Der Genosse Putin, die Madonna und der Lebemann im Palazzo Grazioli

Ja, beim Papst war er auch, der Genosse Putin (sogar mit züchtig bekleidetem Oberkörper!), und er hat natürlich dafür gesorgt, daß ihn alle Kameras dabei beobachten konnten, wie er der Ikone mit der Muttergottes einen dicken Schmatz aufdrückte. Ob er jetzt wirklich ein frommer Mensch geworden ist auf seine alten Tage, der Genosse Putin, das weiß man nicht genau, aber ein Kirchgänger ist er schon (jedenfalls wenn die Kameras dabei sind), und er schmückt sich gern mit der hohen Geistlichkeit. Na, und die geistlichen Würdenträger von Mütterchen Rußland schmücken sich natürlich mit ihrem geliebten Präsidenten, dem sie jeden Wunsch von den Lippen ablesen.

Ach, Wladimir Wladimirowitsch, da warst du sicher froh, als das anstrengende Gespräch mit dem Papst endlich vorbei war! Es ist ja ganz hübsch, Aug in Aug mit einem Papst, aber mit deinem Freund Silvio beim Abendessen im römischen Palazzo, so von Mann zu Mann – das bringt doch dein Blut ganz anders zum Wallen! Zumal sich die Putina im Sommer endgültig von dir getrennt hat und du wieder freie Hand hast …

Ich weiß ja nicht, ob ihr allein wart in dem großen Palazzo – immerhin steht in einem der Zimmer das Bett, das du deinem Freund Silvio einst geschenkt hast, das berüchtigte „Putin-Bett“. Nur dumm, daß damals jemand eine Wanze über dem Bett installiert hatte und alle Welt hören konnte, wie Silvio der „Escort-Dame“ Patrizia auftrug, im Putin-Bett auf ihn zu warten, er müsse noch duschen.

So ein Malheur könnte dir natürlich nicht passieren, Wladimir Wladimirowitsch, hab ich recht? So ein Mensch, der versuchen würde, dich zu belauschen, na, der wäre ganz schnell in einem deiner vielen Arbeitslager, gell?

Einen Putin belauscht man eben nicht. Schon weil er die Muttergottes so liebt und abschmatzt.

Jedenfalls wenn die Kameras dabei sind.

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