Eine deutsche Redensart heißt: den Bock zum Gärtner machen.
Eine englische heißt jetzt wohl: Boris Johnson zum Außenminister machen.
Eine deutsche Redensart heißt: den Bock zum Gärtner machen.
Eine englische heißt jetzt wohl: Boris Johnson zum Außenminister machen.
Wenn ich mal groß bin, möchte ich unbedingt Friseur bei Präsident Hollande werden. Da verdiene ich dann 9.895 Euro im Monat.
Das ist übrigens kein Witz. So viel schenkt der französische Steuerzahler dem Coiffeur des sozialistischen Präsident wirklich, Monat für Monat.
Mehr wird – mutatis mutandis – der Haarkünstler Ludwigs XIV. auch nicht bekommen haben.
Liebe Berliner Polizei!
Ihr sprecht in Zusammenhang mit der „linken Gewaltorgie“ (F.A.Z.) am Wochenende von der „gewalttätigsten Demonstration seit Jahren“.
Heißt das jetzt, daß ein schwerer Landfriedensbruch mit mehr als 120 verletzten Polizisten (wohl doch schwere Körperverletzung oder gar versuchter Totschlag?) von der Polizei allen Ernstes als „Demonstration“ eingestuft wird? Eine Demonstration ist eine politische Kundgebung von Bürgern (wohlgemerkt: von Bürgern!), die für eine Sache werben.
Eine Zusammenrottung von (Klein-)Kriminellen, die schon seit Monaten einen rechtsfreien Raum besiedeln, darf man doch nicht auch noch mit dem Begriff „Demonstration“ adeln!
„Unser Gorbi“, Michail Gorbatschow, ist jetzt 85 Jahre alt. Und während manche im Alter gelassener oder gar weiser werden, fällt Gorbatschow in den letzten Jahren eher durch merkwürdig überzogene, fast aggressive Reden gegen den Westen auf. Will er dadurch Sympathien in seiner russischen Heimat gewinnen? Das wird ihm nicht gelingen, denn die meisten Russen machen ihn immer noch persönlich für den Zerfall der Sowjetunion verantwortlich.
Was treibt ihn also an?
Die NATO hat auf ihrer Warschauer Tagung endlich klargemacht, daß sie den militärischen Schutz aller zum Bündnis gehörenden Länder ernst nimmt. Das steht zwar so auch in den Verträgen, aber Putins Einverleibung der Krim – die erste gewaltsame Grenzveränderung nach dem Zweiten Weltkrieg – und seine verdeckte Unterstützung der Banden in der Ostukraine haben eine Bekräftigung der Bündnispflicht gerade gegenüber den kleinen baltischen Staaten und Polen ratsam gemacht. Rußland hat schon seit 2008 im Rahmen einer neuen Militärstrategie mit Großmanövern in Königsberg und in der Ostsee eine Drohkulisse gegen das Baltikum aufgebaut. Der Überfall auf Georgien und die Besetzung der Krim waren Teil dieser Strategie. Daß sich die kleinen Mitgliedsländer der NATO dadurch bedroht fühlen, läßt sich denken. Es ist ja nicht die NATO, die Polen, Estland, Litauen und Lettland ihr Militär aufdrängt, es sind umgekehrt diese Länder, die angesichts der aggressiven Militärpolitik Putins dringend um Hilfe gegen den immer weniger berechenbaren Nachbarn gebeten haben.
Daß Gorbatschow jetzt allen Ernstes sagt, die NATO gehe „von einem Kalten Krieg zu den Vorbereitungen für einen heißen über“, ist allenfalls durch sein hohes Alter entschuldbar.
Der große Sultan in Ankara, der sich großmäulig zum Herrn über alle Turkvölker, wenn nicht sogar über alle Muslime der Welt aufschwingt, hat sich auch heute wieder gegenüber der Kanzlerin geweigert, Abgeordneten des Deutschen Bundestags den Zugang zu den deutschen Soldaten in Incirlik zu gestatten. Wie die Kanzlerin auf eine solche Unverfrorenheit reagiert hat, kann man noch nicht nachlesen – ich fürchte, sie wird sich nach ihrer bekannten Art kleinmachen und herumlavieren wie die Chefin einer Bananenrepublik.
Aber: einem verbündeten NATO-Land den Besuch der eigenen Truppen zu verweigern, die ja auch die Türkei beschützen – das geht gar nicht.
Da gibt es nur eine Konsequenz: die Truppen müssen sofort abgezogen werden. Ich hoffe, der Bundestag ist da konsequenter als die Kanzlerin.
Um sie, die stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD aus dem Geschlecht derer von Storch, geht es – und so beginnt der Wikipedia-Eintrag über sie:
Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg (* 27. Mai 1971 in Lübeck).
Was sie freilich von sich gibt, zeigt nur, daß es mit dem alten deutschen Adel auch nicht mehr weit her ist.
Hören wir doch einmal, was sie gestern kurz nach der Niederlage der deutschen Mannschaft gegen Frankreich getwittert hat (ja, auch geborene Herzoginnen twittern heutzutage!):
Vielleicht sollte nächstes mal dann wieder die deutsche NATIONALMANNSCHAFT spielen?
Da weiß nun wirklich jeder Mensch mit einem gesunden Menschenverstand, was die adlige Dame meint: die Mannschaft ist ihr eben nicht national und nicht deutsch genug.
Einen dümmeren Satz kann man sich nach so einem Fußballspiel im übrigen kaum vorstellen, und ihr Versuch, sich damit herauszureden, sie habe nur gegen den Begriff „Die Mannschaft“ argumentiert, ähnelt ihrer letzten Schutzbehauptung, ihre Hand sei ihr bei der Bedienung der Maus entglitten. Damals hatte sie gesagt, man solle auf illegale Flüchtlinge schießen, notfalls auch auf Frauen und Kinder.
Niemand wird sich – nach all dem, was jetzt schon an nachgewiesenen Redemeldungen aus dieser rechten Brühe bekanntgeworden ist: von dumpfem Nationalismus bis zu Wolfgang Gedeons kaum mehr kaschiertem Antisemitismus – niemand wird sich damit herausreden können, er habe es nicht gewußt, er habe es nur gut gemeint.
Jeder, der diese Partei wählt, wird sich dafür einmal verantworten müssen: auch und vor allem vor seinem Gewissen.
Es gibt Politiker – und es gibt Demagogen. Die Demagogen sind überall auf dem Vormarsch, auch in Deutschland. Warum? Das weiß niemand.
Vielleicht geht es den Menschen im Westen einfach zu gut? Oder haben sie nicht begriffen, daß es in einer Bürgergesellschaft darum geht, Kompromisse zu machen? Gemeinsam den besten Weg zu finden – streitbar, aber ohne Gift und Galle?
Der Demagoge ist eigentlich gar kein Politiker, und schon gar kein Bürger. Er hetzt die Menschen auf (was offenbar gar nicht so schwer ist!), und wenn er sein Ziel erreicht hat, wenn es darum geht, für sein Land zu arbeiten, drückt er sich. Die Mühen der Ebene: das ist nichts für den Demagogen. Deshalb darf sich niemand wundern, daß sich David Cameron, Boris Johnson und Nigel Farage, die ihr Land (ohne jeden Plan für das Danach!) an den Rand des Abgrunds getrieben haben, feige davonmachen.
So sind Demagogen!
Erstaunlich ist nur, wieviele Menschen im Westen auf diese Bauernfänger hereinfallen: auf Pegida und die AfD, auf Marine Le Pen, auf die FPÖ, auf Donald Trump und all die anderen (es gibt sie ja inzwischen fast in jedem Land). Das Internet, wo sich jeder Depp im Schutze der Anonymität äußern kann, spielt dabei sicher eine Rolle. Da wird gehetzt und gelogen, daß sich die Balken biegen. Aber das Internet ist ja nur das Medium, es muß für diesen Haß, für dieses Gift tiefere Ursachen geben.
Ist es vielleicht – mutatis mutandis – eine ähnliche Situation wie 1914, als die Menschen nach Jahrzehnten des Friedens „a bisserl Krieg“ herbeisehnten?
Jedenfalls sollten wir froh sein, daß es noch Politiker wie Angela Merkel gibt. Sie hat zwar schwere Fehlentscheidungen getroffen (etwa in der Euro- und Energiepolitik), aber eines ist sie ganz gewiß nicht: eine Demagogin. Das sieht man schon daran, daß sie bei ihrer (völlig richtigen!) Entscheidung geblieben ist, die in Ungarn gestrandeten und von Orbáns Polizei wie Untermenschen behandelten Flüchtlinge unbürokratisch aufzunehmen, obwohl diese Entscheidung ihre politische Karriere beenden wird. Damit hebt sie sich wohltuend von Luftikussen à la Boris Johnson und Nigel Farage ab.
Was wir (trotz ihrer schweren Fehlentscheidungen) an Angela Merkel haben, wird man leider erst a posteriori erkennen, wenn die Geschichte ihr Urteil gefällt hat.
Es war Hektor (lateinisch Hector geschrieben), Sohn des Priamos, der „Liebling des Zeus“. „Furchtlos und unermüdlich im Kampfe“ sei er gewesen, schreibt Homer. Und weiter:
Freunde, wie müssen wir doch den göttlichen Hektor bewundern als … zuversichtlichen Kämpfer. Ein Gott steht ihm immer zur Seite, Schutz vor dem Unheil!
Und trotzdem: Hektor ist auch nur ein Mensch. Es könnte der Moment vor dem entscheidenden Elfmeter sein, den Homer so beschreibt:
Selbst Hektor verspürte das Klopfen des Herzens, doch er vermochte nicht mehr zu weichen.
So diszipliniert, wie er gespielt hat, war der „göttliche Hektor“ auch nach dem Kampf. Da sagt nämlich seine Mutter zu ihm:
Lieber Junge, was kommst du her aus dem tobenden Kampfe?
Warte ein Weilchen, bis ich dir süßen Wein überreiche!
Aber Hektor entgegnet:
Lieblichen Wein darfst du mir nicht geben, ehrwürdige Mutter.
Schwächen sollst du mich nicht, ich darf nicht die Kräfte verlieren!
So redet ein Held!
Was für eine groteske Vorstellung, das Steuern eines Autos der Elektronik zu überlassen!
Nie und nimmer werde ich in ein Auto steigen, das vom Computer gelenkt wird. Die (leider!) in fast jedem Auto heute schon vorhandene Elektronik (meist nur unnötiger Schnickschnack) hat uns genug Geld gekostet. Seit die solide und billige Elektrik durch Elektronik ersetzt wurde, sind die Reparaturkosten rasant angestiegen.
Die morituri freilich, die zum Tode Bereiten, mögen sich selbstfahrende Autos kaufen.
Die Mörder, die in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, über zwanzig Menschen massakriert haben, sollen nach übereinstimmenden Zeugenberichten während ihrer Bluttat „Allahu akbar“ (Allah ist groß) gerufen haben. Das kennt man inzwischen von den Tatorten fast aller muslimischen Massenmorde.
Wie kommt es, frage ich, daß sich seit Jahrzehnten fast alle Massenmörder ausdrücklich auf Allah und seinen Propheten berufen?
Dazu möchte ich jetzt schon ein bißchen mehr hören als feige Ausflüchte.