Es geht schon wieder los: alle Giftpflanzen sollen mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden!

Same procedure as every year – wenn der Sommer kommt, kann man sicher sein, daß auf dem Portal von heilpraxisnet.de zur Ausrottung irgendeiner Giftpflanze aufgerufen wird. Und man kann auch sicher sein, daß fast alle Zeitungen diesen Schmarrn nachdrucken.

Diesmal ist es wieder das arme Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobaea). Irgendwann einmal, vor vielen, vielen Jahren, soll ein Pferd daran gestorben sein, und seine Besitzer haben, wie man liest, einen öffentlichen Feldzug gegen das Kraut begonnen. Das ist zu einer unendlichen Geschichte und auch zum Auslöser von tausend Tatarenmeldungen geworden. Ausrotten! – das ist die Parole, die jetzt wieder von einigen Lehrstühlen über den Bauernverband bis zur letzten Provinzzeitung ausgegeben wird.

Ausrotten! Mit Stumpf und Stiel!

Wer glaubt, daß das möglich (oder auch nur nötig) ist, sollte möglichst bald einen Psychologen seines Vertrauens aufsuchen. Giftpflanzen, das weiß jedes Kind, gibt es, seit es Pflanzen gibt. Wildtiere haben sich im Lauf der Evolution daran gewöhnt: sie lassen sie einfach stehen. Auch unsere Weidetiere essen sie nicht, das weiß jeder Gebirgswanderer. Die Almen sind leergefressen, aber die giftigen Pflanzen werden nicht angerührt.

Da braucht es keinen Ausrottungsfeldzug, zu dem jetzt wieder alle sensationsgierigen Blätter blasen, um noch ein paar Leser mehr zu bekommen.

Und gewinnen, liebe Leut, könnt ihr gegen die Natur sowieso nicht! Das Gift, das viele Pflanzen und Pilze im Laufe der Evolution entwickelt haben, ist doch gegen Freßfeinde gerichtet. Und die sind inzwischen durch Schaden klug geworden. Es ist kein großes Problem für sie.

Nur der Mensch glaubt, daß alles nach seiner Pfeife tanzen muß. Tut es aber nicht.

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Die ersten Kühe sind auf den Almen!

Auf den Winkemann von Berwang müssen wir noch bis Dezember warten, aber die ersten Kühe habe ich vor ein paar Tagen im Alpenpanorama von 3sat schon gesehen: oberhalb von Eben im Pongau. Sicher waren sie schon länger da, aber man ist ja in der Sendung immer davon abhängig, wie die Kamera schwenkt. Jedenfalls kann das fröhliche Kühesuchen jetzt beginnen.

Und nicht nur die Kühe: auch Pferde grasen schon auf der Alm – zum Beispiel in Fanningberg, immerhin auf einer Höhe von über 2000 Metern.

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SA marschiert, diesmal von links – Antifa ist wieder da!

Die Wiedergänger der 68er, die als Zombies ihren Gräbern entstiegen sind, marschieren wieder: sie allein wollen bestimmen, wer in unserem Land noch reden, demonstrieren oder schreiben darf.

Es hat schleichend angefangen, aber spätestens seit den Jagdszenen gegen Thilo Sarrazin hätte man wissen müssen, wohin der Hase läuft. Statt seine Thesen in der Sache zu widerlegen (was selbstverständlich jedem erlaubt ist), hat man ihn diffamiert und als Person herabgesetzt: ich erinnere nur an die deutsch-kurdische Journalistin Mely Kiyak, die ihn als „lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur“ bezeichnet hat. Wo immer er später öffentlich aufgetreten ist, hat ihn eine Meute von „Antifaschisten“ schon erwartet. Sie wollten ihn nicht widerlegen, sie wollten ihn mundtot machen.

SA marschiert.

Genauso ist es jetzt mit Pegida und ihren Ablegern in Frankfurt am Main. Es ist nur ein winziges Häuflein, das in der Innenstadt (ordentlich angemeldet) demonstriert – meist sind es nicht mehr als 40 bis 150 Menschen. Ihnen gegenüber stehen Woche für Woche Hunderte von „Antifaschisten“ und „Autonomen“, die sich ihnen in den Weg stellen, dummes Zeug brüllen wie einst die Maoistengrüppchen und immer wieder die Polizei angreifen, die das Demonstrationsrecht schützen muß. Auch hier geht es darum, Menschen mundtot zu machen, die von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen.

SA marschiert.

Ganz ähnlich geht es der AfD, vor allem ihrem Gründer Bernd Lucke. Obwohl Lucke mit „Faschismus“ nun wirklich nicht das Geringste zu tun hat, haben sich die „Linken“ auf ihn und die AfD eingeschossen. Wo er einen Saal mietet (wenn er überhaupt einen bekommt), stehen schon fortschrittliche Menschen mit Flaschen und faulen Eiern bereit. Nehmen wir nur einmal Mainz. Zwei Gastronomen, die vom Atrium-Hotel und vom Domherrenhof haben ihm aus Angst vor den rabiaten „Demonstranten“ abgesagt. Dann hat Lucke einen Saal im „Schützenhaus“ von Ivan Miskovic gemietet. Noch vor der Veranstaltung sind des Nachts sog. „Antifaschisten“ gekommen und haben Scheiben und Türen eingeschlagen. Die Fassade haben sie (es sind nämlich kreative und wortgewaltige Antifaschisten!) mit dem schönen Spruch „Rechte Scheiße nirgendwo!“ verziert. Der Schaden, den sie angerichtet haben, soll mehr als 10.000 Euro betragen.

Von den Grünen und der SPD habe ich zu dieser eminent gefährlichen Entwicklung, die gleich mehrere unserer Grundrechte bedroht, noch nichts gehört. Falls sie doch etwas dazu gesagt haben, muß es sehr leise gewesen sein. Der öffentlich-rechtliche SWR spricht sogar von einem „umstrittenen“ Auftritt Luckes (hier nachzulesen) und macht sich so mit den Linksextremisten gemein. Wieso sollte die Veranstaltung einer demokratischen Partei umstritten sein? Ist es jetzt trendy, auf dem linken Auge blind zu sein? Oder hat der SWR auch schon Angst vor den selbsternannten Antifaschisten?

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Eine „Homo-Ehe“ gibt es nicht

In unserer freien Gesellschaft kann jeder leben und lieben, wie er will. Aber das genügt den Lesben- und Schwulenverbänden nicht. Obwohl sie ganz genau wissen, daß nur ein Bruchteil der Homosexuellen überhaupt ein Interesse an dieser „Ehe“ hat, wollen sie das Prinzip „Ehe für alle“ partout durchsetzen. Mit kräftiger Unterstützung von linken und grünen Parteien, auch mit der beklagenswerten Hilfe von Gerichten, ist es der aggressiven Lobby der Homosexuellen gelungen, ihr Anliegen als gerechten Kampf gegen ungerechte Diskriminierung hinzustellen.

Aber das Einfordern des Rechts, eine Beziehung dieser Art „Ehe“ zu nennen, ist geradezu absurd. Wir haben das in Jahrhunderten gewachsene Institut der Ehe nicht geschaffen, um es jetzt dem Zeitgeist zu opfern. Dazu ist es viel zu schade: denn nur die Verbindung von Mann und Frau, nur die gute alte (als altbacken diffamierte) Familie garantiert das Fortbestehen der Gesellschaft. Sie ist und bleibt, das habe ich schon oft gesagt, eine der großen kulturellen Leistungen der Menschheit. Deshalb wird sie von unserem Grundgesetz zu Recht unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung gestellt.

Alles andere sind eben doch nur Beziehungen – und daran wird kein Referendum, daran wird kein Gerichtsurteil etwas ändern.

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Auf die Straßen, Muslime!

Die ruchlosen Verbrechen, die ausdrücklich und seit Jahrzehnten fast ausschließlich im Namen des Propheten verübt werden, sind heute wieder auf grausame Weise vermehrt worden. In Frankreich haben fromme Muslime einen Menschen geköpft, in Tunesien haben sie 37 Touristen ermordet, die in Sousse einfach nur ihren Urlaub verbringen wollten.

Was ist das für ein erbärmliches Pack, das mit seinem Leben nichts Besseres anzustellen weiß, als unschuldige Menschen zu massakrieren! Kann man sich etwas Armseligeres, Niedrigeres vorstellen?

So, und jetzt fragen wir uns einmal, was unsere europäischen Muslime dazu sagen, die hier unbehelligt leben und (anders als die Christen in den muslimischen Ländern, die fast überall verfolgt werden) in immer mehr und immer imposanteren Moscheen ihre Religion frei ausüben können.

Gehen sie jetzt in Massen auf die Straße, um sich von dem Mörderpack zu distanzieren, das seine Verbechen im Namen des Islams begeht? Sind sie erschüttert über die Brutalität ihrer Glaubensgenossen? Fangen sie an, darüber nachzudenken, warum gerade Muslime zur Geißel der Menschheit geworden sind?

Ich bin sicher: nichts von alledem wird geschehen. Die Islamverbände werden (wie immer) einfach nur sagen: wer so etwas Schreckliches macht, ist kein Muslim. Deshalb, werden sie sagen, haben wir, die Muslime in Europa, damit gar nichts zu tun. Und dann werden sie noch ein paar Zitate aus dem Koran zitieren, die besonders friedlich klingen.

Und dann wundern sie sich allen Ernstes, daß die Feindseligkeit gegenüber dem Islam immer mehr zunimmt?

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Eine Fahrt nach Veitshöchheim

Der Hofgarten in Veitshöchheim soll einer der schönsten Rokokogärten Europas sein. Zusammen mit Würzburg – das liegt ja (buchstäblich!) nahe – haben wir ihn gestern besichtigt.

Schon die Anfahrt auf der A3 war, sobald man sich Würzburg näherte, eine Qual: rechts und links am Horizont überall Windkraftanlagen.

Und dann Veitshöchheim – ein Garten (fast) ohne Blumen. Nur vor dem Schloß ein paar Beete, sonst nur Hainbuchenhecken, Skulpturen, Brunnen und ein paar Seen. Vielleicht waren es auch Wind und Regen, die das Vergnügen getrübt haben, aber ein Park ohne bunte Blumen – das geht gar nicht (wie unsere Kanzlerin sagen würde). Veitshöchheim hat etwas streng Förmliches, aber es fehlt dann doch die erhabene Geometrie von Versailles oder Sanssouci oder die Schönheit von Hampton Court.

Der Tiefpunkt war freilich dies:

P1170057Jeder weiß, wie wichtig die Gartengestalter des 18. und 19. Jahrhunderts die Sichtachsen genommen haben. Es war penibel geplant, worauf der Blick fallen sollte, wenn man an eine der Wegkreuzungen trat. Hier ist es eine steinerne Skultur, auf der am Ende vor einer Hecke und hohen Bäumen der Blick ruht. Aber – ruht er noch auf ihr?

Nein, denn jetzt überragt, nur etwas seitab der Achse, ein gewaltiges Windrad alles andere. Und diesen Blick auf die Windkraftanlage hat man nicht etwa von irgendwoher, sondern mitten aus dem Hofgarten von Veitshöchheim heraus. Wer hat eine solche Barbarei zu verantworten? Hat er je vor Gericht gestanden? Man wünschte es sich.

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Der dümmste Satz des Tages

Er stammt von Horst Seehofer und gilt seinem politischen Ziehsohn Dobrindt:

Er hat eine große Leistung vollbracht.

Darauf, lieber Horst, kannst auch nur Du kommen!

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Manuela Schwesig und die „Lebenswirklichkeit“

Wenn man Mitte 60 ist, hat man ja schon einige Familienministerinnen gesehen. Eine wie Manuela Schwesig aber noch nicht.

Eine kleine Anmerkung:
Sie ist die 17. Ministerin in ihrem Amt, wobei man freilich anmerken muß, daß von 1953 bis 1968 Männer dieses Amt bekleidet haben. Das ist später nicht mehr vorgekommen – mit einer Ausnahme: unter Helmut Kohl war Heiner Geißler von 1982 bis 1985 Familienminister.

Manuela Schwesig hat von Anfang an gegen das „grundfalsche“ Betreuungsgeld gekämpft, nennt es eine „Fernhalteprämie“ und will das Geld viel lieber in die Fremdbetreuung stecken, an die sie ja schon durch ihre Sozialisation in der DDR gewöhnt ist.

Daß sie von der grundgesetzlich festgeschriebenen Bevorzugung von Ehe und Familie (Art. 6 GG) überhaupt nichts hält, zeigt sich auch jetzt wieder: sie will die staatliche Förderung für künstliche Befruchtungen, die bis jetzt nur Ehepaare erhalten, auf nichtverheiratete Paare ausdehnen. Die Beschränkung auf Ehepaare, sagt sie, gehe „total an der Lebenswirklichkeit vorbei“.

Jetzt ist es aber, das sollte man der Frau Minister vielleicht einmal sagen, nicht die Aufgabe der Politik, jedem Trend, jedem Zeitgeist, jeder „Lebenswirklichkeit“ zu folgen. Politik muß eigene langfristige Ziele und Werte haben – und einen langen Atem. Es mag sein, daß viele Paare ohne Trauschein zusammenleben (das ist so neu wirklich nicht), aber: muß man sie dafür auch noch belohnen? Daß man einen Partner hat und dazu noch einen so drängenden Kinderwunsch – und dann aber doch um keinen Preis heiraten möchte: das verstehe, wer will.

Ob man heiratet oder lieber unverheiratet zusammenlebt, das ist natürlich jedem Paar überlassen. Aber die beiden Entscheidungsmöglichkeiten sind nun einmal jeweils mit bestimmten rechtlichen und finanziellen Folgen verknüpft – und das ist gut so!

Wer – ganz im Sinne der grünlinken Ideologie! – Schritt für Schritt alle Unterschiede einebnen und (wie es Schwesig auch durch ihren neuen Vorstoß wieder tut) alles gleichmachen möchte, handelt ganz gewiß nicht im Sinne unseres Grundgesetzes.

Deshalb noch einmal, zum Mit- und Abschreiben (auch für die Ministerin!), der Artikel 6, Abs. 1 unseres Grundgesetzes:

Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

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Hasan Abdullah Mohamed Ismaik

Einem Mann dieses Namens, in Kuwait geboren, Schulbesuch in Saudi-Arabien, Studium in Jordanien, Geschäftstätigkeit in Abu Dhabi, gehört also der traditionsreiche deutsche Fußballklub TSV 1860 München.

Kein Wunder, daß es bei den „Sechzigern“ im Moment chaotisch zugeht.

Ich erinnere mich übrigens noch gut an Petar Radenkovic („Bin i Radi, bin i König“), der gern aus dem Tor herauslief und zum Entsetzen der eigenen Mannschaft den Feldspieler gab.

Und da hat sich also 2011 kein deutscher Geldgeber gefunden, um einen solchen Verein zu retten? Das ist kein Ruhmesblatt für unsere Unternehmer.

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Ich schmeiße, du schmeißt, er/sie/es schmeißt

Die fortschrittlichen Gegendemonstranten von Antifa, die heute in Frankfurt wieder einmal mit Gewalt eine angemeldete und friedliche Demonstration verhindern wollten, hätten – so kann man es auf der Homepage von hr-online nachlesen –

Gegenstände auf Polizisten geschmissen.

Liebe Journalisten vom Hessischen Rundfunk, wo habt ihr eigentlich Deutsch gelernt? Hat man euch im Gymnasium nicht beigebracht, daß es einen Unterschied zwischen Umgangssprache und Schriftsprache gibt? In der einen darf ich ohne weiteres etwas schmeißen, aber in der Schriftsprache muß ich es nun einmal werfen.

Merke: ihr habt – auch wenn die Zahl immer weiter schrumpft! – Leser, die ein ordentliches Deutsch für wichtig halten. (Solche Dinge hat man früher übrigens schon Volontären beigebracht.)

PS: Daß ihr auf der HR-Homepage von einer „Antifa-Demo“ sprecht, also die lächerliche Selbstbezeichnung dieser gewaltbereiten „Autonomen“ kritiklos übernehmt, solltet ihr einmal in einer Redaktionssitzung erörtern. Das wäre ja noch schöner, wenn bei uns schon wieder ein Haufen von jungen Gewalttätern und selbsternannten Demokratiewächtern darüber entscheiden dürfte, wer ein Demonstrationsrecht besitzt und wer nicht.

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