Die Bücherverbrennung von Timbuktu

Wer Bücher verbrennt, hat man einmal gesagt, verbrennt irgendwann auch Menschen. Es gilt aber auch umgekehrt: wer Menschen verachtet, quält, verstümmelt und tötet, dem bedeuten Bücher nichts, er verbrennt sie, ohne mit der Wimper zu zucken.

Wenn die Berichte stimmen, daß die Islamisten in Timbuktu die erst vor vier Jahren erbaute Bibliothek mit ihren unersetzlichen alten Büchern niedergebrannt haben, dann sollte man sie solange jagen, bis man auch den letzten von ihnen gefaßt hat. Es geht hier nicht um eine Sachbeschädigung – es geht um ein Verbrechen gegen die Menschheit.

Diese Täter müssen sich – auch wenn noch so viel Zeit verstreichen wird – am Ende für ihre Barbarei vor einem Internationalen Gerichtshof verantworten.

In diesen Büchern war das Erbe einer jahrhundertealten Kultur gespeichert, und wer sie zerstört, vernichtet auch die Geschichte, die Kultur, die Identität der Menschen.

Ich kann mir ein schlimmeres Verbrechen nicht vorstellen.

Und es ist bezeichnend, daß auch dieser barbarische Akt – wie die mesten der letzten Jahrzehnte – im Namen des Islam verübt worden ist.

Noch besteht Hoffnung, daß wenigstens ein Teil der wertvollen Bücher und Handschriften nicht verbrannt ist – aber groß ist die Hoffnung nicht.

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