5.000.000.000 Euro für die Windkraft – oder: Willkommen im Narrenhaus Deutschland!

Gehen Sie doch einmal zu Ihrer Bank, um einen Kredit für eine Geschäftsgründung zu bekommen. Wahrscheinlich werden Sie nicht viel Glück haben.

Die Energiekonzerne (es sind fast nur die Großen) haben mehr Glück. Selbst frühere Atomkraftwerk-Betreiber haben gemerkt, daß eine neue Goldgrube auf sie wartet: die Windkraft. Sie ist zwar unzuverlässig, ihre sichere Verfügbarkeit noch völlig ungelöst, aber egal – wenn soviel Geld ausgeschüttet wird, muß man dabei sein. 5 Milliarden Euro stehen allein für die Betreiber von „Offshore-Windparks“ als subventionierte Kredite der staatseigenen KfW-Bank bereit. Für sie bürgt übrigens der Steuerzahler. Und es winken nicht nur Kredite in einem fast nicht vorstellbaren Ausmaß – auch die staatlich garantierte Vergütung wird noch einmal auf 15 Cent pro Kilowattstunde angehoben – und für 12 Jahre Jahre garantiert! Selbst danach gibt es immer noch eine Garantie von 3,5 Cent/kWh. Bei solchen Renditen werden auch die Betreiber von ziemlich schmutzigen Kraftwerken plötzlich grüner als grün.

Nun könnte jemand einwenden: was ist nicht schon alles bei uns subventioniert worden, da wird das Geld jetzt wenigstens in eine natur- und klimaschonende Energie gesteckt. Das kann doch nicht falsch sein!

Es ist nicht nur falsch, es ist eine geradezu katastrophale Weichenstellung, denn mit der Zwangsabschaltung der Atomkraftwerke (sieben auf einen Streich, wie im Märchen) und der gleichzeitigen massiven staatlichen Suventionierung der Windkraft ist der Wettbewerb für unabsehbare Zeit ausgehebelt worden. Die finanzielle Bevorzugung der Windenergie, die eine ziemlich windige und unzuverlässige Energie ist, wird nicht nur den „freien Markt“ auf dem Energiesektor zur Farce machen, sie wird auch zur Folge haben, daß die teure Forschung auf dem Sektor innovativer Energien nur noch in kleinen akademischen Gruppen stattfinden wird. Durch den massiven Eingriff der Regierung nimmt der Staat, wie Andreas Mihm heute zurecht in der F.A.Z. schreibt,

dem Markt die Möglichkeit, die nächstgünstigste Alternative zur Stromerzeugung  gegenüber der aus Kernkraft zu finden.

Aber eine Wahl haben wir ja noch, die uns die Regierung läßt: entweder wir stimmen der kompletten Verschandelung unserer Umwelt durch die flächendeckende Zubetonierung der Natur mit Windkraftanlagen in allen Bundesländern zu (und die müßte wahrhaft gigantische Ausmaße annehmen, wenn die Atomkraft damit ersetzt werden soll) – oder alle Windräder werden ins Meer gesetzt, und wir nehmen dafür nicht weniger monumentale und für die Umwelt ebenso verheerende Stromtrassen von bis zu einem Kilometer (!) Breite in Kauf.

Das, liebe Landsleute, ist die Alternative, die man Euch noch läßt.

Alles andere ist unwiderruflich entschieden, durch eine Koalition von CDU, CSU, FDP, SPD und den Grünen. Alle konservativen Stimmen sind zum Schweigen gebracht worden. Selbst dem WWF geht der rabiate Ausstieg zu schnell:

„Mit den jetzigen Regelungen wird aus einem geplanten verlässlichen Auslaufpfad eine zehnjährige Fahrt zu einer hohen Klippe. Wir bewegen uns sehenden Auges auf ein großes Problem zu. Ein reibungsloser Ausstieg wird so schwer“, warnt Regine Günther, Leiterin Energie und Klimaschutz beim WWF Deutschland.

Aber auch diese Warnung wird verhallen. Die Stimmung ist gut, wir sind die Vorreiter, an unserem grünen Wesen soll ganz Europa genesen.

Die Techno- und Pseudo-Grünen aller Parteien haben sich vereinigt, um der praktischen Vernunft den Kampf anzusagen. Wer die Natur schützen will, muß sie jetzt leider gegen diese vielen grünen Mäntelchen im Land beschützen.

Dieser Beitrag wurde unter Die grüne Bewegung, Natur, Politik, Windkraftanlagen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu 5.000.000.000 Euro für die Windkraft – oder: Willkommen im Narrenhaus Deutschland!

  1. Ferhat sagt:

    Hast du noch naehere Informationen darueber ?

    • Lupulus sagt:

      Hallo Ferhat,
      ich bin selbst auf der Suche nach noch präziseren Informationen, aber die sind meist nur gut versteckt im Wirtschaftsteil einiger Zeitungen zu finden. Das ist auch eine Art von Desinformation: die „weichen“ Infos (über die schönen naturfreundlichen, erneuerbaren Energien) werden überall bereitwillig gegeben, aber die wirklich „harten“ Informationen (Kosten, technische Probleme usw.) läßt man nicht nach außen dringen. Dann würde nämlich die Begeisterung in der Bevölkerung sehr schnell in sich zusammenfallen. Ich werde aber alles, was ich finde, demnächst im Blog veröffentlichen. Du kannst ihn ja auf der rechten Seite als Feed abonnieren – dann bist Du immer auf dem neuesten Stand.
      Schöne Grüße,
      Lupulus.

  2. xman sagt:

    Kernenergie, Windkraft und Pumpspeicher

    http://www.wahrheiten.org/media/pdf/Kernenergie-%20Windkraft-und-Pumpspeicher.pdf

    Fazit:
    Offenbar muss die Renaissance der Windkraft auch in Deutschland eine Illusion
    bleiben. An der ungeliebten Kröte Kernenergie führt der Wind nicht vorbei. Auch
    der beliebte Blick auf den „Vogel Strauß“ kann weder Erleuchtung bringen, noch
    die zukünftige Energieversorgung sichern.

    Der Widerstand gegen Wind und -solarenergie formiert sich.
    http://www.naeb.info/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert