Stellt Erdogan vor Gericht!

Böhmermann muß sich wegen einer Klage Erdogans vor Gericht verteidigen – und Erdogan selbst? Er hetzt die türkischen und türkischstämmigen Bürger unseres Landes in einer schändlichen Weise auf, wie es noch nie ein amtierender Präsident gewagt hat, und kommt wohl ungestraft davon.

Dabei würde er, wäre er deutscher Staatsbürger, den Tatbestand der Volksverhetzung auf jeden Fall erfüllen (§ 130 StGB):

Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

  1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
  2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Erdogans maßlose Beleidigungen gegen Cem Özdemir und zehn weitere Abgeordnete („Verräter“, „verdorbenes Blut“), die nun dank dieser Hetze sogar unter Polizeischutz gestellt werden mußten, sollten ein gerichtliches Nachspiel gegen den alten Mann in Ankara haben.

Was erlaubt der sich eigentlich?

Und von der deutschen Regierung kommt außer milden Mahnungen – nichts.

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Ein unflätiger Erdogan – und eine sanft säuselnde Kanzlerin

Die unflätigen Beschimpfungen deutscher Abgeordneter durch Tayyip Erdogan hätte man vielleicht einem Bauern aus Anatolien durchgehen lassen, aber der Präsident eines großen Landes sollte sich sich für seine Schimpfkanonaden so schnell wie möglich entschuldigen. Was erlaubt sich dieser Mann?

Und die Kanzlerin, die ihn nur milde kritisiert („nicht nachvollziehbar“), sollte wissen, daß sie schon wieder alles tut, um die Bauernfänger von der AfD noch stärker zu machen.

Hat die „mächtigste Frau der Welt“ (Forbes) das nötig?

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Die Deutschen haben in Istanbul mitgebombt!

Das schreibt die der AKP und Erdogan nahestehende Zeitung Günes, eine der zehn größten türkischen Zeitungen (hier nachzulesen):

Deutschland habe die harte Reaktion der Türkei auf die „beschämende“ Völkermordresolution des Bundestages nicht ertragen, heißt es in dem Blatt. Und weiter: „In Panik geratend, ist es in alte Gewohnheiten zurückgefallen. Es hat die Terrororganisationen, die es als Marionette benutzt, einen blutigen Anschlag in Istanbul verüben lassen.“

Daß so eine Argumentation eigentlich nur von Insassen der Psychiatrie kommen kann, merkt auch Günes – und redet sich damit heraus, daß „die Türkei“ so denke.

Ich empfehle dringend einen Bluttest für die gesamte Günes-Redaktion!

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Heute abend im MDR-Fernsehen: „Wahnsinn Windkraft“

Heute abend sendet der MDR um 20.45 Uhr den Film „Wahnsinn Windkraft“, in dem es auch um die „windige“ Haltung des BUND gehen soll. Unbedingt ansehen!

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Ich fordere einen Bluttest von Erdogan!

Erdogan fordert einen Bluttest von allen türkischstämmigen Abgeordneten des Deutschen Bundestags – um festzustellen, ob sie reinrassige Türken sind.

Ich fordere einen Bluttest von Recep Tayyip Erdogan – um festzustellen, wie es um seine geistige Gesundheit steht.

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Das Zitat des Tages – diesmal vom Kölner Attentäter

Der Mann, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, das Attentat auf die jetzige Kölner Oberbürgermeisterin verübt zu haben (so vorsichtig muß man das in einem Rechtsstaat ausdrücken!), ist arbeitslos. Aber er ist nicht einfach arbeitslos – nein, er sei, so seine Einlassung vor Gericht,

aus Überzeugung arbeitslos, weil er das „turbokapitalistische“ System nicht unterstützen wolle.

Aus Überzeugung arbeitslos – also: darauf muß man erst einmal kommen.

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FOCUS ist ganz aus dem Häuschen: eine schwule Nacktszene im Tatort!

Die Begeisterung bei den FOCUS-Redakteuren (sind die alle über 70?) kennt keine Grenzen (hier nachzulesen): ein schwuler Tatortkommissar „zeigt alles“. Da frohlockt offenbar die ganze Redaktion:

Komplett nackt, unbeschönigt, freizügig.

Die Kommissare seien

scharfkantig, unkonventionell, lässig. Wie die Hauptstadt eben auch. Deshalb wirkt jede noch so krasse Sexszene auch nicht aufgesetzt oder fehl am Platz. Wir finden: genau so weitermachen!

Wir finden: wer solche Szenen braucht, hat’s nötig. Wir jedenfalls brauchen einen solchen Schmarrn, der schon vor einem halben Jahrhundert keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorgelockt hat, wirklich nicht. Und die vielen neuen Tatorte mit diesen vollkommen austauschbaren, flapsigen Jungbullen und Jungstuten, denen niemand ihren Beruf im Ernst abnimmt, sehen wir uns nicht mehr an.

Auch wenn die FOCUS-Redaktion das alles ganz schön geil findet.

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Die SPD Hannover will die Vergangenheit Helmut Schmidts „aufarbeiten“

Wir leben in einer Zeit, in der endlich alles, aber auch alles „aufgearbeitet“ wird. Erdogan will die „Ereignisse“ von 1915 aufarbeiten, die schon hundertfach belegt und dokumentiert sind. Jetzt will auch noch die SPD von Hannover, ehe sie der Benennung einer Straße nach dem Altkanzler zustimmt, die „dunkle Vergangenheit“ Helmut Schmidts aufarbeiten. Eine gewisse Christine Kastning, Diplom-Ökonomin, die von ihren Genossen allen Ernstes zur Fraktionschefin der SPD in Hannover gewählt worden ist („Bestenauslese“), sagt (hier nachzulesen):

Bevor man eine Straße nach ihm benennt, muss man sich mit der Persönlichkeit auseinandersetzen, es wird eine wissenschaftliche Diskussion stattfinden.

Ja, ist die Dame grade erst auf die Welt gekommen? Kann sie lesen? Lebt sie vielleicht in einem Paralleluniversum?

Der Bezirksbürgermeister (auch SPD!) legt noch einen drauf:

Schmidts Rolle als Wehrmachtsoffizier im Krieg müsse genau geprüft werden, ergänzte Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne (SPD). Das sei nie richtig beleuchtet worden: „Ich gehe nicht davon aus, dass er persönlich an Kriegsverbrechen beteiligt war.“

Ach, ist das nicht lieb vom Genossen Pollähne?

Es könnte gut sein, daß die SPD mit solchen Genossen bald auch noch die 10%-Hürde unterschreiten wird.

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„Hitlers Enkel“ beenden die deutsch-türkische „Schicksalsgemeinschaft“

So steht es jedenfalls in der türkischen Presse, die (ähnlich wie in Putins Rußland) inzwischen zu einer Hetz- und Propaganda-Institution verkommen ist. Es sind keine selbstbewußten Journalisten mehr, sondern nur noch Sprachrohre des büyük lider, des großen Führers. „Unser Waffenbruder ist uns in den Rücken gefallen“, schreibt etwa die AKP-nahe Zeitung Sabah. Und Hürriyet, die der Sultan inzwischen auch gleichgeschaltet hat, spricht von einem „Völkermord an der Freundschaft“.

Sie feuern aus allen Rohren auf Deutschland, kaum jemand in der Türkei schreibt oder spricht ohne Schaum vor dem Mund. Das Bekenntnis zu einer historischen Schuld ist freilich immer schmerzhaft und schwierig, aber muslimische Gesellschaften scheinen mit ihrem seltsamen, hypertrophen Begriff von Ehre und Stolz damit ihre besonderen Schwierigkeiten zu haben. Da wird dann die Darstellung der eigenen Geschichte zu einer frommen Heiligenlegende: zu allen Zeiten hat das türkische Volk nur aus Helden oder doch wenigstens aus lauter guten Menschen bestanden. Niemals wäre ein Türke zu Untaten fähig, wie sie ihm vom Deutschen Bundestag vorgeworfen werden!

Wenn man das alles liest, was jetzt aus der Türkei an Empörung und Wut über unser Parlament schwappt, dann fragt man sich auch, wie es denn mit den Wissenschaften in der Türkei (und in anderen muslimischen Ländern) steht. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß nicht nur die Kunst (Musik, Literatur, Malerei usw.) in der muslimischen Welt auf einem historischen Tiefpunkt angelangt ist, sondern auch die Wissenschaft. Man protzt zwar mit den muslimischen Naturwissenschaftlern und Ärzten des Mittelalters, aber was heute an wirklicher Wissenschaft aus dem muslimischen Teil der Welt kommt, ist kaum der Rede wert. Wissenschaft ist dort, was sie im Westen zuletzt im Mittelalter war: ancilla theologiae, die Magd der Theologie.

Da ist es kein Wunder, daß die meisten Muslime mit Kritik nicht umgehen können.

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Erdogan und seine Hofschranzen

Ein autoritärer Herrscher verfügt immer über eine gewisse Bauernschläue. Dazu gehört, daß er nicht gerade die hellsten Geister seines Landes um sich schart, denn die könnten ihm gefährlich werden. Für Erdogan war schon sein Ministerpräsident Davutoglu zu intelligent, deshalb hat er ihm den Laufpaß gegeben.

Männer, die er lieber um sich hat, sind vom Schlage eines Bekir Bozdağ, seines Zeichens Justizminister von des Sultans Gnaden. Der sagte – his master’s voice – unter anderem folgendes (hier nachzulesen):

„Erst verbrennst du die Juden im Ofen, dann stehst du auf und klagst das türkische Volk mit Genozidverleumdung an“, sagte er. Den Deutschen empfahl er: „Kümmere dich um deine eigene Geschichte.“ Dass in der Resolution von einem Genozid gesprochen werde, sei eine Verleumdung des Volkes, des Staates und der Geschichte der Türkei.

Natürlich kann man auf eine so kindisch-dumme Einlassung nicht ernsthaft antworten. Bozdağ hat ja nicht einmal begriffen, daß er mit seiner Retourkutsche (ohne es zu wissen) einen wunden Punkt angesprochen hat, denn Deutschland hat sich mit seiner eigenen Schuld seit vielen Jahrzehnten auseinandergesetzt. Sich der Schuld zu stellen, ist nie leicht, es tut weh, und niemand wird sagen, daß wir uns damit leicht getan haben. Vieles ist viel zu spät begonnen worden, und doch: es gibt bei uns eine Kultur der Erinnerung und der Scham über das, was im deutschen Namen geschehen ist.

In der Türkei gibt es fast nichts derartiges: die Erinnerung an die Verbrechen des osmanischen Reiches wird in einem Schwall von falschem Nationalstolz erstickt.

Hören wir noch einen der Hofschranzen des Sultans, den AKP-Parlamentarier Burhan Kuzu:

Schäme Dich, Deutschland. Kümmere Dich erst um Deine eigene schmutzige Geschichte. Ist Hitler etwa Türke?

Nein, Hitler ist kein Türke. Aber fast alle, die vor hundert Jahren den Völkermord an den Armeniern geplant und durchgeführt haben, waren Türken.

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