Ethische Genderfonds – ach, wir leben in einer schönen neuen Welt!

Die feministisch bewegte Geldanlegerin von heute investiert natürlich in einen Genderfonds – „ethisches Investment“ nennt man das. Eine Studie habe ergeben, so ist hier nachzulesen, daß Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil wirtschaftlich erfolgreicher seien. Eine Finanzberaterin von der FrauenFinanzBeratung in Stuttgart (ja, so etwas gibt es wirklich!) ist aber skeptisch: der kausale Zusammenhang zwischen Frauenanteil und wirtschaftlichem Erfolg sei von den Studien nicht ausreichend belegt worden.

Als ethisch korrekt gelten auch die Waldfonds, die eine Zeitlang bei wohlhabenden, aber blauäugigen Naturfreunden beliebt waren. Denen hatte man weisgemacht, daß blühende Waldlandschaften in Costa Rica oder Paraguay dem Anleger eine Rendite von bis zu 12% im Jahr bescheren würden. Aber was da soviel Geld abwerfen sollte, war kein naturnaher Wald, man investierte laut Wikipedia „überwiegend in Plantagenwirtschaft, das heißt in die Monokultur einer Baumart (Eukalyptus, Kiefer, Teak etc)“.

Das alles ist so wenig ethisch und ökologisch, wie es die Investitionen in Ackerland, Solarparks und Windkraftanlagen sind. Aber, wie man so schön sagt: „Mundus vult decipi, ergo decipiatur“.

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