Putin gehört vor ein internationales Gericht!

Grausamkeit hat es nicht nur bei Mongolen, Hunnen und Wikingern gegeben, Grausamkeit zieht sich durch die ganze menschliche Geschichte – das muß man niemandem erzählen.

Aber was der Genosse Putin im Moment macht, ohne daß ihn jemand daran hindert, ist ein schändliches Kriegsverbrechen, das (wie einiges, was sich Putin schon vorher geleistet hat) vor einen internationalen Gerichtshof gehört. Weil sein Kumpan Assad den größten Teil seines Staatsgebiets verloren hat, bombardiert Putin für ihn Aleppo und die gesamte Opposition – außer dem IS. Auch was Syrien betrifft, hat Putin wieder einmal gelogen, daß sich die Balken biegen. Um die internationale Öffentlichkeit zu beschwichtigen, hat er sich als energischer Kämpfer für das Gute, als Vernichter der Dschihadisten ausgegeben. In Wahrheit bombardiert er jetzt schon seit Tagen Aleppo mit Flächenbombardements: eine Millionenstadt, deren Altstsadt ohnehin schon fast komplett zerstört ist. Und zwar keineswegs mit zielgerichteten Bomben gegen „Terroristen“, sondern mit ungezielten Bomben, die vom Himmel fallen wie einst im Zweiten Weltkrieg.

Nach den schweren Kriegsverbrechen in Tschetschenien, nach dem militärischen Überfall auf Georgien und der gewaltsamen und völkerrechtswidrigen Einverleibung der Krim leistet sich Putin jetzt schon wieder ein kriminelles Abenteuer.

Da muß man sich schon fragen: wann wird er endlich vor einem Strafgerichtshof angeklagt?

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Verrohte muslimische Männer – und die edlen, weißen Retter des Abendlands

Vom Schießbefehl an der deutschen Grenze ist genug geredet worden. Deshalb nur noch ein paar Sätze von den braunen Bataillonen, die heute durch Europa marschieren:

Nicht um Nächstenliebe geht es im Umgang mit koranischen Gesinnungstätern.

Merkel muß weg!

Unser Land ist vollgestopft mit skrupellosen, verrohten muslimischen Männern.

Die Kirche ist ein Komplize der Politik beim Hochverrat am eigenen Volk.

Festung Europa – Macht die Grenzen dicht!

Eine Völkerwanderung, die immer weniger etwas mit Kriegen zu tun hat.

Abschieben! Abschieben! Abschieben!

Jetzt verstehe ich ja, daß jeder geistig gesunde Mensch die Pegida-Anhänger abschieben! abschieben! abschieben! möchte – aber wie und wohin?

Aber im Ernst: diese Menschen, die so subtile Parolen wie „Merkel muß weg!“ oder „Lügenpresse!“ grölen, sind tatsächlich eine Schande für Deutschland (da bin ich mit Schäuble ausnahmsweise einmal einverstanden). Daß ausgerechnet sie das Abendland retten wollen, ist ein Treppenwitz der Weltgeschichte.

Aber keine Angst: der Spuk geht auch wieder vorbei, denn diese „Demonstranten“ (wie sie in der Presse leider immer noch genannt werden) sind eben nicht das Volk.

Und das christliche Abendland schon gar nicht.

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Seehofer zu Gast bei Freunden

Zeige mir, was für Freunde du hast, und ich sage dir, wer du bist – so könnte man ein bekanntes Sprichwort abwandeln. Bei Seehofer ist die Sache klar: für ihn sind, wie es scheint, Orbán und Putin „ziemlich beste Freunde“.

Das alles wird natürlich staatsmännisch verbrämt (hier nachzulesen):

Es ist völlig selbstverständlich, dass man in dieser aufgewühlten Welt im Gespräch bleiben muss.

Fragt sich nur: mit wem?

Gerade in einer Zeit, da Putin mit seinem ganzen Propagandaapparat auf die deutsche Regierung schießt und nicht einmal vor dem Mißbrauch eines 13jährigen Mädchens für politische Zwecke zurückschreckt, schleimt sich Seehofer beim Urheber dieser schäbigen Desinformationskampagne ein. Und selbst der greise Stoiber, der nicht einmal erklären kann, wie man in München vom Hauptbahnhof zum Flughafen kommt, sitzt fröhlich bei Putin am Konferenztisch.

Interessant ist diese Allianz schon deshalb, weil – seltsamerweise! – auch für AfD, Neonazis und Rechtsradikale aller Schattierungen Putin eine Lichtfigur ist. Ausgerechnet Putin, der die russische Zivilgesellschaft haßt wie der Teufel das Weihwasser und die Opposition mundtot macht! Was für eine erbärmliche Koalition aus Nazis, Rechten und einem alten russischen Geheimdienstoffizier aus Sowjetzeiten!

Und mittendrin der Seehofer, der – statt Putin, den Landräuber, zurechtzuweisen – ihm auch noch Honig ums Maul schmiert und damit der eigenen Regierung in den Rücken fällt.

Seehofer will damit wohl Franz-Josef Strauß nachfolgen, der ja auch einige Ausflüge in die Außenpolitik gemacht hat. Aber das Format von Strauß hat er nicht, der Horst: er ist und bleibt einfach nur – ein Schaumschläger.

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Tatort – Die Irren aus Dortmund

Dieser Penner – das soll ein Kriminalkommissar sein?

Das war unsere Reaktion auf den ersten Dortmunder Tatort mit Jörg Hartmann als Peter Faber. Der „Irre von Dortmund“ hat inzwischen – nach acht Fällen – offenbar sein ganzes Team angesteckt. In der Folge „Hundstage“ hatte man das Gefühl, nicht bei der Polizei, sondern in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie gelandet zu sein.

So einen Käse werden wir uns nicht ein weiteres Mal anschauen.

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AA

Jeder kennt die Anonymen Alkoholiker (abgekürzt AA).

Mindestens ebenso wichtig wären aber Selbsthilfegruppen für die Anonymen Asozialen, die sich überall im Internet tummeln.

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Schießbefehl auf Flüchtlinge

Längst haben alle seriösen, anständigen Politiker die AfD verlassen. Es hat, zunächst unbemerkt von der Öffentlichkeit, eine feindliche Übernahme durch rechtsextreme Kräfte gegeben, die sich eine Zeitlang zum Schein seriös geriert haben und jetzt, berauscht durch die Wahlumfragen, ihr wahres Gesicht zeigen.

Drei führende Politiker der AfD – Frauke Petry, Beatrix von Storch und Marcus Pretzell – haben jetzt gefordert, daß an der Grenze „notfalls“ auf Flüchtlinge geschossen werden soll, auch auf Frauen und Kinder (hier nachzulesen).

„Angreifer“ nennt man übrigens die Flüchtlinge in der AfD.

Jeder, der jetzt noch mit dem Gedanken spielt, die AfD zu wählen, muß wissen, was er tut. Diese „Partei“ hat sich geoutet, und wer sie wählt, kann sich hinterher nicht mehr damit entschuldigen, er habe nicht gewußt, was er tut. Er sollte sich einfach nur schämen.

Einen Schießbefehl an der Grenze hatten wir schon einmal. Etwa 120 DDR-Grenzschützer sind inzwischen dafür rechtskräftig verurteilt worden.

Ihre politischen Auftraggeber – die „Schreibtischtäter“ – übrigens auch.

PS:  Der rabiate, alle Humanität vernichtende Geist dieser Truppe, die sich ja immer noch hauptsächlich auf die östlichen Bundesländer stützt, zeigt im übrigen, wie stark der gegen jede Religion immune Atheismus dort noch immer (oder schon wieder) ist. Menschlichkeit im Sinne von Nächstenliebe und Barmherzigkeit ist in der Heimat Martin Luthers offenbar fast ganz getilgt worden.

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Russische Verkommenheit

Das muß man sich einmal vorstellen: da mißbraucht die russische Regierung, die sonst immer hochnäsig auf den „dekadenten Westen“ herabsieht, ein 13jähriges Mädchen für seine billige antideutsche Propaganda – und hat noch nicht einmal den Anstand, hinterher ihr schändliches Benehmen einzugestehen.

Wer da dekadent und verkommen ist, das liegt wohl auf der Hand.

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Eine Todesanzeige und ein Lebensmotto

Einen schönen Satz habe ich heute gefunden, passenderweise in einer Todesanzeige. Er stammt von dem römischen Philosophen Seneca (Ad Lucilium epistulae morales, XVII, 101, 4):

Quam stultum est aetatem disponere ne crastini quidem dominum!

Das heißt auf Deutsch:

Wie töricht ist es, das Leben zu planen, ohne auch nur des nächsten Tages Herr zu sein!

Meine treuen Leser wissen, daß dieser Satz von Seneca, einem der am meisten unterschätzten antiken Philosophen, meinem Lebensmotto entspricht:

Man kann alles planen, nur nicht das Leben.

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„Unsere Lisa“ aus Marzahn und der allseits beliebte Genosse Lawrow, der Rächer der Mißbrauchten

Wer mein Tagebuch schon länger liest, weiß, daß der Genosse Außenminister, Sergej Viktorowitsch Lawrow, mir ganz besonders ans Herz gewachsen ist. Er ist eine Art missing link zwischen Putin, der ja so hoch oben über allem schwebt, daß er fast gottgleich geworden ist, und dem gemeinen Volk. Lawrow ist Prophet und gleichzeitig die Stimme seines Herrn. Aber er hat auch durchaus sein eigenes Gepräge, was man schon an seiner finsteren Miene ablesen kann.

Jetzt hat er mit kühnen Worten in einen der größten Konflikte zwischen Deutschland und Rußland eingegriffen. Worum geht es?

Es geht um Lisa – „unser Mädchen Lisa“, wie der Genosse Lawrow es ausdrückt, denn Lisa lebt zwar in Berlin-Marzahn, aber weil es ein rußlanddeutsches Mädchen ist, gehört es natürlich in die Botmäßigkeit der russischen Weltenherrscher. Lisa also, 13 Jahre alt, war über 30 Stunden lang verschwunden, und als sie zu ihren Eltern zurückkam, erzählte sie von „südländisch“ aussehenden Männern, die sie vergewaltigt hätten. Bei den Vernehmungen durch die Polizei verwickelte sie sich immer mehr in Widersprüche, so daß die Polizei am Ende sicher war, daß es nie eine Vergewaltigung gegeben hat. Lisa soll zu den beiden Türken, den „südländischen“ Männern, schon vor der angeblichen Entführung sexuelle (einvernehmliche!) Kontakte gehabt haben.

Soweit die in solchen Dingen erfahrenen Polizisten. Aber die haben die Rechnung ohne den Genossen Lawrow gemacht, der (womöglich) inkognito in Marzahn war und alles durchs Schlüsselloch beobachtet hat. Dafür sprechen seine profunden Kenntnisse über das Geschehen: das Verschwinden des Mädchens sei von der deutschen Polizei „verheimlicht worden“, und zwar aus „irgendwelchen Gründen“. Es würde etwas „vertuscht“ von den deutschen Behörden.

Da gerät also ein pubertierendes Mädchen, das (so wie es aussieht) einfach nur ein kleines Abenteuer mit einer kleinen Lüge vor den Eltern verbergen wollte, unversehens in die Mühlen der Weltpolitik. Und wer hat dafür gesorgt? Mein Freund, der Genosse Lawrow!

Mit der stillschweigenden Billigung seines Chefs setzt er den gesamten Lügenapparat des neuen Sowjetrußland in Bewegung, läßt in Berlin sogenannte „Demonstranten“ aufmarschieren und hetzt die Welt gegen Deutschland auf.

Es mag sein, daß die beiden „südländischen Männer“ sich eines Mißbrauchs schuldig gemacht haben. Aber viel, viel schlimmer ist der Mißbrauch des Mädchens durch den Genossen Lawrow, der ohne jedes Schamgefühl seine ganze politische Macht einsetzt, um einer ungeliebten Regierung zu schaden. Dafür ist ihm jedes Mittel recht, auch der kaltblütige Mißbrauch eines Mädchens für sein billiges politisches Kalkül.

Tiefer, so habe ich manchmal in den letzten Monaten beim Nachdenken über Rußland gedacht, kann ein Land moralisch nicht mehr sinken.

Aber der Genosse Lawrow hat mir wieder einmal gezeigt: doch! es geht!

Nach unten ist in der Großen Sowjetunion moralisch immer noch ganz, ganz viel Platz!

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Angela Merkel – Prügelknabe und Opferlamm?

Ich habe nun wirklich keine Illusionen über unsere Kanzlerin, das kann man in diesem Tagebuch, das über sie mehr als giftgrün berichtet hat, nachlesen. Ihre Politik des Dahinwurschtelns hat mir nicht behagt, es war darin nie eine richtige Mitte zu finden – von einer Vision ganz zu schweigen. Ihre dummen Sätze (etwa der, daß das Schicksal Europas vom Euro abhänge) und ihre einsame Entscheidung, eines der großen Industrieländer der Erde ausgerechnet von der Windkraft abhängig zu machen, waren und sind fatal, gerade in den Folgen für die Wirtschaft und die privaten Haushalte.

Aber dann kam – die neue Völkerwanderung.

Hunderttausende von Menschen flohen aus den Lagern rund um Syrien (und aus Syrien selbst) und wälzten sich über den Balkan nach Mitteleuropa. Aufgehalten wurden sie – in besonders schäbiger, unmenschlicher Weise – vom ungarischen Orbán-Regime. Jedem Hund in einem deutschen Tierheim geht es besser, als es den Flüchtlingen unter der Knute von Orbáns Polizisten und Grenzschützern gegangen ist. Man hat sie dort wie Aussätzige, wie Untermenschen behandelt, man hat ihnen Essen und Trinken verweigert („wir haben sie ja nicht eingeladen“, ließ das Regime ausrichten!), und die Bilder etwa von Frauen, die ohne ärztlichen Beistand auf dem Feld ihre Kinder zur Welt bringen mußten, werden für alle Zeit Schande über das Orbán-Regime bringen.

In diesem historischen Moment hat Angela Merkel gehandelt – so wie einst Helmut Kohl in einem ebenso geschichtlichen Augenblick, nämlich nach dem Zusammenbruch der DDR, klug und schnell (und richtig!) gehandelt hat. Beiden hätte man das vorher nicht zugetraut, und beide werden dafür in die Geschichtsbücher eingehen.

Die Kanzlerin hat die in Ungarn mißhandelten syrischen Flüchtlinge unbürokratisch aufgenommen und eine Politik des „freundlichen Gesichts“ gezeigt. Das kann man ihr nicht hoch genug anrechnen. Die meisten deutschen Politiker – egal, aus welcher Partei sie kommen – hätten diesen Mut nicht gehabt. Die große Überraschung war, daß Merkel ihre Entscheidung auch dann noch verteidigt hat, als die Kleingeister und Bedenkenträger, allen voran der nur an Körpergröße bedeutende Horst Seehofer, über sie hergefallen sind. Nun ja, sagen diese Erbsenzähler heute: das mag ja damals aus humanitären Gründen richtig gewesen sein, aber – das Recht! der Schutz der Grenzen! die Sicherheit des Volkes!

Und dann schütten diese Schaumschläger ihren Dreck auf die Kanzlerin aus, Tag für Tag, und ohne Hemmung und (vor allem!) ohne Verstand. Die CSU, die SPD – sie wissen heute alles besser, und es klingt peinlicherweise, als seien sie in der Opposition. Seehofer hetzt mit seinem Geschwätz von der „Obergrenze“ das ganze Land auf, er ist deshalb einer der Hauptverantwortlichen für den gefährlichen Siegeszug der Rest-AfD.

Natürlich ist eines richtig: die Kanzlerin ist bald nach ihrer kraftvollen und bravourösen Entscheidung wieder in ihren gewohnten Wurschtel-Modus verfallen. Aber niemand (schon gar nicht der großspurige Seehofer) hat mir bisher erklären können, wie man die deutschen Grenzen in einer Weise sichern kann, die vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof Bestand hat.

Auf einmal ist die Kanzlerin an allem Übel in der Welt schuld. Jeder Depp glaubt, daß er sie anpöbeln kann, jeder ist klüger als sie. Und vor allem: jeder hat schon vorher gewußt, wie es kommen würde!

Nur die Kanzlerin nicht.

Nicht Orbán, die polnische Regierung, nicht die zwei Dutzend anderen Länder, die nicht einen einzigen Flüchtling aufgenommen haben, sind schuld, sondern, natürlich, Angela Merkel. Sie wird zum Prügelknaben von ganz Europa gemacht.

Wie gesagt: ich bin kein besonderer Freund der Kanzlerin. Aber so schäbig, wie sich jetzt ihre politischen Gegner (und noch schlimmer: ihre politischen „Freunde“!) verhalten, das ist kaum zu ertragen.

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