Stern(chen)zeit: Herbst 2020

Der Konflikt um Bergkarabach, schreibt die taz, sei

kein Krieg zwischen christlichen Armenier*innen und muslimisch geprägten Aserbaidschaner*innen.

Die feministische Sprachdummheit, das sieht man daraus, hat die Grenze zum Absurden, zur Lächerlichkeit längst überschritten. Selbst in der Berichterstattung über ein Land, in dem es um das Überleben einer der ältesten christlichen Kirchen geht, ist die erstaunliche Erkenntnis, daß es im Kampfgebiet neben Männern auch (und vor allem!) Frauen gibt, mindestens so wichtig wie die Berichterstattung selbst.

Aber Sprache hat sich doch schon immer verändert! – rufen uns die Medienvertreter vom Nabu bis zum ZDF zu. Das stimmt – und ist doch grundfalsch. Sprachen verändern sich, aber langsam und organisch, und es dauert Jahrhunderte, bis sich Morphologie und Syntax einer Sprache merklich ändern. Heute geschieht etwas ganz anderes: wir werden Zeuge, wie eine kleine, zu allem entschlossene, aber nicht einmal mit rudimentärem Sprachwissen (und schon gar nicht mit Sprachgefühl!) ausgerüstete ideologische Gruppe die deutsche Sprache handstreichartig gekapert und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt hat.

Daß so eine Barbarei ohne einen Aufschrei der Intellektuellen und der „bildungsnahen Schichten“ unseres Landes geschehen kann, macht einfach nur traurig.

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