Volker Kauder – der letzte Kreuzritter?

Es ist oft kaum erträglich, wie sich Grüne, Linke und die SPD an den Islam anbiedern.

Da hat Volker Kauder etwas völlig Selbstverständliches gesagt: daß nämlich der Islam nicht zu Europa gehört. Man muß schon sehr dumm oder sehr böswillig sein, um diesem Satz zu widersprechen. Ich jedenfalls danke Gott, daß die Türken 1683 vor Wien verloren haben. „Die Türken vor Wien“ – das war damals ein Schreckensruf in ganz Europa. Aber Trittin und Künast hätten wahrscheinlich die Tore weit geöffnet.

Schauen wir uns einmal an, was die guten Menschen von 2012 zu Volker Kauder zu sagen haben. Thomas Oppermann (SPD) nimmt die einfältige Position mancher türkischer Muslime sogar sprachlich auf und nennt Kauder den „letzten Kreuzritter der Union“. Kenan Kolat (SPD), der immer noch den türkischen Völkermord an den Armeniern leugnet („unzureichend und einseitig behandelt“) und auch sonst viel Schwachsinn von sich gibt, sagt zu Kauders Satz: „Jeder darf Schwachsinn erzählen in diesem Land.“ Cem Özdemir spricht von einem „befremdlichen Weltbild“ Kauders und fügt hinzu: „Volker Kauder macht einen auf Kulturkampf.“ Seine Parteifreundin Claudia Roth meint, Kauders „Ausfälle“ seien „beschämend und kaum zu ertragen“.

Ich aber bin, mit Verlaub, gerade der entgegengesetzten Ansicht – ich finde nämlich diese dummen, reflexhaften Äußerungen der „fortschrittlichen“, grünlinken Berufspolitiker „beschämend und kaum zu ertragen“. Vielleicht haben sie ja in der Schule immer gefehlt, wenn Geschichte auf dem Lehrplan stand – oder sie waren auf Schulen die, wie hier in Hessen, statt Geschichte nur noch „Gemeinschaftskunde“ unterrichtet haben. Europa hat jedenfalls über Jahrhunderte hinweg seine Identität gerade in der Auseinandersetzung mit dem aggressiven Islam gefunden und bewahrt. Es besteht also wirklich kein Grund, sich einer Religion anzubiedern, die sich starrsinnig weigert, den Kampf gegen die archaischen und mörderischen Fraktionen in den eigenen Reihen auch nur aufzunehmen.

Wenn es um eine wehrhafte Demokratie geht, die den Grundbestand ihrer Freiheit schützen will, kann man sich – leider! – inzwischen auf alles, was links, grün oder rot ist, am wenigsten verlassen. Da ist mir Volker Kauder, auch wenn ich wirklich nicht mit allem übereinstimme, was er so sagt, entschieden lieber!

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Der Karl schreibt einen Brief an seinen Besitz

Ein letztes Mal möchte ich meinen Lesern einen Musterbrief aus dem Universal-Briefsteller von F. Brunner (ca. 1900) mitteilen. Damit soll die kleine Reihe erst einmal beendet sein.

Geliebte Braut!

Mit dem tiefgefühltesten Dankgebet zu Gott habe ich den heutigen festlichen Tag begrüßt, an welchem Du einst zur Freude Deiner verehrten Eltern und zu meinem Glück das Licht der Welt erblicktest. Nimm daher, meine Geliebte, mit diesem kleinen Angebinde den wärmsten, feurigsten Glückwunsch und die feste Versicherung von mir an, daß mein einziges Glück nur darin besteht und bestehen wird, diesen Tag noch oft an Deiner Seite und im Bewußtsein Deines Besitzes feiern zu dürfen.

Dein Karl.

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Luftangriffe auf eine lästige Partei?

Diese Überschrift bei Stern online hat mir jetzt aber wirklich zu denken gegeben:

Kabinett billigt Luftangriffe gegen Piraten.

Ich mag die Piraten ja auch nicht besonders, aber mit einer neuen Partei sollte man sich schon geistig und politisch – und nicht gleich militärisch! – auseinandersetzen.

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Wie bitte – zwei Milliarden Euro für die Bundesligarechte?

Da kann man sich nur noch an den Kopf greifen: der Bezahlsender Sky Deutschland hat für vier Jahre Bundesligaübertragungen (ab 2013) insgesamt zwei Milliarden Euro bezahlt.

Das ist also „die schönste Nebensache der Welt“?

Ein gutes Geschäft war die Bundesliga ja schon immer, aber solche Summen sprengen jedes vernünftige Maß.

Es ist obszön, in der heutigen Zeit solche Summen für Fußballübertragungen zu bezahlen, aber es ist mindestens genauso obszön, sich über den unerwarteten Geldsegen so ungeniert zu freuen.

Hier ist jedes Maß verlorengegangen.

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Die Piraten – ein einziges Narrenschiff

Die Piraten – das ist eine merkwürdige Melange aus fun people, Unpolitischen, ein paar Nerds und reinem Quatsch. Wenn man sich daran erinnert, wieviele Menschen in den letzten zwei, drei Jahrhunderten ihr Leben gegeben haben, um für unser Land die Demokratie zu erkämpfen, dann kommt das abstruse Verhalten der Piraten einer Verhöhnung dieser Opfer gleich. Sie machen aus dem Besten, aus dem Ernstesten, was aus dem langen Kampf um Wahlrecht und Demokratie hervorgegangen ist, einen billigen Zirkus.

Sie sind politische comedians im schlechtesten Sinne des Wortes.

Die Piraten in Sachsen-Anhalt freilich wollen sich jetzt, wie es ihr 24 Jahre alter Landesvorsitzender Henning Lübbers ausdrückt, „professionalisieren“. Das wichtigste Ergebnis dieser Professionalität haben sie schon bekanntgegeben: das Wahlalter soll auf 12 Jahre gesenkt werden.

Es gibt in diesem Land einen immer stärkeren Hang, kindisch zu bleiben. Erwachsene wollen nicht erwachsen werden, behalten Wörter aus ihrer Kindergartensprache („manno!“) ein Leben lang bei und lachen über Witze, für die man sich früher schon in der Pubertät geschämt hat. Sie sehen Fernsehsendungen, die in ihrer Mischung aus geistiger Schlichtheit und primitiver Vulgarität ganz auf sie zugeschnitten sind.

Viele von ihnen bleiben ihr ganzes Leben lang zwölf – deshalb hat der Plan der Piraten etwas für sich.

Mich freilich packt der Zorn, wenn ich sehe, wie unreife und unpolitische Menschen aus unserer Demokratie ein Kasperltheater machen wollen. Daß es so viele Bürger gibt, die eine völlig sinn- und ziellose, buchstäblich nichts sagende Partei wählen, kann – wenn es nicht einfach Dummheit ist – nur das Ergebnis großer politischer Verzweiflung sein. Es ist freilich mehr als leichtfertig, denn diese comedians werden bald, wenn sie in die nächsten Landesparlamente einziehen, über Koalitionen und Regierungen mitentscheiden.

Davor graust es mich.

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Mit den Taliban reden?

Kai Küstner vom ARD-Hörfunkstudio Südasien hat gestern einen Kommentar über die Lage in Afghanistan verbreiten lassen, über den sich vor allem die Mörderbande der Taliban freuen kann.

„Gespräche mit den Taliban“, schreibt er, „sind der einzige Ausweg“. Ach ja? Da will ich doch einmal ganz konkret wissen, aus welcher Situation dies ein „Ausweg“ sein soll – und wohin diese Weg dann führt.

Die Taliban haben viele Jahre über Afghanistan geherrscht, und sie haben ein Terrorregime geführt, das sich in seiner Grausamkeit und seiner archaischen Art durchaus (wenn auch nicht in der Zahl der Opfer und in der ideologischen Ausrichtung) mit der Pol Pot-Clique vergleichen läßt.

Mit diesen verbrecherischen Banden, die den afghanischen Frauen sogar das Lachen verboten haben, sollen wir jetzt reden? Ich rede doch nicht mit Mördern! Mörder bringt man vor Gericht, und dann kommen sie ins Gefängnis. Da gehören sie hin. Jetzt, nachdem man sie erst besiegt und dann leider durch viel zu geringe Truppenstärken wieder stark gemacht hat, jetzt sollen wir sie hofieren und auf Augenhöhe mit ihnen reden? Niemals. Ich habe die Zerstörung der Buddha-Statuen noch vor Augen, und ich möchte, daß so etwas nie wieder geschieht.

Wenn der Herr Karsai, der auch den neuesten Angriff der Taliban dem Westen in die Schuhe schiebt, tatsächlich mit ihnen reden will, dann soll er das tun. Und wenn er es wirklich tut (dann hat sein letztes Stündlein sowieso bald geschlagen), dann muß man das Land so schnell wie möglich verlassen. Wir haben doch nicht so viele Opfer für dieses Land gebracht, um uns jetzt mit den Steinzeitmenschen an einen Tisch zu setzen!

Aber eines sollten wir nicht vergessen: solche fundamentalistischen Regime werden sich nie auf ihr eigenes Land beschränken. Sobald sie die Macht wieder an sich gerissen haben, wird Afghanistan wie einst zu einem großen Ausbildungslager für den islamistischen Terror in aller Welt.

Und dann?

Wer mit dem Teufel paktiert, wie es uns der ARD-Korrespondent allen Ernstes empfiehlt, verschiebt das Problem nur, statt es zu lösen. Die Gespräche mit den Taliban wären nur eine Option, wenn es sich um eine bloß innerafghanische Angelegenheit handelte. Leider ist es das aber, in einer Welt, in der auch der Terror globalisiert ist, ganz und gar nicht.

Der Terror, wenn man ihn in Afghanistan gewähren läßt, wird zu uns zurückkommen.

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Brief an einen Lehrer – damit sein Dasein nicht mehr so freudenleer sei!

Den nachfolgenden Musterbrief „An einen Lehrer zum Neujahr“ habe ich wieder einmal dem Universal-Briefsteller von F. Brunner (etwa um 1900) entnommen.

Verehrter Herr Lehrer!

Mit Wohlgefallen habe ich schon seit längerer Zeit beobachtet, wie gut Sie es verstehen, mit den Kindern umzugehen und die Herzen derselben an Sie zu fesseln, und wie groß die Fortschritte in den Schulkenntnissen sind, welche die Schüler bei Ihnen machen. Namentlich sind auch meine zwei Kinder Ihnen sehr zugethan, und durch die Kinder erobern Sie auch die Herzen der Eltern. So verpflichten Sie auch mich zur Dankbarkeit gegen Sie. Dessen bin ich namentlich heute am Tag der Jahreswende, wo man für alle seine Wohlthäter einen Segenswunsch hat, eingedenk. Darum wünsche ich Ihnen zum neuen Jahr alles Gute, was ein Menschenherz erfreuen kann und bitte Sie, meine Kinder auch in diesem Jahre, wie seither, in allem Wissenswerten thunlichst zu fördern und dieselben in heilsamer Zucht zu halten. – Ich bitte das Mitfolgende als Beweis meiner vollsten Zufriedenheit mit Ihnen und meines großen Wohlwollens für Sie anzunehmen. Möchte es mir gelungen sein, einem Manne, dessen Beruf so freudenleer ist, eine kleine Freude gemacht zu haben!

Sie und die lieben Ihrigen bestens grüßend
Ihr ergebener
Blochmann, Oekonom.

Ach, das waren noch Zeiten! Der gute Brunner konnte nicht ahnen, wie freudenleer der Beruf des Lehrers ein Jahrhundert später sein würde – und daß so freundliche Briefe einen Lehrer heutzutage wohl nur noch selten erreichen.

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Glückliche Toskana!

Solche Anzeigen findet man jetzt immer öfter im Internet:

Wir suchen in ganz Deutschland dringend Ackerland zu kaufen oder pachten für die Errichtung von Windkraftanlagen.

Leider finden sich genug Bauern, die ihre Heimat für dreißig Silberlinge verschandeln.

In der Toskana aber, wie es scheint, nicht – jedenfalls haben wir gestern einen Dokumentarfilm über diese schöne Landschaft gesehen, und nicht ein einziges Windrad hat das Auge beleidigt! Bella Italia – hoffentlich bleibt es so.

Auf Sizilien freilich soll es im Jahr 2009 schon über 900 Windkraftanlagen gegeben haben, viele davon übrigens in Gegenden, in denen überhaupt kein Wind weht. Da hat, wie man liest, die Cosa Nostra ihre Hand im Spiel gehabt. Damals sind Haftbefehle wegen Betruges ausgestellt worden – aber ob die Verfahren je abgeschlossen wurden, habe ich nicht herausgefunden.

Auch der RWE-Konzern hat inzwischen Anlagen in Süditalien und auf Sardinien gebaut.

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Neues vom Alpenpanorama

Der freundliche Winkemann winkt nicht mehr, aber auch sonst hat sich einiges beim Alpenpanorama auf 3sat (täglich von 7:30 bis 9:00 Uhr) getan.

Zunächst einmal zeigt der Vorspann am Anfang jeder halben Stunde endlich wieder die schönen Sommermotive. Auch wenn noch lange nicht alles ausgeapert ist, freut man sich darüber, daß bald alles grün sein wird. Und an der Bergstation der Sonnalmbahn von Berwang, wo es wieder weiß war vom Neuschnee, werden einmal wieder – auch wenn man es sich noch nicht recht vorstellen kann – die Kühe grasen.

Aber es gibt eine Änderung, die einschneidender ist. Am Ende jeder halben Stunde wurde früher nach viel Schnee und Gebirg ein bißchen Mittelmeer gezeigt. Vor Jahren waren das (immer nacheinander) die spanischen Orte Cambrils und Almunecar. Dann fiel Almunecar weg, und es blieb lange – nach dem Blick auf das Wiener Rathaus, vom Dach des Burgtheaters aus – allein Cambrils übrig. Nur selten einmal erschien statt Cambrils die Donau bei Budapest oder das ungarische Esztergom, am Ende aber fast immer ein Städtchen an der dalmatinischen Küste.

Das alles ist lange verschwunden, und seit Monaten endete jede halbe Stunde, ein wenig langweilig, mit dem Wiener Rathaus. Aber seit ein paar Tagen – man hat seinen Augen nicht getraut! – wieder eine sensationelle Neuerung: die Schweiz ist dabei, zum ersten Mal überhaupt, seit ich die Sendung sehe. Jetzt kommt also, immer am Ende jeder halben Stunde, erst Riom-Parsonz im Kanton Graubünden, und dann Genf mit einem Zipfelchen vom Genfer See.

Also: das Alpenpanorama ist, wie man sieht, immer für eine Überraschung gut.

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Kampfradler – Ein Gedicht

Mal wieder ein kleines Gedicht in der Tradition der „konkreten Poesie“, unserem Verkehrsminister in Dankbarkeit zugeeignet:

kampf radler
radler kampf
kämpf, radler, kämpf!

radler: lieber mampf
als kampf

kampf adler
radler krampf

adlerkrampf?
radlerkampf?
krampfader aderkrampf
cannabis ist auch nur hampf

ramsauer fuß aufstampf
ramsauer pulverdampf

ramsauer
krampf nur krampf

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