Angie – as cold as ice

Eiskalt – dieses Wort stammt nicht von mir, sondern von der F.A.Z., die der CDU im allgemeinen gewogen ist (hier nachzulesen):

Mit solcher Eiseskälte hat die Kanzlerin noch keinen ihrer Minister nach Hause geschickt.

Warum hat sie das getan? Es geht nicht um die verlorene Wahl, wie ärgerlich sie auch gewesen sein mag. Es geht einzig und allein um die Energiewende, die immer noch auf der Kippe steht. In vielen Dingen mag die Kanzlerin nachsichtig sein, aber wenn es um die Energiewende geht, versteht sie keinen Spaß. Wenn da ein Minister zögerlich und unentschlossen ist, handelt sie eben – eiskalt.

Um Ökologie, Nachhaltigkeit und die Natur geht es dabei nicht. Es geht um eine Investition, ein Milliardengeschäft. Wer immer noch naiv genug ist, an eine Art ökologisches Erweckungserlebnis der Kanzlerin nach Fukushima zu glauben, mag zur Kenntnis nehmen, daß es die Wirtschaft ist, die jetzt den Ton angibt (hier nachzulesen):

„Die nächsten Monate sind entscheidend für das Gelingen der Energiewende“, sagt der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Hans-Peter Keitel. Er sichert Altmaier volle Unterstützung zu.

Der Reibach, den die Industrie machen will, ist von seinen Dimensionen her fast unvorstellbar: schon die Solarindustrie hängt seit vielen Jahren am Tropf des Steuerzahlers, aber die staatliche Subventionierung der Windkraft nimmt allmählich Ausmaße an, die sogar die Alimentierung der Kernkraftwerke noch in den Schatten stellt. Hier winken Gewinne, die auf Jahrzehnte durch den Steuerzahler abgesichert sind und das unternehmerische Risiko gegen Null tendieren lassen. Die Energiekonzerne, die hier investieren, verfügen schon jetzt über soviel Kapital, daß sie bei der Suche nach Standorten in Städten und Gemeinden mit Geld um sich werfen können.

Allein für die unsinnige Solarförderung zahlen wir – also die Steuerzahler! – im Moment pro Jahr die gigantische Summe von sieben Milliarden Euro. Die Windkraft wird noch um ein Vielfaches teurer werden. Hier winken so große (und so gut durch den Steuerzahler abgesicherte) Gewinne, daß ein zögerlicher Minister, ein cunctator, nicht im Amt bleiben darf.

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