Das Blutbad von Paris – Ein „gesegneter Angriff“ der Herren Muslime

Nach fast jedem ruchlosen Verbrechen meldet sich eine Gruppe zu Wort, die für das Geschehen „die Verantwortung übernimmt“.

Der IS hat genau das jetzt für sich in Anspruch genommen. Das Blutbad sei ein „gesegneter Angriff“ gegen die „die Hauptstadt der Unzucht und Laster “ gewesen. Es ist genau diese Formulierung, die jeden Psychologen hellhörig machen müßte. Es mag sein, daß der Bürgerkrieg in Syrien der unmittelbare Anlaß für den Massenmord war, aber etwas anderes geht viel tiefer: ein überbordender Neid auf die jungen Menschen in den westlichen Demokratien, die ihr Leben genießen. Man sieht es schon seit Jahren bei fast allen Anschlägen dieser armseligen Gestalten, die geistig im 7. Jahrhundert feststecken: sie suchen sich ihre Opfer immer dort aus, wo Menschen ihr Leben genießen: in Restaurants, Bars oder auf Märkten.

Warum machen sie das? Weil sie im Grunde ihres Herzens so ein Leben selbst haben möchten. Aber irgendein bärtiger Imam hat ihnen eingetrichtert, das sei verwerflich. Also töten sie alle, denen es vergönnt ist, ihre Lebensfreude auszuleben.

Das war schon bei den verheerenden Anschlägen auf Bali und in Australien so, und es ist überall zugleich ein Ausdruck von größter Feigheit. Selbst bis an die Zähne bewaffnet, töten sie unbewaffnete Menschen, die sich nicht wehren können. Was für ein elendes „Pack“ (hier trifft das Wort von Sigmar Gabriel noch viel mehr zu)!

Das soll muslimisches Heldentum sein? Für solchen Frevel nehmen diese Jünglinge allen Ernstes das Wort „Ehre“ in den Mund?

Nein: unbewaffnete Menschen zu töten, das ist das Ehrloseste, was man sich vorstellen kann.

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Noch ein schönes Zitat von Nietzsche

Nach dem Gedicht „Vereinsamt“ möchte ich meinen Lesern noch ein weiteres Fundstück von Friedrich Nietzsche vorlegen (es stammt aus Menschliches, Allzumenschliches, 1. Band, Nr. 433):

Sokrates fand eine Frau, wie er sie brauchte – aber auch er hätte sie nicht gesucht, falls er sie gut genug gekannt hätte: so weit wäre auch der Heroismus dieses freien Geistes nicht gegangen. Tatsächlich trieb ihn Xanthippe in seinen eigentümlichen Beruf immer mehr hinein, indem sie ihm Haus und Heim unhäuslich und unheimlich machte: sie lehrte ihn, auf den Gassen und überall dort zu leben, wo man schwätzen und müßig sein konnte, und bildete ihn damit zum größten athenischen Gassen-Dialektiker aus.

Ist das nicht schön? Es ist zumindest eine sehr originelle Erklärung für das Philosophieren des Sokrates.

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Flüchtlinge, Krähen und ein Gedicht von Nietzsche

Wer liest heute noch Gedichte? Gymnasiasten in der Oberstufe vielleicht (hin und wieder, und auch nur, wenn sie es denn müssen), und Rentner, die sich an ihre Schulzeit erinnern. Menschen in der Mitte ihres Lebens lesen keine Gedichte.

Sie wissen gar nicht, was ihnen entgeht!

Den Philosophen Friedrich Nietzsche kennen viele beim Namen, manche mögen auch noch von „Also sprach Zarathustra“, „Die fröhliche Wissenschaft“ oder „Jenseits von Gut und Böse“ gehört haben. Gehört, wohlgemerkt, denn Texte, ob sie nun philosophisch oder literarisch sind, liest man heutzutage nicht mehr, selbst wenn man (wie im Fall Nietzsche) das Gesamtwerk für nicht einmal 10 € kaufen kann. Lieber googelt man und eignet sich an, was irgendein Amateur (User!) dazu im Internet verbreitet.

Aber Nietzsche war nicht nur Philosoph, er hat auch ein paar wunderbare Gedichte geschrieben. Eines davon, wohl sein bekanntestes, trug zuletzt den Titel „Vereinsamt“:

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. –
Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist Du Narr
Vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt – ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends halt.

Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr
Dein Lied im Wüstenvogel-Ton! –
Versteck, du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. –
Weh dem, der keine Heimat hat.

Trifft nicht mancher Satz genau auf die Flüchtlinge zu, die tausende Kilometer unterwegs waren, um dem Krieg zu entkommen? Das zum Beispiel (in der Ägäis sind heute übrigens wieder sieben Kinder ertrunken):

Wer das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends halt.

Oder die letzten Zeilen:

Bald wird es schnein. –
Weh dem, der keine Heimat hat.

Gedichte, das merkt ja vielleicht doch der eine oder andere, verdichten die Wirklichkeit. Sie können in zwei Zeilen ausdrücken, wozu ein Politiker in einer Zwei-Stunden-Rede nicht fähig ist.

Aber ich wollte ja eigentlich, von dem Vers „Die Krähen schrein“ angeregt, auf etwas ganz anderes hinaus. Sie haben ja sicher auch schon bemerkt, wie sich die Krähen in den letzten Jahren in unseren Wohngebieten vermehrt haben. Schon morgens beginnen sie zu „schreien“ – aber ein Schreien ist es eigentlich gar nicht. Ich habe jetzt morgens beim Aufwachen einmal darauf geachtet und bin ganz erstaunt, wie vielfältig dieses „Krähen“ ist: es kann fordernd und rabiat klingen, dann aber auch wieder fast schmelzend und liebevoll. Es ist immer unsere „Hauskrähe“, die offenbar ganz in der Nähe irgendwo im Wipfel eines Baumes sitzt. Ihre morgendlichen „Gesprächspartner“ antworten vom nahen Waldrand her, und so entspinnt sich fast jeden Morgen ein lebhaftes und (zugegebenermaßen) recht lautes Gespräch.

Es wäre interessant zu erfahren, ob sich schon einmal jemand mit der offenbar sehr differenzierten Sprache der (nachweislich äußerst klugen!) Krähen beschäftigt hat.

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Ach, der gute Sergeant Williams!

Zehn Millionen Dollar will er „in meine Obhut“ geben:

GRÜSSE VON SGT David Williams ein US-Army auf die Behandlung Kann ich dir vertrauen? KANN Ich vertraue $ 10.000.000,00 USD in Ihrer Obhut, ohne dass ME AB reagieren auf MY PRIVATE EMAIL bitte für Details.

Natürlich kannst du mir vertrauen, lieber Sergeant. Aber ich, wenn du erlaubst, vertraue dir überhaupt nicht – ob du jetzt in Nigeria oder Weißrußland lebst.

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Gabriels SPD – ein abschreckendes Beispiel von Taktiererei und dumpfer Parteipolitik

Jede Partei kommt irgendwann einmal an einen Tiefpunkt: genau da ist jetzt die SPD unter ihrem dünnhäutigen  Vorsitzenden Gabriel angelangt.

Gabriel war ja schon in friedlichen Zeiten ein schlechter Parteichef, das haben seine unsäglichen Interviews mit Slomka und Schausten gezeigt. Jetzt, wo Europa angesichts der Flüchtlingsströme vor einer noch nie dagewesenen Bewährungsprobe steht, spürt man noch viel deutlicher, was für ein politisches Leichtgewicht er ist.

Jetzt käme es nämlich darauf an, alle Kräfte in Deutschland und Europa zu bündeln, um das Flüchtlingsproblem praktisch zu lösen. Und was tut er? Er kocht parteipolitische Süppchen, spricht fast jeden Tag hämisch über seine Koalitionspartner (!) CDU und CSU – und erweist sich damit als kleiner deutscher Provinzpolitiker.

Aber so läuft es leider nicht nur in der SPD. Die Personaldecke der großen Parteien, so scheint es, wird immer dünner. Ehrliche, überzeugende, redliche Politiker, die ihr Land wirklich noch „gestalten“ wollen, findet man kaum mehr (allenfalls unter Pensionären und Fast-Pensionären wie Bosbach oder Norbert Blüm).

So werden die Flüchtlinge zu einem willkommenen Anlaß für unsere Politiker, der ganzen Welt deutsche (und leider auch europäische) Provinzialität vorzuführen.

Die Kanzlerin bildet da eine lobenswerte Ausnahme. Nach katastrophalen Fehlern (Europapolitik, Energiewende!) hat sie mit ihrer Hilfe für die in Ungarn gedemütigten Flüchtlinge zum ersten Mal eine mutige, eine richtige Entscheidung getroffen – und steht jetzt ganz alleine da. Von Leuten wie Gabriel mit ihrer kleinlichen, im Grunde schäbigen Parteipolitik kann sie keine Hilfe erwarten, von den Ausländerhassern in Sachsen und anderswo erst recht nicht.

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Philologen warnen: junge, kräftige Flüchtlinge machen sich an unsere Mädchen ran!

Manchmal denke ich mir: Wessis und Ossis leben doch noch in völlig verschiedenen Welten. Aber worin besteht der Unterschied? Vielleicht darin, daß die Ossis unbedarft aussprechen, was die Wessis nur denken?

Da gibt es jetzt also auch in Sachsen-Anhalt einen Philologenverband. Das ist nicht etwa eine Vereinigung von Philologen, also Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Philologie. Nein, seine Mitglieder sind

Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien, Gesamtschulen, Hochschulen sowie an anderen Bildungseinrichtungen, die auf das Abitur vorbereiten. Der Verband wurde 1903 in Halle gegründet und organisiert heute rund 90.000 Einzelmitglieder in 15 Landesverbänden. Er vertritt die berufs- und bildungspolitischen Interessen der Gymnasiallehrerinnen und -lehrer im Beamtenstatus und im Angestelltenverhältnis.

Der Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt, Dr. Jürgen Mannke, hat nun in seiner Verbandszeitschrift zusammen mit seiner Stellvertreterin einen Leitartikel verfaßt, der es in sich hat (hier kann man ihn nachlesen).

Natürlich stehen darin zur Flüchtlingsfrage auch ein paar richtige (Allerwelts-) Aussagen: daß Flüchtlinge sich so schnell wie möglich integrieren sollten, daß in ihren Herkunftsländern oft ein anderes Frauenbild herrscht als bei uns, daß wir ein richtiges Einwanderungsgesetz brauchen usw.

Das alles unterschreibe ich – aber dann gibt es wieder einen Subtext, dann gibt es Formulierungen, die ich zuletzt Anfang der 60er Jahre aus dem dumpfen Milieu der Adenauerzeit gehört habe.

Für Mannke ist die „Immigranteninvasion“, die jetzt Deutschland „überschwappt“ (ein Philologe sollte eigentlich wissen, daß dieser Satz nicht nur scheußlich klingt, sondern auch grammatisch falsch ist, bitte nachschlagen, Dr. Mannke!), für ihn ist diese Invasion also vor allem eines: eine SEXUELLE GEFAHR, eine Invasion lüsterner Muslime, die sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf unsere minderjährigen Töchter stürzen.

Überspitze ich da? Ganz und gar nicht.

Mannke hat festgestellt, daß „viele junge, kräftige, meist muslimische Männer“ in unser Land kommen. Was sie wollen, weiß er:

Viele der Männer kommen ohne ihre Familie oder Frauen und sicher nicht immer mit den ehrlichsten Absichten.

Na ja, es sind ja auch keine biederen Philologen. Vor allem: oft kommen die muslimischen Männer

aus rein wirtschaftlichen oder gar kriminellen Motiven in unser Land.

Woher weiß das der Philologe? Er hört

aus vielen Orten in Gesprächen mit Bekannten, das (sic!) es zu sexuellen Belästigungen im täglichen Leben, vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten, kommt.

Als „verantwortungsbewusste Pädagogen“ geht es ihm und seinen Kollegen vor allem um eines:

Wie können wir unsere jungen Mädchen im Alter ab 12 Jahren so aufklären, dass sie sich nicht auf ein oberflächliches sexuelles Abenteuer mit sicher oft attraktiven muslimischen Männern einlassen?

Das klingt doch ein bißchen sehr nach einem „Schulmädchenreport“ oder ähnlichen Sexfilmchen der 60er Jahre, wo Mädchen und „junge kräftige Männer“ es zusammen treiben, oder?

Dieser Leitartikel ist an Peinlichkeit kaum zu übertreffen.

PS:  Mannke ist Deutschlehrer und Schulleiter am Goethegymnasium in Weißenfels an der Saale.

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Die Winkesaison 2015/16 in Berwang beginnt in gut fünf Wochen

Genauer gesagt: sie beginnt am 12. Dezember 2015. Wahrscheinlich macht er jetzt schon seine Lockerungsübungen, der Winkemann von Berwang. Wir freuen uns darauf!

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Norbert Blüm – heute abend bei Maischberger

Es gibt hin und wieder Politiker, die mit zunehmendem Alter weiser (und sympathischer!) werden. Viele sind es nicht, aber Norbert Blüm gehört unbedingt zu ihnen. Neulich hat er sich in einem Gastartikel für die F.A.Z. hinter Merkels Flüchtlingspolitik gestellt, heute abend ist er zu Gast bei Maischberger.

Der Wermutstropfen: Ralf Stegner ist auch da, der unsympathischste Sozialdemokrat im Lande.

Ja, er ist noch unsympathischer als Sigmar Gabriel.

Und das will etwas heißen.

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Die NORAH-Studie über Lärmrisiken – von Lärmverursachern finanziert

Die NORAH-Studie (Noise-Related Annoyance, Cognition and Health) hat zur Überraschung der ganzen Welt festgestellt, daß Lärm für die Gesundheit eigentlich gar nicht so schlimm ist. Der Flughafenbetreiber Fraport faßt das Ergebnis so zusammen: die Gesundheitsrisiken durch Lärm seien „minimal“.

Jetzt weiß ja jeder Laie, wenn er nur die Zeitungsmeldungen der letzten Jahre verfolgt hat, daß eigentlich alle bisherigen Studien zu ganz anderen Ergebnissen gekommen sind. Wie ist das möglich?

Es ist bei Studien, das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, nicht ganz unerheblich, wer sie finanziert. Die NORAH-Studie, die knapp 10 Millionen Euro gekostet hat, ist – wie man hier nachlesen kann – vom Flughafenbetreiber Fraport und den Luftverkehrsgesellschaften finanziert worden.

ÜBERRASCHUNG!

Gleich mehrere medizinische Koryphäen, darunter Prof. Martin Kaltenbach („ich wollte nicht, daß unter dieser Studie mein Name steht“) und Prof. Eberhard Greiser (er ist beim Lesen der Studie „von einem Entsetzen ins andere gefallen“), distanzieren sich ausdrücklich von der umstrittenen Studie, deren Ziel es wohl war, die Auswirkungen des Lärms auf den menschlichen Körper zu verharmlosen.

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Die Türkei wählt – und erteilt Erdogan hoffentlich eine Abfuhr

Morgen wählt die Türkei ein neues Parlament. Obwohl Erdogan als Präsident zur Neutralität in der Tagespolitik verpflichtet ist, hat er alle Fäden in der Hand und mischt sich unter Bruch der türkischen Verfassung ständig im Sinne seiner AKP ein. Polizei, Justiz und Verwaltung hat er durch fortwährende Verhaftungen – unter dem Vorwand angeblicher „Verschwörungen“ – weitgehend gleichgeschaltet. Zuletzt ist der eher regierungskritische Medienkonzern Koza Ipek von seinen Bütteln bei Staatsanwaltschaft und Polizei zerschlagen worden, mit Erfolg: die beiden Zeitungen Bugün und Millet, die am Freitag nach dem Überfall zum ersten mal wieder erschienen sind, bringen jetzt, wie man hier nachlesen kann, nur noch

Lobeshymnen auf Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und Ministerpräsident Ahmet Davutoglu.

Alles hängt jetzt davon ab, daß Erdogans AKP am Sonntag die absolute Mehrheit zum zweiten Mal verfehlt.

Mit Wahlfälschungen seiner Anhänger muß gerechnet werden.

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