Die Energiewende als Merkelsche Schnapsidee

Die Merkelsche „Energiewende“ war eine Schnapsidee, aus einer Emotion heraus entstanden und ohne Sinn und Verstand durchgeführt. Die F.A.Z. hat dazu keine durchgehende Meinung. Anna-Lena Niemann, Redakteurin im Ressort „Technik und Motor“, zählt in ihrem Kommentar zunächst die Probleme auf, die durch die Energiewende entstanden sind. Jedes Land, erst recht ein Industrieland wie Deutschland, braucht eine zuverlässige Energieversorgung – nicht nur, wenn die Sonne scheint und der Wind weht, sondern immer: zu jeder Stunde und in jeder Sekunde. Die geradezu sträfliche Zuversicht, bis zur kompletten Abschaltung von Atom- und Kohlekraftwerken werde man die Windenergie schon „irgendwie“ speichern können, gehört zu den schlimmsten Fehleinschätzungen der Merkelzeit.

Die Energiewende, schreibt Frau Niemann zurecht (hier nachzulesen),

darf noch nicht einmal dann als gelungen verbucht werden, wenn die Stromerzeugung der Erneuerbaren im Jahresdurchschnitt stimmt, sondern sie muss es zu jeder Sekunde, Stunde, an jedem einzelnen Tag tun, weil es kaum Speichermöglichkeiten gibt.

Das stimmt, und unsere Nachbarländer werden uns dann – nicht ohne Häme – ihren (klimafreundlichen!) Atomstrom verkaufen.

Wenn man einmal einzelne Tage betrachtet, sieht das so aus:

Am 22. März zum Beispiel deckten die Erneuerbaren um 19 Uhr noch 51 Prozent des Verbrauchs, weil sich der Wind ins Zeug gelegt hat. Zum Zeitpunkt der Spitzenlast, um 12 Uhr, waren es sogar 62 Prozent. Nur zwei Tage später ähnelt sich das Bild zur Mittagszeit zwar. Weil das aber vor allem auf das Sonnenkonto ging, sackt der Anteil am Abend auf 19 Prozent ab.

Anders gesagt: wir haben uns nicht nur von der technischen Entwicklung der immer sichereren Kernkraftwerke ausgeklinkt, wir verzichten damit auch auf eine eigene, sichere Energiebasis und werden auf lange Zeit von Stromlieferungen unserer Nachbarländer abhängig sein. Wer alle Kohle- und Atomkraftwerke abschaltet, hat vorher seinen Verstand abgeschaltet.

Kommt Frau Niemann auch zu diesem Schluß? Hören Sie selbst:

Solange die Erneuerbaren nicht den gesamten Bedarf decken können, müssen herkömmliche Kraftwerke einspringen. Und nun? Kohle und wieder Kernkraft oder Fernseh-, Back- und Ladeverbot am Abend? Weder noch. Statt selbstzufrieden auf wachsende Durchschnittswerte zu blicken, müssen endlich mit Nachdruck Wind, Sonne und Speicher ausgebaut werden. Sonst wird uns irgendwann im Dunkeln sitzend dämmern, dass die Wende missraten ist.

Die Analyse stimmt, aber die Folgerung ist absurd. Selbst wenn man die Windenergie auf Biegen und Brechen ausbaut und die letzten deutschen Naturlandschaften durch 200 Meter hohe Windkraftanlagen zerstört, wird man damit keine sichere Stromversorgung für Industrie, Gewerbe und Haushalte aufbauen können. Wo sollen die sicheren Speichermöglichkeiten denn herkommen, wenn es sie selbst zehn Jahre nach der Energiewende immer noch nicht gibt?

Nicht die Entscheidung in der Flüchtlingskrise des Jahres 2015, sondern die „Energiewende“ war die schlimmste und folgenschwerste Fehlentscheidung der Regierung Merkel.

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