Die NORAH-Studie über Lärmrisiken – von Lärmverursachern finanziert

Die NORAH-Studie (Noise-Related Annoyance, Cognition and Health) hat zur Überraschung der ganzen Welt festgestellt, daß Lärm für die Gesundheit eigentlich gar nicht so schlimm ist. Der Flughafenbetreiber Fraport faßt das Ergebnis so zusammen: die Gesundheitsrisiken durch Lärm seien „minimal“.

Jetzt weiß ja jeder Laie, wenn er nur die Zeitungsmeldungen der letzten Jahre verfolgt hat, daß eigentlich alle bisherigen Studien zu ganz anderen Ergebnissen gekommen sind. Wie ist das möglich?

Es ist bei Studien, das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, nicht ganz unerheblich, wer sie finanziert. Die NORAH-Studie, die knapp 10 Millionen Euro gekostet hat, ist – wie man hier nachlesen kann – vom Flughafenbetreiber Fraport und den Luftverkehrsgesellschaften finanziert worden.

ÜBERRASCHUNG!

Gleich mehrere medizinische Koryphäen, darunter Prof. Martin Kaltenbach („ich wollte nicht, daß unter dieser Studie mein Name steht“) und Prof. Eberhard Greiser (er ist beim Lesen der Studie „von einem Entsetzen ins andere gefallen“), distanzieren sich ausdrücklich von der umstrittenen Studie, deren Ziel es wohl war, die Auswirkungen des Lärms auf den menschlichen Körper zu verharmlosen.

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