Die wunderbare Welt der Frau im Islam

Nirgendwo geht es Frauen so gut wie in den islamischen Gesellschaften.

Das glauben Sie nicht? Na, dann lesen Sie mal – zum Beispiel hier:

Dem Mann obliegt es, die Familie zu versorgen. Er ist vor Gott verantwortlich für das Wohlergehen seiner Familie. Eine Familie braucht Führung, so wie es auch in jedem Team jemanden geben muß, der letztendlich Entscheidungen fällt.

Und das ist natürlich der Mann! Aber die Frau darf sogar mitbestimmen, wen sie heiratet:

Ohne die Einwilligung der Frau darf eine Ehe nicht geschlossen werden, und der Ehevertrag ist ungültig. Es ist eine weise Praxis unter Muslimen, die Familie in diese wichtige Entscheidung miteinzubeziehen. Sie gibt dem zukünftigen Ehepaar den nötigen Rückhalt und setzt sich in schwierigen Situationen für das Fortbestehen der Ehe ein.

Wir werden auf eine dieser „schwierigen Situationen“ noch zu sprechen kommen. Auf die Frage übrigens, warum der Muslim zwar mehrere Frauen, die Muslima aber keineswegs mehrere Männer haben darf, liest man folgendes:

Der Islam ist die Religion der natürlichen Veranlagung des Menschen. Die Heirat von Frauen mit mehreren Männern ist allgemein eine nur selten vorkommende Praxis. Daher kann man davon ausgehen, daß es auch nicht der Natur der Frau entspricht, gleichzeitig mit mehreren Männern verheiratet zu sein. Außerdem ist es nicht praktikabel, daß mehrere Männer als Familienoberhaupt fungieren.

Das leuchtet freilich ein. Und darf der Mann seine Frau schlagen? Wir wissen ja, daß in bestimmten Kreisen Broschüren zirkulieren, wie man seine Frau fachgerecht so schlägt, daß keine Spuren entstehen. Das sei, heißt es, „ein mit Vorurteilen belastetes Thema, das sehr schwierig zu erklären ist“. Auf jeden Fall darf der Ehemann nicht einfach drauflosschlagen – er muß in drei Schritten vorgehen, denn der Koran gebietet ihm, daß er

diese drei Schritte auf jeden Fall einhalten muß: Ermahnung, Trennung im Ehebett und Schlagen.

Das Verprügeln der Ehefrau ist also nur das letzte Mittel, wenn sich die Frau besonders uneinsichtig und renitent zeigt. Die schöne neue Welt des Islam!

Und jetzt zurück zur Wirklichkeit. Nehmen wir die 15jährige Amina Filali aus Marokko. Sie wurde von dem zehn Jahre älteren Mustafa Sallak vergewaltigt. Jetzt würden wir, naiv wie wir sind, sagen: er ist der Täter, sie ist das Opfer. Aber der Vater der jungen Frau hat, statt den Täter anzuzeigen, einer Zwangsheirat von Täter und Opfer zugestimmt. Nachdem Amina auch noch von der Familie des Vergewaltigers immer wieder mißhandelt wurde, nahm sie sich mit Rattengift das Leben. Der Fall hat – immerhin! – in Marokko eine Diskussion über solche Fälle ausgelöst. Richter und Staatsanwälte, die oft zu einer Heirat von Täter und Opfer drängen, um der Familie (welcher eigentlich?) „die Schande zu ersparen“, müssen sich der öffentlichen Kritik stellen. Ein kleiner Lichtblick.

Keinen einzigen Lichtblick gibt es dagegen in Afghanistan. Der Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch über die Stellung der afghanischen Frauen ist erschütternd. Auch hier wird im Fall einer Vergewaltigung nicht der Täteer bestraft, sondern das Opfer. Die Frau wird wegen „außerehelichen Geschlechtsverkehrs“ ins Gefängnis gesteckt – „moralisches Verbrechen“ nennt man das.

Selbst wenn sie die mehrjährige Gefängnisstrafe abgesessen hat, ist sie ihres Lebens nicht sicher.

«Meine Eltern kommen jede Woche in Gefängnis. Jedes Mal sagen sie mir, dass sie mich nach der Entlassung töten werden», wird die 17-jährige Chalida zitiert. Sie war mit einem Jungen von Zuhause weggelaufen, weil sie ihn nicht heiraten durfte.

Der Sprecher von Präsident Karsai meinte lapidar, es gebe noch Probleme, aber Afghanistan sei halt „ein vom Krieg geplagtes Land.“ Aber vielleicht ist es ja gar nicht der Krieg, der die Frauen entwürdigt und immer wieder so erniedrigt, daß sie nur noch den Tod als Ausweg sehen.

Vielleicht ist es die archaische Spielart einer Religion, die – als einzige unter den großen Weltreligionen – der Frau eine Stellung zuweist, die sie zum Mündel des Mannes macht. Solange das Testosteron mitsamt der ganzen archaisch-männlichen Kultur den Segen von oben – von ganz oben! – hat, wird sich auch an der Kultur der Gewalt in vielen islamischen Gesellschaften nichts ändern.

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