Gibt Trump jetzt auch sein Ehrenwort?

US-Präsident Trump sagte nach den schweren Vorwürfen des ehemaligen FBI-Chefs Comey, er sei, was die Rußland-Connection seines Wahlkampfteams betreffe, „hundertprozentig bereit, unter Eid auszusagen“ („100% willing to testify under oath“).

Ich empfehle ihm, seine Aussage so zu beginnen (nach einem historischen Vorbild, leicht abgewandelt):

Ich gebe Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern der Vereinigten Staaten und der gesamten amerikanischen Öffentlichkeit mein Ehrenwort – ich wiederhole: ich geben Ihnen mein Ehrenwort, daß die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind.

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Buntes Multikulti – auch unter den Mördern

Ist das die „bunte Welt“, die immer noch durch die Köpfe von Grünen, Linken und Aktivisten spukt?

Das sind nach dem aktuellen Kenntnisstand die drei Attentäter von London:

Khuram Shazad Butt, 27, ein in Pakistan geborener und in Syrien militärisch ausgebildeter „Brite“,

Rachid Redouane, 30, ein mit einer schottischen Frau zeitweise in Irland lebender Marokkaner mit mehreren Identitäten, der sich zeitweise als Libyer ausgegeben hat, und schließlich

Joussef Zaghba, 22, ein in England lebender „Italiener“ marokkanischer Herkunft.

Sie alle lebten in den sog. „multiethnischen Stadtteilen“ im Osten Londons. Da muß einem Linksgrünen doch das Herz pochen vor Freude! Alles so schön bunt hier!

Aber im Ernst: im linksgrünen Milieu, das leider weit in die SPD hineinreicht, kämpft man auch heute noch die Kämpfe der vergangenen Jahrhunderte. Da ist es immer der Staat, der seine Bürger bedroht und vor dem man sie beschützen muß – als lebten wir heute noch im Zeitalter Metternichs. Alles, was der Staat macht, wird erst einmal mit Mißtrauen verfolgt, dem Staat, vor allem der Polizei und den Geheimdiensten, werden grundsätzlich schlimme Absichten unterstellt.

Aber, liebe Linksgrüne: durch diese naive Ideologie werdet ihr zu den Wasserträgern der AfD. Eure Ideologie des prinzipiellen Mißtrauens gegen den Staat schadet dem Land und gefährdet unsere Sicherheit.

Wir brauchen einen starken, wehrhaften Staat, weil wir heute von ganz anderen Gefahren bedroht werden als noch vor 20 oder 50 Jahren. Den neuen Feind, der sich auf Allah und den Propheten beruft und vor monströser Brutalität nicht zurückschreckt, kann man nicht durch freundliches Zureden besiegen. Deshalb brauchen wir noch viel mehr (gutbezahlte!) Polizisten, noch bessere Geheimdienste – und auf jeden Fall mehr Videoüberwachung. Gerade sie hat bei den meisten Anschlägen der letzten Jahre zusammen mit klassischer Polizeiarbeit zur schnellen Identifizierung der Täter und zur Zerschlagung ihres Umfelds geführt.

Das wird eine Aufgabe für viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte sein. Aber solche Phasen hat es schon oft in der Geschichte gegeben. Daß mit dem Zusammenbruch des Kommunismus die Tür zur Freiheit und zum ewigen Weltfrieden aufgestoßen worden sei, wie viele damals in der allgemeinen Euphorie glaubten, hat schon Samuel Huntington in seinem klugen Buch Kampf der Kulturen (The Clash of Civilizations, 1996) widerlegt. Ich kann die Lektüre nur jedem empfehlen, gerade weil der Titel ständig gerade von denen zitiert wird, die nie eine Zeile des Buches gelesen haben.

PS: Weil wir gerade vom Buch „Kampf der Kulturen“ reden: es ist schon bizarr, was in manchen Wikipedia-Artikeln unter dem Stichpunkt „Kritik“ zusammengetragen wird. Zu Huntington etwa wird ein inzwischen verstorbener Religionssoziologe aufgeboten, der das Buch allen Ernstes dem Fundamentalismus zuordnet (Text aus der Wikipedia):

Der Religionssoziologe Martin Riesebrodt zieht Parallelen zwischen Huntingtons „Kampf der Kulturen“ und der Ideologie des religiösen Fundamentalismus. Huntingtons Theorie … stellt für Riesebrodt eine „Pseudo-Verwissenschaftlichung der fundamentalistischen Ideologie“ dar. Außerdem konstatiert er Huntington einen undifferenzierten, ahistorischen, essentialistischen Zivilisations- und Religionsbegriff. Riesebrodt bezeichnet Huntingtons Werk als ein „in seiner Simplizität und Tendenz gefährliches außen- und sicherheitspolitisches Handbuch für amerikanische Präsidenten“.

Da fragt man sich schon: hat der Mann das Buch überhaupt gelesen? Wenn ja, dann mit einer sehr, sehr speziellen Brille. Eine absurdere Verdrehung von Methode und Inhalt des Buches kann man sich kaum vorstellen. Es ist ja gerade das Verdienst von Huntingtons Buch, daß er – anders als seine Kritiker – die Weltlage nach 1989 aus einer ganz frischen Sicht betrachtet, eben ohne die geistige Beschränktheit von Religionen und Ideologien.

Dann wird in der Wikipedia nur noch ein Politikwissenschaftler namens Jan Helmig zitiert. Nach dessen Ansicht betreibt Huntington eine „simple Abgrenzungs- und Trennungsrhetorik“:

Der „Kampf der Kulturen“ stellt ein prominentes Beispiel dar, angesichts wachsender Unübersichtlichkeit und Unsicherheit im Zeitalter der Postmoderne vertraute Denkmuster zu retten und auf ein territoriales Raster zu projizieren.

Über diese absurde Beurteilung sollte man schweigend hinweggehen.

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Katar und der Witz des Tages

Mehrere arabische Länder haben unter der Führung von Saudi-Arabien das kleine, aber schwerreiche Emirat Katar durch eine vollständige Blockade vom Festland abgeschnitten und die diplomatischen Beziehungen zu dem Land abgebrochen. Auch Schiffe und Flugzeuge aus Katar will man nicht mehr hereinlassen.

Die Pointe liegt in der offiziellen Begründung: Katar fördere Terror und Extremismus. Das sagt ausgerechnet Saudi-Arabien, das seine steinzeitliche Auslegung des Korans schon seit Jahrzehnten in alle Welt exportiert.

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Der Islamist ist eigentlich ein armer Hund

So sieht er sich selbst natürlich nicht, der Dschihadist, der sich im Internet stolz mit seinem Kampfnamen Abu Soundso präsentiert, um seinem armseligen Leben ein bißchen Glanz zu verleihen. Er will möglichst viele Menschen töten, um ins Paradies zu kommen – und landet doch, ich hoffe es jedenfalls, in der Hölle.

Statt der 72 Jungfrauen wartet dort das ewige Feuer auf ihn.

Jetzt wird – wie bei allen anderen Mordtaten von Muslimen – wieder überall die alte Litanei zu hören sein: wer so etwas tut, sei kein Muslim, der Islam sei doch eine Religion der Toleranz und des Friedens usw. Und die entsprechenden Suren werden eifrig zitiert werden.

Aber so leicht, liebe Muslime, kommt ihr nicht mehr davon. Zuviel Blut ist geflossen, zuviele Menschen sind „für den Propheten“ und „für Allah“ (das haben auch die Mörder von London gebrüllt) gestorben. Seit mehr als einem halben Jahrhundert zieht sich nun schon die Blutspur des muslimischen Terrors durch die Welt, und wenn ihr sagt: die meisten Opfer des muslimischen Terrors seien doch selbst Muslime, ja, beruhigt euch das etwa? Macht das die Untaten besser oder verständlicher? Nein, keineswegs, und es stimmt nicht einmal: denn der Feind dieser geistig bescheiden ausgestatteten Dschihadisten (sie sind eure Glaubensbrüder!) mit ihrer primitiven Freude am Kopfabschneiden, der Feind dieser Dschihadisten sind letzten Endes doch immer noch und vor allem wir: die Europäer, die Juden, Israel, die USA – und letztlich alle Menschen, die mit ihrer Lebensfreude, ihrer Aufgeklärtheit, ihrer Kultur euch ein paar hundert Jahre voraus sind.

Deshalb, liebe Muslime, ist der Dschihadist nicht mehr als ein Häufchen Elend, ein Gescheiterter, ein Krimineller, ein armer Hund. Selbst wenn er sich (und euch) das Paradies und die Jungfrauen in den schönsten Farben ausmalt, ist er doch nur eines: ein gewöhnlicher Mörder.

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Die Türkei, das ist nicht nur Erdogan – das ist zum Beispiel auch Nâzım Hikmet!

Von Nâzım Hikmet (1902-63) stammt diese wunderschöne Zeile (aus dem Gedicht Davet), die bei uns in Deutschland vor langer Zeit durch ein Lied von Hannes Wader bekanntgeworden ist:

Yaşamak bir ağaç gibi
tek ve hür ve bir orman gibi
kardeşçesine,
bu hasret bizim.

Leben wie ein Baum, einzeln und frei,
und brüderlich wie ein Wald,
das ist unsere Sehnsucht.

Waders Lied können Sie sich auch auf Youtube anhören.

Nâzım Hikmet ist übrigens im Exil gestorben – ein Schicksal, das mit ihm leider viele Künstler, Journalisten und Intellektuelle in den Zeiten von Erdogans brutaler Hexenjagd teilen werden. Aber so mit der geistigen Elite des Landes umzugehen: das ist auch eine osmanisch-türkische Tradition.

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Brief eines Kindes an Heinrich Bedford-Strohm

Liebe Onkel Heinrich!

Unsere Erzieherin hat uns heute morgen im Stuhlkreis von Eurem großen Kindergeburtstag in Berlin erzählt. Da muß es ja lustig zugegangen sein! Die Kinder durften da Wörter auf kleine Holzblöcke schreiben, zum Beispiel „Weltfrieden“ oder „Flüchtlinge“, und die mußten sie dann in die linke oder in die rechte Kiste werfen. Das hat sicher Spaß gemacht! Viele haben auch lustige Buttons an ihrer Kleidung gehabt, zum Beispiel mit der Aufschrift: „Man sieht nur mit dem Herzen gut“. Das habe ich nicht verstanden, aber Mami hat mir gesagt, daß das mit „Spiralität“ zu tun hat. Spiralität ist sicher etwas Schönes und bestimmt nicht so langweilig wie Religion und solche Sachen.

Viele Kinder haben in Berlin auch bunte Armbänder getragen, und fast alle orangene Schals. Das finde ich ein bißchen komisch, es war doch gar nicht kalt! Aber so ist das an Kindergeburtstagen, dachte ich, da verkleidet man sich gern, weil das lustig ist. Aber Mami meint, das habe auch mit der Spiralität zu tun.

Also, wenn Du mal wieder einen Kindergeburtstag veranstaltest, Onkel Heinrich, dann komme ich ganz bestimmt.

Weil das so richtig schön kindisch ist.

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Neues vom Großen Vorsitzenden Kim il-Erdogan

Viele Fußballstadien in der Türkei heißen immer noch „Arena“. Nicht, daß ich dieses Modewort, auf dem offenbar die Sponsoren auch bei uns bestehen, besonders mag – im Gegenteil. Aber Erdogan will es jetzt nicht aus einer sprachlichen Sensibilität heraus abschaffen, sondern aus ganz anderen Gründen: er will (wie er es etwas verschwurbelt ausdrückt) „die Stadien in Verbindung mit türkischen Wörtern bringen“. Und „Arena“ ist ja nun einmal ein lateinisches Wort und gehört damit (pfui Teufel!) dem europäischen Kulturkreis an.

Also: weg damit! Und her mit dem Türkentum!

Da sich Erdogan mittlerweile ein Land nach seinem Bilde geschaffen hat, trifft er natürlich überall auf devotes Einverständnis, allen voran beim Fußballclub Galatasaray Istanbul, der jetzt nicht mehr in der Türk Telekom Arena, sondern im Türk Telekom Stadyumu spielt. (Wozu man freilich anmerken könnte, daß „Telekom“ auch nicht sehr türkisch klingt und „stadyumu“ sich vom alten griechischen Wort „Stadion“ herleitet.)

Aber egal. Viel interessanter ist, wie Dursun Özbek, der Präsident von Galatasaray Istanbul, seinen Kotau vor Erdogan begründet:

Nach dem Aufruf unseres geehrten Staatspräsidenten haben wir als Vorstand entschieden, den Stadionnamen zu ändern.

Also, mich erinnert diese Wortwahl schon ein bißchen an Nordkorea.

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Unbedingt lesen: Elmar Theveßens Kommentar über Trump

Gestern war der Kommentar des stellvertretenden ZDF-Chefredakteurs live im heute-journal zu sehen, hier können Sie ihn noch eine ganze Weile in der ZDF-Mediathek betrachten oder im Wortlaut nachlesen.

Endlich einmal ein drastischer Kommentar über den Rüpel im Weißen Haus, der ihn präzise als das beschreibt, was er ist: eine Schande für die USA und eine Gefahr für die Welt!

PS: Wer noch Illusionen über die heutige AfD hat, sollte einmal darüber nachdenken, warum die Anhänger und Mitglieder dieser Partei ausgerechnet Trump und Putin fast schon anbeten und jede Kritik an diesen beiden Demagogen niederbrüllen.

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Hat Präsident Plump „den Westen demontiert“?

So schreibt es nämlich das Qualitätsmagazin Focus. Und der (namenlose) Focus-Journalist fügt hinzu:

Nachdem aus der G8 die G7 ohne Rußland wurde, droht jetzt G0.

G-Null soll das heißen. Das ist aber eine Mathematik, die ich nun wirklich nicht verstehe. Für mich gilt, nach Adam Riese, immer noch: G7 minus 1 ist G6.

Wir Europäer können doch stolz darauf sein, daß bei allen Reibungen und Unterschieden ein so primitiver, selbstgefälliger, plumper Politiker wie Trump nicht unter uns ist. Wenn das amerikanische Volk so einen Menschen wählt, dann muß es das selbst vor der eigenen Geschichte verantworten – und es muß die Folgen tragen.

Sind wir Europäer ohne Trump eine Null? Beileibe nicht. Wir sollten uns nur nicht immer so klein machen. Wir vertreten heute das Gute in der Geschichte der letzten Jahrhunderte, mit allen Höhen und Tiefen freilich – aber verglichen mit diesem unsäglichen, rüpelhaften Mann aus Washington, der wahrhaftig „so amazing!“ ins Gästebuch von Yad Vashem geschrieben hat, können wir uns nun wirklich sehen lassen.

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„The Germans are bad, very bad!“

Also sprach Donald Plump, der Präsident der Vereinigten Staateen, und es wäre schon interessant, einmal zu erfahren, wie die Europäer hinter verschlossenen Türen auf den Rüpel aus Amerika reagiert haben.

Seine Reden und sein schon jetzt berüchtigter Eintrag ins Gästebuch von Yad Vashem („so amazing“) werfen eine andere Frage auf: wie ist es eigentlich um das Vokabular dieses Mannes bestellt?

Man sollte einmal die von ihm verwendeten Wörter in einem Wörterbuch zusammenstellen. Das schmale Büchlein könnte sich bestimmt jeder Käufer leisten.

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