei von Schuld bin, befreit mich noch lange nicht von der Schuld an Untaten, die andere im Namen meines Landes oder meiner Religion begangen haben. Auch wenn der letzte NS-Täter gestorben ist, wird die Schuld und (hoffentlich!) auch die Scham über die deutschen Verbrechen fortbestehen. Die Hoffnung freilich, daß auch die Muslime über die barbarische Verfolgung und Ermordung von Christen in aller Welt so etwas wie persönliche Scham empfinden, ist nicht allzu groß. Eher schon schiebt man das Problem auf eine beinahe sophistische Weise von sich, indem man die Täter kurzerhand exkommuniziert: sie gehören nicht zu uns, also haben wir mit ihren Taten nichts zu tun.

Das ist denn doch ein bißchen zu billig.

PS:  Ich lese überall, die Mörder von Garissa hätten nur „Nichtmuslime“ getötet. Nein, liebe Journalisten: es waren Christen, und dieses Wort darf man ruhig aussprechen.

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Abdancen am Karfreitag

Es ist jedes Jahr das gleiche: die jungen fortschrittlichen Menschen aus dem Dunstkreis der Grünen und der Piratenpartei, die ja fast das ganze Jahr nach Herzenslust tanzen dürfen, wollen das partout auch am Karfreitag tun.

Aber warum?

Sind das Kleinkinder, die trotzig mit dem Fuß aufstampfen und „Ich will aber!“ schreien? Oder politische Demonstranten, rücksichtslose Sektierer des neuen Säkularismus, die auch die letzten Reste des Christentums hinwegfegen wollen? Oder sind es, wie ich eher vermute, ganz einfach unbedarfte, aus den Schulen mit wenig Bildung entlassene junge Menschen, deren geistiger Horizont über ihr armseliges Vergnügen nicht hinausgeht?

Daß augerechnet die „Grüne Jugend“ an vorderster Front für das Karfreitagstanzen kämpft, zeigt im übrigen, wohin es mit den Grünen gekommen ist.

Aber das weiß man ja schon lange.

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