Heute war in der Knallpresse nichts Neues über Helene Fischers neuen Freund zu lesen!
Oder ist mir etwas entgangen?
Heute war in der Knallpresse nichts Neues über Helene Fischers neuen Freund zu lesen!
Oder ist mir etwas entgangen?
Nur gute Nachrichten in der Weihnachtszeit – so soll es auch heute sein!
Es ist immer wieder erstaunlich, wie es unseren Privatsendern an den Festtagen gelingt, uns durch eine wohldurchdachte Programmauswahl besinnlich zu stimmen.
Nehmen wir nur einmal den Qualitätssender RTL II. Er beschenkt uns
an Heiligabend um 20.15 mit dem Familienfilm Rambo, gefolgt von Rambo II und Rambo III. Die Kinder dürfen an diesem Tag länger aufbleiben, deshalb gibt’s danach noch Lock up – Überleben ist alles (mit Sylvester Stallone) und als spätes Schmankerl Bulletproof – Kugelsicher.
Weitere stimmungsvolle Weihnachtsfilme unserer Privatsender sind dieses Jahr, in bunter Reihenfolge zitiert:
Vier Fäuste gegen Rio
Conjuring – Die Heimsuchung
Die toten Augen von London
The Apparition – Dunkle Erscheinung
Cold Pray 3
Der Knochenjäger
Armed Response – Unsichtbarer Feind
Drecksau
Zorn der Titanen
The Thing
Der Kannibale von Flores usw. usf.
In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern ein frohes Weihnachtsfest!

Es ist wieder so weit: wie jedes Jahr sollen an dieser Stelle Tag für Tag nur gute Nachrichten erscheinen. Jedenfalls bis zum Neujahrstag.
Fangen wir gleich damit an!
Die neugebildete schwarz-grüne Koalition in Hessen hat jetzt ihren Koalitionsvertrag für die nächsten vier Jahre vorgestellt. Und (man glaubt es kaum): sie hat darin dem unsäglichen „Schreiben nach Gehör“ – endlich! – eine Absage erteilt:
Lesen und Schreiben sind Schlüsselqualifikationen für die Teilhabe an der heutigen – mehr denn je auf Kommunikation – ausgerichteten Gesellschaft. Für uns ist es deshalb von großer Wichtigkeit, dass die Grundschülerinnen und -schüler in allen Fächern bei der Entwicklung ihrer Rechtschreibkompetenz begleitet werden. Sie sollen von Beginn an zum korrekten Schreiben angeleitet werden. Deshalb sprechen wir uns gegen die Unterrichtsmethode „Lesen durch Schreiben“ (Schreiben nach Gehör) aus. Die dauerhafte Implementierung des eingeführten Grundwortschatzes soll darüber hinaus zur Förderung von Deutsch als Bildungssprache beitragen.
Besonderen Wert legen wir auf das Schreiben mit der Hand und das Entwickeln einer gut lesbaren Handschrift.
Das ist, nachdem mehrere Schülergenerationen im Namen des Fortschritts mit einer wissenschaftlich unhaltbaren, in der Praxis lange widerlegten abstrusen „Theorie“ in ihrer geistigen Entwicklung geschädigt wurden (nicht wenige von ihnen werden ihr Leben lang darunter leiden), das ist nun wirklich ein großer Schritt hin zu pädagogischer Vernunft. Man hätte ihn den Grünen nicht zugetraut.
Bravo!
Die Integrationsbeauftragte des Bundes, Annette Widmann-Mauz (CDU), hat ihre Weihnachtskarten verschickt.
Weihnachtskarten? Nein, das Wort Weihnachten kommt darin nicht vor. Der Text lautet (so wird er in der Presse wiedergegeben):
Egal woran Sie glauben … wir wünschen Ihnen eine besinnliche Zeit und einen guten Start ins neue Jahr.
Liebe Frau Widmann-Mauz!
Sie schicken also zu einem der größten christlichen Feste Grußkarten, die mit dem Satz „Egal woran Sie glauben …“ beginnen. Sie sind laut Wikipedia katholisch. Ist jetzt also der Geist der Beliebigkeit auch in die katholische Kirche eingedrungen? Ist es Ihnen tatsächlich „egal“, woran man glaubt? Oder haben Sie Angst vor den Muslimen? Ist es wieder einmal der vorauseilende „Respekt“ vor den anderen Religionen?
Aber warum schicken Sie denen „Weihnachtskarten“? Glückwünsche fürs neue Jahr mögen so formuliert werden, aber jetzt feiern wir nicht das Jahresende, sondern Weihnachten, und das ist neben Ostern das höchste Fest der Christenheit. Den Grünen oder den Linken hätte man einen solchen Fauxpas zugetraut, daß jetzt aber schon Christdemokraten auf das Wort „Weihnachten“ verzichten, um ja nicht anzuecken, ist beschämend.
Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, da ist es an der Zeit, noch einmal an die wichtigsten Nachrichten von 2018 zu erinnern.
ACHTUNG: Alle Nachrichten sind dem Internet entnommen und werden wörtlich wiedergegeben. Keine Satire, keine Ironie, sondern bittere Wahrheit.
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Verona Pooth: Hochgeschlossen, aber unten ohne! Verona versext das Netz
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TV-Nonne zieht sich vor Polizisten aus und muss Strafe zahlen
Brüste nur getapet: Vanessa Mai zeigt wieder (fast) alles!
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Nicht Gerda: Philipp Stehler hat schon die nächste Blondine!
String-Tanga-Alarm! So anzüglich zeigt sich Kiwi
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Horror! 18-Jährigem mit Kugelschreiber Augen ausgestochen und Ohren abgebissen
Heino: 15 Kilo zugenommen! Jetzt hat seine Frau genug
Vanessa Mai lässt sich unter ihr kurzes Kleid schauen – und trägt wohl keine Unterwäsche
Polizisten retten Mann, der zu lange in Plastiktüte schaut!
Miley Cyrus: Nach dem Nippel-Blitzer! Wo sind Mileys Brüste geblieben?
Mann kauft Polizistin einen Strauß Blumen, der Grund ist rührend
Mia Julia Brückner: Komplett nackt und Beine breit! HIER zeigt sie uns ALLES
„President Evil“: Ist Donald Trump ein brutaler Serienkiller?
Ich muß doch noch einmal auf Stefan Zweigs wunderbare Biographie des Erasmus zurückkommen (Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam, Wien 1934). Die in weiten Teilen nachprüfbar rechtsextreme AfD hat ja, wie zu lesen war, ihre Parteistiftung in der ihr eigenen Dreistigkeit nach dem großen Humanisten benannt.
Stefan Zweig, der sich 1942 aus Verzweiflung über das Vordringen des Faschismus das Leben genommen hat, schreibt darin:
Wir müssen leider klar erkennen und bekennen, daß niemals ein Ideal breiten Volksmassen vollkommen Genüge tut, das einzig die allgemeine Wohlfahrt ins Auge faßt; bei den durchschnittlichen Naturen fordert auch der Haß sein düsteres Recht neben der bloßen Liebesgewalt, und der Eigennutz des einzelnen will von jeder Idee auch rasche persönliche Nutznießung. Immer wird der Masse das Konkrete, das Greifbare
eingängiger sein als das Abstrakte, immer darum im Politischen jede Parole am leichtesten Anhang finden, die statt eines Ideals eine Gegnerschaft proklamiert, einen bequem faßbaren, handlichen Gegensatz, der gegen eine andere Klasse, eine andere Rasse, eine andere Religion sich wendet, denn am leichtesten kann der Fanatismus seine frevlerische Flamme am Haß entzünden.Ein bloß bindendes, ein übernationales, ein panhumanes Ideal dagegen wie das erasmische entbehrt selbstverständlich für eine Jugend, die ihrem Gegner kämpferisch ins Auge sehen will, das optisch Eindrucksvolle und bringt niemals jenen elementaren Anreiz wie das stolz Absondernde, das jedesmal den Feind jenseits der eigenen Landesgrenze und außerhalb der eigenen Religionsgemeinschaft aufzeigt. Immer werden es darum die Parteigeister leichter haben, welche die ewig menschliche Unzufriedenheit in eine bestimmte Windrichtung jagen; der Humanismus aber, die erasmische Lehre, die für keinerlei Haßleidenschaft Raum hat, setzt heroisch ihre geduldige Anstrengung auf ein fernes und kaum sichtbares Ziel, sie ist und bleibt ein geistaristokratisches Ideal, solange das Volk, das sie sich träumt, solange die europäische Nation nicht verwirklicht ist.
Zugleich Idealisten und doch Kenner der menschlichen Natur, dürfen darum die Anhänger einer zukünftigen Menschheitsverständigung niemals im unklaren sein, daß ihr Werk ständig von dem ewig Irrationalen der Leidenschaft bedroht ist, sie müssen aufopfernd bewußt bleiben, daß immer wieder in den Zeiten eine Sturzflut des Fanatismus, geballt aus den Urtiefen der menschlichen Triebwelt, alle Dämme überfluten und zerreißen wird: fast jede neue Generation erlebt solch einen Rückschlag, und es ist dann ihre moralische Aufgabe, ihn ohne innere Verwirrung zu überdauern.
Besser kann man die Situation kaum beschreiben, in der sich auch heute Demokratie und Menschlichkeit befinden.
Es hat freilich auch sein Gutes, daß die Gefährdung aller Kultur heute so deutlich zutagetritt. Die Illusion, daß eine gefestigte Demokratie wie die deutsche gegen den Angriff eines dumpfen Fanatismus für alle Zeit gefeit sei, läßt sich nicht mehr halten. Immerhin: noch bleibt der politische Mob bei uns eine kleine (wenn auch lautstarke) Minderheit. Wir sollten alles tun, daß es dabei bleibt.
Die Schneehöhe an der Bergstation der Sonnalmbahn von Berwang beträgt 75 cm. Da es in den nächsten Tagen frostig kalt bleibt, kann die Wintersaison wohl am 15. Dezember beginnen.
Mit etwas Glück können wir also Walter, den Winkemann von Berwang, schon am kommenden Samstag um 8.33 Uhr im alpenpanorama von 3sat begrüßen!
PS: Leider nicht – nach zwei Tagen noch kein Lebenszeichen vom Winkemann.
Solche Mails bekommt man immer öfter, wenn man bei großen Firmen etwas bestellt hat:
Um einen schnellen und reibungslosen Versand zu Gewährleisten Bitten wir darum bei Zahlungen ihren eBay Namen anzugeben.
Soweit es sich bei ihrer Ware um einen Paket fähigen Versand handelt wird diese wie im Angebot ausgelobt innerhalb von 2-3 Werktagen per Paketdienst Versendet. Bitte Beachten Sie daß der Versand bei Sperrgut einige Tage länger dauern kann da diese Pakete nicht Automatisch Befördert werden können.
Sollte es sich bei ihrer Ware um Spedition gut handeln wird diese in der Regel innerhalb von 14 Werktagen Angeliefert.
Eine Versand Information erhalten Sie per E- Mail sobald die Ware unser Lager verlassen hat.
Über den genauen Termin zur Anlieferung Informiert Sie Telefonisch die Ausliefernde Spedition.
Es gibt keine Satzzeichen mehr – außer dem Punkt am Ende des Satzes. Ein Mitarbeiter, der so schreibt – man beachte vor allem die Groß-/Kleinschreibung! -, wäre früher nicht einmal zum Bewerbungsgespräch eingeladen worden.
Es gehört schon viel Dreistigkeit dazu, wenn ausgerechnet die AfD ihre Parteistiftung nach dem großen Humanisten Erasmus von Rotterdam benennen will. Daß der sich, wie man vulgo sagt, dabei in seinem Grab umdrehen würde, darf als ausgemacht gelten.
Der leider kaum noch gelesene Stefan Zweig hat ihn in seiner Biographie „Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam“ (Wien 1934) lebendig beschrieben. Ein paar Sätze daraus mögen genügen:
Er hat nur ein Ding auf Erden wahrhaft als den Widergeist der Vernunft gehaßt: den Fanatismus.
Die Renaissance mit ihrem sinnlich frohen Überschwang, sie erschien ihm nicht wie Calvin und den anderen Zeloten als die Feindin der Reformation, sondern als ihre freiere Schwester. Er anerkannte, seßhaft in keinem Lande und heimisch in allen, der erste bewußte Kosmopolit und Europäer, keinerlei Überlegenheit einer Nation über die andere, und weil er sein Herz erzogen hatte, die Völker einzig zu werten nach ihren edelsten und geformtesten Geistern, nach ihrer Elite, so dünkten sie ihn alle liebenswert.
Des Erasmus Sendung und Lebenssinn war die harmonische Zusammenfassung der Gegensätze im Geiste der Humanität. Er war geboren als eine bindende oder, um mit Goethe zu sprechen, der ihm ähnlich war in der Ablehnung alles Extremen, eine »kommunikative Natur«. Jede gewaltsame Umwälzung, jeder »tumultus«, jeder trübe Massenzank widerstrebte für sein Gefühl dem klaren Wesen der Weltvernunft, der er als treuer und stiller Bote sich verpflichtet fühlte.
So, und jetzt stelle man daneben die Bilder vom obszönen „Trauermarsch“ der AfD-Landeschefs in Chemnitz oder die fortwährenden hämischen Haßpredigten ihrer Abgeordneten im Bundestag, und man wird leicht erkennen, daß hier eine Partei am Werke ist, die sich nirgendwo anders wohlfühlt als gerade im Sumpf des „trüben Massenzanks“.
Mehr muß man über das Thema Erasmus von Rotterdam und AfD nicht sagen.
In den politischen Foren im Internet tummelt sich die Intelligenz unseres Landes.
Das glauben Sie nicht?
Dann sollten Sie die folgende Bemerkung lesen, die ein gewisser V. S. heute über die CDU auf tagesschau.de hinterlassen hat:
Diese Beschwörungen zur Einheit der Partei sind einzig und allein Ausdruck dessen, wie Merkel diese Partei ebenso wie Deutschland heruntergewirtschaftet und zerstört hat.
„Heruntergewirtschaftet und zerstört“ – kann man den Zustand unseres Landes präziser und treffender beschreiben?