Berwang: bald ist Schluß mit Winken!

Der Winkemann von Berwang, den man mit etwas Glück jeden Morgen gegen 8.33 Uhr im Alpenpanorama von 3sat sehen kann, hat bald wieder seine Ruhe. Allenfalls noch bis Ende der kommenden Woche wird er winken – Genaues weiß man noch nicht, denn die Sonnalmbahn fährt, wie es etwas nebulös heißt, „bis nach Ostern“.

Leider hat die Webcam schon seit Tagen so geschwenkt, daß der Winkemann nicht im Bild war – eine merkwürdige Häufung. Hoffen wir, daß wir ihn wenigstens in den Ostertagen noch öfter sehen!

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Stromtrassen: sind sie nicht süß?

Aber natürlich sind sie das! Zu einem anderen Urteil kann man gar nicht kommen, wenn man „Deutschand aktuell“, das kostenlose Werbeblättchen der Bundesregierung, studiert hat, das heute den Zeitungen beiliegt.

Da ist zum Beispiel die geplante Stromtrasse „von Pasewalk ins brandenburgische Bertikow“. Unser Blättchen schlägt Alarm – die bestehende Trasse ist in höchster Gefahr: der „Windstrom droht die alte Leitung zu überlasten“! Der Netzbetreiber, der sich darum kümmern soll, heißt zwar „50Hertz“, was eher an einen Gangsta-Rapper als an ein seriöses Unternehmen denken läßt, er ist aber um Abhilfe nicht verlegen. Die neue 380-Kilovolt-Leitung, die er jetzt bauen läßt, folgt weitgehend dem alten Trassenverlauf,

um die Landschaft zu schonen.

Süß von ihm, gell? Jochen Homann, der Präsident der Bundesnetzagentur, setzt noch eins drauf:

Stromleitungen wollen wir mit den Bürgern planen.

Deshalb hat man im letzten Herbst „gleich nach Antragseingang“ alle Welt zu einer Konferenz eingeladen, und tatsächlich:

Rund 80 interessierte Bürger, Vereins- und Behördenvertreter kamen. Sieben Stunden lang dauerte die Bestandsaufnahme.

Wieviele dieser Teilnehmer „Bürger“ und wieviele „Vereins- und Behördenvertreter“ waren, steht leider nicht da, auch nicht, wieviele „Bürger“ die sieben Stunden lebend überstanden haben. Aber immerhin:

Jeder konnte Fragen stellen und Anregungen für die weitere Planung geben.

Die Bürger dürfen also (wie einst in der guten alten Monarchie) Fragen stellen und Anregungen geben. Über die Trasse selbst dürfen sie natürlich nicht entscheiden – das wäre ja noch schöner. Immerhin konnte ein Teilnehmer, ehe die sieben Stunden vorüber waren, auf den gefährdeten Seeadler hinwiesen, der „im Bauantrag noch nicht berücksichtigt war“. Der kommt jetzt ins Pflichtenheft des Netzbetreibers, alles wird überarbeitet, und dann – lädt die Bundesnetzagentur schon wieder zu einer „Konferenz“.

Und, so fügt Merkels Werbetexter hinzu:

So ist das überall, wo neue Stromleitungen gebaut werden müssen.

Das ist freilich ein vergifteter Satz, das Gift steckt in dem Wort „müssen“. Denn neue Trassen „müssen“ keineswegs gebaut werden. Sie werden gebaut, weil die Kanzlerin es so will. Merkel hat wider alle Vernunft unsere Kraftwerke, die, zum Beispiel durch vorbildliche Filter, zu den modernsten und sichersten der Welt gehören, von einem Tag auf den anderen schließen lassen (oder das Datum ihrer Schließung schon festgelegt). Sie hat eine sichere Energieversorgung, die das Rückgrat einer hochentwickelten Wirtschaft darstellt, durch eine Energie ersetzt, die auch in vielen Jahren noch nicht so gespeichert werden kann, daß eine unterbrechungsfreie Versorgung von Privathaushalten und Betrieben mit Strom gewährleistet ist.

Noch kann die Regierung den Pfusch verbergen, weil noch genügend konventionelle Kraftwerke am Netz sind. Genau die Kraftwerke, die Merkel abschaffen will, garantieren heute noch eine sichere Stromversorgung.

Wenn wir alle einmal von Wind und Sonne abhängen, dann gnade uns Gott.

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Intensivtäter immer wieder auf freiem Fuß

In Berlin hat ein Jugendlicher am Freitagabend einen Porsche gestohlen und ist damit auf der Flucht vor der Polizei auch über rote Ampeln gefahren (hier nachzulesen).

Es handelt sich um einen 16jährigen Intensivtäter aus einer der berüchtigten arabischen Großfamilien, über die Kirsten Heisig in ihrem Buch Das Ende der Geduld ausführlich berichtet hat. Inzwischen (die Richterin hatte sich 2010 das Leben genommen) scheint in der Berliner Justiz der alte Trott wieder eingekehrt zu sein. Der jugendliche Täter jedenfalls, ein gewisser Mohammed R., der von der Berliner Polizei als Intensivtäter geführt wird, wurde nach seiner erkennungsdienstlichen Behandlung gleich wieder auf freien Fuß gesetzt.

Na, da wird er ja großen Respekt vor der deutschen Justiz bekommen!

PS:  Christian Pfeiffer, der ehemalige SPD-Justizminister von Niedersachsen, zitiert, wie man in der Wikipedia nachlesen kann, wohlwollend die Meinung des Kriminologen Wolfgang Heinz:

Frühzeitige und einschneidende Eingriffe sind … gefährlich. Eine ‚Strategie des Zuwartens‘ zeitigt bessere Ergebnisse. Milde zahlt sich aus.

Das mag auf die „Halbstarken“ der 50er Jahre noch zugetroffen haben, aber wer das heute auf die brutalisierten jugendlichen Gewalttäter münzt, scheint in einer anderen Welt zu leben. Es ist das Paralleluniversum der Streetworker und linken Soziologen, deren Menschenbild von der Wirklichkeit lange (und gründlich!) widerlegt ist. Was heute an Kriminalität nach Deutschland schwappt, hat mit dieser Idylle rein gar nichts zu tun. Mir scheint, daß gerade in Berlin die links-grünen Ideologen mit ihrer Verharmlosung den Gang durch die Institutionen (auch in der Justiz) erfolgreich bewältigt haben.

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Der Winkemann – endlich auf einem Platz an der Sonne

Die ganze Zeit über hat der Winkemann (im Alpenpanorama auf 3sat, immer gegen 8.33 Uhr) im Schatten gestanden. Jetzt ist die Sonne in Berwang endlich so weit gewandert, daß man ihn in der Morgensonne winken sieht.

Und – die Sonne bringt es an den Tag: er hat eine rote Jacke an!

Ja, der Winkemann – ob’s der alte, ob’s ein neuer ist – ist immer für eine Überraschung gut.

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Die Maut, der Horst und die Schläue des Bauern

Etwa die Hälfte der Deutschen ist, wie man heute erfahren hat, für Dobrindts Mautgesetz. Das verstehe, wer will!

Man kann diese Zustimmung vermutlich nur mit der verbreiteten Meinung erklären, daß „endlich auch einmal die Ausländer gemolken werden“ sollen.

Und wir Deutsche bekommen unser Geld ja vom Staat wieder zurück.

Oder etwa nicht?

Das wahrscheinlichste Szenario der Zukunft dieses Gesetzes sieht in meinen Augen so aus:

1)  Das Gesetz landet vor dem Europäischen Gerichtshof, der es kippen wird, weil die Ungleichbehandlung von Deutschen und Ausländern nicht mit europäischem Recht vereinbar ist.

2)  Die Regierung wird dann nicht etwas das ganze Gesetz zurückziehen, sondern nur die Entschädigung der deutschen Autofahrer. Damit herrscht wieder Gleichbehandlung, das Gesetz entspricht dem europäischen Recht – und das Geld fließt weiter in die deutschen Kassen.

Glaubt denn irgendjemand im Ernst, daß der Staat freiwillig eine solche Geldquelle je wieder zuschütten wird? Ich bin mir sogar ziemlich sicher, daß Seehofer dieses Szenario von Anfang an im Blick gehabt hat. Er gehört zwar nicht zu den klügsten politischen Köpfen in unserem Land (die sind auch außerhalb der CSU spärlich geworden), aber er besitzt eine gehörige Portion Bauernschläue.

Oder, um es in seinem eigenen Dialekt zu sagen:

A Hund is er scho, der Horst!

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Immer mehr Computer an die Schulen – damit unsere Kinder noch ungebildeter werden!

Wenn jemand fordert, daß unsere Schüler solide Kenntnisse etwa in Geographie und Geschichte und (natürlich!) in der deutschen Sprache haben sollten, erntet er bei uns nur noch ein müdes Lächeln. Solche Forderungen stammen ja, wie man gern zu sagen pflegt, „aus dem tiefsten 19. Jahrhundert“ – und das stimmt sogar: sie beruhen auf einem Bildungsgedanken, wie ihn Wilhelm von Humboldt zu Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt hat.

Dieser Gedanke war das Fundament aller wissenschaftlichen Erfolge in unserem Land.

Wer heute kein müdes Lächeln, sondern frenetische Begeisterung bei Politik und Wirtschaft ernten will, muß die Digitalisierung unserer Schulen verlangen. Mehr Computer in den Schulen, am besten schon in den Kindergärten – und alles wird gut. Unseren Kindern fehlt – das sagt allen Ernstes die Große Koalition mit Angela Merkel an der Spitze – die Kompetenz im Digitalen.

Die Schulen sind für die IT-Wirtschaft, Hard- und Software eingeschlossen, ein gewaltiger Markt, ein Zukunftsmarkt ersten Ranges. Stellen Sie sich vor, wieviel Geld in ihre Kassen fließt, wenn jeder Schüler vom Steuerzahler ein Tablet oder ein Notebook spendiert bekommt! Daß da auf einmal von der Wirtschaft gesponserte „Studien“ auftauchen, die beweisen wollen, wie segensreich Computer für die Bildung sind, versteht sich von selbst.

Glücklicherweise hat Manfred Spitzer genau diese Zusammenhänge in seinem Buch „Digitale Demenz“ (unbedingt lesen!) aufgedeckt. Und er hat vor allem anhand vieler Studien gezeigt, daß die Einführung von Computern beim Lernen nur Schaden anrichtet. Erst wer ein gründliches (analoges!) Bildungsfundament erhalten hat, kann aus der Arbeit mit dem Computer Gewinn ziehen. Das heißt, auf gut deutsch: Computer im Unterricht möglichst gar nicht, und wenn, dann so spät wie möglich!

Wir müssen uns entscheiden, ob wir in Zukunft Schüler haben wollen, die nicht einmal mehr die Kontinente aufzählen können („kann man ja, wenn’s sein muß, in der Wikipedia nachschlagen“), oder ob es beim Erziehungsziel des gebildeten Menschen bleiben soll. Der Abwärtstrend in der traditionellen Bildung ist ohnehin kaum mehr zu stoppen – und in dieser Situation fällt dem Kabinett Merkel, das ja auch sonst die schlechtesten Traditionen von CDU und SPD in sich vereint, tatsächlich nichts anderes ein als – ein „Pakt für Digitale Bildung“ (wobei die Großschreibung des Adjektivs „digital“ schon zeigt, wohin der Hase läuft).

Mit diesem Pakt sollen „die unterschiedlichen Aktivitäten von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gebündelt“ werden. In einem „Länderstaatsvertrag“ (hier nachzulesen) müsse dann

die Förderung eines zeitgemäßen und altersgerechten Informatikunterrichts ab der Grundschule, eine bessere Aus- und Fortbildung der Lehrer sowie die Entwicklung bundeseinheitlicher Mindeststandards „zur digitalen Informations- und Medienkompetenz für die unterschiedlichen Altersstufen“ der Schüler vereinbart werden.

Eines weiß inzwischen jeder, der auch nur halbwegs mit Verstand begabt ist: einen Text, in dem das Wort „Kompetenz“ vorkommt, sollte man sofort löschen. Denn: wo Kompetenz draufsteht, ist niemals, wirklich niemals Kompetenz drin! „Kompetenz“, „nachhaltig“, „klimaneutral“, „erneuerbar“ usw., das sind alles Werbe- und Marketingbegriffe ohne Substanz geworden. Schon an der Wortwahl des Absatzes kann man ermessen, wie viele Lobbyisten da im Vorfeld mitgeschrieben haben.

Offenbar gibt es aber immer noch Eltern, die allen Ernstes glauben, daß es ein Zeichen des Fortschritts ist, wenn im Unterricht Computer eingesetzt werden. Da kann ich nur an das „Sprachlabor“ der 70er Jahre erinnern, das seinerzeit als größte Errungenschaft beim Erlernen von Fremdsprachen gefeiert wurde. Schon wenige Jahre später waren die Sprachlabore wieder aus den Schulen verschwunden.

Sie mögen technisch perfekt gewesen sein, aber Maschinen ersetzen eben niemals den Lehrer, den Pädagogen, sie sind ihm nicht einmal eine Hilfe. Wenn man an seine Schulzeit zurückdenkt: an wen erinnert man sich da? Werden sich die heutigen Schüler, von der Regierung mit Maschinen beglückt, später einmal an ein Notebook oder ein Tablet erinnern?

Das ist alles nur (wie es Papst Franziskus gern nennt) Schnickschnack.

Nein, man erinnert sich an zwei oder drei Lehrer, an denen man selbst gewachsen und gereift ist. Computer kann man kaufen, gute Lehrer nicht. Computer sind inzwischen zur Wegwerfware geworden – aber einen guten Lehrer mit seiner ansteckenden Begeisterung für sein Fach vergißt man oft das ganze Leben lang nicht.

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FOCUS-Enthüllung zum Tsipras-Besuch in Berlin!

Unglaubliches berichtet soeben das Qualitätsmagazin FOCUS in einer fetten Überschrift:

Tsipras von Ehren-Eskorte in Berlin empfangen.

Das gibt’s doch wohl nicht – wo doch sonst alle Regierungschefs durch den Dienstboteneingang zur Kanzlerin gebracht werden!

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Putin zündelt weiter – jetzt in Dänemark

Daß Putin nicht mehr Herr seiner fünf Sinne und seines Verstandes ist, dafür gibt es triftige Anhaltspunkte. Wer sonst würde die kostbare europäische Friedensordnung zerstören, nur um ein Stück seines Nachbarstaates zu ergaunern?

Die dänische Affäre freilich zeigt, daß nicht nur Putin den Verstand verloren hat, sondern die ganze russische Administration mit ihm. Vom Genossen Lawrow weiß man das inzwischen: er ist nur noch, im schlimmsten Sinne des Wortes, his master’s voice. Er belügt inzwischen die Weltöffentlichkeit, daß sich die Balken biegen.

Aber daran hat man sich gewöhnt – niemand auf der Welt nimmt einen Lawrow mehr ernst. Heute freilich hat der russische Botschafter in Dänemark, Michail Wanin, ein ganz gewöhnlicher subalterner Diplomat also, in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten geschrieben, falls Dänemark sich dem Raketenabwehrschirm der NATO anschließen würde, müsse es damit rechnen, daß „dänische Marineschiffe das Ziel russischer Atomraketen“ werden könnten.

Wenn ein kleiner, unbedeutender Diplomat sich zu einer solchen Drohung versteigt, dann tut er das selbstverständlich nicht ohne den ausdrücklichen Auftrag seines Präsidenten. Und genau darin liegt die Gefahr, die jetzt offen zutageliegt: Putin schreckt nicht einmal vor Drohungen zurückt, die uns an den Rand eines Weltkriegs bringen.

Kein Politiker in Europa, der bei Verstand ist, würde so etwas tun.

Und es gibt nur eine einzige Möglichkeit, diesem Brandstifter im Kreml Einhalt zu gebieten: man muß ihm zeigen, was auf das russische Volk zukommt, wenn er es wagt, ein NATO-Mitglied zu bedrohen oder gar anzugreifen. Beschwichtigungen Steinmeierscher Art verfehlen bei einem solchen Menschen offenbar jede Wirkung.

Warum man den russischen Botschafter in Dänemark trotz seiner Unverfrorenheit noch immer nicht des Landes verwiesen hat, verstehe ich nicht.

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Schulamt nimmt Frankfurter Grundschülern die Freude am Beobachten der Sonnenfinsternis

SoFi 2015

SoFi 2015

Während die Schüler der Frankfurter Gymnasien zum Teil sogar mit geeigneten Brillen zum Betrachten der partiellen Sonnenfinsternis am Freitag ausgestattet wurden und auf dem Schulhof ihre helle Freude daran hatten (das Bild rechts habe ich kurz vor dem Höhepunkt gegen 10.30 aufgenommen), durften die Frankfurter Grundschüler ihre Klassenräume nicht verlassen.

Warum? Niemand weiß es genau. Jedenfalls bekamen die Frankfurter Grundschulen vom Schulamt die förmliche Anweisung, ihre Schüler während der gesamten Zeit der Sonnenfinsternis nicht ins Freie zu lassen. Man habe die große Pause verschoben, hieß es aus einer Schule, und sogar die Jalousien zugezogen. Silke Mühl, die Konrektorin der Heinrich-Seliger-Schule, zu den Anweisungen von oben:

Man hatte das Gefühl, da kommt eine Giftgaswolke auf uns zu und keine Sonnenfinsternis.

Ständig sind Mails und Briefe bei mir eingegangen, in denen Eltern von mit verlangt haben, ihr Kind von der Ausgangssperre auszunehmen.

Aber Pardon wurde nicht gegeben. Das wäre ja noch schöner! Eine behördliche Anordnung bleibt eine behördliche Anordnung!

Wollte man also die Gesundheit oder gar das Leben der Kleinen schützen (Erblindung)? Oder hatte man einfach nur das Versicherungsrecht im Auge? Das Schulamt war, zumindest für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, für eine Stellungnahmen nicht zu erreichen.

Man kann den Bürokraten nur gratulieren: sie haben Hunderten von Schülern ein einmaliges Erlebnis verdorben.

Im übrigen noch ein Grund, die Schulbürokratie, die so überflüssig ist wie ein Kropf, endlich abzuschaffen.

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Randalierer und Schreibtischtäter – fast wie damals in den 60ern und 70ern

Wenn man schon etwas betagter ist, hat man immer öfter Déjà-vu-Erlebnisse, solche vor allem, auf die man gern verzichten könnte.

Die Randale der jungen Wutbürger am Mittwoch in Frankfurt, von älteren Herren wie dem linken Landtags-Vizepräsidenten (!) Ulrich Wilken listig verteidigt, wird auf den Straßen keine Spuren hinterlassen. Der Spuk ist vorbei – äußerlich.

Es war „Gewalt gegen Sachen“, aber es gab auch zahlreiche Angriffe gegen Polizisten, obwohl die doch nur dazu da waren, für Recht und Ordnung und für die Sicherheit der Frankfurter Bürger zu sorgen. Solche Gruppen von vermummten Kriminellen kennt man aus Städten wie Hamburg und Berlin – und vor allem: man kennt sie auch aus den Anfängen der RAF, der Roten Brigaden und anderer gewalttätigen Gruppen. Sie alle haben klein angefangen, eben mit „Gewalt gegen Sachen“, die auch damals von den hauseigenen Ideologen  – von den kommunistischen Grüppchen bis hinauf zu Jean-Paul Sartre – taktisch und moralisch gerechtfertigt wurde.

Es fängt immer mit Gewalt gegen Sachen an. Geendet hat es damals mit einer langen Reihe von Morden.

Besonders erschreckend sind die Rechtfertigungen, die man jetzt liest. Ich rede gar nicht von dem unsäglichen Blockupy-Sprecher Aaron Bruckmiller, der die Gewalttaten in klammheimlicher Freude einfach weggefeixt hat – andere haben raffiniertere Strategien der Rechtfertigung.

Die Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel von der Linken hat zum Beispiel die Unverfrorenheit, die Gewalttaten der Polithooligans mit den „Rauchschwaden“ auf dem Maidan zu vergleichen. Und die Bundesvorsitzende der Linken, Katja Kipping, gibt sich „entsetzt“  – aber nur über das „Polizeiaufgebot“ in Frankfurt.

Eine Gruppe, die sich Antifa AK Cologne nennt („Kontakt: c/o AStA Uni Köln“), schreibt zur Begründung ihrer Teilnahme in Frankfurt auf ihrer Homepage:

Mit der EZB-Eröffnung inszeniert sich das Schweinesystem immer noch als unangreifbar, alternativlos und sympathisch.

Schweinesystem – dieses Wort kennt man noch aus den Bekennerbriefen der Rote Armee Fraktion aus den 70er Jahren. Weiter heißt es auf der Seite:

Eine andere, eine solidarische Welt ist möglich – aber sie kann nur auf den Trümmern der alten Ordnung errichtet werden. Fangen wir mit dem Abriss an.

Ulrich Wilken, der „rechtspolitische Sprecher“ seiner Partei (und, wie schon gesagt, Vize-Präsident des Hessischen Landtags), hat „großes Verständnis für Wut und Empörung“. Und er fügt noch hinzu, daß

die Proteste, die in Frankfurt auch in Gewalt stattgefunden haben, in anderen europäischen Ländern viel selbstverständlicher sind, als das in Deutschland Demonstrationskultur ist.

„Demonstrationskultur“!

Für den Blockupy-Sprecher Frederic Wester haben die Krawalle gezeigt, „wie groß die Wut mittlerweile auch in Deutschland ist“. Natürlich hat die Polizei seiner Ansicht nach die Krawalle erst geschürt. Und Wester fügt hinzu: „Wir distanzieren uns nicht pauschal von der Gewalt.“

Auch die Mitorganisatorin Hannah Eberle blickt trotzig „auf einen erfolgreichen politischen Tag zurück“, denn: der Widerstand habe „endlich den Weg nach Frankfurt gefunden hat“.

Von diesem Schlage – das sollte man sich merken! – sind die Organisatoren, Apologeten und die politischen Unterstützer von Blockupy.

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