Brief eines Kindes an Heinrich Bedford-Strohm

Liebe Onkel Heinrich!

Unsere Erzieherin hat uns heute morgen im Stuhlkreis von Eurem großen Kindergeburtstag in Berlin erzählt. Da muß es ja lustig zugegangen sein! Die Kinder durften da Wörter auf kleine Holzblöcke schreiben, zum Beispiel „Weltfrieden“ oder „Flüchtlinge“, und die mußten sie dann in die linke oder in die rechte Kiste werfen. Das hat sicher Spaß gemacht! Viele haben auch lustige Buttons an ihrer Kleidung gehabt, zum Beispiel mit der Aufschrift: „Man sieht nur mit dem Herzen gut“. Das habe ich nicht verstanden, aber Mami hat mir gesagt, daß das mit „Spiralität“ zu tun hat. Spiralität ist sicher etwas Schönes und bestimmt nicht so langweilig wie Religion und solche Sachen.

Viele Kinder haben in Berlin auch bunte Armbänder getragen, und fast alle orangene Schals. Das finde ich ein bißchen komisch, es war doch gar nicht kalt! Aber so ist das an Kindergeburtstagen, dachte ich, da verkleidet man sich gern, weil das lustig ist. Aber Mami meint, das habe auch mit der Spiralität zu tun.

Also, wenn Du mal wieder einen Kindergeburtstag veranstaltest, Onkel Heinrich, dann komme ich ganz bestimmt.

Weil das so richtig schön kindisch ist.

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