Die Faschisten in Kiew wollten alle russischsprachigen Menschen in der Ukraine töten!

Das glauben Sie nicht? Na, dann gehen Sie doch mal auf die Seite von Russia Today – da steht es schwarz auf weiß. Die ukrainische Regierung habe die „vollständige Beseitigung der russischsprachigen Bürger“ im Osten des Landes geplant, steht da, auf englisch:

the complete destruction of Russian-speaking citizens.

Jetzt ist das nicht etwa, wie man denken könnte, nur die Meinung von Russia Today. Nein, der Satz steht in der offiziellen Anklageschrift, mit der das „Investigative Komitee der Russischen Föderation“ Anklage gegen die Ukraine erhebt. Dieses Komitee mit dem etwas verschwurbelten Namen ist, wie man hier nachlesen kann, die „höchste russische Ermittlungsbehörde“. Es untersteht direkt – na wem wohl? Natürlich dem Genossen Wladimir Wladimirowitsch Putin!

Nun könnte man über so einen Schmarrn auch einfach nur lachen. Wenn der Missetäter den Spieß umdrehen und das Opfer zum Täter machen will, dann hat das immer auch etwas unfreiwillig Komisches. Aber die Sache ist ja ernst gemeint: Putin und Lawrow, die in unerhörter Weise das Völkerrecht gebrochen und die ganze Welt über Monate frech betrogen haben, schieben hier wie ertappte Sünder eine geradezu absurde Rechtfertigung hinterher. Damit wollen sie natürlich von ihrer militärischen Intervention in der Ukraine ablenken.

Das Schlimme (und Traurige!) ist aber, daß ihnen große Teile der russischen Bevölkerung Glauben schenken. Es zeigt sich hier, daß man die dreisten Lügen nur immer und immer wieder in die Köpfe einhämmern muß, und irgendwann werden sie geglaubt.

Das funktioniert freilich nur, wenn man alle kritischen Korrektive der Demokratie – die freie Presse vor allem und eine unabhängige Justiz –  ausgeschaltet hat. Das ist Putin gelungen. Er hat von den demokratischen Institutionen, die in Rußland ohnehin nie besonders stark waren, nur die Fassaden stehenlassen.

Putinsche Dörfer eben.

Veröffentlicht unter Politik | Schreib einen Kommentar

Günther Jauch und der Imamdarsteller aus Neukölln – Eine Theaterkritik

Das war wirklich großes Theater!

Abdul Adhim Kamouss, der in der Aufführung in großartiger Manier den Imam gegeben hat, ist sicher eines der großen schauspielerischen Talente der deutschen Theaterszene. Seine sprachliche Intonation (mit der gekonnt hysterischen Schnappatmung) karikierte gestern abend auf wundervolle Weise einen Imam am Rande des Irrsinns, ja: an vielen Stellen konnte man den Eindruck gewinnen, daß Kamouss den Imam nicht nur spielte, sondern tatsächlich ein Imam war – gibt es ein größeres Lob für einen Schauspieler?

Die Zuschauer des Stücks haben denn auch reichlich Beifall gespendet, als Kamouss den Islam (natürlich ironisch) als tolerant, warmherzig und frauenfreundlich beschrieb und so die absurde Diskrepanz zwischen Wort und Wirklichkeit im Islam komödiantisch herausarbeitete. Immer spielte ein Lächeln um den Mund des Imamdarstellers, so als frage er sich: glaubt mir das Publikum wirklich den Schmarrn, den ich da verzapfe? Wie er dann aber wieder – in der Tradition des Rührstücks – schilderte, wie er, der vollständig Verkannte, um jede muslimische Seele kämpfe, damit nur ja keiner auf die schiefe Bahn gerate: das war hohe Schauspielkunst.

Aber wir wollen an dieser Stelle noch eines anderen Schauspielers gedenken: des Jauch-Darstellers nämlich, der in dieser Aufführung Kamouss absolout ebenbürtig war. Hat man das je gesehen, daß einer den allseits beliebten Moderator so perfekt in seiner ganzen Hilflosigkeit, jeder Art von Professionalität entkleidet, fast als ein Häufchen Elend auf die Bühne gebracht hat? Hin und wieder hatte man zwar den Verdacht, daß Jauch selbst den Jauch spielte, aber solche Gedanken verschwanden schnell wieder: so dilletantisch, so hilflos, so völlig unfähig zu echter Moderation wäre der wahre Jauch doch nie gewesen.  

Das Ensemble wurde übrigens vervollständigt durch Heinz Buschkowsky  und Wolfgang Bosbach, die sich selbst spielten. Ihnen zuzuhören war eine Freude.

Also: eine rundherum gelungene Aufführung.

Veröffentlicht unter Fernsehen und Presse, Islam | Schreib einen Kommentar

Schäuble, der Stammtisch und die AfD

Es ist ganz offensichtlich, daß die CDU ratlos ist, was die Alternative für Deutschland angeht. Und warum ist sie ratlos? Weil die AfD ihr den Spiegel vorhält: die neue Partei bewahrt viel von dem konservativen Erbe, das die CDU wie Ballast abgeworfen hat.

Wo die Kanzlerin nur noch einen Gemischtwarenladen anbietet, in dem Grünes, Linkes und Buntes ohne Sinn und Verstand als Mischmasch an den Wähler gebracht wird, geht die AfD auf das zurück, was in der CDU (vor Merkel!) einmal selbstverständlich war: eine konservative Gesinnung. Und dazu gehört, daß man nicht wie ein Chamäleon dauernd die Farbe wechselt, einmal für, dann wieder (populistisch!) gegen Atomkraftwerke ist, und dazu gehört vor allem, daß man tiefgreifende Änderungen immer sorgsam bedenkt – mit allen Konsequenzen. Nichts widerspricht einem klugen Konservativismus deshalb so drastisch wie die von Merkel dahingeschluderte „Energiewende“. Sie ist exemplarisch für eine Partei, die ihre Seele verloren hat.

Es ist deshalb vor allem das (wenigstens im Ansatz noch vorhandene) schlechte Gewissen, das die CDU so wütend auf die AfD macht. Merkel selbst hat lange zu der neuen Partei geschwiegen, jetzt läßt sie ihre Entourage auf die AfD los. Schäuble macht den Anfang, und es ist wieder der dumme Versuch, die neue Partei unter Rechtsverdacht zu stellen. Er kommt mit den üblichen Sprechblasen: „Fremdenfeindlichkeit“, „Instrumentalisierung von Ausländerkriminalität“, „Verunglimpfung offener Grenzen“. Die AfD sei eine Partei, die „hemmungslos alles demagogisch mißbraucht, was man mißbrauchen kann“.

Nein, lieber Herr Schäuble, die AfD spricht die Themen an, die alle anderen Parteien (seit Merkels Machtübernahme leider auch die CDU!), unter den Teppich kehren. Und sie tut das ganz und gar nicht demagogisch, sondern konkret und konstruktiv: das muß Parteien freilich, die nur noch die linke Ideologie mit ihren Tabus und Sprachregelungen kennen, demagogisch vorkommen.

Auch die CDU hat, wie man sieht, aus der Sarrazin-Debatte nichts gelernt. Wie in der Zeit vor Sarrazin sind alle alten Tabus wieder da, und wie man einst auf Sarrazin eingeprügelt hat, weil er sich der linken Ideologie verweigert hat, so prügelt man jetzt auf die AfD ein.

Das ist keine erfolgversprechende Strategie.

Die linke Ideologie und die Wirklichkeit klaffen nämlich gerade in der Ausländer- und Einwanderungsfrage weit auseinander. Die linken und grünen Parteien (und leider auch die Merkelsche CDU) bestehen auf ihrer rosaroten Brille, die sie zum Beispiel in der Diskussion über die „Sinti und Roma“ zu wahren Eiertänzen verführt. Da werden fast romantische Klischees aufgewärmt, die mit der Wirklichkeit – etwa in den Häusern, in die man diese Menschen einquartiert hat – nichts zu tun haben.

Dem Volk aufs Maul schauen: das ist doch die Pflicht jedes Politikers. Das hat nichts mit „Stammtisch“ zu tun (das übliche dummlinke Stichwort, wenn etwas nicht in die eigene Ideologie paßt!). Nein, die „Menschen draußen im Lande“, wie es der gute alte Willy Brandt immer genannt hat, haben viele praktische Erfahrungen, von denen unsere Politiker in ihrem Berliner Elfenbeinturm nur träumen können.

Ein Ideologe freilich will von solchen Erfahrungen nichts wissen, denn seine Ideologie geht ihm über alles. Wenn die Menschen ihm etwas über ihre Erfahrungen erzählen wollen, winkt er nur hochmütig ab.

„Das ist Stammtisch“, sagt er dann.

Veröffentlicht unter Politik | Schreib einen Kommentar

Kindsmörder

Wir leben in einem Land, in dem es immer noch ein ordentliches soziales Netz und (auch finanzielle) Hilfe in fast allen Lebenslagen gibt. Und doch kommt es immer wieder vor, daß junge Mütter und Eltern ihr Neugeborenes töten – so wie jetzt wieder in Willich.

Die Eltern hätten sich in einer ausweglosen Situation gesehen und nicht gewußt, wie es weitergehen solle. Deshalb, sagt die Polizei, hätten sie schon in der Schwangerschaft beschlossen, das Kind gleich nach der Geburt zu töten.

Jetzt kann mir keiner erzählen, daß die beiden (19 bzw. 20 Jahre alt) vom Mond gefallen sind und noch nie etwas vom Internet gehört haben. In diesem Medium kennen sie sich in ihrem Alter mit Sicherheit aus – und dort hätten sie tausend Tipps bekommen können, wie man auch aus einer schwierigen Lage herauskommt, ganz zu schweigen von den vielen Hotlines und Selbsthilfegruppen, die ihre professionelle Hilfe auch anonym anbieten.

Nein, auch wenn man die Notlage als noch so drückend empfindet: für die Tötung eines kleinen Kindes finde ich keine Entschuldigung.

Veröffentlicht unter Sonstiges | Schreib einen Kommentar

Die Energiewende – ein Milliardengrab

Die Nachricht kommt nicht von bösen Windkraftgegnern, sondern direkt aus dem Wirtschaftsministerium. Bis zum Jahr 2032 kommen demnach auf die Stromverbraucher noch einmal Kosten von bis zu 49 Milliarden Euro für den Ausbau der Stromnetze zu.

Aber der Verbraucher zahlt es offenbar gerne – und schenkt der Urheberin der katastrophalen „Energiewende“ weiter beste Popularitätsziffern.

Veröffentlicht unter Politik, Windkraftanlagen | Schreib einen Kommentar

Schämt euch, ihr User!

In Syrien und im Irak steht nicht weniger auf dem Spiel als die Kultur der Menschheit oder, wie man es früher ausgedrückt hätte: die Menschheit selbst. Grausame, von aller Zivilisation freie Barbarenvölker hat es immer schon gegeben: mordend, plündernd und vergewaltigend sind sie über friedliche Kulturvölker hergefallen, die auf soviel Mordlust nicht vorbereitet waren. Vandalen, asiatische Reitervölker wie die Hunnen, arabische Krieger im Zeichen Mohammeds, die Wikinger – sie alle waren eine furchtbare Geißel der Menschheit. Aber das alles, so dachte man jedenfalls, war Geschichte, war Vergangenheit.

Das war ein Irrtum.

Dabei war das 20. Jahrhundert doch schon voller Barbarei – die beiden großen gottlosen Ideologien Nationalsozialismus und Kommunismus vorneweg. Aber beide haben ihre Verbrechen noch verbrämt und versteckt: Hitlers Judenverfolgung und Stalins künstliche Hungersnöte, seine tödlichen Umsiedlungen ganzer Völkerschaften, die Vernichtung im Gulag, das alles sollte möglichst nicht nach draußen dringen. War das ein allerletztes Fünkchen von schlechtem Gewissen? Ich weiß es nicht.

Die Mörderbanden, die sich IS nennen, haben nicht einmal das. Sie sind sichtbar stolz darauf, daß sie nichts Menschliches mehr an sich haben.

Jeden Menschen, so denkt man, müßte es vor solcher Mordlust grausen. Jeden Menschen müßte doch, denkt man, das Erbarmen ergreifen, wenn er sieht, wie Hunderttausende von Flüchtlingen, manche die gebrechlichen Eltern auf dem Rücken tragend, vor den Banden fliehen.

Aber: weit gefehlt! Der strunzdumme User kennt nur einen Feind: die USA. Nur ein paar Beispiele aus Kommentaren zu einem Tagesschau-Artikel von heute morgen (alles hier nachzulesen):

Damit zeigt sich, wozu die Amis fähig sind, wertvolle Infrastruktur zu zerbomben und eine Ökologische Schweinerei anzurichten und damit nicht in erster Linie IS, sondern Assad zu treffen.

Man übersieht nämlich schlicht, dass der IS zwar äußerst brutal gegen seine Feinde vorgeht, aber durchaus ein Kalifat anstrebt, also eine irgend geartete staatliche Ordnung. Es wird hier nicht gerne gehört, aber das Chaos eines Krieges ist für die Menschen vor Ort vermutlich schlimmer als ein Kalifat.

Ach, lieber User, ich kann dir nur empfehlen, dich schnell auf den Weg nach Syrien zu machen, damit du dort das schöne Kalifat gründlich kennenlernst. Gute Reise!

Das IS ein Kunstprodukt der SELBEN Willigen ist , die ihn derzeit wild oeffentlich verteufeln ist ja auch kein Geheimniss. nein. Ich lasse mich nicht fuer dumm verkaufen. Hier geht es sicher darum Assad durch die Hintertuere fertig zu machen. DAFUER wurde IS gegruendet. Wer genau hinsieht , weis das.

Ich gratuliere dir, lieber User, nicht nur zu deiner Rechtschreibung, sondern auch zur tiefen Geschichtsanalyse. Die ist vom feinsten! Wie auch die folgende Wahrheit:

Die IS ist das trojanische Pferd 2.0 der USA.

Ein „Pferd 2.0“ – wunderbar! Manchmal hat man beim Stöbern im Internet freilich den Eindruck, daß es auch das eine oder andere „Rindvieh 2.0“ geben könnte.

Zum Schluß – denn mehr dieser Ergüsse sind kaum zu ertragen! – der absolute Höhepunkt:

Wer kann denn sicher sagen vor WAS die Fluechtlinge eigentlich momentan davonrennen. Mal ehrlich wenn ICH hoeren wuerde (nach allem was im Irak und Libyen geschah) das nun die USA und Ihre Hilfsvoelker massive Angriffe im MEINER Gegend planen, wuerde ich auch abhauen. WER sagt eigentlich, das all diese Menschen vor IS fluechten? WER SAGT DAS? WER SAGT, das die Bevoelkerung der von IS besetzten Gebiete diese nicht begruesst? WER sagt das eigentlich? Die USA? Frankreich? GB? Wie glaubhaft ist das alles?

Dieser Beitrag, den die Online-Redaktion der Tagesschau seit heute morgen unbearbeitet und unkommentiert im Netz stehenläßt, ist ein neues, starkes Argument für meinen Aufruf an die seriösen deutschen Zeitungen und Sender: Schließt endlich ein für allemal die Kommentarfunktion zu euren Artikeln. Stellt diesen zynischen, dummen und (oft!) bösartigen anonymen „Usern“ keine Plattform mehr zur Verfügung!

Veröffentlicht unter Fernsehen und Presse, Internet, Islam, Politik, Sonstiges | Schreib einen Kommentar

Die Angriffe gegen die Mördermilizen beginnen endlich – streng gerügt freilich vom Genossen Lawrow!

In der Nacht haben die USA und „andere Nationen“ (dahinter verbergen sich angeblich arabische Länder, die ihre Namen nicht genannt sehen wollen) damit begonnen, auch die Brutstätten der IS-Milizen in Syrien aus der Luft anzugreifen.

Das war höchste Zeit.

Das lustige Ministerlein Sergej Viktorowitsch Lawrow, das auf den Bühnen der Welt gern den „seriösen Außenminister“ oder den „Verteidiger des Völkerrechts“ gibt (Rollen, die ihm gar nicht gut zu Gesicht stehen!), ist darüber sehr böse (hier nachzulesen):

Russland kritisiert die Luftangriffe der USA gegen die IS in Syrien als Verstoß gegen das Völkerrecht. Für einen solchen Militäreinsatz sei eine Zustimmung der syrischen Regierung oder ein Mandat des UN-Sicherheitsrates notwendig, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Der eigenmächtige Beschluss der USA und ihrer Verbündeten schüre Spannungen und destabilisiere die Region.

Also nicht der Herr über die syrischen Folterkeller, Baschar al-Assad, und auch nicht die Terrorbande IS haben die Region „destabilisiert“, sondern natürlich – Obama. Eine Form der ganz speziellen russischen Optik, wenn man bedenkt, daß sich Rußland gerade ein Stück der Ukraine militärisch einverleibt hat – und zwar ganz ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrats.

Bist schon ein rechter Spaßvogel, Sergej Viktorowitsch!

Veröffentlicht unter Politik | Schreib einen Kommentar

Was ist mit dem großen Tayip Erdogan los? Hält er schon seinen Winterschlaf?

Frisch ins Amt des Präsidenten gewählt, scheint der sonst so großmäulige Erdogan von einer fast klösterlichen Schweigsamkeit ergriffen. Da kann die Welt um ihn herum aus den Fugen geraten – er schweigt beharrlich. Aber es gibt Dinge, die man nicht aussitzen kann. Dazu gehört der Vormarsch jener ruchlosen Verbrecherbande, die sich IS nennt. Papst Franziskus hat es so formuliert:

Niemand soll meinen, er könne sich hinter Gott verstecken, während er Gewalttaten und Übergriffe plant und ausführt. Niemand darf die Religion zum Vorwand für Taten nehmen, die der Würde des Menschen und seinen Grundrechten entgegenstehen.

Diese Banditen, die sich und ihre Mordlust tatsächlich hinter Allah und seinem Propheten verstecken, stehen jetzt an der türkischen Grenze. Sie treiben die syrischen Kurden vor sich her wie eine Herde, die zum Schlachten getrieben wird. Die Türkei hat schon über eine Million Flüchtlinge aufgenommen, am vergangenen Wochenende sind noch einmal 100.000 dazugekommen. Das ist zwar großherzig, und man sollte die Türkei bei der Versorgung der Flüchtlinge kräftig unterstützen, aber das Problem selbst läßt sich dadurch natürlich nicht beheben.

Und die arabischen Länder? Sie verhalten sich wieder einmal so, als hätten sie mit diesem Konflikt nichts zu tun. Die Golfstaaten und Saudi-Arabien, die in Geld förmlich schwimmen und über die modernsten Waffen der Welt verfügen, handeln auch jetzt so schäbig, wie man es von ihnen gewöhnt ist: sie handeln nämlich – gar nicht.

Sollen sich doch die westlichen Länder darum kümmern! Das hat dann auch den Kollateralnutzen, daß man sie hinterher der „Einmischung“ und der „Islamfeindlichkeit“ bezichtigen kann.

Und auch Erdogan trägt offenbar lieber die Last der Flüchtlingsbetreuung, als seine hochgerüstete Armee zugunsten von Kurden und Jesiden ins Feld zu schicken. Von den Christen gar nicht zu reden, die auch im säkularen Deutschland kaum einen Fürsprecher haben.

Nur ein kleiner Exkurs dazu: als die Regierung vor einem guten Jahr feststellte, daß „ein besonderer Verfolgungsdruck auf Christen aus Syrien lastet“, nannte Claudia Roth von den Grünen diese Bemerkung gegenüber der taz „unverantwortlich“:

Es wäre ein fatales Signal an Muslime in der Region, aber auch in Deutschland, wenn die Bundesregierung den Eindruck erweckt, das Schicksal der christlichen Flüchtlinge sei ihnen wichtiger.

Na ja, man hat sich daran gewöhnt, daß die Grünen und Linken (von ganz wenigen „Quotenchristen“ in ihren Reihen abgesehen) mit dem christlichen Glauben nicht viel am Hut haben. Dafür ist die Sorge, die sie den Muslimen in Deutschland angedeihen lassen, um ein Vielfaches größer: kein Moscheebau, der nicht von ihnen kräftig unterstützt wird. Zur Verfolgung der Christen in den muslimischen Ländern hört man dagegen – außer ein paar dürren und allgemeinen Worten –  so gut wie nichts.

Aber zurück zu Erdogan. Er hat die Banditen von der IS lange unterstützt (was er natürlich leugnet), es gibt sogar Anzeichen dafür, daß er sie bewaffnet hat. Er wollte eben Assad schaden, und da war ihm jedes Mittel recht (so wie einst die USA die Taliban ausgerüstet haben, damit sie die Sowjets aus Afghanistan vertreiben, mit den bekannten Folgen). Inzwischen hat der IS die modernsten Waffen von der irakischen Armee erbeutet und braucht keine Almosen mehr von Erdogan.

Glaubt Erdogan, glaubt irgendein Mensch auf der Welt, daß diese Banditen vor einer Grenze haltmachen werden? Sie folgen genau derselben aggressiven Logik wie die mohammedanischen Eroberer, die seit dem 7. Jahrhundert immer größere Teile des damals bekannten Erdkreises mit Feuer und Schwert erobert haben. Insofern sind diese „Gotteskrieger“ dem ursprünglichen Islam näher als der friedlichere Teil ihrer Glaubensbrüder.

Wir hier in Europa können von Glück sagen, daß man das osmanische Heer damals „vor Wien“ gestoppt hat. So hat sich wenigstens Mitteleuropa weiterentwickeln können. Die von den Türken eroberten Balkanländer wurden um Jahrhunderte zurückgeworfen. 

Eines aber können wir aus der Geschichte lernen: anders als militärisch kann man solchen Banden wie dem IS nicht begegnen.

Veröffentlicht unter Christentum, Islam, Politik | Schreib einen Kommentar

Definition des Islamismus

Physisch anwesend im 21. Jahrhundert, die Hirne aber tief eingenistet im 7. Jahrhundert.

Veröffentlicht unter Islam | Schreib einen Kommentar

Flüchtlinge, Asylbewerber, Einwanderer, Migranten – hält das niemand mehr auseinander?

Es ist immer gut, wenn man die Begriffe ganz klar unterscheidet – sonst gibt es nur sinnlose Streitereien.

Fangen wir mit den Asylbewerbern an. Hier ist die rechtliche Lage zumindest auf den ersten Blick eindeutig, denn das Recht auf Asyl hat in Deutschland Grundgesetzrang. In Art. 16a Abs. 1 GG heißt es:

Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.

Wer aus einem anderen EU-Land oder aus einem „sicheren Drittstaat“ kommt, kann sich nicht auf dieses Recht berufen. Die Zahl der als „politisch Verfolgte“ anerkannten Asylbewerber ist begreiflicherweise sehr klein – es sollen weniger als 2% der Bewerber sein.

Die meisten Flüchtlinge, die – meistens illegal aus Staaten außerhalb der EU – nach Deutschland (oder in ein anderes EU-Land) kommen, sind sogenannte Wirtschafts-, Armuts- oder Kriegsflüchtlinge. Das ist alles andere als ehrenrührig: auch viele von uns würden, wenn sie unter drückender Not litten, nach einem Land suchen, in dem es ihnen besser geht. Das Problem in Deutschland ist, daß es zwar faktisch schon lange ein Einwanderungsland ist, aber immer noch so tut, als sei es keines. Und vor allem: anders als die traditionellen Einwanderungsländer (wie Kanada, Australien oder die USA) hat sich Deutschland noch immer kein ordentliches Einwanderungsgesetz geleistet. Das „Zuwanderungsgesetz“ von 2005 erfüllt diesen Anspruch in keiner Weise.

Es wäre dringend geboten, die Zahl der Einwanderer gesetzlich festzulegen und darüber hinaus die Einwanderung an bestimmte Bedingungen zu knüpfen (wie es übrigens alle Einwanderungsländer tun). Es muß also eine Kontingentierung stattfinden, die sich an den deutschen Interessen orientiert. Das hätte für beide Seiten Vorteile: es kommen immer nur so viele Menschen, wie wir auch aufnehmen können, und die Einwanderer haben die Rechtssicherheit, die sie brauchen: sie haben einen Arbeitsplatz und können nach einer gewissen Zeit die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen.

Die deutsche Wirklichkeit sieht anders aus: es kommen immer mehr Flüchtlinge, die auf unserem Arbeitsmarkt keine Chance haben und letztlich nur „geduldet“ werden – und in den „sozialen Netzen“ enden. Das ist für alle Seiten die denkbar schlechteste Lösung.

Wir brauchen also dringend ein Einwanderungsgesetz, das diesen Namen verdient.

PS: Daß es auch unter den Zuwanderern und Flüchtingen ein gerüttelt Maß an Betrügern und Schmarotzern gibt, läßt sich nicht leugnen. Aber das soll ja auch in manchen europäischen Banken nicht anders sein.

Veröffentlicht unter Politik | Schreib einen Kommentar