Die Griechen, BILD und Philipp Rösler

Als Westerwelle noch FDP-Chef war, dachte man: kann eine Partei tiefer sinken? Seit Rösler sein Nachfolger ist, weiß man: ja, das geht.

Da hilft nur noch eines: der Bildzeitung ein Interview geben und – auf die Griechen einprügeln. Rösler liefert endlich, zum Beispiel Sätze wie diese:

Unsere Geduld mit Griechenland neigt sich deutlich dem Ende zu. Die Zeit läuft.

Ja, so springen Reiche mit ihren armen Verwandten um. Es ist ein Umgangston, wie man ihn bisher nur von Geldeintreibern und Kleinkriminellen im Film kannte. In Europa war er zwischen souveränen Staaten nicht üblich – diese Sprache der Arroganz, die durch keinen Respekt, keinen menschlichen Anstand mehr gemildert ist, hat die Regierung Merkel eingeführt.

Auf die Frage, warum die FDP nicht aus ihrem Tief komme, sagt Rösler nur, die Partei sei inzwischen „mit neuen Themen in die Offensive gekommen“. Damit meint er wahrscheinlich die endgültige Entmündigung Griechenlands, dem bald nur noch eine Art Vasallen- oder Kolonialstatus zuerkannt werden soll.

Ja, gegen die Griechen wird sogar aus dem kleinen Philipp ein großer Zampano!

Aber ein bißchen armselig ist das schon, oder?

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