Ölpalm-Plantagen als Geldanlage?

Solche oder ähnliche Anzeigen sieht man im Internet immer öfter:

Palmöl ist das weltweit meistverwendete Pflanzenöl. Über *** können Sie sich direkt an einer Palmölplantage beteiligen. Mit diesem einzigartigen Angebot sichern Sie sich 9% Ausschüttung pro Jahr!

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Auszahlungen bereits im 1. Jahr
Garantierter Rückkauf zu 100% des Kaufpreises
Laufzeit 10 Jahre, schon ab € 7500
Soziale und ökologisch sinnvolle Beteiligung

Woher kommt so eine hohe Rendite? Das erfahren wir nicht. Daß aber eine Beteiligung an Palmölplantagen auch noch als „sozial und ökologisch sinnvoll“ angepriesen wird, ist eine Ungeheuerlichkeit. Da nutzt auch der Hinweis auf „runde Tische“ und den WWF nichts. Es gibt zur Zeit nichts, was für die Ökologie der Tropen auch nur annähernd so zerstörerisch ist wie diese Ölpalmplantagen.

Wenn Sie unbedingt Geld anlegen möchten, dann bitte, bitte: auf keinen Fall in solche Plantagen!

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ER WAR DA !!!

WinkemannIch bin kein Freund des Winters, und ein Gespür für Schnee habe ich – anders als Fräulein Smilla – auch nicht. Daß zum Exempel auch heute wieder praktisch das gesamte ARD-Programm im Zeichen des Wintersports steht (Schnee von 9.10 bis 17.50, danach noch Fußball bis zur Tagesschau!), ärgert mich maßlos.

Für mich ist der Winter allenfalls eine Zeit der Vorfreude auf den Frühling.

Aber es gibt etwas, was mich besänftigt – das ist der Winkemann von Berwang. Seit heute morgen ist die Sonnalmbahn wieder in Betrieb – und gleich am ersten Tag war er da! Dem dichten Nebel hat er getrotzt, und auch der Kameraführung, die ihn nur ein paar Sekunden gezeigt hat.

Wie schön, daß es noch Dinge gibt, auf die man sich verlassen kann.

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Noch 24 Stunden

Morgen ist es soweit – es steht und winkt der Winkemann (im Alpenpanorama auf 3sat, gegen 8.33 morgens).

Wenn die Kamera richtig schwenkt, jedenfalls, und wenn er Zeit zum Winken hat.

Tout le monde freut sich schon!

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Nur noch 48 Stunden!

Ja, es ist soweit – man kann die Zeit, bis der Winkemann kommt, schon in Stunden angeben. Heute morgen kurz nach acht war zum ersten Mal Licht an der Bergstation der Sonnalmbahn von Berwang. Wahrscheinlich wird die Funktionsfähigkeit der Technik geprüft.

Gut möglich, daß der Winkemann schon zugange ist. Aber gewinkt wird frühestens am Samstagmorgen!

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Die lustigste Überschrift des Tages

Sie stammt von der Online-Ausgabe der Welt:

Putin beklagt moralischen Verfall in Rußland.

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Josef, Maria und das Jesuskind bleiben im Depot

Seit mehr als 59 Jahren hat man an der Ocean Avenue im kalifornischen Santa Monica Buden mit Szenen aus der Weihnachtsgeschichte aufgestellt – dieses Jahr nicht mehr. Schuld daran ist ein eifernder Atheist namens Damon Vix. Erst erstritt er die Aufstellung eines Plakats mit der Aufschrift „Alle Religionen basieren auf Märchen und Mythen“, dieses Jahr mußte ihm die Stadt sogar 18 der 21 Buden überlassen. Die Klage gegen diese Entscheidung wurde von einer Bundesrichterin abgewiesen.

Überall in den USA kämpfen zunehmend aggressive atheistische Sekten gegen christliche Symbole.

Was lernt man daraus? Den ekelhaften Fundamentalismus gibt es nicht nur bei Muslimen und Christen, sondern immer mehr auch bei Atheisten. Aber Angst muß man vor ihnen deshalb nicht haben: wer nur noch mit Schaum vor dem Mund spricht, hat schon verloren. Da kann ihm auch kein Bundesgericht mehr helfen.

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Viermal werden wir noch wach …

Dann ist er hoffentlich wieder da, der Winkemann. Heute hat man Berwang im Alpenpanorama einfach ausfallen lassen, aber es hat ja auch noch niemand gewunken, also wollen wir es dem Sender verzeihen.

Die Temperaturen waren übrigens eisig – minus 11 Grad tagsüber. Aber am Samstag, so liest man, liegt die Höchsttemperatur um den Gefrierpunkt, bei leichtem Schneefall.

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Ägypten soll ein ein Gottesstaat werden

In der Politik geht es selten fromm und moralisch zu, auch bei uns nicht. Aber bei uns sind verfassungsmäßige Korrektive eingebaut: die Gewaltenteilung, eine unabhängige Gerichtsbarkeit und die freie Presse. Und eine wachsame Öffentlichkeit!

Die Demokratie ist immer bedroht, aber solange diese Korrektive funktionieren, ist die Freiheit nicht in Gefahr.

Der ägyptische Präsident Mursi, der niemals vorhatte, der „Präsident aller Ägypter“ zu sein, ist nur das ausführende Organ der Muslimbrüder. Diese islamistische Bruderschaft, die ihren bescheidenen Wahlsieg nur den bildungsfernen Schichten (und natürlich auch der bunten Uneinigkeit der demokratischen und liberalen Kräfte) verdankt, hat mit seinen Putschdekreten den Weg zu einer totalitären Herrschaft der Islamisten ebnen wollen, mit allem, was dazugehört: Scharia, Aushebelung des Rechtsstaats, Beseitigung der freien Presse. Die Dekrete selbst, die soviel Aufsehen erregt haben, waren aber nur ein Mittel zum Zweck: sie sollten verhindern, daß irgendeine unabhängige Instanz die von diesen feinen Brüdern ohne breite Diskussion durchgepeitschte „Verfassung“ am Ende noch verhindern kann. Deshalb konnte Mursi leichten Herzens die Dekrete zurücknehmen. Was für ihn und seine Freunde zählt, ist allein diese Verfassung, die ihnen – so stellen sie es sich jedenfalls vor – die Lizenz zum Rückbau des modernen Ägyptens in einen dumpfen, von Korangelehrten  beherrschten Gottesstaat gibt. Deshalb konnte es ihnen mit der „Verfassung“ gar nicht schnell genug gehen, deshalb sie keine offene Diskussion zugelassen.

Nicht die Dekrete waren der eigentliche Staatsstreich, sondern die Verfassung selbst. Schon daß man ihr den Namen „Verfassung“ gibt, ist eine Verhöhnung der Demokratie.

Ich bin immer gegen einen Boykott gewesen, und es war in meinen Augen falsch, daß sich die demokratischen Kräfte aus den Diskussionen über die Verfassung zurückgezogen haben, statt diese Verhandlungen zu einer Tribüne für die Demokratie zu machen. Aber mit der Abstimmung über die Verfassung, die Mursi wie ein selbstherrlicher Pharao auf den 15. Dezember gelegt hat, verhält es sich anders. Wer an dieser Wahl teilnimmt, egal ob er mit Ja oder Nein stimmt, gibt den Muslimbrüdern auch noch den Anschein der Legalität.

Viele haben das verstanden, und wenn man (zum Beispiel in den Straßeninterviews) sieht, mit welcher Klugheit viele einfache Menschen die islamistischen Machenschaften durchschauen, kann man nur staunen.

Und natürlich muß man ihnen Glück wünschen in ihren Kampf gegen die verschlagenen Brüder – den Frauen vor allem, denn sie wären (zusammen mit den kritischen Journalisten) die ersten Opfer des Gottesstaats.

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Give me five – noch fünf Tage bis zum Winkemann!

Berwang ist ja wirklich ein kleiner Ort, er hat gerade einmal 595 Einwohner. Einer von ihnen ist – wahrscheinlich, denn sicher weiß es niemand – der Winkemann. Den ganzen Sommer verbringt er in der Anonymität der Berge, aber dann!

Dann kommt seine Zeit, die Zeit des Winkemanns.

The age of the WAVING MAN.

Also: fünfmal werden wir noch wach …

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Was man in einer Gratiszeitung so alles findet

Beim Stöbern in einer Gratiszeitung kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Da gibt es zum Beispiel eine Pizzeria, die sich My Pizza Factory nennt. Mamma mia – da weiß man wirklich nicht, ob man über so viel Sprachgefühl lachen oder weinen soll.

Und was man sich alles gönnen kann!

Ein Fresh-Up-Shiatsu zum Beispiel, eine Wai Siam Massage, ein Schoko-Aroma-Rückenpeeling – oder vielleicht lieber eine Ganzkörper-Algenentschlackungsbehandlung? Oder stehen Sie etwa mehr auf HappyPartyEvents?

Sogar eine vorweihnachtliche Fußvermessung wäre möglich.

Es ist eben die Zeit, in der alle Wünsche erfüllt werden.

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