Gott, Hitler und Stalin – Ein Wort von T.S. Eliot

Der Schriftsteller T. S. Eliot hat in seinem Essayband Christianity and Culture einen bemerkenswerten (und auf den ersten Blick fast zynischen) Satz geschrieben:

If you will not have God (and He is a jealous God) you should pay your respects to Hitler or Stalin.

Das heißt auf deutsch:

Wenn ihr Gott nicht haben wollt (und Er ist ein eifersüchtiger Gott), dann solltet ihr Hitler oder Stalin eure Reverenz erweisen.

So schroff, wie das klingt (der Text stammt aus dem Jahr 1939), so wahr ist es leider auch. Man kann diese einfache historische Wahrheit in einer Zeit des aufblühenden und immer triumphalischer einherstolzierenden Atheismus à la Dawkins gar nicht oft genug aussprechen: es waren nicht christliche oder hinduistische oder buddhistische Regierungen, denen Millionen von Menschen im vergangenen Jahrhundert zum Opfer gefallen sind: es waren dezidiert atheistische Regime. Es waren Lenin, Stalin, Hitler, Pol Pot (von den vielen kleineren gottlosen Figuren ganz zu schweigen, die wegen ihrer regionalen Beschränktheit mit den Mördern großen Stils nicht mithalten konnten).

Die christliche Religion hat weiß Gott auch ihre dunklen Jahrzehnte und Jahrhunderte gehabt, aber das völlig hemmungslose, industriell betriebene Morden hat erst begonnen, als Gott „tot“ war. Wer heute noch glaubt, daß moralisches Verhalten völlig losgelöst von einer religio existieren kann, sollte – statt das Geschwätz von der „Autonomie“ des Menschen und seiner Fähigkeit zu einem säkularen „Humanismus“ nachzuplappern – einen Blick auf die Geschichte werfen.

Den „Tod Gottes“ haben Hunderte Millionen Menschen mit ihrem Leben bezahlt.    

Veröffentlicht unter Christentum, Philosophie, Politik | Schreib einen Kommentar

Erdogan in Karlsruhe

Wie kommen die deutschen Behörden eigentlich dazu, den türkischen Präsidenten hier in unserem Land Wahlkampf machen zu lassen? Haben sie seit seiner Kölner Hetzrede nichts dazugelernt?

Erdogan darf als Präsident, der nach türkischem Recht über den Parteien steht, gar keinen Wahlkampf für die AKP machen. Er macht es trotzdem – mit aktiver Unterstützung der deutschen Behörden. In der Türkei schlägt ihm bei diesem Bruch der türkischen Verfassung (außer bei seinen devoten Lakaien) großer Widerstand entgegen, aber die Regierung Merkel läßt ihn hier gewähren. Das muß nun wirklich nicht sein. Erdogan hat sich gegen den europäischen „Christenklub“ (so nennt er die EU) immer wieder mit einer solchen Gehässigkeit und Großmäuligkeit geäußert, daß man ihm die Gelegenheit zum Aufhetzen unserer türkischstämmigen Mitbürger endlich nehmen sollte.

Sein religiöser Fanatismus wird immer dreister. Im ostanatolischen Siirt hat er vor kurzem jenes Gedicht wieder zitiert, das ihm in den 90er Jahren eine Haftstrafe eingebracht hat:

Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette!

Ob das türkische Volk ihm solche Reden erlaubt, ist natürlich Sache des türkischen Volkes. Aber einen solchen Mann will hier im demokratischen Deutschland niemand haben. Wir sollten die demokratischen Kräfte in der Türkei unterstützen, statt Erdogan, der immer wieder die türkischstämmigen Bürger in Deutschland aufhetzt und als seine persönlichen Untertanen betrachtet, auch noch eine Plattform für seine Hetztiraden bieten.

Wer Erdogan unbedingt anbeten will, kann das ja in der Türkei tun.

Veröffentlicht unter Islam, Politik | Schreib einen Kommentar

Exodus – Die Afrikaner verlassen ihren Kontinent

Eine Völkerwanderung ist niemals ein Zuckerschlecken, es ist Verzweiflung, Wagemut, Not, was die Menschen zum Aufbruch bewegt, aber auch der Glaube, daß alles doch noch gut werden kann. Das gilt für die großen Wanderungen der Geschichte, etwa in den Jahrhunderten zwischen Spätantike und frühem Mittelalter, und es gilt auch für den Exodus aus Afrika, mit dem sich Europa jetzt konfrontiert sieht. Auf solche Völkerwanderungen, die oft plötzlich auftreten und schnell anschwellen, kann man sich kaum vorbereiten.

Das sollte man Europa also zugutehalten: niemand konnte damit rechnen, daß sich halb Schwarzafrika auf den Weg nach Europa macht. Niemand konnte damit rechnen, daß die Afrikaner an ihrem Kontinent einmal so verzweifeln würden, daß sie ihr eigenes Leben und das ihrer Frauen und Kinder (auch der ungeborenen!) auf Spiel setzen, nur um Afrika ein für allemal zu verlassen.

Die meisten Kommentare zu diesem Exodus, etwa von Menschenrechtsorganisationen, beschränken sich in einer Art Tunnelblick auf den moralischen Aspekt. Natürlich gehört er dazu: wer in unmittelbarer Seenot ist, wer zu ertrinken droht, dem muß geholfen werden. Das ist selbstverständlich. Aber solche Völkerwanderungen sind von einer so elementaren Wucht, daß sie die Welt der Aufbrechenden und zugleich die Welt, in die auf einmal alles hineinströmt, gründlich verändern. Da wirken die bürokratischen Maßnähmchen und Beschlüßchen unserer Politiker auf eine rührende Art vergebens. Das eigene Leben und das der Kinder aufs Spiel zu setzen, um dem Elend zu entrinnen, das geht so viel tiefer ins Menschliche hinein, daß man sich als Europäer für die eigenen Politiker nicht weniger schämt als für die moralisch korrekten Menschenrechtler, die ihre papierene Ethik wie eine Monstranz vor sich hertragen.

Ein Aspekt aber, ein politischer, wird viel zu wenig erwähnt: was ist das für ein Kontinent, der seine Bewohner dazu bringt, zu Hunderttausenden in eine zweifelhafte Zukunft zu flüchten? Es ist ein Kontinent, dessen Regierungen zum größten Teil korrupt sind, üble Regime mit Herrscherfamilien, die ihr Volk auspressen  – und fast allesamt schlimmer und grausamer als die Kolonialregierungen, auf die das heutige Afrika immer noch alle Schuld abwälzen möchte (natürlich von Linken und Grünen eilfertig darin bestätigt).

Die Souveränität, die man den afrikanischen Ländern im Zuge der Entkolonialisierung gleichsam vor die Füße geworfen hat, hat den Menschen nach einem kurzen Aufatmen nur Unheil gebracht. In keinem anderen Erdteil gibt es bis heute so wenig Hoffnung auf ein Leben in Anstand und Würde.

Der Exodus der Afrikaner ist deshalb auch ein vernichtendes Urteil über die eigenen Eliten, die ihre Länder ausplündern oder sie anderen Staaten (heute vor allem China) zur Ausplünderung überlassen.

Die Scham über kolonialistische Gewalt darf uns nicht daran hindern, das klar und deutlich auszusprechen.

Veröffentlicht unter Politik | Schreib einen Kommentar

Weselsky – der Mann hat Humor!

Bei einer Podiumsdiskussion sagte der Lobbyist der Lokführer, Claus Weselsky, den manche allen Ernstes immer noch für einen Gewerkschafter halten,

es gebe ja noch andere Verkehrsmittel als die Bahn. Er sei mit Flugzeug und Auto unterwegs gewesen und nur einmal in stockenden Verkehr geraten.

Ach, was haben wir gelacht! Wie lustig!

Aber im Ernst: es gibt nicht nur andere Verkehrsmittel als die Bahn, es gibt auch andere Gewerkschafter als den Herrn Weselsky, der sich offenbar immer noch auf eine hartgesottene Seilschaft stützen kann, die ihm in Nibelungentreue ergeben ist.

Sie sind in doppelter Hinsicht verantwortungslos: auch, weil sie sich für den Schaden, den sie leichtfertig anrichten, nicht verantworten müssen. An solches Verhalten haben die Väter des Grundgesetzes wirklich nicht gedacht, als sie das Streikrecht als Grundrecht in das Grundgesetz übernommen haben.

Veröffentlicht unter Politik, Sonstiges | Schreib einen Kommentar

Endlich ausgesorgt – ich werde Millionär!

Gerade hat mir ein Dr. Gerald Kirch per E-Mail mitgeteilt, daß Oxfam GB mir unbedingt eine „Charity-Spende“ zukommen lassen will: 1 Million Pfund Sterling.

Ich soll nur auf den beigefügten Link klicken.

Veröffentlicht unter Internet, Sonstiges | Schreib einen Kommentar

Weselsky

Ob man einen Dialekt mag oder nicht, das liegt immer auch an den Menschen, die ihn sprechen.

Den älteren unter meinen Lesern wird es vielleicht so gehen wie mir: das Sächsische war bei uns allen schon deshalb so unbeliebt, weil es der Dialekt Walter Ulbrichts war. Immer in seiner Fistelstimme vorgetragen, wirkte die Mundart wie die Karikatur ihrer selbst (und war natürlich auch leicht zu parodieren).

Nach der Wende änderte sich das – jedenfalls bei mir – völlig. Ulbricht war lange tot, und durch die neue Unvoreingenommenheit und durch persönliche Bekanntschaften sah man dieses kluge, neugierige Völkchen plötzlich mit ganz anderen Augen.

Ach, es hätte eine richtige Liebesbeziehung werden können.

Aber dann kam – Weselsky.

Veröffentlicht unter Politik, Sonstiges, Sprache und Literatur | Schreib einen Kommentar

Die Islamisten von Oberursel: Kinder als Tarnung und Hartz IV als Einkommen

Ein besonders verwerflicher Aspekt der Islamistenstory von Oberursel wird viel zu selten erwähnt: das Pärchen hat seine kleinen Kinder gezielt dazu mißbraucht, einen harmlosen Eindruck zu erwecken.

Sie haben sie bei der Vorbereitung des Attentats dabeigehabt, auch als sie im Baumarkt das Wasserstoffperoxid kauften. Wer vermutet schon Böses, wenn eine Familie mit Kleinkindern einkauft?

Ganz zu schweigen davon, daß die Kinder (wie die übrigen Hausbewohner) auf einem Pulverfaß gelebt haben.

Daß die Familie von Hartz IV gelebt hat, also – statt ehrlich zu arbeiten – sich von jenen „Ungläubigen“ alimentieren läßt, die sie am liebsten alle in die Luft jagen möchte, ist typisch für viele Salafisten im Rhein-Main-Gebiet.

Es gehört eine besondere moralische Verkommenheit dazu, Geld vom „Feind“ zu nehmen, um mit ebendiesem Geld die Tötung des Feindes vorzubereiten. Aber genau das ist ja der tiefere Sinn der taqiyya: sie schreibt moralisches Verhalten nur in der muslimischen Gemeinschaft vor. Wenn es der Ausbreitung des Islams dient, ist gegenüber Ungläubigen jede Lüge, jeder Betrug, jede Untat erlaubt. Gegenüber dem viel älteren Christentum, dessen ethische Grundsätze spätestens seit Paulus für alle Menschen gelten, ist der Islam ein geradezu fürchterlicher Rückschritt, und man kann nur froh sein, daß die übergroße Mehrheit der Muslime im Westen nicht daran denkt, sich dieser alten Stammesethik zu unterwerfen.

Veröffentlicht unter Islam | Schreib einen Kommentar

Behält Piech seinen Einfluß bei VW?

Mit Nichten!

Veröffentlicht unter Sonstiges | Schreib einen Kommentar

Salafistenpärchen in Hessen verhaftet

Der Mitarbeiterin eines Baumarkts in Frankfurt ist es zu verdanken, daß womöglich ein Anschlag auf das traditionelle Radrennen „Rund um den Henningerturm“ am 1. Mai verhindert worden ist. Ihr ist aufgefallen, daß ein Kunde (natürlich unter falschem Namen) eine ungewöhnlich große Menge Wasserstoffperoxid gekauft hatte. Der Mann, Halil D., 35, und seine Frau Senay (immer in der Burka unterwegs!) wurden observiert, und als sie mehrmals die Strecke des Radrennens erkundeten, wurden sie in der Nacht zum Donnerstag festgenommen.

In ihrer Wohnung fand die Polizei laut Pressekonferenz eine funktionsfähige Bombe mit Zünder, ein Sturmgewehr mit scharfer Munition, Übungsgeschosse für eine Panzerfaust und verschiedene Flüssigkeiten, die noch untersucht werden. Das salafistische Pärchen – er eingebürgert, sie Türkin – hatte zwei Kleinkinder, die sich offenbar zusammen mit dem Waffenarsenal in der gemeinsamen Wohnung befanden.

Zwei Fragen möchte ich dazu stellen:

1) Warum war es erst die richtige (und sehr verdienstvolle!) Reaktion der Mitarbeiterin des Baumarkts, die zur Verhaftung des Pärchens geführt hat? Warum sind die Hinweise wieder einmal nicht aus dem religiösen und sozialen Umfeld der Täter gekommen? Wer hier in unserem Land wirklich angekommen ist, hat die staatsbürgerliche Pflicht, bei einem Verdacht die Polizei zu informieren. Das aber geschieht bei unseren muslimischen Mitbürgern, die doch ein Abdriften von Glaubensgenossen in den Islamismus viel früher bemerken müßten als wir, fast nie.

2) Halil D. war polizeibekannt. Auf der Pressekonferenz, die gerade zuendegegangen ist, hieß es, er habe schon 15 Delikte begangen, von Körperverletzung, Bedrohung und Einbruch bis zum Verstoß gegen das Waffengesetz – „die ganze Bandbreite“, wie es der Polizeipräsident ausdrückte. Warum, so frage ich, ist dann Halil D. mit seinen vielen Vorstrafen auf freien Fuß und kann – wie es aussieht – fröhlich ein Attentat planen? Wann begreifen die Richter, die ihn in ihrer unendlichen (und unbegreiflichen!) Milde immer wieder auf freien Fuß gesetzt haben, daß sie damit nicht „im Namen des Volkes“, sondern eindeutig gegen die Interessen des Volkes gehandelt haben?

Die Sache ist – vor allem dank der Baumarktmitarbeiterin, der man einen Orden verleihen sollte! – noch einmal gutgegangen. Das Verdienst unserer Richter, die jetzt wieder nach biblischer Art ihre Hände in Unschuld waschen werden, ist das aber nicht.

Veröffentlicht unter Islam | Schreib einen Kommentar

Auffullige Aktivituten

Ach, die Russen! Sie sind die wahren (freilich etwas unbeholfeneren) Nachfahren jener nigerianischen Dorfbewohner, die einem immerfort ein Millionenvermögen aufs Auge drücken wollten. Aber während die Afrikaner immerhin ein gepflegtes Englisch verwendeten, erlauben sich die Russen schon ein paar Schludrigkeiten – etwa in der wichtigen Mail, die mir ein gewisser Dagobert mit der schönen Mail-Adresse dagobert-frankecyj@qip.ru heute geschickt hat (ich habe sie leicht gekürzt):

Sehr geehrte/r Benutzer/in!
Wir bitten Sie um einer Unterstatzung bei der Freistellung Ihres PayPal Konto. Es sind uns auffullige Aktivituten aufgefallen in der Zeit Ihrer letzen Anmeldung, Ihr PayPal-Konto ist vorabergehend gesperrt.
Wo liegt das Problem?
Bei Ihrer letzten Anmeldung sind uns auffällige Aktivitäten aufgefallen.
Was mache ich jetzt?
Bitte bestätigen Sie Ihre Personalität durch folgenden Button und geben Ihre Persönliche Daten ein, damit wir Ihr Account freischalten können.
Schliesslich, können Sie Ihr Paypal-Konto wieder uneingeschränkt nutzen.
Viele Grabe!

Auch Dir, lieber russischer Freund, viele Grabe! Unterstatzen kann ich Deine Aktivituten leider nicht, aber daß Du schon die femininstisch korrekte Anrede benutzt, erfüllt mich mit Bewunderung. Wenn Du jetzt noch ein bißchen – wenigstens vorabergehend! – an der deutschen Sprache feilst, dann klappt’s auch mit der Betrügerei!

Veröffentlicht unter Internet, Sonstiges | Schreib einen Kommentar