Der Pfusch mit der „Energiewende“ geht auch in der Großen Koalition weiter

Man kann gegen vieles in der EU kämpfen, die inzwischen zu einem kaum mehr beherrschbaren Moloch geworden ist. Aber die frischgewählte Kanzlerin kämpft gegen die EU nur, um ihre dilettantische und verhängnisvolle „Energiewende“ doch noch zu retten. Sie will die Milliardengeschenke an die deutschen Unternehmen, die zu Tausenden von der Ökostrom-Umlage nach dem EEG befreit worden sind, mit allen Mitteln verteidigen – in trauter Eintracht mit Superminister Gabriel. Das betont sie gleich in ihrer ersten Rede.

Je mehr Unternehmen von der Öko-Umlage befreit werden (und die Befreiung auf Antrag ist inzwischen nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel!), umso teurer wird der Strom für den Verbraucher. Das interessiert die Kanzlerin überhaupt nicht.

Deutschland möchte ein starker Industriestandort bleiben, wir brauchen wettbewerbsfähige Unternehmen.

Aber wir brauchen auch Familien, Alleinerziehende und Rentner, die ihre Stromrechnung noch bezahlen können! Denn in immer größerem Umfang subventionieren die Privathaushalte mit ihren immer höheren Stromkosten die Unternehmen, die Merkel auch weiterhin großzügig entlasten will. Je mehr Strom die großen Unternehmen verbrauchen, umso weniger müssen sie für den Strom bezahlen – ein weiterer Beweis, daß wir unter Merkel nicht in Ökologistan, sondern in Absurdistan leben.

Erinnern wir uns daran, was im Koalitionsvertrag steht, dessen Druckerschwärze man noch riechen kann:

Die EEG-Umlage hat mittlerweile eine Höhe erreicht, die für private Haushalte und weite Teile der Wirtschaft, insbesondere auch mittelständische Unternehmen, zum Problem wird, wenn es nicht gelingt, die Kostendynamik zu entschärfen.

Gleich mit ihrer ersten Rede hat die Kanzlerin klargemacht, daß sie von der massiven, durch nichts gerechtfertigten Subventionierung von (ohnehin florierenden!) Unternehmen und der Abwälzung der kompletten „Energiewende“-Kosten auf den Normalverbraucher um kein Jota abrücken wird.

Der Koalitionsvertrag, ohnehin über weite Strecken ein geradezu absurdes Sammelsurium ohne roten Faden, ist offenbar das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt ist.

Das verheißt nichts Gutes.

PS:  Soeben hat die EU-Kommission gegen Deutschland ein Verfahren „wegen des Verdachts auf unzulässige Beihilfen“ eröffnet. Man kann nur hoffen, daß das Verfahren erfolgreich sein wird.

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Ein Gedicht in acht Zeilen – dem Vorsitzenden Sigmar zugeeignet

Gereimte Erinnerung an ein Interview

Sigmar strotzt.
Slomka motzt.

Sigmar protzt.
Slomka motzt.

Sigmar trotzt.
Slomka motzt.

Bürger glotzt.
Bürger kotzt.

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Kennen Sie die Burg Münzenberg? Fahren Sie hin, solange sie noch nicht von Windkraftmonstern verschandelt ist!

Wer einmal von Frankfurt aus auf der A5 nach Norden gefahren ist, kennt die Burg Münzenberg mit ihren beiden Türmen. Man hat den Taunus überquert, zur Rechten breitet sich die flache Lößebene der Wetterau aus, und schon sieht man die mittelalterliche Burganlage, die in der Ferne über der Ebene thront. Vor vielen Jahren einmal bin ich auf einer Radtour von Frankfurt nach Gießen direkt an der Burg vorbeigeradelt – und war erstaunt, wie mächtig diese Burg auch aus der Nähe wirkt. Es ist in jeder Hinsicht ein majestätischer Anblick.

Damit wird es bald vorbei sein.

Denn in Sichtweite der Burg werden bald acht Windkraftanlagen entstehen, jede um die 200 m hoch. Da wird die schöne Burg zu einem kleinen Nichts schrumpfen. Und das ist erst der Anfang, denn von Münzenberg bis Bad Nauheim soll auf einem Bergrücken ein „Windvorranggebiet“ ausgewiesen werden, das Platz für 90 (!) Windräder bietet. Die Regionalplaner, die offenbar weder an der Natur noch an der Kultur im geringsten interessiert sind, wollen es so. Sie sind nur noch bloße Handlanger, sie führen aus, was ihnen die Parteien sagen – und daß man zum Wunsch von Barbaren auch „nein“ sagen kann, ist ihnen fremd.

Heute, am Mittwoch, kommt der Regionalverband zusammen, um den üblen Plan zu beschließen. Die Vertreter von Münzenberg und dem benachbarten Wölfersheim werden natürlich dagegen stimmen.

Falls sie unterliegen, wird man von der A5 aus die schöne Burg Münzenberg nicht mehr sehen. Dann bestimmen häßliche Windkraftmonster den Blick auf die Wetterau.

Spätere Generationen werden uns dafür verdammen.

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Mitgliederbefragung ja, Bürgerbefragung nein?

Sigmar Gabriel kann die Mitgliederbefragung in seiner Partei – und damit sich selbst – gar nicht oft genug loben. Es klingt, als habe er gerade die Demokratie neu erfunden – dabei wollte er sich doch nur absichern. Statt selbst die Verantwortung zu übernehmen, wie es alle Politiker vor ihm gemacht haben, schiebt er sie auf die Mitglieder ab. Wenn die Sache mit der Großen Koalition schiefgeht, dann kann er jetzt sagen: ihr habt es doch so gewollt!

Aber nehmen wir das Argument von der neuen Qualität von Demokratie einmal ernst: diese Basisdemokratie muß dann auch für die Windkraft gelten! Ich bin schon sehr gespannt, ob Gabriel, der ja jetzt auch für die Energie zuständig ist, überall da, wo der Bau von Windkraftanlagen geplant oder vorbereitet wird, erst einmal die Bürger befragt.

Wollen wir wetten, daß er nicht im Traum daran denkt? Da wird er, wie wir es von der CDU und den Grünen kennen, die Einspruchmöglichkeiten der Bürger einschränken, statt sie zu erweitern. Der Wind weht inzwischen nämlich rauher: immer mehr Bürger erkennen, daß hier Kultur- und Naturlandschaften für immer zerstört werden sollen, und sie wehren sich. Fast überall, wo Profiteure, Investoren und die ganz gewöhnlichen Barbaren unter den Regionalplanern der Landschaft den Garaus machen möchten, schließen sich die Bürger zusammen, um die Schönheit und die Unberührtheit ihrer Heimat zu retten.

Ich werde demnächst von einigen dieser Initiativen hier in Hessen berichten.

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ER IST WIEDER DA – der Winkemann von Berwang winkt wieder!

WinkemannNach zwei vergeblichen Anläufen hat es heute endlich geklappt: der richtige Schwenk, die vertraute Stelle neben der Bergstation – und das ruhige, gleichmäßige, routinierte Winken, das eben nur der Winkemann von Berwang so vollendet beherrscht.

Also: die Winkesaison – oder, wie man es in den englischsprachigen Ländern nennt: The Season of the Waving Man – ist eröffnet!

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Rassismus bei „Wetten daß …?“ – oder: der User bleibt der Scharf- und Sittenrichter der Nation

Der User versteht keinen Spaß. Er hat keinen Humor. Wenn er überhaupt lacht, dann hämisch – und immer über andere. Er lacht also nicht, er lacht aus, und das ist das Gegenteil von Humor. Die Humorlosigkeit ist übrigens schon immer ein typisches Merkmal aller Ideologen, Weltverbesserer und Sittenrichter gewesen. Wenn sie den Mund verziehen, dann allenfalls zu einem vernichtenden Lachen.

Vor allem aber, und da kommen wir auf den gegebenen Anlaß zu sprechen, ist der User ein Scharfrichter. Er ist immer Ankläger, Richter und Henker in einer Person. Dazu stöbert er in alten Doktorarbeiten, durchsucht die Archive der letzten Kriegstage – und wehe, er wird fündig! Dann wird getwittert und gemailt, und der Shitstorm ist unaufhaltbar. Es regiert (um ein wunderbares Wort unseres Bundespräsidenten zu gebrauchen) der Tugendfuror.

Ein Musterbeispiel war die denkwürdige mitternächliche Begegnung von Rainer Brüderle mit einer Stern-Journalistin an einer inzwischen berühmten Hotelbar. Erst nach einem Jahr und kurz vor den Wahlen hatte sich die Journalistin an ihre Bedrängnis erinnert und darüber geschrieben. Das genügte, um die User, angeführt von der „Netzfeministin“ (Wikipedia) Anne Wizorek, in hunderttausendfache Rage zu versetzen.

Jetzt hat sich ähnlich Fürchterliches zugetragen: bei der Stadtwette von „Wetten daß …“ sollten sich möglichst viele Augsburger als Jim Knopf verkleiden – und ihre Gesichter schwarz anmalen. Eine alberne Geschichte, mehr nicht.

Keineswegs aber nur albern für unsere digitalen Scharfrichter, die voller Abscheu und Entsetzen sind. Auch Frau Wizorek ist wieder dabei: „gebührenfinanzierter Rassissmus“ sei das, twittert sie. Eine Facebook-Gruppe, die „rassistische Praktiken an deutschen Bühnen“ beenden will, ruft zu Protesten beim ZDF auf und veröffentlicht als Handreichung gleich die Telefonnummer der Redaktion.

Nun könnte man über diese Tugendbolde auch lachen – vielleicht wäre das sogar die beste Reaktion. Aber die Tatsache, daß solche Wortführer gleich tausende (oder gar zehntausende) Anhänger finden, gibt dann doch zu denken. Wie gerade bei jungen Menschen ein so extremer Tugendfuror grassieren kann, ist mir schleierhaft. Früher war das auf religiöse Strömungen (Puritanismus), radikale Ideologien oder bestimmte Ernährungssekten wie die Veganer beschränkt.

Inzwischen genügt den Tugendwächtern jeder beliebige Anlaß, um sich zu entrüsten.

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Wieder kein Winkemann!

Was ist nur los beim Alpenpanorama auf 3sat? Auch am zweiten Tag hat die Kamera falsch geschwenkt und den Winkemann nicht erfaßt.

Frustrierend!

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Frauen, Männer – und noch 478 andere Geschlechter?

Gabriele Wenner, die Leiterin des Frauenreferats der Stadt Frankfurt am Main, hatte zum „Frankfurter Salongespräch zur Mädchenarbeit“ geladen. Mädchenarbeit hat übrigens nichts mit Kinderarbeit zu tun, aber was es genau ist, habe ich noch nicht herausgefunden. Wahrscheinlich sollen Mädchen während einer solchen Mädchenarbeit so lange bearbeitet werden, bis sie die Positionen des postmodernen Feminismus vollständig verinnerlicht haben. Oder – mit den Worten einer Teilnehmerin des Salongesprächs: das Ziel der Mädchenarbeit sei es,

das „heteronormale Weltbild“ in der Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen nicht zu reproduzieren, sondern den Blick für die Vielfalt möglicher Lebensentwürfe zu weiten.

Aber egal – in diesem Salongespräch (im Lokalteil der heutigen F.A.Z. besprochen) ging es wieder einmal darum, den an sich ziemlich dummen Bürger erst einmal aufzuklären. Der glaubt nämlich immer noch, es gebe nur Männer und Frauen. Aber weit gefehlt! Schon die evangelische Hauspostille Chrismon hat jüngst einen „Biologen und Sozialwissenschaftler“ zu Wort kommen lassen, der – ganz im Sinne des linksgrünfeministischen mainstream – steif und fest behauptet hat, es gebe nicht zwei, sondern „unzählige“ Geschlechter. Und tatsächlich: derselbe Schmarrn wurde auch in Frankfurt aufgetischt und wiedergekäut.

Eine Vertreterin des Verein „Lesben Informations- und Beratungsstelle Frankfurt“ sagte in ihrem „Impulsvortrag“ (was ist das eigentlich???), überall werde der Eindruck vermittelt,

es gebe nur eine und nur eine richtige Form der Sexualität: die Heterosexualität.

Dieser Eindruck wird also überall vermittelt? Daß es nur eine richtige Form von Sexualität gibt? Da möchte ich schon einmal wissen, in welchem Paralleluniversum diese Frau lebt.

In Wirklichkeit ist es nämlich gerade umgekehrt: seit Jahren schon besitzen die Lobbyverbände von Lesben, Schwulen, Transsexuellen die Lufthoheit über der öffentlichen Meinung. Wer das Wort „normal“ verwendet oder gar das Wort „Familie“ nur für Vater, Mutter und Kind gelten läßt, wird sofort als konservativ, geistig zurückgeblieben, ja geradezu als ein Wesen aus dem „tiefsten 19. Jahrhundert“ verunglimpft. Die veröffentlichte Meinung schließt sich dem meist blind und ohne die mühsame Einschaltung der Großhirnrinde an, und auch in der Bevölkerung gibt es diesen Angstreflex: nur nicht altmodisch oder konservativ erscheinen!

Ich jedenfalls beuge mich dem Meinungsdruck nicht – auch wenn Frauenbeauftragte, protestantische Pfarrerinnen, Grüne und Frau Schwesig den common sense durch ihre Ideologie ersetzen möchten. Ich bestehe darauf, mich auch weiter meines Verstandes zu bedienen, und wenn ich dabei gegen die Mehrheit argumentieren muß, dann feuert mich das erst richtig an.

Bei Wahlen sollen Mehrheiten entscheiden (und das ist gut so!), aber in der geistigen Auseinandersetzung, im Diskurs kommt es auf die Argumente an – und sonst auf gar nichts. Auch wenn alle Frauenbeauftragten der Welt derselben Meinung sind, heißt das noch lange nicht, daß sie auch recht haben.

Die Vertreterin des Frankfurter Lesben-Vereins hat übrigens in ihrem „Impulsvortrag“ ein ganz besonders infames Wort verwendet. Andere Entwürfe von Sexualität, sagte sie, würden von den Konservativen diskriminiert oder – und jetzt kommt es – „pseudo-toleriert“.

Das bedeutet, daß sie sich selbst die Entscheidung anmaßt, wer wirklich tolerant und wer nur pseudo-tolerant ist. Und sie entscheidet das von ihrer hohen Warte aus, von der sie, natürlich im Besitz der Wahrheit, auf uns herabblickt und die Pseudo-Toleranten von den wirklich Toleranten trennt – die einen ins Töpfchen, die anderen in Kröpfchen.

Viele Menschen, meinte eine Sozialpädagogin in der Salonrunde, seien sich

ihres eigenen diskriminierenden Verhaltens und der alltäglichen Bevorzugung des „Normalen“ nicht bewußt.

Ich lasse mir freilich von keiner Sozialpädagogin der Welt verbieten, das, was normal ist (und die Verbindung von Mann und Frau ist nun einmal der Normalzustand), dann auch normal zu nennen. Es ist ein übler und besonders verwerflicher Kunstgriff, in diesem Zusammenhang gleich von Diskriminierung zu sprechen. Wenn man sich die Länder anschaut, in denen Homosexuelle wirklich diskriminiert werden, Rußland zum Beispiel, die meisten muslimischen Gesellschaften und viele afrikanische Länder, dann ist es fast schon unverfroren, sich ausgerechnet hier in Deutschland in einem fort über angebliche Diskriminierungen zu beklagen. In Wirklichkeit wird hier die Diskriminierungskeule herausgeholt, um mit ihr jeden Widerspruch gegen die eigene Ideologie im Keim zu ersticken.

Aber das ist in einem bestimmten geistigen Milieu mit seinen zementierten Einstellungen schon lange – normal.

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Falsch geschwenkt – armer Winkemann!

Meine Einschränkung gestern war leider richtig – ausgerechnet am ersten Tag der Winke-Saison 2013/14 hat die Kamera den Winkemann von Berwang nicht erfaßt.

Aber da war er – garantiert!

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Morgen ist Samstag, der Vierzehnte – der Tag des Winkemanns!

WinkemannNicht vergessen: am Samstagmorgen um 8.33 Uhr winkt er wieder im Alpenpanorama auf 3sat – der Winkemann von Berwang.

Hoffentlich schwenkt die Kamera richtig!

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